Demänovská Dolina

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Demänovská Dolina
Wappen Karte
Wappen von Demänovská Dolina
Demänovská Dolina (Slowakei)
Demänovská Dolina
Demänovská Dolina
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Žilinský kraj
Okres: Liptovský Mikuláš
Region: Liptov
Fläche: 47,85 km²
Einwohner: 301 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte: 6 Einwohner je km²
Höhe: 820 m n.m.
Postleitzahl: 032 51
Telefonvorwahl: 044
Geographische Lage: 48° 58′ N, 19° 35′ OKoordinaten: 48° 58′ 13″ N, 19° 34′ 55″ O
Kfz-Kennzeichen: LM
Kód obce: 510386
Struktur
Gemeindeart: Gemeinde
Verwaltung (Stand: November 2014)
Bürgermeister: Ľubomíra Klepáčová
Adresse: Obecný úrad Demänovská Dolina
72
03251 Demänovská Dolina
Webpräsenz: www.demanovskadolina.info
Statistikinformation auf statistics.sk

Demänovská Dolina (ungarisch Deménvölgy) ist eine Gemeinde im Nordwesten der Niederen Tatra in der Mitte der Slowakei. Sie entstand am 1. August 1964 als Ausgliederung aus den Gemeinden Bodice und Demänova (heute beides Stadtteile von Liptovský Mikuláš), wobei die Ansiedlungen Tri Studničky, Jaskyne, Repiská, Lúčky und Jasná zusammengelegt wurden. Die Gemeinde hat ihren Namen vom gleichnamigen Tal, welches mit seinen 16 Kilometern Länge eines der meistbesuchten Täler in der Niederen Tatra ist.

Geographie und Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geologisch kann das Gemeindegebiet in zwei Teile geteilt werden: in den oberen, von Granit bestimmten, offenen Teil und in die nördlich und tiefer gelegene enge Schlucht aus Kalkstein.

Geographisch ist der obere Teil des Gemeindegebiets durch die Gipfel im Nordwesten der Siná (1.560 Meter), im Nordosten der Kraková hoľa (1.751,8 Meter), im Südosten des Ďumbier (2.043,4 Meter) und im Südwesten der Poľana (1.889,7 Meter) abgeschlossen. Der untere Teil des Gemeindegebiets ist durch die beiden in Nord-Süd Richtung verlaufenden Bergrücken geprägt. Im Tal fließen die Flüsse Demänovka und Zadná voda.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet ist schon seit der Eiszeit bewohnt, was Ausgrabungen in der Höhle Okno (Jaskyňa Okno) belegen. Danach war das Gemeindegebiet lange Zeit nicht besiedelt. Erst mit Eisenerzfunden wurde die Besiedlung des Gemeindegebiets wieder interessant. Bevor das Gemeindegebiet touristisch entdeckt wurde, siedelten sich in den Höhenlagen Schäfer mit ihren Schafen an; sie stellten unter anderem den bekannten Liptauer Käse her.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Demänovska-Eishöhle

Der Ort ist vom Tourismus geprägt. Im Sommer sind von Jasná Wandertouren auf die bedeutenden Gipfel der Niederen Tatra - z.B. Chopok und Ďumbier - möglich. Im Winter ist Jasná ein bekanntes Skigebiet.

Bedeutende Sehenswürdigkeiten sind zwei Höhlen des Karsthöhlensystem in der Niederen Tatra:

Skigebiet Jasná[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute ist vor allem Skitouristen der Name Jasná ein Begriff, da sich dort im Laufe der Jahre ein großes Skigebiet etabliert hat. Dieses Skigebiet erstreckt sich von Jasná über den Nordhang des Chopok und weiter auf dessen Südhang in das Tal Bystrá dolina mit dem Skiort Srdiečko.
Auf der Südseite beginnt das Skigebiet in Krupová bei 1080 m, im Norden an der Záhradky-Hütte in 1028 m Höhe.

Momentan bestehen im Skigebiet von Jasná eine Gondelbahn, fünf Sessellifte und sechzehn Schlepplifte. Des Weiteren sind Abfahrtspisten von blau (einfach) über rot (mittel) bis schwarz (schwer) vorhanden.

In den späten 1970er und frühen 1980er Jahren war das Skigebiet von Jasná Austragungsort verschiedener Skiweltcups. Im Jahr 2016 fand nach 32-jähriger Pause wieder ein Weltcup-Rennen in den Disziplinen Riesen- und Spezialslalom der Damen statt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Demänovská dolina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien