Andreas Kieling

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Andreas Kieling (2008)

Andreas Kieling (* 4. November 1959 in Gotha) ist ein deutscher Dokumentarfilmer, Filmproduzent und Autor mit dem Schwerpunkt auf Natur-, Tier- und Abenteuerthemen.

Leben[Bearbeiten]

Nach eigenen Angaben floh Andreas Kieling 1976 als 16-Jähriger aus der DDR über die Tschechoslowakei und Österreich nach Westdeutschland und wurde dabei beim Durchschwimmen der Donau von einem Grenzer beschossen. Er erlitt einen Steckschuss im Rücken.[1] In Westdeutschland heuerte er von 1977 bis 1980 als Seemann für Überseefahrten auf deutschen Handelsschiffen an. Von 1980 bis 1983 absolvierte er eine Ausbildung zum Berufsjäger in verschiedenen norddeutschen Forstämtern, vor allem in den Revieren Lanze und Lömitz im Kreis Lüchow-Dannenberg.[2] Zwischen 1986 und 1990 unternahm Kieling längere berufliche Auslandsaufenthalte: 1988 ein Jahr als Forstberater in China und 1989 ein halbes Jahr in Indien und Pakistan.

1991 begann er seine Karriere als Dokumentarfilmer. Seit 1992 bereist er Alaska; bei jeder Reise stellte er sich einer besonderen Herausforderung. Seine Erlebnisse beschrieb Kieling in mehreren Büchern. Zuletzt erkundete er den Yukon über 3000 Kilometer Länge von der Quelle bis zur Mündung in das Beringmeer. Aus dieser Reise entstand eine dreiteilige Dokumentation, die im Januar 2007 in der ARD gezeigt wurde. Auf der mittleren Etappe seiner Reise wurde der Tierfilmer von seiner Frau Birgit und seinen beiden Söhnen Erik und Thore begleitet. Sie folgten den Spuren der Goldsucher, filmten unter anderem Elche mit ihren Kälbern, erkundeten verlassene Glücksritter-Camps und das Wrack eines Raddampfers. Die dritte Episode, Abenteuer Yukon – Der lange Weg zum Eismeer, erhielt im Oktober 2008 auf dem Wildscreen Festival in Bristol den Panda Award.

Im Mai 2008 und im Mai 2011 zeigte das ZDF die dreiteilige Reihe Expeditionen zu den Letzten ihrer Art, nicht zu verwechseln mit der BBC-Fernsehserie Die Letzten ihrer Art (Buch 1990, Serie 2009) von Douglas Adams und Mark Carwardine.

Für die ZDF-/Arte-Produktion Mitten im wilden Deutschland ging Andreas Kieling 2009 auf eine Wanderschaft quer durch Deutschland. Entlang des ehemaligen Todesstreifens folgte er dem Grünen Band.

Anfang Juni 2010 wurde auf Arte sein neuestes Projekt, die fünfteilige Serie Mitten in Südafrika, in HDTV ausgestrahlt. Darin wird das Gastgeberland der Fußballweltmeisterschaft 2010 beschrieben.

Andreas Kieling ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt auf einem Bauernhof in der Eifel.

Der Schauspieler Wolfgang Kieling war sein Großonkel.[3]

Kritik[Bearbeiten]

Kritik bekam Kieling für die ZDF-Dokumentation „Kielings wildes Deutschland“, nachdem bekannt wurde, dass er darin Wolfshunde für Wölfe ausgab.[4]

Kieling nahm dazu in einem Video auf seiner Website Stellung.[5]

Filmografie[Bearbeiten]

  • 2004: Der Baum der Bäume – Geheimnisvolles Eichenleben (Kamera, zusammen mit Roland Gockel)
  • 2005: Europe: A Natural History – A New Millennium
  • 2005: Europe: A Natural History – Taming the Wild
  • 2005: Beruf: Tierfilmer
  • 2007: Abenteuer Yukon – Der lange Weg zum Eismeer
  • 2008: Kieling – Expeditionen zu den Letzten ihrer Art (Kamera, zusammen mit Luana Carina Knipfer), drei Teile, ZDF
  • 2009: Andreas Kieling – Mitten im wilden Deutschland (Dokumentation in fünf Teilen), ZDF/Arte
  • 2010: Andreas Kieling – Mitten in Südafrika (Dokumentation in fünf Teilen), ZDF/Arte

Publikationen[Bearbeiten]

  • zusammen mit Irena Bischoff: Yukon-River-Saga. Zürich 1995. Neuausgabe: Yukon-River-Saga. Im Kanu durch Kanada und Alaska. München 2001, ISBN 3-453-17818-1.
  • zusammen mit Irena Bischoff: Ussuri-Tiger. Zürich 1999, ISBN 3-85833-257-7.
  • Im Reich der Riesenbären. Andreas Kieling unterwegs zu den letzten großen Bären Alaskas. Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09545-2.
  • zusammen mit Simone Kosog: Der Bärenmann. Vater und Sohn unter Grizzlys in Alaska. Aus der ARD-Reihe „Expeditionen ins Tierreich“. Hamburg 2004, ISBN 3-455-09469-4.
  • zusammen mit Sabine Wünsch: Bären, Lachse, wilde Wasser. Als junge Familie durch Kanada und Alaska. München 2007, ISBN 978-3-89029-284-7.
  • zusammen mit Sabine Wünsch: Ein deutscher Wandersommer. 1400 Kilometer durch unsere wilde Heimat. Malik im Piper Verlag, München 2011, ISBN 978-3-89029-393-6.
  • zusammen mit Sabine Wünsch: Durchs wilde Deutschland. Von den Alpen bis zum Wattenmeer. München 2012, ISBN 978-3-89029-415-5.
  • Meine Expeditionen zu den Letzten ihrer Art. Piper Taschenbuch, München 2015, ISBN 978-3-492-30627-0.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Philip Bauens: Der Natur geht es besser als viele Denken. 4-seasons, Sommer 2012, S. 52–59 (Interview in Kundenzeitschrift Globetrotter Ausrüstung).
  • Stefan Locke: Die Bären sind nicht deine Freunde : Einsames Kind, Radsportler, DDR-Flüchtling, Matrose, Jäger, Tierfilmer: Andreas Kielings abenteuerliches Leben, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. März 2012, Seite 49, online

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Andreas Kieling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Auf den Pelz gerückt, Interview mit 4-seasons.de, 2007
  2. Interview Deutsche Jagdzeitung
  3. Dokumentarfilmer Andreas Kieling. Die Bären sind nicht deine Freunde FAZ Online, 24. März 2012
  4. ZDF gelobt jetzt Besserung., berliner-kurier.de, 28. April 2012, abgerufen am 30. Mai 2013
  5. Einsatz von Wolfshybriden, Video v. 22. April 2012 auf andreas-kieling.de