Amtsgericht Eggenfelden

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Amtsgericht Eggenfelden (Aussenansicht; 2014)

Das Amtsgericht Eggenfelden ist eines von 73 Amtsgerichten in Bayern und ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit mit Sitz in der Stadt Eggenfelden.

Zuständigkeitsbereich und Instanzenzug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Amtsgericht Eggenfelden ist zuständig für den Landkreis Rottal-Inn. Für das Genossenschafts-, Handels- und Vereinsregister sowie in Insolvenzverfahren und bei Zwangsversteigerungen ist das Amtsgericht Landshut zuständig.

Übergeordnete Instanzen sind der Reihe nach das Landgericht Landshut, das Oberlandesgericht München und der Bundesgerichtshof.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlässlich der Einführung des Gerichtsverfassungsgesetzes am 1. Oktober 1879 wurde in Eggenfelden ein Amtsgericht errichtet, dessen Sprengel aus dem vorherigen Landgerichtsbezirk Eggenfelden gebildet wurde und folglich die damaligen Gemeinden Diepoltskirchen I, Diepoltskirchen II, Eggenfelden, Falkenberg, Gangkofen, Geratskirchen, Gern I, Gern II, Hammersbach, Hebertsfelden, Hickerstall, Hirschhorn, Huldsessen, Kirchberg, Kollbach, Langeneck, Linden, Lohbruck, Malling, Martinskirchen, Massing, Mitterskirchen, Obertrennbach, Panzing, Peterskirchen I, Reicheneibach, Rimbach, Rogglfing, Sallach, Staudach, Taufkirchen, Unterdietfurt, Unterhausbach, Wolfsegg und Wurmannsquick umfasste.[1][2]

Durch die kriegsbedingte Herabstufung des Amtsgerichts Arnstorf zur Zweigstelle des Amtsgerichts Eggenfelden vergrößerte sich der Eggenfeldener Gerichtsbezirk um Arnstorf, Emmersdorf, Fünfleiten, Hainberg, Jägerndorf, Johanniskirchen, Kohlstorf, Langgraben, Malgersdorf, Mariakirchen, Mitterhausen, Münchsdorf, Pischelsdorf, Pörndorf, Roßbach, Ruhstorf, Ruppertskirchen, Sattlern, Schmiedorf, Schönau I, Schönau II, Simbach, Thanndorf, Untergrafendorf, Unterhöft, Unterzeitlarn und Zell.[3]

Die Zweigstelle Arnstorf wurde am 1. Juli 1959 geschlossen.[4]

Mit Inkrafttreten des Gesetzes über die Organisation der ordentlichen Gerichte im Freistaat Bayern am 1. Juli 1973[5] wurde das AG Eggenfelden für den gesamten Landkreis Rottal-Inn zuständig, hierdurch erweiterte sich sein Sprengel um den Bezirk des aufgelösten Amtsgerichts Pfarrkirchen, die Orte Birnbach und Kindlbach vom Amtsgerichtsbezirk Griesbach, die Ortschaften Dirnaich und Hölsbrunn vom aufgehobenen Amtsgerichtsbezirk Vilsbiburg nebst dem Ort Bayerbach vom Amtsgerichtsbezirk Rotthalmünster. Im Gegenzug mussten Langgraben, Pischelsdorf, Ruhstorf und Simbach an das Amtsgericht Landau an der Isar und Pörndorf an das Amtsgericht Passau abgegeben werden.[6]

Gerichtsgebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Amtsgericht befindet sich an der Feuerhausgasse 12 im Stadtzentrum.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Königlich Allerhöchste Verordnung vom 2. April 1879, die Bestimmung der Gerichtssitze und die Bildung der Gerichtsbezirke betreffend (GVBl. S. 363)
  2. Landgericht Eggenfelden. In: Königl. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern. Ackermann, München 1877, Sp. 439–460.
  3. 8. Die Oberlandesgerichts-, Landgerichts- und Amtsgerichtsbezirke Bayerns. In: Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. München 1952, S. 111*-120*.
  4. Verordnung über die amtsgerichtlichen Zweigstellen vom 9. Juni 1959 (GVBl. S. 178)
  5. Gesetz über die Organisation der ordentlichen Gerichte im Freistaat Bayern (GerOrgG) vom 25. April 1973 (GVBl S. 189)
  6. Verordnung zur Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte vom 27. Dezember 1971 (GVBl. S. 495)

Koordinaten: 48° 24′ 12″ N, 12° 45′ 50″ O