Argentat

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Argentat
Wappen von Argentat
Argentat (Frankreich)
Argentat
Gemeinde Argentat-sur-Dordogne
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Corrèze
Arrondissement Tulle
Koordinaten 45° 6′ N, 1° 56′ OKoordinaten: 45° 6′ N, 1° 56′ O
Postleitzahl 19400
ehemaliger INSEE-Code 19010
Eingemeindung 1. Januar 2017
Status Commune déléguée
Website www.argentat.fr

Argentat ist eine ehemalige französische Gemeinde mit zuletzt 2991 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Corrèze in der Region Nouvelle-Aquitaine.

Die Gemeinde Argentat schloss sich am 1. Januar 2017 mit Saint-Bazile-de-la-Roche zur neuen Gemeinde Argentat-sur-Dordogne zusammen.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Argentat liegt am Übergang der Route Nationale N120 über die Dordogne, in geschützter, klimatisch begünstigter Tallage. Über die N120 sind die Städte Brive-la-Gaillarde in west-nordwestlicher Richtung und Aurillac in ost-südöstlicher Richtung, jeweils in rund 30 km Entfernung zu erreichen. Zwei Kilometer oberhalb von Argentat staut ein Damm, der Barrage d’Argentat, den Fluss. 21 km flussabwärts befindet sich der reizvolle und historisch interessante Ort Beaulieu-sur-Dordogne mit seiner ehemaligen Benediktinerabtei. Die Präfektur des Départements Tulle befindet sich rund 35 Kilometer leicht nordwestlich. Die Gemeinde liegt am westlichen Rand der Xaintrie.

Nachbargemeinden der Gemeinde Argentat waren Saint-Bazile-de-la-Roche im Norden, Saint-Martial-Entraygues im Nordosten, Hautefage im Osten, La Chapelle-Saint-Géraud im Süden, Monceaux-sur-Dordogne im Südwesten, Neuville und Saint-Chamant im Westen sowie Saint-Bonnet-Elvert im Nordwesten.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: In Blau zwei gegengewendete, die Bärte zum Schildhaupt zeigend, silberne Schlüssel pfahlgestellt.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 2991 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) gehörte Argentat zu den größten Gemeinden des Départements Corréze.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Argentat entwickelte sich im 16. und 17. Jahrhundert zu einem wohlhabenden Städtchen. Wirtschaftliche Grundlage dieses Wohlstands war der Transport von Eichenholz für die Produktion von Weinfässern nach Bergerac.

Die Gemeinde Argentat schloss sich am 1. Januar 2017 mit Saint-Bazile-de-la-Roche zur neuen Gemeinde Argentat-sur-Dordogne zusammen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grave de Roland ein neolithischer Menhir in akzeptablem Zustand[1].
  • Das am Ufer der Dordogne gelegene Städtchen beherbergt ein Ensemble hübscher Bürger- und Fischerhäuser in der Ortsmitte und am Flussufer.

Ort und Flussufer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barrage d’Argentat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Talsperre von Argentat dient als Wasserkraftwerk. Sie ist die fünfte einer ganzen Reihe von Talsperren am Oberlauf der Dordogne. Die Staumauer ist 35 m hoch und 190 m lang. Die Maschinen des Kraftwerks sind die gleichen wie diejenigen im Gezeitenkraftwerk Rance in der Bretagne. Der Damm diente seinerzeit auch zur Erprobung dieses neuen Maschinentyps.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Argentat pflegt seit 1982 Städtepartnerschaft mit der Stadt Bad König im Odenwald.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Auvergne. Perigord, Berry, Limousin (= Der grüne Reiseführer). Michelin Reiseverlag, Karlsruhe 2003, ISBN 2-06-000107-2, S. 76–77.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Argentat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.t4t35.fr/Megalithes/AfficheSite.aspx?Projet=France&IDSite=MHGR03-2