Deutsche Kommission Justitia et Pax

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Deutsche Kommission Justitia et Pax ist seit 1967 ein zentrales Beratungsgremium der römisch-katholischen Kirche in Deutschland. Sie ist für Fragen der internationalen Verantwortung zuständig.

Teilnehmer und Trägerschaft[Bearbeiten]

Der Kommission gehören mehrere Bischöfe, Vertreter des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, leitende Mitarbeiter der Deutschen Bischofskonferenz und des Katholischen Büros, aus den Hilfswerken und von katholischen Organisationen sowie schließlich Experten für internationale Politik an. Träger sind die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken.

Aufgaben[Bearbeiten]

Die Kommission bemüht sich um eine Vernetzung der römisch-katholischen Akteure, die sich mit internationalen Fragen befassen. Justitia et Pax ist deren gemeinsame Stimme in Gesellschaft und Politik und bemüht sich, die weltweiten Fragen von Gerechtigkeit und Frieden in der Gesellschaft unseres Landes wachzuhalten.

Zu diesem Zweck erarbeitet sie kirchliche Beiträge für die Gestaltung der Entwicklungs-, Friedens- und Menschenrechtspolitik Deutschlands auf der Grundlage von kirchlicher Sozial- und Friedenslehre und der Erfahrungen katholischer Organisationen in der internationalen Zusammenarbeit. Sie steht im Dialog mit Parlament, Regierung, Parteien und gesellschaftlichen Kräften zu den Fragen der genannten Bereiche und erarbeitet Konzepte für die kirchlichen Bemühungen in diesen Arbeitsfeldern.

Vorstand[Bearbeiten]

Seit 2008 ist Ackermann Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax und wurde am 13. Oktober 2014 für eine Amtszeit bis 2019 bestätigt.[1] Stellvertretende Vorsitzende sind der Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Stefan Vesper, und ZdK-Vizepräsidentin und SPD-Politikerin Karin Kortmann, die das Amt vom langjährigen Kommissions- und Vorstandsmitglieds Barbara Krause übernahm. Als Vorstandsmitglieder bestätigt wurden Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel und Missio-Chef Klaus Krämer.[2]

Mitglieder[Bearbeiten]

(Auswahl)

Als Sachverständige gehören der Kommission u.a. an:

  • Heiner Bielefeldt, Lehrstuhlinhaber für Menschenrechte an der Universität Erlangen-Nürnberg und UNO-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit
  • Martin Bröckelmann-Simon, Geschäftsführer bei Misereor
  • Michael Steeb, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bischof Ackermann bleibt Kommissions-Vorsitzender, Die Welt, abgerufen am 14. Oktober 2014
  2. Bischof Ackermann weiter Vorsitzender von Justitia et Pax, Radio Vatikan, 13. Oktober 2014