Johanniskirchen

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Wappen Deutschlandkarte
Johanniskirchen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Johanniskirchen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 32′ N, 12° 57′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Rottal-Inn
Höhe: 367 m ü. NHN
Fläche: 40,58 km2
Einwohner: 2506 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84381
Vorwahl: 08564
Kfz-Kennzeichen: PAN, EG, GRI, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 77 126
Gemeindegliederung: 45 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Obere Hauptstraße 1
84381 Johanniskirchen
Website: www.johanniskirchen.de
Erster Bürgermeister: Max Maier (Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Johanniskirchen im Landkreis Rottal-Inn
GeratskirchenZeilarnWurmannsquickWittibreutUnterdietfurtTrifternTann (Niederbayern)Stubenberg (Niederbayern)Simbach am InnSchönau (Rottal)Roßbach (Niederbayern)Rimbach (Landkreis Rottal-Inn)ReutPostmünsterPfarrkirchenMitterskirchenMassingMalgersdorfKirchdorf am Inn (Landkreis Rottal-Inn)Julbach (Inntal)JohanniskirchenHebertsfeldenGangkofenFalkenberg (Niederbayern)EringEgglhamEggenfeldenDietersburgBad BirnbachBayerbach (Rottal-Inn)ArnstorfLandkreis LandshutLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis DeggendorfLandkreis PassauLandkreis AltöttingLandkreis Mühldorf am InnÖsterreichKarte
Über dieses Bild
Johanniskirchen (nach Westen gesehen)
Das Rathaus der Gemeinde

Johanniskirchen ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn. Das gleichnamige Pfarrdorf ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johanniskirchen liegt in der Region Landshut im Tal des Sulzbachs, eines südlichen Nebenflusses der Vils. Die Ortschaft Johanniskirchen befindet sich etwa 13 km nördlich der Kreisstadt Pfarrkirchen, 18 km nordwestlich von Bad Birnbach, 23 km südwestlich von Vilshofen, 24 km südlich von Osterhofen und 32 km südöstlich von Landau. Der nächstgelegene Bahnhof ist in Pfarrkirchen zu finden.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 45 Gemeindeteile:[2][3]

Es gibt die Gemarkungen Dummeldorf, Emmersdorf und Johanniskirchen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urkundlich erschien Johanniskirchen erstmals 1130 als Säkularpfarrei freier bischöflicher Kollation (Verleihung). Johanniskirchen gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Pfarrkirchen des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Dummeldorf wurde 1946 eingegliedert. Oberstadl[4] kam aus der ehemaligen Gemeinde Mitterhausen am 1. Januar 1972 hinzu. Am 1. Juli 1972 folgte die Gemeinde Emmersdorf.[5] Am gleichen Tag wurde der Landkreis Eggenfelden, zu dem die Gemeinde bis dahin gehörte, aufgelöst, Johanniskirchen kam zum Landkreis Rottal, der 1973 in Rottal-Inn umbenannt wurde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2321 auf 2521 Einwohner bzw. um 8,6 %.

  • 1961: 2315 Einwohner
  • 1970: 2288 Einwohner
  • 1987: 2335 Einwohner
  • 1991: 2428 Einwohner
  • 1995: 2468 Einwohner
  • 2000: 2486 Einwohner
  • 2005: 2458 Einwohner
  • 2010: 2449 Einwohner
  • 2015: 2447 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinderatswahl 2020 hatte folgendes Ergebnis:[6]

  • CSU: 41,9 % (6 Sitze)
  • Freie Wähler: 58,1 % (8 Sitze)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenamtlicher Erster Bürgermeister ist Max Maier (Freie Wähler).[7] Er ist seit 1. Mai 2014 im Amt.[8]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Gemeinde Johanniskirchen
Blasonierung: „Über silbernem Wellenschildfuß in Blau ein silberner Balken, überdeckt von einem wachsenden goldenen Kreuzstab.“[9]

Dieses Wappen wird seit 1974 geführt.

Wappenbegründung: Der Wellenschildfuß versinnbildlicht als Gewässersymbol die Lage der Gemeinde am Sulzbach. Der Kreuzstab ist ein Attribut des Kirchenpatrons Johannes des Täufers und zugleich eine symbolische Darstellung des Gemeindenamens Johanniskirchen. Der silberne Balken im blauen Feld findet sich sowohl im Wappen der Grafen von Hals, zu deren Machtbereich das Gemeindegebiet gehörte, als auch im Wappen der Halser Ministerialen, der Reinolde von Pörndorf und Guteneck, die im 14. und Anfang des 15. Jahrhunderts für die Geschichte von Johanniskirchen (für die zur Hofmark Dummeldorf gehörenden Anwesen) und Emmersdorf (Hofmark Pörndorf) als Grund- und Niedergerichtsherren eine wichtige Rolle spielten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ein Geotop befindet sich in der alten Kiesgrube in Kraham (Koordinaten: 48° 31′ 5″ N, 12° 56′ 41″ O).

Vereine bieten eine große Auswahl an Freizeitaktivitäten.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor allem das Handwerk (Holz, Metall) ist in Johanniskirchen weit verbreitet. Aber auch viele Dienstleistungen werden angeboten (Friseure, Versicherung). Die Grundversorgung ist durch viele Geschäfte gesichert.

Es gibt vier Freiwillige Feuerwehren (Johanniskirchen, Emmersdorf, Mödlsbach, Unterbubach), zwei Schulen (Haupt- und Grundschule), einen Kindergarten, zwei Allgemeinärzte und einen Zahnarzt. In Johanniskirchen-Schornbach befindet sich das Heil-Kunde-Zentrum des Psychotherapeuten und Esoterikers Ruediger Dahlke.

Busverbindungen bestehen nach Eggenfelden, Pfarrkirchen und teilweise auch nach Arnstorf.

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 237 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren es 69 Personen. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 856. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 151 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2158 ha, davon waren 1471 ha Ackerfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 63 Kindern
  • Volksschulen: zwei mit 21 Lehrern und 292 Schülern
  • Bücherei (Stand 2017)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Johanniskirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Johanniskirchen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 5. Januar 2018.
  3. Gemeinde Johanniskirchen, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 3. Januar 2022.
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451). München 1991, S. 68–69, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat – Landkreis Rottal-Inn; Fußnoten 1 und 11).
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 455 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. Gemeinderatswahl Johanniskirchen 2020 15. März 2020, Amtliches Endergebnis. 27. März 2020, abgerufen am 27. November 2020.
  7. Grußwort des Bürgermeisters. Gemeinde Johanniskirchen, abgerufen am 26. August 2020.
  8. Bürgermeister/Oberbürgermeister in kreisangehörigen Gemeinden (Stand: 01.05.2020). (xlsx) Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen am 20. Juni 2020.
  9. Eintrag zum Wappen von Johanniskirchen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte