Bahnhof Como San Giovanni

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Como San Giovanni
Como San Giovanni staz ferr lato strada.JPG
Daten
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 3
IBNR 8300056
Eröffnung 1875
Architektonische Daten
Architekt Paolo Perilli
Lage
Stadt/Gemeinde Como
Provinz Como
Region Lombardei
Staat Italien
Koordinaten 45° 48′ 32,6″ N, 9° 4′ 21,5″ OKoordinaten: 45° 48′ 32,6″ N, 9° 4′ 21,5″ O
Höhe (SO) 217 m
Eisenbahnstrecken
Liste der Bahnhöfe in Italien
i16i18

Der Bahnhof Como San Giovanni ist der wichtigste Bahnhof in der norditalienischen Stadt Como und der größere der beiden Hauptbahnhöfe neben Como Lago. Er wird von der staatlichen Rete Ferroviaria Italiana betrieben und ist der letzte italienische Bahnhof auf der Strecke nach Chiasso. Somit hat Como die Funktion eines Grenzbahnhofes inne. Er befindet sich in Besitz der FS-Tochter Centostazioni, welche 103 mittelgroße italienische Bahnhöfe betreibt, und wird von Zügen der Trenitalia, Trenord, den SBB und des gemeinsamen Joint-Ventures TILO bedient.

Der Bahnhof befindet sich westlich der Innenstadt und liegt an der Bahnstrecke Chiasso–Mailand. Zudem ist er Ausgangspunkt der Bahnstrecke Como–Lecco, welche die obige Strecke allerdings erst nach dem südlich San Giovannis gelegenen Bahnhof Albate-Camerlata linkerhand verlässt.

Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Durchgangsbahnhof hat fünf Gleise, wobei vier dem Personenverkehr zur Verfügung stehen. Das Gleis 1 ist zeitgleich der Hausbahnsteig, die Gleise 2 und 3 haben einen Mittelbahnsteig, welcher per Unterführung mit dem Hausbahnsteig verbunden ist. Das Gleis 4 hingegen wird selten benutzt, es ist mittels eines kleinen Bahnsteigs zwischen ihm und dem Gleis 3 angebunden, um diesen zu erreichen, ist eine Überquerung des Gleises 3 notwendig. Des Weiteren befinden sich südlich des Empfangsgebäudes drei Kopfgleise, welche dem Verkehr nach Lecco dienen, nördlich des Gebäudes befinden sich ebenfalls zwei weitere Kopfgleise.

Der Bahnhof ist nebst den üblichen Bahnhofseinrichtungen (Schalter) auch mit einer Zollstelle wegen des Grenzübergangs nach Chiasso ausgestattet, jedoch finden hier seit 2008 keine Zollkontrollen mehr statt, da die Schweiz dem Schengen-Abkommen beigetreten ist.

Auf dem Bahnhofsvorplatz befindet sich ein Busbahnhof der SPT, welche unter anderem Linien nach Cernobbio, Bellagio oder Menaggio betreibt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Como San Giovanni wurde 1875 eröffnet, als der Abschnitt Albate-Camerlata–Como der heutigen Bahnstrecke Chiasso–Mailand dem Verkehr übergeben wurde. Im September 1876 erhielt der den Status eines Grenzbahnhofs, als die Strecke durch den Monte Olimpino hindurch ins schweizerische Chiasso verlängert wurde. Der dortige Bahnhof war bereits seit 1874 an das Netz der Tessiner Talbahnen angeschlossen. Durch die Eröffnung des Gotthardtunnels 1882 wurde Como Teil der bedeutenden Nord-Süd-Achse, da die Bahnstrecke zwischen Chiasso und Mailand einer der Südzubringer der Gotthardbahn darstellte. 1888 wurde von Albate aus die Bahnstrecke nach Lecco in Betrieb genommen, die Züge wurden jedoch von Anfang an bis Como San Giovanni durchgebunden.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Stationsgebäude zerstört und durch einen Neubau nach Plänen des Architekten Paolo Perilli ersetzt, welcher 1949 der Nutzung freigeben wurde. 2008 wurde die Anlage in Zusammenarbeit zwischen der CentoStazioni und der RFI saniert. Unter anderem wurde der Bahnhof behindertengerecht ausgebaut und mit einem Blindenleitsystem versehen. Ebenfalls wurden neue Aufzüge eingebaut.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof wird von Zügen der Trenord und der TILO bedient, von den S-Bahn-Systemen S-Bahn Tessin und S-Bahn Mailand hält je eine Linie.

Fernverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regionalverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie Verlauf
Milano S11.svg Chiasso – Como San Giovanni – Albate-Camerlata – Cucciago – Cantù-Cermenate – Carimate – Camnago-Lentate – Seregno – Desio – Lissone-Muggiò – Monza – Sesto San Giovanni – Milano Greco Pirelli – Milano Porta Garibaldi – Milano Villapizzone – Milano Certosa – Rho Fiera – Rho
S 40 Stabio – Mendrisio – Balerna – Chiasso – Como San Giovanni – Albate-Camerlata
RE 10 Bellinzona – Lugano – Chiasso – Como San Giovanni – Seregno – Monza – Milano Centrale
R 18 Como San Giovanni – Albate-Camerlata – Albate-Trecallo – Cantù – Brenna-Alzate – Anzano del Parco – Merone – Moiana – Casletto-Rogeno – Molteno

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Como. Centostazioni, abgerufen am 22. Juni 2011 (italienisch).