Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung bei Erwachsenen

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Dieser Artikel behandelt Besonderheiten von ADHS im Erwachsenenalter. Zur allgemeinen Thematik von ADHS siehe Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung.

Als Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung bei Erwachsenen bezeichnet man die bei Erwachsenen auftretende Form der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), einer bereits im Kindesalter beginnenden psychischen Störung, die sich durch Probleme mit Aufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität auszeichnet.

Die Diagnosekriterien für ADHS bei Kindern und Erwachsenen sind im Wesentlichen die gleichen. Voraussetzung einer Diagnosestellung im Erwachsenenalter ist jedoch, dass die Symptome schon im Kindesalter (von unter 12 Jahren) vorhanden waren.

Die Verbreitung von ADHS unter Erwachsenen beträgt nach einer Vielzahl von Studien in mehreren Erdteilen, die jedoch generell noch als vorläufig betrachtet werden, ca. 5 %.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1990er Jahren wurde deutlich, dass – anders als ursprünglich angenommen – ADHS häufig nicht im Erwachsenenalter verschwindet. Die daraufhin einsetzende Forschung zur Verbreitung bei Erwachsenen zeigte, dass in der Mehrheit der Fälle auch im Erwachsenenalter so viele Beeinträchtigungen fortbestanden, dass die Diagnose-Kriterien erfüllt wurden.[1]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gegensatz zur Verbreitung bei Kindern und Jugendlichen gibt es bei Erwachsenen erst (Stand Februar 2016) vorläufige Abschätzungen. Nach einer Metaanalyse von 2009 betrug sie 2,5 %,[2] nach einer anderen, doppelt so umfangreichen, jedoch mit Daten überwiegend junger Erwachsener unter 25 Jahren, von 2012 dagegen 5 %.[3]

Eine Studie an der Universität Erlangen-Nürnberg von 2012 auf der Grundlage einer repräsentativen Stichprobe von 1.655 Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren ergab einen Wert von 4,7 %.[4] Eine gleichfalls repräsentative Erfassung von 2.092 Australiern im Alter von 47–54 Jahren zeigte eine Rate von 6,2 %.[5]

Anzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ADHS im Erwachsenenalter kann leichte bis extreme Schwierigkeiten zu Hause, in der Ausbildung oder am Arbeitsplatz mit sich bringen. Es besteht ein besonderes Problem, das eigene Leben zu ordnen und einfache, tägliche Aufgaben zu planen. Dies kann zu Verlust von sozialen Kontakten und zu häufigem Jobwechsel führen. Die Probleme entstehen nicht nur aus dem direkten Verhalten, sondern auch durch die vielen Dinge, die ein Betroffener im Alltag vergisst, besonders wenn von einem Menschen in ähnlichem Alter oder mit ähnlicher Erfahrung erwartet wird, dass dies nicht passiert.

Erwachsene mit überaktiv-impulsiver Ausprägung von ADHS fühlen sich extrem angetrieben und ruhelos. Um sich selbst zu beruhigen, bleiben sie ständig auf dem Sprung und fangen Tätigkeiten an, aber scheitern gewöhnlich daran, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun ("Multitasking"). Sie wirken auf ihre Umgebung, als würden sie nicht nachdenken, bevor sie handeln oder sprechen. Hier ist das größte Problem, Selbstbeherrschung zu entwickeln. Die mangelnde Selbstregulation ist häufig ein Grund für medikamentöse Behandlung. Fehlende Selbsteinschätzung und Selbstkontrolle im Allgemeinen behindert auch die Einsicht, wann oder wie Aufgaben am besten ausgeführt werden, und ebenso, wie andere Menschen die Ergebnisse auffassen.

Anzeichen von ADHS können sich von Person zu Person stark unterscheiden und auch im Laufe des Lebens erheblich variieren. Am häufigsten sind Störungen der exekutiven Funktionen, also Probleme mit der Planung und Organisation von Handlungen. Diese exekutiven Defizite führen dazu, dass Menschen mit ADHS Probleme damit haben können, effektiv zu handeln und ihre geplanten Vorhaben systematisch und zielgerichtet zu verwirklichen. Daher sehen inzwischen einige Experten ADHS auch vor allem als Störung der Umsetzungskompetenz und Leistungserbringung – und nicht als einen Mangel an Fähigkeiten und Wissen. Ein anderes Anzeichen ist mangelndes Zeitgefühl.[6][7]

Diagnostik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Diagnosekriterien für ADHS sind bei Erwachsenen und Kindern gleich. Die Erstellung einer Diagnose ist jedoch in der Regel einfacher als bei Kindern wegen der besseren Beurteilung der eigenen Geschichte, größeren Wissens und mehr Einsicht. Es ist wichtig festzustellen, ob auch schon Anzeichen in der Kindheit vorlagen, auch wenn sie nicht bewusst wahrgenommen wurden. Nur dann kann ADHS vorliegen. Des Weiteren müssen andere medizinische oder psychiatrische Störungen als Ursache der Symptome ausgeschlossen sein. Ein entscheidendes Diagnosekriterium ist, dass mehrere Anzeichen in verschiedenen Situationen (Ausbildung, Arbeit, zu Hause, etc.) über einen Zeitraum von 6 Monaten beobachtet werden. Zudem müssen sie zu spürbaren Einschränkungen in mehreren Lebensbereichen führen.[8]

Begleitende und Folgeerkrankungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine begleitende Erkrankung (Komorbidität) erfordert immer auch eine Erweiterung der Diagnose, damit sie in der späteren Therapie angemessen mit berücksichtigt werden kann. Zunächst stehen begleitende psychische Abweichungen im Blickpunkt, die ursächlich mit der Grunderkrankung (ADHS) zusammenhängen können oder ohne erkennbaren Zusammenhang nebenher existieren. Bei der ADHS werden insbesondere die Störung des Sozialverhaltens und umschriebene Entwicklungsstörungen als häufigste begleitende Erkrankungen beschrieben. Oft übersehen werden emotionale Störungen.

Substanzmissbrauch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verhältnis von ADHS und Substanzmissbrauch ist kompliziert, jedoch durch die große Zahl derer, die von beidem betroffen sind, von herausragender Bedeutung. In einer Vielzahl von Studien zeigte sich, dass von denen, die Hilfe wegen Substanzmissbrauch suchten, bis zu 40 % die Diagnose-Kriterien für ADHS erfüllten. Umgekehrt verdoppelt ADHS das Risiko eines späteren Substanzmissbrauchs, wobei die Steigerung des Risikos bei verpasster oder unvollständiger Behandlung zusätzlich erhöht ist.[9]

In einer schwedischen Untersuchung von 2016 auf der Grundlage von 18.167 Zwillingen im Alter von 20 bis 45 Jahren zeigte sich im Fall von ADHS ein erhöhtes Risiko von Nikotinkonsum (Faktor 1,33), Mischkonsum von Drogen (Faktor 2,54) und Alkoholabhängigkeit (Faktor 3,58). Interessanterweise waren die erhöhten Risiken nicht abhängig von der typenmäßigen Ausprägung von ADHS, von der bevorzugten Substanz oder vom Geschlecht. Die Autoren der Untersuchung verwiesen auf die Notwendigkeit, dass die Einschätzung und Therapie von ADHS grundsätzlich ein Bestandteil bei Hilfen gegen Substanzmissbrauch sein sollte.[10]

Affektive Störungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Affektive Störungen sind eine Gruppe von Störungen und Diagnosen, die sich von der Manie und der bipolaren Störung bis zur Depression erstreckt. Allen Störungen ist eine anhaltende Störung der Affekte, also der Grundstimmung, gemein.[11][12]

Angststörungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angststörungen bezeichnen erneut eine ganze Gruppe von Störungen, in denen eine Angst vor einem Objekt oder einer Situation im Vordergrund steht, die nicht angemessen ist.

Zu den Angststörungen gehören nach der ICD-10:

Bei der Komorbidität von ADHS und Angststörungen ändert durch die Wechselwirkung beider Störungen das äußere Erscheinungsbild: Das Impulskontrolldefizit wird durch die Angst reduziert, während die Arbeitsgedächtnisprobleme zunehmen. Umgekehrt bekommt die Angststörung durch die ADHS möglicherweise einen weniger phobischen Charakter.[13][14]

Persönlichkeitsstörungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeitsstörungen sind verschiedene überdauernde Erlebens- und Verhaltensmuster mit Beginn in der Kindheit und Jugend, die von einem flexiblen, situationsangemessenen („normalen“) Erleben und Verhalten in jeweils charakteristischer Weise abweichen. Sie sind durch relativ starre Reaktionen und Verhaltensformen gekennzeichnet, vor allem in Situationen, die für die jeweilige Person konflikthaft sind. Die persönliche und soziale Funktions- und Leistungsfähigkeit ist meistens beeinträchtigt.[15]

Sexualhormonschwankungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Übersichtsstudie von 2014 wurde es als erwiesen betrachtet, dass wichtige Gehirnfunktionen - auch solche, die von ADHS betroffen sind - durch Veränderungen in den Sexualhormonspiegeln beeinflusst werden. Die Autoren beklagten jedoch ausdrücklich, dass bis dato keine Studien vorlägen, die die Schwankungen dieser Hormone im Menstruationszyklus in Bezug auf mögliche Auswirkungen bei ADHS untersucht hätten.[16] Insofern sind Ratgeber, die einen Zusammenhang zwischen Menstruationszyklus und ADHS-Merkmalen aufgrund von Einzelberichten herstellen,[17] zwar grundsätzlich plausibel, können jedoch bislang (Stand Februar 2016) keine verlässlichen Angaben zu möglichen Anpassungen in Verhalten oder Medikation machen.

Schlafstörungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Studie in den Niederlanden von 2013 waren von 202 erwachsenen ADHS-Patienten 26 % gleichzeitig vom verzögerten Schlafphasensyndrom (Delayed sleep-phase disorder, DSPD) betroffen. In einer Kontrollgruppe von 189 Nicht-Patienten trat DPSD dagegen nur mit einer Häufigkeit von 2 % auf. Darüber hinaus war bei den ADHS-Patienten insgesamt der Schlaf kürzer, die Einschlafphasen länger, und die Mitte des gesamten Nachtschlafs später.[18]

Untersuchungen in einem Mannheimer Schlaflabor hatten bereits 2008 gezeigt, dass die Behandlung mit Methylphenidat die ADHS-typischen Schlafstörungen bei Erwachsenen verminderte und die Patienten sich hierdurch nach dem Schlaf besser erholt fühlten.[19]

Behandlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Generell gilt, dass die Behandlungsmöglichkeiten von ADHS bei Erwachsenen in der Regel noch besser sind als bei Kindern. Erwachsene haben normalerweise eher die Möglichkeit, bewusst und planvoll mitzuwirken. Studien zeigen, dass ADHS im Erwachsenenalter mit einer medikamentösen Therapie in Verbindung mit einer Verhaltenstherapie erfolgreich behandelt werden kann.[20]

Bei der medikamentösen Therapie geht es u. a. darum, ob das jeweilige Medikament eine Arzneimittelzulassung hat und ob die Kosten von Krankenkassen übernommen werden. In Deutschland gab es lange Zeit Zulassungen nur für Kinder und Jugendliche, nicht aber für Erwachsene, abgesehen von den Antidepressiva, die manchmal bei ADHS eingesetzt werden. In Anbetracht der Lage haben niedergelassene Ärzte ADHS-spezifische Medikamente „off label“ an Erwachsene verschrieben, und der Patient hat zwar nicht die Behandlungskosten, jedoch die Kosten für das Medikament meist voll übernommen.

Per Stand März 2016 besitzen zwei Methylphenidat-haltige Medikamente (seit April 2011 Medikinet adult[21] und seit Mai 2014 Ritalin adult[22]) sowie Atomoxetin (Strattera, seit Juni 2013)[23] eine Zulassung für Erwachsene.

Guanfacin (Handelsname Intuniv), das einen anderen Wirkmechanismus hat als Methylphenidat, ist in den USA seit September 2009 und in der gesamten EU seit September 2015 für Kinder und Jugendliche zugelassen.[24] Bei Kindern und Jugendlichen erwies es sich in mehreren Studien Atomoxetin überlegen[25][26][27][28] und ist daher auch ein Kandidat für eine Off-Label-Verschreibung an Erwachsene, bei denen Methylphenidat nicht ausreichend wirkt oder aus anderen Gründen ungeeignet ist.

Sonstige Auswirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2004 schätzten Forscher, dass auf Grund von ADHS im Erwachsenenalter die Betroffenen in den Vereinigten Staaten zusammengenommen 77 Milliarden Dollar weniger Einkommen verdienten. Highschoolabsolventen mit ADHS verdienten durchschnittlich 10.791 $ weniger als solche ohne ADHS, bei Collegeabsolventen betrug der Unterschied durchschnittlich 4.334 $ zu Ungunsten der Menschen mit einer ADHS.[29]

Eine neue dänische Studie konnte zeigen, dass Erwachsene mit ADHS ein doppelt so hohes Risiko haben, vorzeitig zu sterben. Dies war vor allem durch Unfälle bedingt.[30]

ADHS im Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Fahrsimulatoren lässt sich das Verkehrsverhalten von Patienten und Nicht-Patienten sehr präzise unter Laborbedingungen – inklusive Eye-Tracking – vergleichen. In einer britischen Sudie von 2015 zeigten ADHS-Betroffene – nach Absetzung ihrer Medikation 24–36 Stunden vorher – im Vergleich zu Nicht-Betroffenen höhere Fahrtgeschwindigkeiten, schlechtere Fahrzeugkontrolle, mehr Ungeduld mit dem Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer (mehr negative Kommentare), weniger sicheres Fahren beim Spurwechsel und Überholen auf der Autobahn sowie mehr Unfälle und Beinahe-Unfälle bei plötzlichen Gefahrensituationen im Stadtverkehr. [31]

In einer schwedischen Studie von 2014 wurde untersucht, in welchem Ausmaß 17.408 erwachsene ADHS-Patienten der Jahrgänge 1960–1988 an schweren Verkehrsunfällen (Krankenhaus oder Tod) während der Jahre 2006–2009 beteiligt waren. Die Unfallbeteiligung war bei Männern um 47 % und bei Frauen um 45 % gegenüber der übrigen Bevölkerung erhöht. Bei Männern mit Medikation war sie jedoch um 58 % niedriger als bei Männern ohne Medikation. Nach Schätzungen aufgrund dieser Daten wären bei Männern, die keine Medikamente nahmen, 41–49 % der Unfälle durch Medikation vermieden worden. Bei Frauen – wo die Unfallzahlen insgesamt deutlich geringer waren - war der Einfluss der Medikation geringer und erreichte keine statistische Signifikanz.[32][33]

Eine systematische Übersichtsarbeit von 2014 ergab auf der Grundlage von 15 Einzelstudien, dass das Verhalten von ADHS-Betroffenen im Straßenverkehr durch Medikation positiv beeinflusst wird.[34]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jan K. Buitelaar, Cornelis C. Kan, Philip Asherson (Hrsg.): ADHD in Adults: Characterization, Diagnosis, and Treatment. Cambridge University Press, Cambridge (UK) 2011, ISBN 9781139493390.
  • J.J. Sandra Kooij: Adult ADHD: Diagnostic Assessment and Treatment. 3. Aufl. Springer-Verlag, London 2013, ISBN 9781447141389.
  • Johanna Krause, Klaus-Henning Krause: ADHS im Erwachsenenalter. Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung bei Erwachsenen. 4. vollst. akt. und erw. Auflage. Schattauer, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7945-2782-3.
  • Martin D. Ohlmeier, Mandy Roy (Hrsg.): ADHS bei Erwachsenen – ein Leben in Extremen. Ein Praxisbuch für Therapeuten und Betroffene. 1. Auflage. W. Kohlhammer, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-17-021068-4.

Ratgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Russell Barkley: Das große Handbuch für Erwachsene mit ADHS. Verlag Hans Huber, Bern 2012, ISBN 978-3-456-84979-9.
  • Donald Haupt, M.D., Eileen Bailey: The Complete Idiot's Guide to Adult ADHD. Penguin, London 2010, ISBN 9781101197745.
  • Elisabeth Nyberg, Rolf-Dieter Stieglitz, Maria Hofecker Fallahpour: Ratgeber ADHS bei Erwachsenen: Informationen für Betroffene und Angehörige.œ Hogrefe-Verlag, Göttingen 2013, ISBN 3840922240.
  • Wolfgang Retz, Roberto D'Amelio, Michael Rösler: ADHS im Erwachsenenalter: Strategien und Hilfen für die Alltagsbewältigung. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2015, ISBN 9783170211711.
  • Lynn Weiss: ADS im Job. Kreativ, hyperaktiv – und erfolgreich. Aus dem Amerikanischen von Christian Rendel. 3. deutsche Auflage. Brendow, Moers 2009, ISBN 978-3-86506-258-1.

Deutschsprachige Therapiemanuale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • R. D’Amelio, W. Retz, A. Philipsen, M. Rösler (Hrsg.): Psychoedukation und Coaching ADHS im Erwachsenenalter. Manual zur Leitung von Patienten- und Angehörigengruppen. Elsevier Verlag, München 2008.
  • B. Hesslinger, A. Philipsen, H. Richter: Psychotherapie der ADHS im Erwachsenenalter. Hogrefe Verlag, Göttingen 2004.
  • G. W. Lauth, W. Minsel: ADHS bei Erwachsenen. Diagnostik und Behandlung von Aufmerksamkeits-/Hyperaktivitätsstörungen. Hogrefe Verlag, Göttingen 2009.
  • S. A. Safren, C. A. Perlman, S. Sprich, M. W. Otto: Kognitive Verhaltenstherapie der ADHS des Erwachsenenalters. Deutsche Bearbeitung von Esther Sobanski, Martina Schumacher-Stien und Barbara Alm. MWV Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2009.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. K. W. Lange, S. Reichl, K. M. Lange, L. Tucha, O. Tucha: The history of attention deficit hyperactivity disorder. In: Attention deficit and hyperactivity disorders. Band 2, Nummer 4, Dezember 2010, S. 241–255, doi:10.1007/s12402-010-0045-8, PMID 21258430, PMC 3000907 (freier Volltext).
  2. V. Simon, P. Czobor, S. Bálint, A. Mészáros, I. Bitter: Prevalence and correlates of adult attention-deficit hyperactivity disorder: meta-analysis. In: The British journal of psychiatry : the journal of mental science. Band 194, Nummer 3, März 2009, S. 204–211, doi:10.1192/bjp.bp.107.048827, PMID 19252145 (freier Volltext) (Review).
  3. E. G. Willcutt: The prevalence of DSM-IV attention-deficit/hyperactivity disorder: a meta-analytic review. In: Neurotherapeutics : the journal of the American Society for Experimental NeuroTherapeutics. Band 9, Nummer 3, Juli 2012, S. 490–499, doi:10.1007/s13311-012-0135-8, PMID 22976615, PMC 3441936 (freier Volltext) (Review).
  4. M. de Zwaan, B. Gruss, A. Müller, H. Graap, A. Martin, H. Glaesmer, A. Hilbert, A. Philipsen: The estimated prevalence and correlates of adult ADHD in a German community sample. In: European archives of psychiatry and clinical neuroscience. Band 262, Nummer 1, Februar 2012, S. 79–86, doi:10.1007/s00406-011-0211-9, PMID 21499942.
  5. D. Das, N. Cherbuin, P. Butterworth, K. J. Anstey, S. Easteal: A population-based study of attention deficit/hyperactivity disorder symptoms and associated impairment in middle-aged adults. In: PloS one. Band 7, Nummer 2, 2012, S. e31500, doi:10.1371/journal.pone.0031500, PMID 22347487, PMC 3275565 (freier Volltext).
  6. Elisabeth Nyberg, Rolf-Dieter Stieglitz, Maria Hofecker Fallahpour: Ratgeber ADHS bei Erwachsenen Informationen für Betroffene und Angehörige.œ Hogrefe-Verlag, Göttingen 2013, ISBN 3840922240, S. 9f.
  7. Russell A. Barkley: Das große Handbuch für Erwachsene mit ADHS. Verlag Hans Huber, Bern 2012, ISBN 978-3-456-84979-9, S. 107f.
  8. Elisabeth Nyberg, Rolf-Dieter Stieglitz, Maria Hofecker Fallahpour: Ratgeber ADHS bei Erwachsenen Informationen für Betroffene und Angehörige.œ Hogrefe-Verlag, Göttingen 2013, ISBN 3840922240, S. 10-17.
  9. C. A. Zulauf, S. E. Sprich, S. A. Safren, T. E. Wilens: The complicated relationship between attention deficit/hyperactivity disorder and substance use disorders. In: Current psychiatry reports. Band 16, Nummer 3, März 2014, S. 436, doi:10.1007/s11920-013-0436-6, PMID 24526271, PMC 4414493 (freier Volltext) (Review).
  10. A. J. Capusan, P. Bendtsen, I. Marteinsdottir, H. Larsson: Comorbidity of Adult ADHD and Its Subtypes With Substance Use Disorder in a Large Population-Based Epidemiological Study. In: Journal of attention disorders. [elektronische Veröffentlichung vor dem Druck] Februar 2016, doi:10.1177/1087054715626511, PMID 26838558.
  11. Elisabeth Nyberg, Rolf-Dieter Stieglitz, Maria Hofecker Fallahpour: Ratgeber ADHS bei Erwachsenen Informationen für Betroffene und Angehörige.œ Hogrefe-Verlag, Göttingen 2013, ISBN 3840922240, S. 20.
  12. D. W. Goodman, M. E. Thase: Recognizing ADHD in adults with comorbid mood disorders: implications for identification and management. In: Postgraduate medicine. Band 121, Nummer 5, September 2009, S. 20–30, doi:10.3810/pgm.2009.09.2049, PMID 19820271 (Review).
  13. D. B. Schatz, A. L. Rostain: ADHD with comorbid anxiety: a review of the current literature. In: Journal of attention disorders. Band 10, Nummer 2, November 2006, S. 141–149, doi:10.1177/1087054706286698, PMID 17085624 (Review). Online: archive.org (Memento vom 11. Oktober 2010 im Internet Archive) (PDF; 93 kB)
  14. M. A. Edel, A. Rudel, C. Hubert, D. Scheele, M. Brüne, G. Juckel, H. J. Assion: Alexithymia, emotion processing and social anxiety in adults with ADHD. In: European journal of medical research. Band 15, Nummer 9, September 2010, S. 403–409, PMID 20952350, PMC 3351908 (freier Volltext).
  15. Michael Rösler: ADHS – Störung des Sozialverhaltens – Antisoziale Persönlichkeitsstörung. In: Christine M. Freitag, Wolfgang Retz (Hrsg.): ADHS und komorbide Erkrankungen: neurobiologische Grundlagen und diagnostisch-therapeutische Praxis bei Kindern und Erwachsenen. Kohlhammer, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-17-019081-8, S. 95–106.
  16. R. Haimov-Kochman, I. Berger: Cognitive functions of regularly cycling women may differ throughout the month, depending on sex hormone status; a possible explanation to conflicting results of studies of ADHD in females. In: Frontiers in human neuroscience. Band 8, 2014, S. 191, doi:10.3389/fnhum.2014.00191, PMID 24744721, PMC 3978296 (freier Volltext) (Review).
  17. Doris Ryffel-Rawak: ADHS bei Frauen – den Gefühlen ausgeliefert. Huber, Bern 2004, ISBN 3-456-84121-3.
  18. D. Bijlenga, K. B. van der Heijden, M. Breuk, E. J. van Someren, M. E. Lie, A. M. Boonstra, H. J. Swaab, J. J. Kooij: Associations between sleep characteristics, seasonal depressive symptoms, lifestyle, and ADHD symptoms in adults. In: Journal of attention disorders. Band 17, Nummer 3, April 2013, S. 261–275, doi:10.1177/1087054711428965, PMID 22210799.
  19. E. Sobanski, M. Schredl, N. Kettler, B. Alm: Sleep in adults with attention deficit hyperactivity disorder (ADHD) before and during treatment with methylphenidate: a controlled polysomnographic study. In: Sleep. Band 31, Nummer 3, März 2008, S. 375–381, PMID 18363314, PMC 2276739 (freier Volltext).
  20. Elisabeth Nyberg, Rolf-Dieter Stieglitz, Maria Hofecker Fallahpour: Ratgeber ADHS bei Erwachsenen Informationen für Betroffene und Angehörige.œ Hogrefe-Verlag, Göttingen 2013, ISBN 3840922240.
  21. Methylphenidat: Zulassung auf Erwachsene ausgeweitet. In: Pharmazeutische Zeitung online, 18. April 2011, abgerufen am 11. Dezember 2012.
  22. Ritalin jetzt auch für Erwachsene. In: Pharmazeutische Zeitung online, 5. Juni 2014, abgerufen am 14. Januar 2015.
  23. Philip Heiser: Atomoxetin – Indikation für Erwachsene mit ADHS erweitert. kompendium-news.de, 22. Oktober 2013, abgerufen am 15. Januar 2015.
  24. Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA): Intuniv / guanfacine
  25. N. T. Bello: Clinical utility of guanfacine extended release in the treatment of ADHD in children and adolescents. In: Patient preference and adherence. Band 9, 2015, S. 877–885, doi:10.2147/PPA.S73167, PMID 26170637, PMC 4494608 (freier Volltext) (Review).
  26. J. Martinez-Raga, C. Knecht, R. de Alvaro: Profile of guanfacine extended release and its potential in the treatment of attention-deficit hyperactivity disorder. In: Neuropsychiatric disease and treatment. Band 11, 2015, S. 1359–1370, doi:10.2147/NDT.S65735, PMID 26064054, PMC 4455846 (freier Volltext) (Review).
  27. R. Rizzo, D. Martino: Guanfacine for the treatment of attention deficit hyperactivity disorder in children and adolescents. In: Expert review of neurotherapeutics. Band 15, Nummer 4, April 2015, S. 347–354, doi:10.1586/14737175.2015.1028370, PMID 25800130 (Review).
  28. D. F. Connor, A. F. Arnsten, G. S. Pearson, G. F. Greco: Guanfacine extended release for the treatment of attention-deficit/hyperactivity disorder in children and adolescents. In: Expert opinion on pharmacotherapy. Band 15, Nummer 11, August 2014, S. 1601–1610, doi:10.1517/14656566.2014.930437, PMID 24992513 (Review).
  29. ADHD Costs Adults $77 Billion in Lost Income. WebMD.com, 9. September 2004, abgerufen am 12. Dezember 2012 (englisch).
  30. Deutscher Ärzte-Verlag GmbH, Redaktion Deutsches Ärzteblatt: Menschen mit ADHS verunglücken häufiger tödlich. In: m.aerzteblatt.de. Abgerufen am 29. Januar 2016.
  31. M. J. Groom, E. van Loon, D. Daley, P. Chapman, C. Hollis: Driving behaviour in adults with attention deficit/hyperactivity disorder. In: BMC psychiatry. Band 15, 2015, S. 175, doi:10.1186/s12888-015-0566-y, PMID 26216345, PMC 4515938 (freier Volltext).
  32. Z. Chang, P. Lichtenstein, B. M. D'Onofrio, A. Sjölander, H. Larsson: Serious transport accidents in adults with attention-deficit/hyperactivity disorder and the effect of medication: a population-based study. In: JAMA psychiatry. Band 71, Nummer 3, März 2014, S. 319–325, doi:10.1001/jamapsychiatry.2013.4174, PMID 24477798, PMC 3949159 (freier Volltext).
  33. Werner Bartens: Verkehrsberuhigung dank Ritalin, in: Süddeutsche Zeitung, 30. Januar 2014.
  34. M. A. Gobbo, M. R. Louzã: Influence of stimulant and non-stimulant drug treatment on driving performance in patients with attention deficit hyperactivity disorder: a systematic review. In: European neuropsychopharmacology : the journal of the European College of Neuropsychopharmacology. Band 24, Nummer 9, September 2014, S. 1425–1443, doi:10.1016/j.euroneuro.2014.06.006, PMID 25044052 (freier Volltext) (Review).
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