Christian Kühn (Politiker)

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Chris Kühn (2014)
Video-Vorstellung (2014)

Christian Kühn (* 9. April 1979 in Tübingen), ist ein deutscher Politiker und Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 2009 bis 2013 war er Landesvorsitzender des Landesverbands Baden-Württemberg von Bündnis 90/Die Grünen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kühn wuchs in Göppingen auf, absolvierte dort Abitur und Zivildienst und studierte dann Politikwissenschaften und Soziologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Nach seinem Abschluss 2009 war er Mitarbeiter im Dekanat der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.

Kühn war in seiner Schulzeit im Jugendgemeinderat und in der Naturschutzjugend aktiv. Seit 1998 ist er Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen. Von 2002 bis 2006 und erneut von 2008 bis 2010 war er Mitglied des Kreisvorstands im Tübinger Kreisverband der Grünen. Er war Mitarbeiter im Wahlkreisbüro des Bundestagsabgeordneten Winfried Hermann. Auf der Landesdelegiertenkonferenz (LDK) im November 2009 in Biberach wählten ihn die baden-württembergischen Grünen zusammen mit Silke Krebs zu einem von zwei gleichberechtigten Landesvorsitzenden. Auf der LDK im Oktober 2011 in Aalen wurde er, neben seiner neugewählten Mitvorsitzenden Thekla Walker, mit einem Rekordergebnis von 95,7 Prozent im Amt bestätigt. Am 13. Juli 2012 wurde er in Tübingen als Bundestagskandidat nominiert.[1] Bei der Bundestagswahl 2013 zog er über die baden-württembergische Landesliste auf Platz 6 in den Bundestag ein. Seit Dezember 2013 ist er Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und vertritt seine Fraktion als ordentliches Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit sowie als Obmann im Unterausschuss Kommunales. Daneben ist Chris Kühn stellvertretendes Mitglied in den Ausschüssen für Recht und Verbraucherschutz, Kultur und Medien sowie Verkehr und digitale Infrastruktur. Im Juli 2016 hat ihn sein Kreisverband mit 97,8 Prozent erneut für die Bundestagswahl nominiert.

Chris Kühn legt einen Schwerpunkt seiner politischen und parlamentarischen Arbeit auf die Wiedereinführung der Wohnungsgemeinnützigkeit.[2][3] Dadurch sollen Bauträger steuerlich besonders gefördert werden, die gemeinwohlorientiert handeln und dauerhaft günstigen Wohnraum bereitstellen, wie kommunale Wohnungsbaugesellschaften, Baugenossenschaften oder auch private Vereine oder Personen.

Chris Kühn (2012)

Er gehört zu den Befürwortern des Bedingungslosen Grundeinkommens. Stuttgart 21 lehnt er ab.

Er lebt im Kreis Tübingen, ist verheiratet und Vater eines Sohnes und einer Tochter.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schwäbisches Tagblatt: Grüne setzen auf Chris Kühn, 13. Juli 2012.
  2. www.gruene-bundestag.de: Zeit für eine neue Wohnungsgemeinnützigkeit, 23. Februar 2016.
  3. Jan Kuhnert, Olof Leps: Neue Wohnungsgemeinnützigkeit - Springer. S. 336, Nachwort von Katrin Göring-Eckardt und Chris Kühn, doi:10.1007/978-3-658-17570-2 (springer.com [abgerufen am 27. Februar 2017]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Christian Kühn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien