Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands

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Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD, eigene Schreibweise: kfd) ist mit rund 450.000 Mitgliedern in 4.000 KFD-Gemeinschaften der größte katholische Frauenverband und einer der größten Frauenverbände Deutschlands.[1] Er geht zurück auf die ab 1856 gegründeten Bruderschaften christlicher Mütter. Die KFD will zum einen Interessenvertretung für Frauen sein, aber auch eine Gemeinschaft für Frauen bieten. Die KFD-Pfarrgemeinschaften sind Begegnungsstätte für ihre Mitglieder und bieten kulturelle und soziale Dienste. Auch haben sie in vielen Kirchengemeinden eine wesentliche Bedeutung für das Gemeindeleben.

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als katholischer Verein ist die Organisation der KFD analog zum Aufbau der katholischen Kirche in Diözesanverbände, Dekanatsverbände und KFD-Pfarrgemeinschaften gegliedert. Auf Diözesanebene gibt es die Diözesanverbände in Aachen, Berlin, Dresden-Meißen, Erfurt, Essen, Freiburg, Fulda, Görlitz, Hamburg, Hildesheim, Köln, Limburg, Magdeburg, Mainz, München-Freising, Münster, Osnabrück, Paderborn, Speyer und Trier sowie den Landesverband Oldenburg.

Der Bundesverband wird durch einen elfköpfigen Bundesvorstand vertreten. Die Amtszeit beträgt vier Jahre. Aktuelle Bundesvorsitzende ist die im Juni 2017 gewählte Mechthild Heil.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die KFD wurde 1951 unter dem Namen Zentralverband der katholischen Frauen- und Müttergemeinschaften gegründet. Sie geht aber zurück auf den 1928 gegründeten Zentralverband der katholischen Müttervereine, der 1939 durch die Nationalsozialisten zwangsweise aufgelöst wurde.[3]

Frau und Mutter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frau und Mutter ist die Mitgliederzeitschrift der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands. Die Zeitschrift ist mit einer Druckauflage von 450.000 Exemplaren (2017)[4] die auflagenstärkste katholische Frauenzeitschrift im deutschsprachigen Raum.[5] Das vom Bundesverband der KFD produzierte Magazin wird regelmäßig um Diözesanbeilagen ergänzt. Seit Januar 2011 erscheint die Zeitschrift mit dem Untertitel „Menschen Leben Vielfalt – Zeitschrift der kfd“.

Bundesvorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Bundesvorstand gehören an:[6]

  • Bundesvorsitzende: Mechthild Heil
  • Stellvertretende Bundesvorsitzende: Monika von Palubicki
  • Stellvertretende Bundesvorsitzende: Agnes Wuckelt

Weitere Vorstandsmitglieder:

  • Mechthild Burk
  • Lucia Maria Lagoda
  • Monika Mertens
  • Barbara Striegel
  • Geistliche Begleiterin: Ulrike Göken-Huismann
  • Bundespräses: Pater Dominik Kitta

Ebenfalls zum Bundesvorstand der KFD gehören die Sprecherin des Ständigen Ausschusses „Hauswirtschaft und Verbraucherthemen“, Anni Rennock, und die Sprecherin des Ständigen Ausschusses „Frauen und Erwerbsarbeit“, Petra Löwenbrück[7].

Positionen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands forderte im Juni 2019 die Ermöglichung der Frauenordination in der römisch-katholischen Kirche.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Über uns - Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD). Abgerufen am 9. Mai 2019.
  2. katholisch.de: Katholische Frauen wählen neue Bundesvorsitzende
  3. Jutta Oster: 100 Jahrgänge „Frau und Mutter“. In: Frau und Mutter, Jg. 2017, Heft 3, S. 15.
  4. IVW: Frau und Mutter, verbreitete Auflage im 1. Quartal 2017: 450.002 Exemplare.
  5. Die kfd: Geschichte. Abgerufen am 21. März 2018.
  6. Die kfd: Nachrichteneinzelansicht. Abgerufen am 20. Juni 2017.
  7. Neue Sprecherin im Ständigen Ausschuss "Frauen und Erwerbsarbeit". Abgerufen am 5. April 2019.
  8. Katholisch.de: kfd fordert Priesterweihe für Frauen: Theologische Fragen geklärt, 21 Juni 2019