Bayerbach (Rottal-Inn)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bayerbach
Bayerbach (Rottal-Inn)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bayerbach hervorgehoben

Koordinaten: 48° 25′ N, 13° 9′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Rottal-Inn
Verwaltungs­gemeinschaft: Bad Birnbach
Höhe: 355 m ü. NHN
Fläche: 19,43 km2
Einwohner: 1698 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94137
Vorwahl: 08532
Kfz-Kennzeichen: PAN, EG, GRI, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 77 112
Gemeindegliederung: 19 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Neuer Marktplatz 1
84364 Bad Birnbach
Website: www.bayerbach.de
Erster Bürgermeister: Günter Baumgartner
Lage der Gemeinde Bayerbach im Landkreis Rottal-Inn
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Über dieses Bild
Schloss Bayerbach im 18. Jahrhundert (Stich von Michael Wening)

Bayerbach ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bad Birnbach.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der gleichnamige Hauptort liegt in der Region Landshut im Tal der Rott unweit der B 388 etwa 18 km östlich der Kreisstadt Pfarrkirchen, 13 km westlich von Pocking, 31 km südlich von Vilshofen, 24 km nördlich von Simbach sowie 40 km von Passau entfernt. Bayerbach besitzt eine eigene Bahnstation an der Bahnstrecke Passau–Neumarkt-Sankt Veit, zur Anschlussstelle Pocking der A 3 sind es etwa 20 km.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 19 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Es gibt die Gemarkungen Bayerbach, Kindlbach und Steinberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Bayerbach war. Bayerbach gehörte unter anderem den Edlen von Etzenberg, den Grafen von Tattenbach und den Grafen von Arco auf Valley. Das entsprechende Schloss mit drei Ecktürmen stand nördlich der Pfarrkirche. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Steinberg, zu der auch Bayerbach gehörte. Sie wurde im Jahr 1875 in Bayerbach umbenannt.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1972 ein Teil der bis dahin selbständigen Gemeinde Kindlbach nach Bayerbach umgegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1596 auf 1695 um 99 Einwohner bzw. um 6,2 %.

Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2018
Einwohner 1531 1510 1574 1678 1689 1693 1700 1656 1624 1695

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus dem Ersten Bürgermeister und zwölf Gemeinderäten. Die Gemeinderatswahl am 17. März 2020 hatte folgendes Ergebnis:[4]

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze
CSU/FW 37,9 % 5
Unabhängige Wähler e.V. 28,2 % 3
SPD 16,1 % 2
Wählergemeinschaft Gemeindewohl 17,8 % 2

Erster Bürgermeister ist Günter Baumgartner (CSU/FW). Er ist seit 1. Mai 2020 im Amt.[5] Sein Stellvertreter ist Alfons Göttl (CSU/FW). Von 2014 bis 2020 war Josef Sailer (UWG) Bürgermeister.

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Markt Bad Birnbach bildet die Gemeinde Bayerbach seit 1978 eine Verwaltungsgemeinschaft mit Sitz in Bad Birnbach. Der Markt Bad Birnbach stellt als größerer Partner innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft mit Dagmar Feicht (CSU, Bürgermeisterin von Bad Birnbach) die Vorsitzende der VG – deren Stellvertreter ist Günter Baumgartner (CSU/FW, Bürgermeister von Bayerbach).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Bayerbach (Rottal-Inn).svg
Blasonierung:Geteilt von Schwarz und Silber; oben ein goldener Drachenrumpf, unten ein schwarz geschuppter roter Schrägbalken.“[6]
Wappenbegründung: Das Gemeindewappen vereint die Stammwappen von zwei für die Geschichte der Hofmark Bayerbach wichtigen Adelsfamilien. Der goldene Drachenrumpf (Lindwurm) erinnert als redendes Bild an die Herren von Eßwurm, die in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts die Hofmark innehatten und sich auch nach Bayerbach nannten. Der geschuppte Schrägbalken ist aus dem Stammwappen der Grafen von Tattenbach übernommen, die von 1710 bis ins 19. Jahrhundert in der Hofmark Grundherrschaft und Niedergericht ausübten.
Blick auf die Pfarrkirche St. Peter

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Gemeindeteil Langwinkl steht die barocke Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt, die 1686 nach über fünfzigjähriger Bauzeit geweiht wurde.
  • Die gotische Pfarrkirche St. Petrus entstand aus der ehemaligen Schlosskapelle. Sie erfuhr in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und bei der Renovierung des Jahres 1970 mehrere Umgestaltungen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2017 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 81 und im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe 63 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 3 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 710. Im verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe gab es keine Betriebe. Im Jahr 2016 gab es zudem 34 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 1340 ha, davon waren 1148 ha Ackerfläche und 191 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2018 gab es einen Kindergarten mit 68 Kindergartenplätze und 69 Kindern. Grund- und Mittelschule befinden sich im benachbarten Bad Birnbach, wo es auch eine Jugendmusikschule gibt.

  • Kindertagesstätte – Eröffnung Ende 2014/Anfang 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bayerbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Bayerbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 5. Januar 2018.
  3. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 474.
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik – Ergebnisse der Gemeinderatswahlen 2020, abgerufen am 16. Juni 2020
  5. Bürgermeister/Oberbürgermeister in kreisangehörigen Gemeinden (Stand: 01.05.2020). (xlsx) Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen am 15. Juni 2020.
  6. Eintrag zum Wappen von Bayerbach (Rottal-Inn) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte