Badischer Schachverband

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Badischer Schachverband e.V.
Logo Badischer Schachverband
Gegründet 8. Mai 1910[1]
Gründungsort Karlsruhe
Präsident Uwe Pfenning
Vereine 180 (Stand: 1. Januar 2019)
Mitglieder 8.034 (Stand: 1. Januar 2019)
Homepage www.badischer-schachverband.de

Der Badische Schachverband e.V. (BSV) ist ein Landesverband des Deutschen Schachbundes und die Organisation der Schachspieler im badischen Teil Baden-Württembergs. Er wurde am 8. Mai 1910 gegründet und hat seinen Sitz in Karlsruhe.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband wird von einem Präsidium geführt, dem der Präsident als Vorsitzender, drei Vizepräsidenten (darunter der Vizepräsident für Finanzen), der Schriftführer, der Sportdirektor, der Leiter des Pressewesens/Öffentlichkeitsarbeit und die 1. Vorsitzende der Schachjugend Baden angehören.[2]

Als weiteres satzungsmäßiges Organ existiert das Erweiterte Präsidium, das aus dem Präsidium selbst und weiteren, größtenteils durch das Präsidium berufenen und vom Verbandstag bestätigten Funktionsträgern sowie den Bezirksleitern der 11 Schachbezirke besteht.

Bezirke sind (01) Mannheim, (02) Heidelberg, (03) Odenwald, (04) Karlsruhe, (05) Pforzheim, (06) Mittelbaden, (07) Ortenau, (08) Freiburg, (09) Hochrhein, (10) Schwarzwald und (11) Bodensee.

Der Verbandstag, das oberste Organ des BSV, tritt einmal jährlich zusammen und wählt die Mitglieder des Präsidiums für jeweils drei Jahre. Stimmrecht im Verbandstag haben die Mitglieder des Erweiterten Präsidiums und die Delegierten der Bezirke.

Spielbetrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Turnierschach ist die oberste Spielklasse die unter der zweiten Schachbundesliga Süd eingeordnete Oberliga. Darunter befinden sich seit der Ligenstrukturreform in der Spielzeit 2012/13 zwei Verbandsligen, vier Landesligen und acht Bereichsligen.

Unterhalb der Bereichsligen ist der Spielbetrieb der Bezirke mit den Bezirksligen als oberste Spielklasse gegliedert. Mit der Spielzeit 2017/18 ist die Bezirksliga Odenwald unterhalb der Bezirksliga Heidelberg eingeordnet.

Die Ligenstrukturreform 2012 beendete die Gliederung in sechs Regionen mit je einer Landes- und einer Bereichsliga. Seither sind die Bezirke keiner bestimmten Bereichsliga mehr zugeordnet und die Mannschaftseinteilung erfolgt nach geographischen Gesichtspunkten ohne Rücksicht auf Bezirkszugehörigkeit.

Neben dem für alle Altersklassen offenen Turnierbetrieb gibt es außerdem eigene Ligen der Senioren und der Schachjugend.

In der 1. Schach-Bundesliga ist der Badische Schachverband in der Spielzeit 2018/19 mit dem deutschen Meister OSG Baden-Baden, dem SV 1930 Hockenheim und dem SC Viernheim vertreten.

Bekannte badische Schachspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabmal von Efim Bogoljubow auf dem Friedhof (Feld F) in Triberg (Schwarzwald)

Unter den an der Wertungszahl gemessenen 100 besten Spielern des BSV finden sich bekannte Schachspieler wie der amtierende Schachweltmeister Magnus Carlsen, Vizeweltmeister Fabiano Caruana und Ex-Weltmeister Viswanathan Anand, die bei der Ooser Schachgesellschaft Baden-Baden 1922 (OSG Baden-Baden) die Rangliste anführen.

Großmeister Efim Bogoljubow war von 1948 bis zu seinem frühen Tod Mitglied im Freiburger Schachklub von 1887, dessen damaliger Vorsitzende Friedrich A. Stock unter anderem sein Grabmal in Triberg stiftete.[3]

1. Vorsitzende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1910–1921: Wilhelm Gudehus
  • 1921–1931: Max Rheiner
  • 1931–1933: Theo Weissinger
  • 1933–1938: Herbert Kraft
  • 1938-?: Professor Köbele
  • 1946–1951: Werner Lauterbach
  • 1951–1952: Karl Blümmel
  • 1952–1954: Karl Weinspach
  • 1954–1969: Albert Reinbold
  • 1969–1981: Alfred Weber
  • 1981–1983: Gerhart Seiter

Präsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uwe Pfenning, Dresden 2016
  • 1983–1994: Gerhart Seiter
  • 1994–2004: Eberhard Beikert
  • 2004–2012: Fritz Meyer
  • seit 2012: Uwe Pfenning

Länderkämpfe Baden – Elsass seit 1953[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1953 trägt der Badische Schachverband Länderkämpfe mit dem Elsass aus, wobei der Austragungsort zwischen Elsass und Baden abwechselt.[4] Hierbei wird Wert gelegt auf eine gute Mischung von Meistern, Jugendlichen, Senioren und Frauen.

Nr. Jahr Ort Ergebnis Nr. Jahr Ort Ergebnis Nr. Jahr Ort Ergebnis
1 1953 Kehl 6,5 : 7,5 2 1955 Straßburg 11,5 : 6,5 3 1957 Baden-Baden 10,5 : 5,5
4 1959 Freiburg 12,5 : 4,5 5 1960 Rappoltsweiler 14 : 6 6 1961 Masmünster 42 : 15
7 1962 Endingen 17,5 : 10,5 8 1964 Rosheim 17,5 : 10,5 9 1966 Neumühl 21,5 : 12,5
10 1968 Staffelfelden 19 : 11 11 1971 Kehl 33 : 18 12 1973 Gambsheim 15,5 : 9,5
13 1976 Freiburg 23,5 : 7,5 14 1980 Zähringen 22,5 : 9,5 15 1981 Bennwihr 21 : 13
16 1982 Kehl 21,5 : 12,5 17 1983 Obernai 18 : 15 18 1984 Hörden 24,5 : 9,5
19 1986 Hartmannswiller 25,5 : 8,5 20 1987 Kuppenheim 24 : 10 21 1988 Ungersheim 19 : 15
22 1989 Lahr 21,5 : 12,5 23 1990 Schlettstadt 16 : 18 24 1991 Horben 22 : 10
25 1992 Sulz/Oberelsass 18,5 : 15,5 26 1993 Haltingen 16 : 16 27 1994 Schlettstadt 22,5 : 9,5
28 1995 Ettenheim 21,5 : 10,5 29 1996 Hœnheim 22 : 10 30 1997 Rheinstetten 17,5 : 14,5
31 1998 Bischwiller 15,5 : 16,5 32 1999 Pforzheim 22 : 10 33 2000 Mülhausen 22,5 : 11,5
34 2001 Forst 15,5 : 16,5 35 2002 Hagenau 19,5 : 12,5 36 2003 Neumühl 19,5 : 12,5
37 2004 Schlettstadt 15 : 17 38 2006 Brombach 21 : 12 39 2007 Schlettstadt 19,5 : 12,5
40 2008 Bühl 22 : 10 41 2009 Breitenbach 16 : 16 42 2010 Neumühl 15,5 : 16,5
43 2011 Gambsheim 21 : 11 44 2012 Endingen 13 : 19[5] 45 2013 Wittelsheim 8 : 24[6]
46 2014 Hockenheim 17 : 15[7] 47 2015 Straßburg 14,5 : 17,5[8] 48 2016 Zähringen 18,5 : 13,5[9]
49 2017 Straßburg 12,5 : 19,5[10] 50 2018 Karlsruhe 25,5 : 6,5[11] 51 2019 Sélestat 16 : 16
52 2020

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frank Schmidt: 100 Jahre Badischer Schachverband e.V. 1910–2010. Eine Chronik. Beyer, Hollfeld 2010. ISBN 978-3-00-029272-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Badischer Schachverband – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.badischer-schachverband.de Satzung (PDF)
  2. Verbandstag am 28.05.2011 in Neumühl Website des Schachbezirk Hochrhein. Abgerufen am 6. Juni 2011
  3. Pekka Kauppala, Peter Bolt: 100 Jahre Schach in Freiburg. Festschrift aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Freiburger Schachfreunde 1887 e.V. Schachwoche Verlag 1987, Freiburg i.Br., S. 29
  4. Frank Schmidt: 100 Jahre Badischer Schachverband e.V. 1910–2010. Eine Chronik. Beyer, Hollfeld 2010, S. 746–750. ISBN 978-3-00-029272-9
  5. Länderkampf Baden-Elsass 2012 auf TeleSchach
  6. Länderkampf Elsass-Baden 2013 auf Badischer Schachverband
  7. Länderkampf Baden-Elsass 2014 auf Badischer Schachverband
  8. Länderkampf Elsass-Baden 2015 auf Badischer Schachverband
  9. Länderkampf Baden-Elsass 2016 auf TeleSchach
  10. Länderkampf Baden-Elsass 2017 auf Badischer Schachverband
  11. Karlsruher SF: Baden gegen Alsace. 17. September 2018, abgerufen am 23. Juli 2019.