Bezirk Wasseramt

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Bezirk Wasseramt
Bezirk Wasseramt
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Solothurn (SO)
Hauptort: Kriegstetten
BFS-Nummer: 1106
Fläche: 76.62 km²
Einwohner: 49'714[1] (31. Dezember 2014)
Bevölkerungsdichte: 649 Einw. pro km²
Karte
Karte von Bezirk Wasseramt

Der Bezirk Wasseramt im Kanton Solothurn umfasst ehemalige Industriestandorte sowie ländlichere Gemeinden und gehört zur Amtei Bucheggberg-Wasseramt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bezirk hiess lange Zeit offiziell Bezirk Kriegstetten nach dem Hauptort. Das Gebiet ist ca. identisch mit der 1798 mit dem Einmarsch der französischen Revolutionstruppen beseitigten Vogtei Kriegstetten. Nach 1830 hiess der Bezirk Amtei Kriegstetten, wobei die demokratischen Nachfolge-Institutionen der Vogtei, das Oberamt und die Amtschreiberei, sich noch bis 1875 im Hauptort Kriegstetten befanden. Danach wurde die heutige Amtei, die auch den Bezirk Bucheggberg umfasst, ins Leben gerufen.[2] Der Bezirk Kriegstetten war damit nur noch Wahlkreis. Dieser Name konnte sich aber im allgemeinen Sprachgebrauch nicht durchsetzen und wurde 1981 auch amtlich durch den bis dahin umgangssprachlichen, später halboffiziellen Namen Bezirk Wasseramt ersetzt. Der Name leitet sich von den früher zahlreichen Bächen in dieser Gegend her. Ausserdem weist das Wasseramt ausgedehnte Grundwasser-Vorkommen auf. Die klar über dem Kantons-Durchschnitt liegende Bevölkerungsdichte deutet auf eine industrialisierte Region hin; einzelne Gemeinden (v.a. Gerlafingen, Biberist, Derendingen und Zuchwil) weisen dabei überdurchschnittlich hohe Ausländeranteile auf.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

fünfmal schräglinks geteilt von Rot und Silber

Seen und Flüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Burgäschisee zum grösseren Teil im Bezirksgebiet, also im Kanton Solothurn, liegt, liegt der Inkwilersee zum grösseren Teil auf Berner Kantonsgebiet. Der Bezirk wird von der Emme durchflossen.

Einwohnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegenüber den anderen Bezirken des Kantons hat das Wasseramt mit 19 die höchste Anzahl Gemeinden. Hingegen ist er kantonal gesehen bei der Anzahl Einwohner auf zweitem und bezüglich der Bezirksfläche nur auf fünftem Rang, der insgesamt zehn Bezirken.

Innerhalb des Bezirks weist Zuchwil die meisten Einwohner auf, Biberist erstreckt sich über die grösste Fläche und Gerlafingen hält die grösste Bevölkerungsdichte. Bei den tiefsten Werten fallen drei Punkte (Einwohneranzahl, Gemeindefläche und Bevölkerungsdichte) auf die Gemeinde Hüniken. Die jüngste Gemeinde ist Drei Höfe, welche 2013 aus einer Gemeindefusion entstanden ist.

Stand:1. Januar 2013

Wappen Gemeindename Einwohner
(31. Dezember 2014)
Fläche
in km²
Aeschi SO Aeschi SO 1242 5.42
Biberist Biberist 8261 12.24
Bolken Bolken 575 2.13
Deitingen Deitingen 2250 7.63
Drei Höfe Drei Höfe 749 4.51
Derendingen Derendingen 6267 5.62
Etziken Etziken 778 3.38
Gerlafingen Gerlafingen 4913 1.91
Halten Halten 866 1.85
Horriwil Horriwil 864 2.60
Hüniken Hüniken 85 1.01
Kriegstetten Kriegstetten 1272 1.13
Lohn-Ammannsegg Lohn-Ammannsegg 2659 4.46
Luterbach Luterbach 3394 4.54
Obergerlafingen Obergerlafingen 1121 1.52
Oekingen Oekingen 812 2.45
Recherswil Recherswil 1777 3.33
Subingen Subingen 3057 6.22
Zuchwil Zuchwil 8772 4.67
Total (19) 49'714 76.62

Einteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bezirk wird in Inneres, Mittleres und Äusseres Wasseramt eingeteilt. Diese Einteilung ist jedoch nicht offiziell und andere Personen würden sie vielleicht etwas anders vornehmen. Grundsätzlich ist zu sagen, dass das Innere Wasseramt nicht im Zentrum des Wasseramts liegt sondern in der Nähe der Stadt Solothurn. Lohn-Ammannsegg ähnelt zwar den Gemeinden des mittleren Wasseramtes, liegt aber an einem ganz anderen Ort und ist eher vom Bucheggberg beeinflusst.

Inneres Wasseramt: Umfasst die industriell geprägten südlichen Vororte von Solothurn; dazu gehören Biberist, Derendingen, Gerlafingen, Lohn-Ammannsegg, Luterbach und Zuchwil.

Mittleres Wasseramt: Die Gemeinden Deitingen, Halten, Kriegstetten, Obergerlafingen, Oekingen, Recherswil und Subingen befinden sich in der Übergangszone zwischen Agglomeration und ländlichem Gebiet.

Äusseres Wasseramt: Die Gemeinden Aeschi, Bolken, Etziken, Heinrichswil-Winistorf, Hersiwil, Horriwil, Hüniken und Steinhof sind typische Landgemeinden.

Veränderungen im Gemeindebestand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1939: Namensänderung von NiedergerlafingenGerlafingen

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Staatsarchiv: Verfassungsrevisionen im Kanton Solothurn im 19. Jahrhundert, Katalog einer Ausstellung in den 1980er Jahren

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bezirk Wasseramt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien