Bo Svensson

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Bo Svensson
FC Liefering gegen SK Austria Klagenfurt (29. Februar 2020) 69.jpg
Bo Svensson (2020)
Personalia
Geburtstag 4. August 1979
Geburtsort SkørpingDänemark
Größe 190 cm
Position Innenverteidigung
Junioren
Jahre Station
0000–1992 Kjøbenhavns Boldklub
1992–1999 FC Kopenhagen
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1999–2006 FC Kopenhagen 150 (4)
2006–2007 Borussia Mönchengladbach 32 (2)
2007–2014 1. FSV Mainz 05 109 (1)
2007–2011 1. FSV Mainz 05 II 3 (0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2000 Dänemark U21 2 (0)
2006–2011 Dänemark 3 (0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2015 1. FSV Mainz 05 (Co-Trainer)
2015 1. FSV Mainz 05 U16
2016–2017 1. FSV Mainz 05 U17
2017–2019 1. FSV Mainz 05 U19
2019–2020 FC Liefering
2021– 1. FSV Mainz 05
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Bo Svensson (* 4. August 1979 in Skørping) ist ein ehemaliger dänischer Fußballspieler und jetziger -trainer. Er ist seit Januar 2021 Cheftrainer des 1. FSV Mainz 05.

Als Spieler absolvierte der Innenverteidiger für den FC Kopenhagen 150 Spiele in der Superliga und wurde 2001, 2003 und 2004 dänischer Meister. In Deutschland absolvierte Svensson für Borussia Mönchengladbach und den 1. FSV Mainz 05 insgesamt 122 Spiele in der Bundesliga sowie 19 Spiele für die Mainzer in der 2. Bundesliga. Er spielte dreimal für die dänische Nationalmannschaft.

Karriere als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Svensson war als Jugendspieler und später als Profi in Dänemark nur beim Fusionsklub FC Kopenhagen und dessen Vorgängerverein Kjøbenhavns Boldklub aktiv. Mit dem FCK gewann er 2001, 2003 und 2004 die dänische Meisterschaft und 2005 die erstmals ligaübergreifend zwischen skandinavischen Verbänden ausgespielte Royal League 2004/05, zu der er im Finale im Elfmeterschießen einen Treffer beisteuerte.

Im Januar 2006 wechselte der hochgewachsene Innenverteidiger zum deutschen Bundesligisten Borussia Mönchengladbach. Sein erstes Bundesligaspiel bestritt Svensson am 8. Februar 2006 beim 0:0 gegen Schalke 04. Eine Woche später erzielte er in der Partie gegen den MSV Duisburg (1:1) sein erstes Tor für die Borussia.

Nach dem Abstieg der Borussia im Sommer 2007 wechselte er zum Mitabsteiger 1. FSV Mainz 05. Wegen einer Verletzung musste er zu Beginn der Saison 2007/08 den Platz in der Abwehr an Neven Subotić abgeben; dieser wurde zum Stammspieler. Nach dem Wiederaufstieg der Mainzer in die Bundesliga spielte Svensson in der Saison 2009/10 vorwiegend im defensiven Mittelfeld und kam in 26 Spielen zum Einsatz.[1] Insgesamt absolvierte er 109 Spiele für Mainz 05 in der ersten und zweiten Bundesliga. Nach der Saison 2013/14 beendete er seine Spielerkarriere.[2]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der dänischen A-Nationalmannschaft kam Svensson am 27. Mai 2006 gegen Paraguay zu seinem ersten Länderspieleinsatz. Am 20. März 2011 wurde er nach fünf Jahren für das Spiel am 26. März 2011 gegen die Auswahl Norwegens in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2012 und für das Freundschaftsspiel am 30. März 2011 gegen die Auswahl der Slowakei aufgeboten[3] und kam in beiden Spielen zum Einsatz. Danach gehörte er zum erweiterten Kader der Mannschaft von Morten Olsen, absolvierte aber kein weiteres Spiel.

Karriere als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge in Mainz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Kasper Hjulmand im Mai 2014 neuer Trainer bei Mainz 05 wurde, hospitierte Svensson bei ihm und wurde später in den Trainerstab übernommen.[4][2][5] Auch unter Hjulmands Nachfolger Martin Schmidt war er ab Mitte Februar 2015 bis zum Ende der Saison 2014/15 Co-Trainer.[6]

Zur Saison 2015/16 wurde Svensson schließlich Cheftrainer der B2-Junioren (U16),[7] ehe er in der Winterpause die B1-Junioren (U17) in der B-Junioren-Bundesliga übernahm.[8][9] Mit der U17 schloss er die Saison auf dem 9. Platz in der Staffel Süd/Südwest ab und erreichte in der Saison 2016/17 den 4. Platz. Zur Saison 2017/18 übernahm Svensson die A-Junioren (U19) in der A-Junioren-Bundesliga und absolvierte parallel dazu in Dänemark eine Ausbildung zum Fußballlehrer.[10] Mit der U19 schloss er die Spielzeit in der Staffel Süd/Südwest auf dem 4. Platz ab. In der Saison 2018/19 folgte hinter dem VfB Stuttgart der 2. Platz.

FC Liefering[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 2019/20 übernahm Svensson den österreichischen Zweitligisten FC Liefering. Der Wechsel war ursprünglich erst ein Jahr später mit seinem Vertragsende in Mainz vorgesehen, wurde aber auf Svenssons Wunsch vorgezogen.[11][12] Er unterschrieb beim Farmteam des FC Red Bull Salzburg einen bis zum 30. Juni 2023 laufenden Vertrag,[13] der eine Ausstiegsklausel nur für den Fall einer Rückkehr zu Mainz 05 jeweils zum Saisonende beinhaltete.[14]

Mit der jungen Mannschaft erreichte er hinter dem SV Ried und SK Austria Klagenfurt den 3. Platz. In der Saison 2020/21 stand Svenssons Mannschaft während der Winterpause hinter dem SV Lafnitz auf dem 2. Platz. Zum Jahreswechsel 2020/21 kam der FC Liefering Svenssons Wunsch nach, sein Engagement vorzeitig zu beenden, um ihm eine Rückkehr zu Mainz 05 zu ermöglichen.[15]

Rückkehr zu Mainz 05[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang Januar 2021 kehrte Svensson zum 1. FSV Mainz 05 zurück und übernahm die Bundesligamannschaft als vierter Cheftrainer in der Saison 2020/21 von Interimstrainer Jan Siewert. Einige Tage zuvor hatte der Verein Christian Heidel und Martin Schmidt in die sportliche Leitung berufen, die beide mit Svensson schon in der Vergangenheit bei Mainz 05 zusammengearbeitet hatten. Das Team stand nach dem 14. Spieltag mit nur sechs Punkten auf dem 17. Tabellenplatz und hatte vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.[16] Aus den nächsten 12 Spielen bis zur Länderspielpause Ende März 2021 holte die Mannschaft unter Svensson 18 Punkte und verließ erstmals seit dem 8. Spieltag die Abstiegszone der Tabelle. Die Saison beendete Svenssons Mannschaft mit 39 Punkten als Tabellenzwölfter; mit 32 gewonnenen Punkten in der Rückrunde hatte das Team die beste Rückrunde der Vereinsgeschichte gespielt.[17]

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Svensson hatte als Spieler unter den später international erfolgreichen Cheftrainern Jürgen Klopp und Thomas Tuchel gespielt; von beiden hat er „viel gelernt“, was ihm als Trainer „ungemein weiterhilft“.[18] Ohne Klopp und Tuchel wäre er „vermutlich jetzt kein Trainer“.[10]

Bevor er Fußballprofi wurde, hatte Svensson ein Literaturstudium begonnen.[19] Auch nach seinem Karriereende als Spieler im Jahre 2014 hatte er Pläne, zu studieren und Lehrer zu werden, ehe der neue Mainzer Trainer Kasper Hjulmand ihn in seinen Trainerstab übernahm.[4] Zu Hjulmand, der später Trainer der dänischen Nationalmannschaft werden sollte, pflegt er weiterhin engen Kontakt.[14]

Svensson ist verheiratet und hat drei Kinder. Seine Familie lebte auch während seiner Zeit als Trainer in Liefering in Mainz.[18][20]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

mit dem FC Kopenhagen
mit Mainz 05

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bo Svensson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bo Svensson, Bundesliga 2009/10
  2. a b Rüdiger Lutterbach: Trainingsauftakt bei Mainz 05: Erste Einheit unter neuem Trainer Hjulmand. In: allgemeine-Zeitung.de. VRM Rhein-Main GmbH & Co. KG, archiviert vom Original; abgerufen am 23. Juni 2014.
  3. Mikael Blond: Olsen udtager Poulsen og Svensson. In: bold.dk. bold.dk Danmark ApS/Sport Publish OÜ, 20. März 2011, abgerufen am 4. Juli 2015.
  4. a b Svensson: "Ohne Hjulmand und Heidel säße ich als Lehrer in Dänemark". In: kicker.de. Abgerufen am 4. März 2021 (deutsch).
  5. Als Svensson Hjulmand abends anrief kicker.de, abgerufen am 4. März 2021
  6. Martin Schmidt übernimmt Traineramt mainz05.de, abgerufen am 17. Februar 2015
  7. Änderungen im Trainerteam Mainz05.de, abgerufen am 4. März 2021 (archivierte Version)
  8. Svensson übernimmt die U17 nullfuenfmixedzone.de, abgerufen am 12. Januar 2016
    Die U-17 auf mainz05.de, abgerufen am 12. Januar 2016
  9. Bo Svensson verlängert mainz05.de, abgerufen am 22. November 2016
  10. a b DFB - Deutscher Fußball-Bund e.V. (Hrsg.): Svensson: "Ich wäre ohne Klopp und Tuchel kein Trainer". 30. September 2018 (dfb.de [abgerufen am 1. Oktober 2018]).
  11. U19: Svensson wechselt 2020 nach Österreich. In: mainz05.de. Abgerufen am 4. März 2021.
  12. U19: Hoffmann folgt auf Svensson. In: mainz05.de. Abgerufen am 4. März 2021.
  13. Mit Wunsch-Trainerteam in die neue Saison fc-liefering.at, am 12. Juli 2019, abgerufen am 12. Juli 2019
  14. a b Svensson: Der spezielle Draht zu Hjulmand auf kicker.de, abgerufen am 29. März 2021
  15. Svensson zum FSV Mainz 05 … auf der Website des FC Liefering, abgerufen am 4. Januar 2021
  16. Svensson neuer 05-Cheftrainer, mainz05.de, 4. Januar 2021, abgerufen am 4. Januar 2021.
  17. Bell krönt beste Rückrunde der Vereinsgeschichte. In: mainz05.de. Abgerufen am 22. Mai 2021.
  18. a b Interview auf dfb.de, abgerufen am 4. März 2021
  19. Fußball ist schön, Gesundheit ist schöner. In: fr.de. 25. April 2009, abgerufen am 4. März 2021.
  20. "Grenzenlose Unterstützung" für Bo Svensson in Mainz zeit.de, abgerufen am 4. März 2021