Ungersheim

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Ungersheim
Wappen von Ungersheim
Ungersheim (Frankreich)
Ungersheim
Region Grand Est
Département Haut-Rhin
Arrondissement Thann-Guebwiller
Kanton Wittenheim
Koordinaten 47° 53′ N, 7° 18′ OKoordinaten: 47° 53′ N, 7° 18′ O
Höhe 212–241 m
Fläche 13,51 km²
Einwohner 2.094 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 155 Einw./km²
Postleitzahl 68190
INSEE-Code
Website www.mairie-ungersheim.fr

Mairie

Ungersheim ist eine französische Gemeinde mit 2094 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Kanton Wittenheim im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie ist Mitglied der Mulhouse Alsace Agglomération.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt zwischen Ensisheim und Raedersheim, acht Kilometer südöstlich von Guebwiller.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Ungersheim als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Gebweiler im Bezirk Oberelsaß zugeordnet.

Im Jahr 1904 wurden im südlichen Elsass bei Erkundungsbohrungen nach Erdöl in etwa 600 Meter Tiefe umfangreiche Kalivorkommen entdeckt. Nachdem im Grenzgebiet zwischen Pulversheim und Ungersheim die erste Grube Rudolph 1" (Rodolphe 1) 1913 in Betrieb genommen wurde, begann 1928 auch die Grube Rudolph II (Rodolphe 2) die Förderarbeit und es wurde auf der Straße in Richtung Bollwiller die Arbeitersiedlung Cité Alex errichtet. Im Jahr 1950 wurden in den zwei Rudolph-Minen ca. 1600 Arbeiter beschäftigt. Nach 1976 wird der Kaliabbau jedoch nach und nach eingeschränkt, ab 1980 werden die Gruben stillgelegt. 1987 wird das Areal an das ebenfalls dort sich befindliche Freilichtmuseum Écomusée d’Alsace abgegeben, das eine Rekonstruktion als historische Kaliminenstätte in Angriff nimmt, was ab 1994 durch die Groupe Rodolphe fortgesetzt wird.[1][2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
817[3] 1.065 1.113 1.280 1.430 1.457 1.633 1.947

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Von Juni 2006 bis September 2012 gab es bei Ungersheim den Freizeit- und Themenpark Bioscope.
  • Am 12. Juli 2014 eröffnete bei Ungersheim auf dem Gelände des Freizeitparks Bioscope offiziell der Luft- und Wasser-Themenpark Le Parc du Petit Prince („Der Park des kleinen Prinzen“). Dort gibt es rund 30 Attraktionen, darunter Labyrinthe, einen Flugsimulator, drei Kinos und eine Schmetterlingsfarm.[4][5]
  • Ungersheim ist auch der Standort des Écomusée d’Alsace, einem Freilichtpark mit über siebzig Häusern, die den herkömmlichen Baustil im Sundgau und im übrigen Südelsass präsentieren. In diesem Museumsdorf erfährt der Besucher auch Näheres über traditionelle Berufe, Haustierrassen und die lokale Lebensweise.
  • Das alte Kalibergwerk Mine Rodolphe neben dem Écomusée, zu besichtigen jährlich im Rahmen der französischen Tage des offenen Denkmals (Journées du Patrimoine) im September.
  • Kirche Saint-Michel
  • Siloturm des EAGFL

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ungersheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Le carreau Rodolphe: son histoire, online auf: carreau-rodolphe.com/...
  2. Jürg-Peter Lienhard: Besuch im salzigen Hades, in: webjournal.ch, 8. September 2005, online auf: webjournal.ch/...
  3. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Gebweiler
  4. "Parc du Petit Prince" in Ungersheim: Der kleine Prinz im Elsass. Badische Zeitung, abgerufen am 5. Juli 2014.
  5. Frankreich: Themenpark zum Kleinen Prinzen im Elsass. Spiegel Online, 3. Juli 2014, abgerufen am 5. Juli 2014.