Annabelle Mandeng

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Annabelle Mandeng

Annabelle Mandeng (* 2. April 1971 in Göttingen, Niedersachsen) ist eine deutsche Schauspielerin, Moderatorin und Synchronsprecherin.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Annabelle Mandeng wurde als Tochter einer deutschen Studienrätin und eines in Karlsruhe studierenden Kameruners geboren.[1] 1973 trennten sich die Eltern und Mandeng wuchs mit ihrem älteren Bruder bei der Mutter in Bad Zwischenahn auf. Diese nahm 1980 eine Tätigkeit für den Deutschen Entwicklungsdienst in Togo auf und zog mit den Kindern in das westafrikanische Land. Drei Jahre später siedelte die Familie nach Pakistan über, wo Mandeng in Lahore den amerikanischen Highschool-Abschluss machte und danach in Deutschland das Abitur.[1] Durch die Auslandsaufenthalte spricht Annabelle Mandeng neben ihrer Muttersprache Deutsch fließend und akzentfrei Englisch und Französisch.

Annabelle Mandeng

Als Schülerin trat sie 1990 in der Sat.1-Sendung Fort Boyard – Ein Spiel für Abenteurer als Kandidatin auf.

Ihre TV-Karriere begann Mandeng bei Hamburg1 als Moderatorin u. a. der Livegameshow Zoom-City und wechselte 1995 als Wetterfee für alle Regionalprogramme zu RTL[2][3]. Seit 1999 moderierte sie Fit for Fun TV bei VOX. Im Herbst 2000 startete sie die Plauderrunde „Wir vier“ beim ZDF mit Susanne Fröhlich und Sibylle Nicolai.[4] Bis 2010 präsentierte sie das 3sat-Magazin vivo. Von 2016 bis 2019 moderierte Mandeng die Wettbewerbsfilme der Berlinale, die Verleihung des Goldenen Ehrenbären, der Berlinale Kamera und der European Shooting Stars. 2020 ist sie die Stimme der Berlinale. National und international wird Annabelle Mandeng aufgrund ihrer Sprachkenntnisse als Moderatorin eingesetzt, wie für die IFA Global Presse Conference und die European Aviation Awards. Für die deutsche Bundesregierung hat sie das 6. Zukunftsforum geleitet.

Als Schauspielerin spielte sie am Theater sowie neben Otto Sander und Robert Stadlober in dem Kinofilm Donau, Dunaj, Dana und im Tatort Dschungelbrüder jeweils die weibliche Hauptrolle und in der Sat.1-Serie Bis in die Spitzen die durchgehende Rolle „Heidi“.

2016 spielte sie die Rolle der „Kassandra“ in Wanja und Sonja und Mascha und Spike von Christopher Durang[5] und die Rolle des „Bassa Selim“ in der Inszenierung der Entführung aus dem Serail von Rodrigo Garcia an der Deutschen Oper in Berlin, die 2017 und 2020 wieder aufgenommen wurde.

2020 ist Mandeng in der Rolle der „Eva“ in Burhan Qurbanis Spielfilm Berlin Alexanderplatz neben u. a. Joachim Król, Jella Haase und Albrecht Schuch zu sehen, der am 26. Februar 2020 im Berlinale-Wettbewerb Weltpremiere feierte.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Annabelle Mandeng – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b „Über die Lust am Machen“ – Annabelle Mandeng, Chapeau, 2017
  2. Immer auf dem Sprung, abendblatt.de vom 20. März 1999
  3. Annabelle Mandeng ist eine Sportskanone Fit for Fun mit Annabelle, mopo.de vom 12. Februar 1999
  4. Das Frauen-Quartett. In: Der Spiegel. Nr. 13, 2000, S. 129 (online27. März 2000).
  5. Wirrungen um „Wanja und Sonja und Mascha und Spike“ in Osnabrücker Zeitung vom 23. März 2016; abgerufen am 12. Juli 2018