Simbach (bei Landau)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Simbach
Simbach (bei Landau)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Simbach hervorgehoben

Koordinaten: 48° 34′ N, 12° 44′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Dingolfing-Landau
Höhe: 440 m ü. NHN
Fläche: 51,22 km2
Einwohner: 4044 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 79 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94436
Vorwahlen: 09954, 09956Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: DGF, LAN
Gemeindeschlüssel: 09 2 79 135
Marktgliederung: 144 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Eggenfeldener Str. 1
94436 Simbach
Website: www.markt-simbach.de
Erster Bürgermeister: Herbert Sporrer (CSU)
Lage des Marktes Simbach im Landkreis Dingolfing-Landau
Karte
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt
Neue und alte Pfarrkirche St. Bartholomäus

Simbach ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sind: Landau an der Isar, Eichendorf, Arnstorf, Malgersdorf, Falkenberg und Reisbach

Wappen von Landau an der Isar
Landau an der Isar
17 km

Eichendorf
15 km
Wappen von Reisbach
Reisbach
11 km
Nachbargemeinden Wappen von Arnstorf
Arnstorf
8 km
Wappen von Falkenberg
Falkenberg
14 km
Wappen von Malgersdorf
Malgersdorf
5 km

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Simbach hat 144 Gemeindeteile:[2] Der Hauptort Simbach, die Pfarrdörfer Haunersdorf und Ruhstorf, die Kirchdörfer Fränkendorf und Pischelsdorf, die Dörfer Bergstorf, Büchel, Kugl, Langgraben, Pirka und Rahstorf, die Weiler Bach, Berg, Bocköd, Engerthal, Falterhaid, Fischhaus, Gmeinbauer, Großwalln, Grüben, Höfen, Höherskirchen, Kruckenhub, Mehnberg, Nattersdorf, Öd, Sand, Schnarrn, Schoberöd, Straß, Thannhackl, Unterkollbach und Wannersberg sowie die Einöden (Einzelsiedlungen) Aigen, Amberg, Asang, Bachlberg, Berngraben, Biberg, Bichl, Bindermann, Binderöd, Blösham, Böckel, Breitenhub, Buchöd, Eben, Eckelsberg, Edenreich, Etzschneid, Fleischöd, Fuchsberg, Gänsberg, Gartner, Göppel, Griesen, Grillenberg, Grünöd, Guggenberg, Gütlberg, Haag, Haag b.Ruhstorf, Hainbuch, Hanslhub, Hasenöd, Hasenpoint, Haslach, Hinteramberg, Hintereich, Hochholzen, Hofstetten, Höllerthal, Hollmannsöd, Holzhausen, Holzmann, Johannszell, Kainzhub, Kaisersberg, Kerschbaum, Kerschberg, Kerschl, Kleinwalln, Kopoltsöd, Küchl, Lehen, Lindach, Mangolsöd, Marienthal, Matzöd, Mitterschabing, Mooshaus, Narnham, Neuhäuseln, Niedereck, Niederlehen, Nußbaum, Obereck, Oberengbach, Oberfeichten, Oberhaarland, Oberhaid, Oberkager, Oberlucken, Oberschabing, Pramet, Rabenberg, Rehmbach, Reichenöd, Salehen, Sandberg, Sankt Antoni, Schaitl, Scharloh, Scheuwimm, Schillingsfürst, Schlapping, Schmalzthal, Schneewinkel, Schöllach, Schwarzenberg, Solleck, Spirkenthal, Stadl, Starzenberg, Steresöd, Stifting, Straßhaus, Straßweb, Taubenberg, Thal, Unterfeichten, Unterhaarland, Unterhaid, Unterkuglöd, Untermadl, Unterschabing, Unterschneewinkel, Vöglsberg, Vordereich, Weißenöd, Widhalm, Wildeneck, Wintersberg und Zollöd.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markt Simbach, nach einer Radierung von Michael Wening von 1721

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 806 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung des Orts. Im 13. Jahrhundert kam es wahrscheinlich zur Markterhebung. Simbach gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Landau des Kurfürstentums Bayern. Simbach besaß ein Marktgericht mit weitgehenden magistratischen Eigenrechten. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Simbach besaß einen Bahnhof an der ehemaligen Bahnstrecke Landau–Arnstorf.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Ruhstorf eingegliedert, und am 1. Juli 1972 Haunersdorf.[3] Am 1. Januar und am 1. April 1973 sowie am 1. Januar 1981 kamen Teile des Marktes Reisbach hinzu.[4]

Amtsgerichts- und Landkreiszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Simbach gehörte nach der Auflösung des Landgerichts Arnstorf zum Landgericht Eggenfelden, später Bezirksamt Eggenfelden und bis zum 1. Juli 1972 zum Landkreis Eggenfelden. Es wurde dann im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Landkreis Dingolfing-Landau eingegliedert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum 1988 bis 2018 wuchs der Markt von 3.410 auf 3.987 um 577 Einwohner bzw. um 16,9 %.

  • 1961: 3346 Einwohner
  • 1970: 3357 Einwohner
  • 1987: 3392 Einwohner
  • 1991: 3499 Einwohner
  • 1995: 3634 Einwohner
  • 2000: 3740 Einwohner
  • 2005: 3723 Einwohner
  • 2010: 3583 Einwohner
  • 2015: 3774 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2008 Herbert Sporrer (CSU). Er wurde am 15. März 2020 mit 95,5 % der Stimmen für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Amtszeit von Mai 2020 bis April 2026 setzt sich der Marktgemeinderat nach dem Ergebnis der Wahl vom 15. März 2020 wie folgt zusammen:

  • CSU/Junge Bürger: 4 Sitze (23,78 %)
  • Freie Wählergemeinschaft Langgraben: 3 Sitze (19,36 %)
  • SPD/Freie Bürgerliste: 3 Sitze (18,93 %).
  • Christliche Wählergemeinschaft Ruhstorf: 3 Sitze (17,13 %)
  • Allgemeine Wählergemeinschaft Haunersdorf: 2 Sitze (13,47 %)
  • Freie Wählervereinigung Pischelsdorf: 1 Sitz (7,33 %)

Die Wahlbeteiligung betrug 60,6 %.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Simbach.svg
Blasonierung: „Geteilt; oben über blauem Querbach in Schwarz ein sechsstrahliger goldener Stern, unten die bayerischen Rauten.“[6]

Erklärung: Das Wappen zeigt oben einen gelben Stern auf schwarzem Grund, das möglicherweise das alte Ortszeichen von Simbach ist, darunter eine Darstellung der sieben Bäche (Simbach, Schmalzthaler Bach, Narnhamer Bach, Kerschlbach, Braunerbach, Griesmeier Bach, Schnarner Bach), sowie wiederum darunter die weiß-blauen bayerischen Rauten.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus (1736 barocke Erweiterung)
  • Neue Pfarrkirche St. Bartholomäus (Bau 1970 bis 1975)
  • Evangelische Kreuzkirche (Bau 1960)

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 20, im produzierenden Gewerbe 297 und im Bereich Handel und Verkehr 81 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 153 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1272. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe neun Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 166 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3457 ha, davon waren 2922 ha Ackerfläche und 534 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2013 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten und Kinderkrippe mit ca. 120 Kindern
  • Grundschule: sechs Klassen mit ca. 120 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Simbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Markt Simbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 5. Januar 2018.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 505.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 634 und 635.
  5. Wahlergebnisse vom 15. März 2020, abgerufen am 7. Juni 2020.
  6. Eintrag zum Wappen von Simbach (bei Landau) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte