Jamník (Liptovský Mikuláš)

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Jamník
Wappen Karte
Wappen fehlt
Jamník (Slowakei)
Jamník
Jamník
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Žilinský kraj
Okres: Liptovský Mikuláš
Region: Liptov
Fläche: 45,984 km²
Einwohner: 450 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte: 10 Einwohner je km²
Höhe: 695 m n.m.
Postleitzahl: 033 01 (Postamt Liptovský Hrádok)
Telefonvorwahl: 0 44
Geographische Lage: 49° 4′ N, 19° 43′ OKoordinaten: 49° 4′ 18″ N, 19° 42′ 35″ O
Kfz-Kennzeichen: LM
Kód obce: 510521
Struktur
Gemeindeart: Gemeinde
Verwaltung (Stand: November 2014)
Bürgermeister: Dušan Španko
Adresse: Obecný úrad Jamník
č. 192
033 01 Liptovský Hrádok
Webpräsenz: www.jamnik.sk
Statistikinformation auf statistics.sk

Jamník (ungarisch Jamnik) ist eine Gemeinde im Norden der Slowakei mit 450 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015), die zum Okres Liptovský Mikuláš, einem Teil des Žilinský kraj, gehört und zur traditionellen Landschaft Liptau gezählt wird.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde befindet sich im Mittelteil des Talkessels Liptovská kotlina (Teil der größeren Podtatranská kotlina) im Tal des Baches Jamníčok unterhalb der nördlich gelegenen Westtatra. Am Hauptkamm verläuft die Staatsgrenze zu Polen. Der höchste Punkt ist der Berg Jakubina mit 2194 m n.m. Das Ortszentrum liegt auf einer Höhe von 695 m n.m. und ist viereinhalb Kilometer von Liptovský Hrádok sowie 11 Kilometer von Liptovský Mikuláš entfernt.

Nachbargemeinden sind Kościelisko (PL) im Norden, Pribylina im Nordosten, Vavrišovo im Osten, Liptovský Peter im Südosten, Podtureň im Süden, Uhorská Ves im Südwesten, Liptovský Mikuláš (Stadtteil Beňadiková), Liptovský Ondrej und Jakubovany im Westen sowie Konská, erneut Liptovský Mikuláš (Stadtteil Svätý Štefan), Žiar und Zuberec im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jamník wurde zum ersten Mal 1346 als Yemnik schriftlich erwähnt und war Besitz von Nikolaus, Sohn von Alexander und dem Vorfahren des Geschlechts Pottornyai. Ab der Hälfte des 14. Jahrhunderts gehörte die Ortschaft der landadligen Familie von Liptovský Peter, nach deren Aussterben im späten 15. Jahrhundert kam der Besitz in die Hände von Pottornyai und verblieb dort bis zum 19. Jahrhundert. Während 1549 für fünf Bauernhöfe eine Steuer fällig war, waren es 1596 nur noch dreieinhalb, gleichzeitig stieg der Anteil von Söllnerfamilien an. 1828 zählte man 49 Häuser und 396 Einwohner, die als Hirten und Landwirte beschäftigt waren, dazu arbeiteten sie insbesondere in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Maurer, wie zum Beispiel in Budapest.

Es gab im Mittelalter und der Neuzeit ein Dorf namens Zenthlylek (erste Erwähnung 1286, heutiges Slowakisch Svätý Duch, frei übersetzt Heilig-Geist-Dorf), das unweit von Jamník lag. Es gehörte ähnlich wie Jamník den Vorfahren des Geschlechts Pottornyami sowie dem Geschlecht selbst. 1709 wurde das Dorf wegen den Kuruzenaufstände aufgegeben.

Bis 1918 gehörte der im Komitat Liptau liegende Ort zum Königreich Ungarn und kam danach zur Tschechoslowakei beziehungsweise heute Slowakei.

Der Ortsname leitet sich vom slawischen (und slowakischen) Wort jama, auf deutsch Loch, ab, mit verschiedenen Erklärungstheorien.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Volkszählung 2011 wohnten in Jamník 478 Einwohner, davon 469 Slowaken, sechs Tschechen und ein Mährer. Zwei Einwohner machten keine Angabe zur Ethnie.

247 Einwohner bekannten sich zur Evangelischen Kirche A. B., 121 Einwohner zur römisch-katholischen Kirche, vier Einwohner zur evangelisch-methodistischen Kirche sowie jeweils ein Einwohner zu den Baptisten, zu den Zeugen Jehovas und zur griechisch-katholischen Kirche; zwei Einwohner bekannten sich zu einer anderen Konfession. 48 Einwohner waren konfessionslos und bei 27 Einwohnern wurde die Konfession nicht ermittelt.[1]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • evangelische Kirche im neoklassizistischen Stil aus dem Jahr 1907[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011 (slowakisch)
  2. Jamník - Evanjelický kostol, pamiatkynaslovensku.sk (slowakisch), abgerufen am 26. Dezember 2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]