André Bettencourt

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André Bettencourt und Nicolae Ceaușescu

André Bettencourt (* 21. April 1919 in Saint-Maurice-d'Ételan, Département Seine-Maritime; † 19. November 2007 in Neuilly-sur-Seine) war ein französischer konservativer Politiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seiner Jugend war Bettencourt Mitglied der rechtsextremen Gruppe La Cagoule, die vom Gründer des französischen Kosmetikkonzerns L’Oréal, Eugène Schueller, finanziell unterstützt wurde. Außerdem schrieb er von 1940 bis 1942 antisemitische Artikel für die von den Nazis finanzierte Zeitung La Terre Française.

Bettencourt heiratete 1950 Schuellers Tochter Liliane. Die beiden haben eine Tochter, Françoise Bettencourt-Meyers, die heute Mitglied des Vorstands von L’Oréal ist.

In der Nachkriegszeit wurde er Mitglied der liberal-konservativen Parteien Centre national des indépendants et paysans bzw. Républicains indépendants. Von 1951 bis 1977 war Bettencourt Mitglied der Nationalversammlung. Während dieser Zeit war er im Jahr 1968 kurzzeitig Minister für Post und Telekommunikation. Direkt im Anschluss war er von 1968 bis 1969 Industrieminister. Von 1970 bis 1971 war er Minister für kulturelle Angelegenheiten und schließlich im Jahr 1973 kurzzeitig französischer Außenminister. Von 1977 bis 1995 war er dann Mitglied des Senats. 1986 wurde Bettencourt als Nachfolger von Michel Faré in die Académie des Beaux-Arts gewählt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]