Buchenberg (Vöhl)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Buchenberg
Gemeinde Vöhl
Koordinaten: 51° 9′ 29″ N, 8° 52′ 20″ O
Höhe: 376 m ü. NHN
Fläche: 8,08 km²[1]
Einwohner: 447 (2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Eingemeindet nach: Hessenstein
Postleitzahl: 34516
Vorwahl: 05635
Karte
Lage von Buchenberg in Vöhl

Buchenberg ist ein Ortsteil der Gemeinde Vöhl im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg, der östlich unweit der Waldeckischen Schweiz liegt.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buchenberg liegt im Übergangsbereich der naturräumlichen Untereinheiten Waldstruth im Westen und Niederkellerwald im Osten, im Nordosten der zur Waldstruth zählenden Sachsenberger Leimestruth, knapp 13 km südlich der Kreisstadt Korbach. Die Sperrmauer des Edersees steht etwa 13,5 km (je Luftlinie) ostnordöstlich. Westlich um das Dorf herum fließt der Sasselbach; sein längster Zufluss entspringt im Ort und fließt als Bächlein durch dessen östliche Lagen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1293 unter dem Namen „Buchmar“ wurde der Ort zum ersten Mal in einer Urkunde des Klosters Haina erwähnt. Buchenberg gehörte zur Herrschaft Itter. In einer itterschen Urkunde, die vom 7. Juni 1305 datiert ist, wird dies bestätigt. Später gehörte Buchenberg zum Amt Itter der zur Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, seit 1806 zum Großherzogtum Hessen. Dort lag es in dessen Provinz Oberhessen. Nach Auflösung der Ämter im Großherzogtum 1821 gehörte es zum Landratsbezirk Vöhl und zum Bezirk des Landgerichts Vöhl. Die Gemeinde gehörte zu den Landesteilen, die das Großherzogtum nach dem verlorenen Krieg von 1866 mit dem Friedensvertrag vom 3. September 1866 an Preußen abtreten musste. Dort wurde es dem Landkreis Frankenberg und dem Amtsgericht Vöhl zugeordnet.[2]

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 1971 fusionierten im Zuge der Gebietsreform in Hessen die bis dahin selbständigen Gemeinden Buchenberg, Ederbringhausen, Harbshausen, Kirchlotheim, Niederorke, Oberorke und Schmittlotheim freiwillig zur neuen Gemeinde Hessenstein.[3]

Am 1. Januar 1974 wurde die Gemeinde Hessenstein kraft Landesgesetz mit Ittertal (bestehend aus den ehemaligen Gemeinden Dorfitter, Herzhausen und Thalitter), Marienhagen, Obernburg und Vöhl zur neuen Großgemeinde Vöhl zusammengeschlossen.[4][3] Für alle ehemals eigenständigen Gemeinden von Vöhl wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[2]

  • 1585: 28 Haushaltungen
  • 1742: 37 Haushaltungen
Buchenberg: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2014
Jahr  Einwohner
1834
  
338
1840
  
402
1846
  
378
1852
  
400
1858
  
393
1864
  
314
1871
  
272
1875
  
243
1885
  
256
1895
  
290
1905
  
262
1910
  
264
1925
  
282
1939
  
282
1946
  
410
1950
  
395
1956
  
319
1961
  
312
1967
  
336
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
444
2014
  
447
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]; Zensus 2011[6]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[2]

• 1885: 254 evangelische (= 99,22 %), zwei katholische (= 0,79 %) Einwohner
• 1961: 285 evangelische (= 91,35 %), 24 katholische (= 7,69 %) Einwohner

Wissenswert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bewohner haben den Beinamen „Röjjelinge“, dessen Herkunft ungeklärt ist.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Ortsteile Vöhls. In: Webauftritt. Gemeinde Vöhl, abgerufen im Oktober 2020.
  2. a b c Buchenberg, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 8. Juli 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  3. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 390–391.
  4. Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Frankenberg und Waldeck (GVBl. II 330-23) vom 4. Oktober 1973. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1973 Nr. 25, S. 359, § 6 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 2,3 MB]).
  5. Hauptsatzung. (PDF; 22 kB) § 5. In: Webauftritt. Gemeinde Vöhl, abgerufen im Oktober 2020.
  6. Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt;

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]