Malgersdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Malgersdorf
Malgersdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Malgersdorf hervorgehoben
Koordinaten: 48° 32′ N, 12° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Rottal-Inn
Verwaltungs­gemeinschaft: Falkenberg
Höhe: 398 m ü. NHN
Fläche: 11,49 km2
Einwohner: 1218 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 106 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84333
Vorwahl: 09954
Kfz-Kennzeichen: PAN, EG, GRI, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 77 131
Gemeindegliederung: 27 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Burgerstr. 1
84333 Malgersdorf
Webpräsenz: www.malgersdorf.de
Bürgermeister: Franz-Josef Weber (Bürgerliche Wählervereinigung)
Lage der Gemeinde Malgersdorf im Landkreis Rottal-Inn
Geratskirchen Zeilarn Wurmannsquick Wittibreut Unterdietfurt Triftern Tann (Niederbayern) Stubenberg (Niederbayern) Simbach am Inn Schönau (Rottal) Roßbach (Niederbayern) Rimbach (Landkreis Rottal-Inn) Reut Postmünster Pfarrkirchen Mitterskirchen Massing Malgersdorf Kirchdorf am Inn (Landkreis Rottal-Inn) Julbach (Inntal) Johanniskirchen Hebertsfelden Gangkofen Falkenberg (Niederbayern) Ering Egglham Eggenfelden Dietersburg Bad Birnbach Bayerbach (Rottal-Inn) Arnstorf Landkreis Landshut Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Deggendorf Landkreis Passau Landkreis Altötting Landkreis Mühldorf am Inn ÖsterreichKarte
Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Stephanus

Malgersdorf ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Falkenberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt zwischen Landau und Eggenfelden. Die Ortschaft Malgersdorf befindet sich auf halber Strecke zwischen diesen beiden Städten (jeweils 17 km entfernt), zudem 26 km südöstlich von Dingolfing sowie 25 km nordwestlich der Kreisstadt Pfarrkirchen. Der Hauptort ist der mit Abstand größte der ansonsten nur aus Einöden und Weilern bestehenden Gemeinde.

Das Gemeindegebiet wird in West-Ost-Richtung von der Kollbach durchflossen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malgersdorf hat 27 Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Visler
(aus dem Wappenbuch von Siebmacher, 1605)

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Malgersdorf wurde erstmals 1135 urkundlich erwähnt. Sein Besitz wechselte mehrmals unter verschiedenen Adelsgeschlechtern. Der erste Besitzer und zugleich Namensgeber der Hofmark Malgersdorf war „Mengenhardus Madegeresdorf“. Danach residierten lange Zeit die Visler, aus deren Wappen die linke Hälfte des Gemeindewappens stammt: die doppelte goldene Krone mit der Getreidegarbe. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts besaßen die Leoprechtinger, seit dem Ende des Dreißigjährigen Krieges das Adelsgeschlecht von Trauner-Neudegg und seit 1736 die Tattenbacher die Hofmark. Von diesen übernahmen 1825 die Grafen von Arco-Valley die Liegenschaften. Als 1848 in Bayern die Hofmarkrechte aufgelöst wurden, entstand die Gemeinde Malgersdorf.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malgersdorf litt von den Wirren des Dreißigjährigen Krieges bis zum Zweiten Weltkrieg des Öfteren unter Unruhen und kriegerischen Auseinandersetzungen. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wollten Resteinheiten der deutschen Wehrmacht den Vormarsch der US-Armee stoppen. In der Folge kam es hier, am 1. Mai 1945, zu einem heftigen Schusswechsel unter dem Einsatz schwerer Waffen, was entsprechende Auswirkungen auf den Ort und die Bevölkerung hatte.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur bayerischen Gebietsreform gehörte Malgersdorf zum 1972 aufgelösten Landkreis Eggenfelden. Am 1. Januar 1975 wurden folgende Ortsteile des Marktes Arnstorf eingegliedert:[3] Blumreising, Engersöd, Galleck, Hilbing, Irlach, Lalling, Rackersöd, Straß und Willersöd.

Im Jahr 1978 wurde Malgersdorf der Verwaltungsgemeinschaft Falkenberg angegliedert.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Zusammensetzung des Gemeinderates in der Legislaturperiode 2008–2014

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 6. Mai 2004 besteht eine Partnerschaft mit der Stadt Đakovo in Kroatien.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die spätgotische Pfarrkirche St. Stephanus wurde 1867 erweitert. Ihre Ausstattung ist neugotisch. Sie beherbergt eine ungewöhnlich große, von Pfarrer W. Striedl konzipierte und von 1976 bis 1977 erbaute Orgel mit einem dreimanualigen Spieltisch im Presbyterium. Die Orgel verfügt über 52 klingende Register mit 3712 Pfeifen und 25 elektronischen Klangfarben. Aus räumlichen und akustischen Gründen wurde die Orgel in vier Teile gegliedert.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Malgersdorf

Freizeiteinrichtungen/Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Malgersdorf gibt es ein öffentliches Schwimmbad. Außerdem sind ein Volleyballplatz, zwei Fußballplätze, drei Tennisplätze, vier Spielplätze und ein Theater vorhanden. Es gibt viele Vereine, z. B. den Sportverein, die Schlüter- und Oldtimerfreunde, die Theaterfreunde und den Obst- und Gartenbauverein.

Lokales[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Malgersdorf gibt es einen Edeka mit angeschlossener Bäckerei. Am Dorfplatz befindet sich außerdem ein Gasthaus und in Hofstetten ein Biergarten. Im Dorf gibt es eine Sparkasse und eine Raiffeisenbank.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 20 von Landau nach Eggenfelden durchquert das Gemeindegebiet von Nord nach Süd. Die nächsten Bahnhöfe finden sich in Landau und Eggenfelden; die nächsten Anschlussstellen der Bundesautobahn 92 sind Dingolfing und Landau im Norden und im Süden Altötting zur Bundesautobahn 94 Richtung Passau und München.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malgersdorf besitzt einen Kindergarten und eine Grundschule.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. https://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=807&attr=590&modus=automat
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 629.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Malgersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien