Alan Baker (Mathematiker)

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Alan Baker

Alan Baker (* 19. August 1939 in London; † 4. Februar 2018[1]) war ein britischer Mathematiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baker begann sein Studium der Mathematik bei dem Zahlentheoretiker Harold Davenport am University College London. Nach dem Bachelor-Abschluss wechselte er ans Trinity College nach Cambridge, wo er 1964 bei Davenport mit Some aspects of diophantine approximation[2] promoviert und im selben Jahr „Fellow“ des Trinity College wurde. Von 1964 bis 1968 forschte er an der Cambridge University als „Research Fellow“. 1968 bis 1974 war er „Director of Studies in Mathematics“ und wurde danach zum Professor für reine Mathematik ernannt. 1970 war er „Fellow“ am Institute for Advanced Study in Princeton und 1974 Gastprofessor an der Stanford University.

Baker ist durch seine „effektiven Methoden“ in der Zahlentheorie bekannt geworden. Im Jahr 1970 wurde ihm mit 31 Jahren die Fields-Medaille auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Nizza verliehen, wo er einen Plenarvortrag über Effective Methods in the Theory of Numbers hielt. Die Auszeichnung erhielt er für seine Arbeiten auf dem Gebiet der diophantischen Gleichungen. Des Weiteren gelang ihm der Beweis einer Verschärfung des Satzes von Gelfond-Schneider, indem er zeigte, dass eine Menge natürlicher Logarithmen über den algebraischen Zahlen linear unabhängig ist, wenn sie über den rationalen Zahlen linear unabhängig ist.

Er war „Fellow“ der Royal Society, der American Mathematical Society, der Indian National Science Academy und seit 1998 Mitglied der Academia Europaea.[3] 1998 wurde er Ehrendoktor der Universität Straßburg.

Zu seinen Doktoranden zählen John Coates, Roger Heath-Brown, David Masser und Cameron L. Stewart.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Transcendental number theory. Cambridge University Press, 1975, erw. 1979, (Cambridge Mathematical Library), aktualisiert 1990, Reprint 1999.
  • Mit Gisbert Wüstholz: Logarithmic forms and diophantine geometry. (New Mathematical Monographs) Cambridge University Press, 2008, ISBN 978-0521882682.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tributes Paid to Professor Alan Baker. Trinity College Cambridge, 5. Februar 2018, abgerufen am 5. Februar 2018 (englisch).
  2. Mathematics Genealogy Project
  3. Mitgliederverzeichnis: Alan Baker. Academia Europaea, abgerufen am 25. Oktober 2017 (englisch, mit biographischen und anderen Informationen).