Badischer Schachverband

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Badischer Schachverband e.V.
Logo Badischer Schachverband
Gründungsdatum/-jahr 8. Mai 1910[1]
Gründungsort Karlsruhe
Präsident Uwe Pfenning
Vereine (ca.) 181 (Stand: 1. Januar 2017)
Mitglieder (ca.) 7.772 (Stand: 1. Januar 2015)
Homepage www.badischer-schachverband.de

Der Badische Schachverband e.V. (BSV) ist ein Landesverband des Deutschen Schachbundes und die Organisation der Schachspieler im badischen Teil Baden-Württembergs. Er wurde am 8. Mai 1910 gegründet und hat seinen Sitz in Karlsruhe.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband wird von einem Präsidium geführt, dem der Präsident als Vorsitzender, drei Vizepräsidenten (darunter der Vizepräsident für Finanzen), der Schriftführer, der Sportdirektor, der Leiter des Pressewesens/Öffentlichkeitsarbeit und die 1. Vorsitzende der Schachjugend Baden angehören.[2]

Als weiteres satzungsmäßiges Organ existiert das Erweiterte Präsidium, das aus dem Präsidium selbst und weiteren, größtenteils durch das Präsidium berufenen Funktionsträgern sowie den Bezirksleitern der 11 Schachbezirke besteht.

Der Verbandstag, das oberste Organ des BSV, tritt einmal jährlich zusammen und wählt die Mitglieder des Präsidiums für jeweils drei Jahre. Stimmrecht im Verbandstag haben die Mitglieder des Erweiterten Präsidiums und die Delegierten der Bezirke.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband gliedert sich in sechs Regionen mit insgesamt elf Bezirken.

Region I Region II Region III
Mannheim Heidelberg Odenwald Karlsruhe Pforzheim
Region IV Region V Region VI
Mittelbaden Ortenau Freiburg Hochrhein Schwarzwald Bodensee

Bekannte badische Schachspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabmal von Efim Bogoljubow auf dem Friedhof (Feld F) in Triberg (Schwarzwald)

Unter den an der Wertungszahl gemessenen 100 besten Spielern des BSV finden sich bekannte Schachspieler wie der frühere Schachweltmeister Viswanathan Anand von der Ooser Schachgesellschaft Baden-Baden 1922 (OSG Baden-Baden).

Großmeister Efim Bogoljubow war von 1948 bis zu seinem frühen Tod Mitglied im Freiburger Schachklub von 1887, dessen damaliger Vorsitzende Friedrich A. Stock unter anderem sein Grabmal in Triberg stiftete.[3]

Klasseneinteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberste Spielklasse ist die Oberliga Baden. Darüber hinaus spielen die Vereine des BSV in der 2. Bundesliga Süd bzw. in der 1. Schach-Bundesliga. Unter der Oberliga Baden spielt die Verbandsliga, aufgeteilt in eine Nord- und Süd-Staffel. Es schließen sich die 4 Landesligen und 8 Bereichsligen an. Die nächsttiefere Spielklasse bilden die 11 Bezirksklassen. Unterhalb der Bezirksklassen spielen die Vereine – mit Ausnahme der zwei mitgliedermäßig kleinsten Bezirke – in Kreisklassen.

1. Vorsitzende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1910–1921: Wilhelm Gudehus
  • 1921–1931: Max Rheiner
  • 1931–1933: Theo Weissinger
  • 1933–1938: Herbert Kraft
  • 1938-?: Professor Köbele
  • 1946–1951: Werner Lauterbach
  • 1951–1952: Karl Blümmel
  • 1952–1954: Karl Weinspach
  • 1954–1969: Albert Reinbold
  • 1969–1981: Alfred Weber
  • 1981–1983: Gerhart Seiter

Präsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uwe Pfenning, Dresden 2016
  • 1983–1994: Gerhart Seiter
  • 1994–2004: Eberhard Beikert
  • 2004–2012: Fritz Meyer
  • seit 2012: Uwe Pfenning

Länderkämpfe Baden - Elsass seit 1953[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1953 trägt der Badische Schachverband Länderkämpfe mit dem Elsass aus, wobei der Austragungsort zwischen Elsass und Baden abwechselt.[4] Hierbei wird Wert gelegt auf eine gute Mischung von Meistern, Jugendlichen, Senioren und Frauen.

Nr Jahr Ort Ergebnis Nr Jahr Ort Ergebnis Nr Jahr Ort Ergebnis
1 1953 Kehl 6½:7½ 2 1955 Straßburg 11½:6½ 3 1957 Baden-Baden 10½:5½
4 1959 Freiburg 12½:4½ 5 1960 Ribeauvillé 14:6 6 1961 Masevaux 42:15
7 1962 Endingen 17½:10½ 8 1964 Rosheim 17½:10½ 9 1966 Neumühl 21½:12½
10 1968 Staffelfelden 19:11 11 1971 Kehl 33:18 12 1973 Gambsheim 15½:9½
13 1976 Freiburg 23½:7½ 14 1980 Zähringen 22½:9½ 15 1981 Bennwihr 21:13
16 1982 Kehl 21½:12½ 17 1983 Obernai 18:15 18 1984 Hörden 24½:9½
19 1986 Hartmannswiller 25½:8½ 20 1987 Kuppenheim 24:10 21 1988 Ungersheim 19:15
22 1989 Lahr 21½:12½ 23 1990 Sélestat 16:18 24 1991 Horben 22:10
25 1992 Soultz 18½:15½ 26 1993 Haltingen 16:16 27 1994 Sélestat 22½:9½
28 1995 Ettenheim 21½:10½ 29 1996 Hœnheim 22:10 30 1997 Rheinstetten 17½:14½
31 1998 Bischwiller 15½:16½ 32 1999 Pforzheim 22:10 33 2000 Mulhouse 22½:11½
34 2001 Forst 15½:16½ 35 2002 Haguenau 19½:12½ 36 2003 Neumühl 19½:12½
37 2004 Sélestat 15:17 38 2006 Brombach 21:12 39 2007 Sélestat 19½:12½
40 2008 Bühl 22:10 41 2009 Breitenbach 16:16 42 2010 Neumühl 15½:16½
43 2011 Gambsheim 21:11 44 2012 Endingen 13:19 [5] 45 2013 Wittelsheim 8:24 [6]
46 2014 Hockenheim 17:15 [7] 47 2015 Straßburg 14½:17½ [8] 48 2016 Zähringen 18½:13½ [9]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frank Schmidt: 100 Jahre Badischer Schachverband e.V. 1910–2010. Eine Chronik. Beyer, Hollfeld 2010. ISBN 978-3-00-029272-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Badischer Schachverband – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.badischer-schachverband.de Satzung (PDF)
  2. Verbandstag am 28.05.2011 in Neumühl Website des Schachbezirk Hochrhein. Abgerufen am 6. Juni 2011
  3. Pekka Kauppala, Peter Bolt: 100 Jahre Schach in Freiburg. Festschrift aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Freiburger Schachfreunde 1887 e.V.. Schachwoche Verlag 1987, Freiburg i.Br., S. 29
  4. Frank Schmidt: 100 Jahre Badischer Schachverband e.V. 1910–2010. Eine Chronik. Beyer, Hollfeld 2010, S. 746–750. ISBN 978-3-00-029272-9
  5. Länderkampf Baden-Elsass 2012 auf TeleSchach
  6. Länderkampf Elsass-Baden 2013 auf Badischer Schachverband
  7. Länderkampf Baden-Elsass 2014 auf Badischer Schachverband
  8. Länderkampf Elsass-Baden 2015 auf Badischer Schachverband
  9. Länderkampf Baden-Elsass 2016 auf TeleSchach