Beaulieu-sur-Dordogne

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Beaulieu-sur-Dordogne (Bél Luéc oder Bellec)
Wappen von Beaulieu-sur-Dordogne
Beaulieu-sur-Dordogne (Frankreich)
Beaulieu-sur-Dordogne
Region Limousin
Département Corrèze
Arrondissement Brive-la-Gaillarde
Kanton Beaulieu-sur-Dordogne
Gemeindeverband Sud Corrézien.
Koordinaten 44° 59′ N, 1° 50′ O44.9783333333331.8383333333333152Koordinaten: 44° 59′ N, 1° 50′ O
Höhe 125–387 m
Fläche 8,65 km²
Einwohner 1.193 (1. Jan. 2012)
Bevölkerungsdichte 138 Einw./km²
Postleitzahl 19120
INSEE-Code
Website www.beaulieu-sur-dordogne.fr

Beaulieu-sur-Dordogne vom gegenüberliegenden
Ufer der Dordogne

Beaulieu-sur-Dordogne (okzitanisch: Bél Luéc oder Bellec) ist eine Gemeinde mit 1193 Einwohnern (Stand 1. Januar 2012) im Département Corrèze in der Region Limousin in Frankreich. Die in der Ortsmitte stehende ehemalige Abteikirche St-Pierre gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen romanischer Baukunst im Südwesten Frankreichs.

Lage[Bearbeiten]

Beaulieu liegt am westlichen Ufer des Flüsschens Dordogne am westlichen Rand der Xaintrie Blanche. Beaulieu heißt auf Deutsch: Schöner Ort. Durch seine idyllische, klimatisch begünstigte Lage im Tal, zwischen Wald und Wiesen am Ufer des Flusses, trägt der Ort diesen Namen.

Die nächstgelegenen etwas größeren Städte sind Brive-la-Gaillarde im Nordwesten, in rund 30 km Entfernung über Landstraße erreichbar, und Aurillac, rund 40 km über Landstraße im Osten entfernt. 21 km flussaufwärts liegt im Norden das malerische ehemalige Fischerstädtchen Argentat, sieben Kilometer flussabwärts, nahe der Einmündung der Cère in die Dordogne, der Ort Biars-sur-Cère. Die Präfektur des Départements Tulle befindet sich ca. 35 Kilometer nördlich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 1.592 1.560 1.508 1.265 1.278 1.287

Geschichte[Bearbeiten]

855 besuchte der Erzbischof von Bourges den Ort. Er war von dessen Lage so begeistert, dass er ihn bellus locus (schöner Ort) nannte und an dieser Stelle eine Benediktinerabtei gründete. Die Grafen von Turenne und Castelnau lieferten sich in den folgenden Jahrhunderten blutige Kämpfe um die Herrschaft über das Kloster. In diesem Spannungsfeld gelang es dem Kloster und den Bürgern der sich langsam entwickelnden Ansiedlung dennoch, zu Reichtum und fast vollständiger Unabhängigkeit zu gelangen und sich ein Privileg nach dem anderen zu sichern. Im 12. Jahrhundert wurde das Kloster der Oberhoheit der Klosters Cluny unterstellt. Kurz vor dieser Zeit begann auch der Bau der bis heute erhaltenen Klosterkirche St-Pierre.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Büßerkapelle

Abteikirche St. Pierre[Bearbeiten]

Büßerkapelle[Bearbeiten]

Die Büßerkapelle (Chapelle des Pénitents Noirs) mit ihrem markanten Glockengiebel aus dem 12. Jahrhundert liegt malerisch am Ufer der Dordogne und dient heute als Heimatmuseum.

Altstadt[Bearbeiten]

In den malerischen Gassen der Altstadt sind eine ganze Reihe von alten Gebäuden bis zurück in die Renaissancezeit erhalten geblieben, darunter das sogenannte Maison d'Adam et Eve, in dessen Außenwand mehrere Skulpturen eingelassen sind.

Tourismus, Freizeit und Sport[Bearbeiten]

Der Tourismus ist der Hauptwirtschaftszweig am Ort. Abgesehen von Kulturtouristen zieht der Ort auch Naturliebhaber, Kanusportler und Kanuwanderer an. Neben vielen Restaurants, Hotels und Pensionen bietet der Ort auch eine Jugendherberge, direkt am Fluss gegenüber der Chapelle des Pénitents gelegen.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Beaulieu-sur-Dordogne pflegt eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Scheinfeld im Landkreis Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim in Bayern.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Beaulieu-sur-Dordogne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien