Unterdietfurt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Unterdietfurt
Unterdietfurt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Unterdietfurt hervorgehoben
Koordinaten: 48° 23′ N, 12° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Rottal-Inn
Höhe: 420 m ü. NHN
Fläche: 27,53 km2
Einwohner: 2079 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 76 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84339
Vorwahlen: 08724, 08721Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: PAN, EG, GRI, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 77 151
Gemeindegliederung: 29 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfplatz 10
84339 Unterdietfurt
Webpräsenz: www.unterdietfurt.de
Bürgermeister: Richard Schneider
Lage der Gemeinde Unterdietfurt im Landkreis Rottal-Inn
Geratskirchen Zeilarn Wurmannsquick Wittibreut Unterdietfurt Triftern Tann (Niederbayern) Stubenberg (Niederbayern) Simbach am Inn Schönau (Rottal) Roßbach (Niederbayern) Rimbach (Landkreis Rottal-Inn) Reut Postmünster Pfarrkirchen Mitterskirchen Massing Malgersdorf Kirchdorf am Inn (Landkreis Rottal-Inn) Julbach (Inntal) Johanniskirchen Hebertsfelden Gangkofen Falkenberg (Niederbayern) Ering Egglham Eggenfelden Dietersburg Bad Birnbach Bayerbach (Rottal-Inn) Arnstorf Landkreis Landshut Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Deggendorf Landkreis Passau Landkreis Altötting Landkreis Mühldorf am Inn ÖsterreichKarte
Über dieses Bild
Die katholische Pfarrkirche Maria Heimsuchung

Unterdietfurt ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterdietfurt liegt in der Region Landshut im Tal der Rott unweit der B 388 und an der Regionalbahnstrecke Passau–Mühldorf, deren nächstgelegene Bahnstation im 4 km entfernten Massing liegt. Unterdietfurt befindet sich etwa 8 km westlich von Eggenfelden, 22 km nördlich von Altötting, 25 km nordöstlich von Mühldorf, 27 km südöstlich von Vilsbiburg und 23 km von der Kreisstadt Pfarrkirchen entfernt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterdietfurt hat 29 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Unterdietfurt und Huldsessen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wurde schon im 8. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Aus der Urpfarrei Dietfurt gingen das Obere und das Niedere Dietfurt hervor. Oberdietfurt ist heute Teil des Marktes Massing. Unterdietfurt gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Eggenfelden des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Im 19. Jahrhundert waren Getreidebau und Viehzucht die Haupterwerbszweige. In den beiden Weltkriegen mussten insgesamt 146 Menschen ihr Leben lassen.[3]

21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 wurde ein neues Rathaus gebaut.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Gebietsreform in Bayern kam am 1. Januar 1972 Huldsessen zur Gemeinde Unterdietfurt.[4] Es wurde aber am 1. Mai 1978 wieder abgetrennt und kam teilweise zu Eggenfelden und Falkenberg.[5] Unterdietfurt ging eine Verwaltungsgemeinschaft mit den Gemeinden Massing und Geratskirchen ein. Im Jahr 1983 wurde die Abtrennung Huldsessens durch den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof wieder aufgehoben und Huldsessen kam erneut zu Unterdietfurt. Schließlich trat Unterdietfurt 1986 aus der Verwaltungsgemeinschaft mit Massing und Geratskirchen aus.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 2095 Einwohner
  • 1970: 1968 Einwohner
  • 1987: 1844 Einwohner
  • 1991: 1935 Einwohner
  • 1995: 1987 Einwohner
  • 2000: 2093 Einwohner
  • 2005: 2122 Einwohner
  • 2010: 2090 Einwohner
  • 2015: 2079 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Richard Schneider (Freie Wählergemeinschaft). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Josef Münch (Freie Wählergemeinschaft).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1441 erbaute Pfarrkirche Maria Heimsuchung besitzt einen spätgotischen Flügelaltar um 1500. Einige Grabsteine stammen aus dem 15. und 16. Jahrhundert.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 15, im produzierenden Gewerbe 146 und im Bereich Handel und Verkehr 48 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 52 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 682. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 91 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1854 Hektar, davon waren 1393 Hektar Ackerfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen :

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 66 Kindern (Stand: 1999)
  • Pfarrer-Reindl-Grundschule: 73 Kinder in 3 Klassen (Stand: 2017)
  • Gemeindebücherei

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111201/202054&attr=OBJ&val=820
  3. https://www.unterdietfurt.de/gemeindeinfo/geschichte/geschichte-ab-1850/
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 455.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 630.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Unterdietfurt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien