Alkersleben

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Alkersleben führt kein Wappen
Alkersleben
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Alkersleben hervorgehoben
Koordinaten: 50° 51′ N, 11° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Ilm-Kreis
Verwaltungs­gemeinschaft: Riechheimer Berg
Höhe: 290 m ü. NHN
Fläche: 6,98 km2
Einwohner: 306 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km2
Postleitzahl: 99310
Vorwahl: 036200
Kfz-Kennzeichen: IK, ARN, IL
Gemeindeschlüssel: 16 0 70 001
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lappgasse 61A
99310 Alkersleben
Website: www.vg-riechheimer-berg.de
Bürgermeister: Günther Hülle (FFW Alkersleben)
Lage der Gemeinde Alkersleben im Ilm-Kreis
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Über dieses Bild

Alkersleben ist eine Gemeinde im Ilm-Kreis in Thüringen in Deutschland. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Riechheimer Berg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alkersleben liegt in der Senke der Wipfra zwischen Ettischleben im Süden und Elxleben im Norden sechs Kilometer östlich von Arnstadt in etwa 290 Metern Höhe. Die Wipfra durchfließt das Dorf in Süd-Nord-Richtung, im Westen liegt die 322 Meter hohe Kirchheimer Höhe und im Osten steigt die Landschaft langsam zum 393 Meter hohen Sichemberg an. Dort liegt auch der Verkehrslandeplatz Arnstadt-Alkersleben. Das Gemeindegebiet ist gänzlich waldfrei und wird landwirtschaftlich genutzt. Es gehört dem Thüringer Becken an und ist durch fruchtbare Böden und relativ trockenes Klima geprägt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: Elxleben, Elleben, Osthausen-Wülfershausen, Bösleben-Wüllersleben, Dornheim, Arnstadt, Amt Wachsenburg

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Burgstelle sicherte einst in Alkersleben den Übergang der von Arnstadt in Richtung Lobeda führenden Straße über die Wipfra. Ein viereckiger Hügel zeugt noch von dieser Befestigungsanlage.[2]

Erstmals wurde der Ort 1257 als Alkersleibin urkundlich erwähnt. In Alkersleben gab es ein Rittergut, deren Herren mit den Vertretern der Kirche das Leben im Dorf bestimmten. 1816 erwarb eine Familie das Rittergut. 1844 wurde die steinerne Brücke über die Wipfra gebaut. Bis 1920 gehörte der Ort zum Amt Arnstadt im Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen (Oberherrschaft).

Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Ettischleben eingegliedert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl:

  • 1843 – 309[3]
  • 1939 – 383[4]
  • 1989 – 352[5]
  • 2005 – 341
  • 2010 – 325
  • 2015 – 312

Datenquelle: ab 1994 Thüringer Landesamt für Statistik – Werte vom 31. Dezember

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Alkersleben besteht aus 6 Ratsfrauen und Ratsherren, die mehreren Wahlvereinigungen angehören. In der Kommunalwahl 2014 wurden die Sitze bei einer Beteiligung von 75,6 % wie folgt verteilt:[6]

  • FFW Alkersleben, 4 Sitze
  • SPV e.V., 2 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Günther Hülle wurde am 10. Juni 2010 gewählt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche St. Gregorius

Die Dorfkirche St. Gregorius geht auf eine Kapelle aus dem 12. Jahrhundert zurück. Sie beeindruckt durch prächtige Malereien aus dem Barock. Der Friedhof wurde unter Denkmalschutz gestellt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alkersleben ist ein landwirtschaftlich geprägter Ort.

Ein holländischer Investor plante seit Ende 2005 die Errichtung einer großen Schweinezuchtanlage mit 22.500 Tieren und einem Gülle-Tank mit 6.500 Kubikmeter Fassungsvermögen auf dem Gelände einer früheren Milchviehanlage, wo bis zur Wende 2000 Kühe gehalten wurden. Gegen dieses sehr umstrittene Vorhaben, besonders die mögliche Geruchsbelästigung in einem weiten Umkreis, richteten sich über 2000 Einwände von Bürgern und Organisationen.[7] Das Vorhaben wurde Anfang April 2009 durch das Landesverwaltungsamt Thüringen genehmigt und ist realisiert.

Von Alkersleben führen Straßen nach Dornheim und Osthausen-Wülfershausen. Östlich des Ortes liegt der Flugplatz Arnstadt-Alkersleben. Auf ihm finden regelmäßig Historische Flugtage und Speeddays statt.[8]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag, 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 47.
  3. Quelle für schwarzburgische und sächsische Orte: Johann Friedrich Kratzsch: Lexicon der sämmtlichen Ortschaften der Deutschen Bundesstaaten. Naumburg, 1843. Online abrufbar bei Google Books. Quelle für preußische Orte: Handbuch der Provinz Sachsen. Magdeburg, 1843. Online abrufbar bei Google Books
  4. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Einwohnerzahlen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. Bevölkerungsentwicklung ab 1989 (TLUG) (Memento des Originals vom 29. Oktober 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tlug-jena.de (PDF; 18 kB)
  6. Ergebnisse Kommunalwahl 2014
  7. Schweinezucht steht vor Genehmigung. Thüringische Landeszeitung, 26. März 2009
  8. spiegel.de: Pilot stirbt bei Absturz

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alkersleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien