Forum Demokratische Linke 21

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Das Forum Demokratische Linke 21 (DL 21) ist ein in Berlin ansässiger eingetragener Verein, der 2000 als Gruppierung innerhalb der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) gegründet wurde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Forum ist Nachfolgeorganisation des Frankfurter Kreises, da nach dem erfolgreichen Marsch durch die Institutionen der ehemaligen 68er ein neuer Impuls für linke Politik nötig gewesen sei.

Der Verein wirbt selbst um Mitglieder, die mit ihren Mitgliedsbeiträgen die Aktionen des Vereins finanzieren. Eine Mitgliedschaft in der SPD ist nicht Voraussetzung für eine Mitgliedschaft im Verein. Landtags- und Bundestagsabgeordnete müssen höhere Beiträge zahlen. 2008 hatte das Forum 650 Mitglieder und erzielte Einnahmen in Höhe von 65.000 €.[1] Der Verein unterhält regionale Unterorganisationen in zehn Bundesländern. Die Vereinsmitglieder veröffentlichen in der Zeitschrift spw – Zeitschrift für sozialistische Politik und Wirtschaft. Im gleichnamigen Verlag erscheinen weitere DL-21-Publikationen. Die Gruppe wird als „Partei in der Partei“ bezeichnet.[2]

Eine Presseerklärung der Vorsitzenden Mattheis zum Mindestlohngesetz („Ausnahmen vom Mindestlohn sind unsozial“) führte im Juli 2014 zu den Austritten von Arbeitsministerin Andrea Nahles, Florian Pronold, Christine Lambrecht und Niels Annen.[3]

Vorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der amtierende Vorstand ist im Mai 2015 auf der ordentlichen Mitgliederversammlung in Erfurt gewählt worden.[4]

Vorsitzende ist Hilde Mattheis (MdB), stellvertretende Vorsitzende sind Diana Lehmann (MdL), Ewald Schurer (MdB), Knut Lambertin (DGB) und Ulla Meurer. Schatzmeister ist Christoph Strässer (MdB). Die Geschäftsführung hat Myriam Riedel inne.

Beisitzerinnen und Beisitzer im Vorstand sind Christian Kleiminger, Daniela Kolbe (MdB), Dierk Hirschel (ver.di), Hauke Schmiegel, Matthias Miersch (MdB), Mechthild Rawert (MdB), Michael Clivot, Michael Groß (MdB), Rita Hagl-Kehl (MdB), Stefan Stache (Chefredakteur spw), Thomas Schulz, Ulrike Breth und Ülker Radziwill (MdA).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Protokoll der Vollversammlung 2009 (PDF-Datei; 48 kB)
  2. Der Spiegel, Zur Sonne, zur Einheit. 11/2010. S. 28
  3. Karl Doemens: SPD-Linke zerlegt sich selbst. In: Frankfurter Rundschau vom 7. Juli 2014.
  4. Vorstand