Edward Asner

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Ed Asner (2006)

Yitzhak Edward „Ed“ Asner (* 15. November 1929 in Kansas City) ist ein US-amerikanischer Schauspieler sowie Filmproduzent, Synchronsprecher und Menschenrechtsaktivist. Eine seiner bekanntesten Rollen war die des Zeitungsredakteurs Lou Grant.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Edward Asner ist als Sohn einer jüdisch-orthodoxen Familie in Kansas City aufgewachsen. Sein Vater besaß einen Secondhandladen. Nach dem Besuch der Wyandotte High School in Kansas City arbeitete Ed zunächst für einige Zeit in einer Fabrik von General Motors, in der er sich erstmals gewerkschaftlich engagierte. Kurze Zeit später ging er nach Chicago, um an der University of Chicago zu studieren. Dort gehörte er einer Theatergruppe namens 'Tonight at Eight-Thirty' (Heute Abend um halb neun) an, die unter der Leitung des später sehr bekannten Regisseurs Mike Nichols vornehmlich Stücke von Autoren wie George Bernard Shaw und William Butler Yeats aufführte. Asner debütierte als Thomas Becket in T. S. Eliots Mord im Dom.

Karriere als Schauspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem zweijährigen Armeedienst (1951–1953) in Frankreich kehrte er nach Chicago zurück, wo er für den Playwrights‘ Theater Club zu spielen begann. Ein paar Jahre später erfüllten sich seine Träume vom Broadway, als er 1960 am Eugene O‘Neill Theatre in 36 Aufführungen die Hauptrolle in dem eher weniger bekannten Stück Face of a Hero spielte. Einer der Nebendarsteller in dem Stück war Jack Lemmon. Weitere Auftritte in Broadway- und Off-Broadwayproduktionen sowie bei zahlreichen Shakespeare-Festspielen in den USA folgten.

Nach mehreren Auftritte in Fernsehshows in New York zog Asner 1961 nach Hollywood, wo er nun überwiegend als Film- und Fernsehschauspieler, sowohl in dramatischen als auch in komödiantischen Rollen, arbeitete, in den ersten Jahren allerdings mit bescheidenem Erfolg. 1971 bekam er eine Rolle in der Mary Tyler Moore Show, in der er mit großem Erfolg den Chefredakteur Lou Grant darstellte. Die Rolle wurde nach dem Ende der Serie in leicht veränderter Form in einem Spin-off für ihn zur Hauptrolle. Als grantiger aber liebenswerter Chef der Lokalredaktion der fiktiven Los-Angeles-Tribune wurde Asner in der gleichnamigen Serie nun auch dem deutschen Fernsehpublikum bekannt. Für die Rolle bekam der Schauspieler insgesamt fünfmal den Emmy. Seine 17. und bisher letzte Emmy-Nominierung erhielt er 2009 für seinen Gastauftritt als Abraham Klein in der Episode Yahrzeit der Serie CSI: NY.

1981 und 1985 war Edward Asner Vorsitzender der amerikanischen Filmschauspielergewerkschaft.

In Hard Rain mit Morgan Freeman und Christian Slater stand er 1998 erneut mit seiner ehemaligen Kollegin und Freundin Betty White vor der Kamera. Asner ist weiterhin als Schauspieler sowie als Geschäftsführer seiner Produktionsfirma Quince Productions tätig. Die englischsprachige Welt kennt ihn darüber hinaus als Stimme einiger Zeichentrickcharaktere sowie aus Hörspielen.

Politisches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daneben ist Edward Asner, dessen politische Einstellung nach eigenem Bekunden links ausgerichtet ist, der amerikanischen Öffentlichkeit auch als Streiter für Menschenrechte bekannt. Aufsehen erregte Anfang der 1980er Jahre sein Eintreten gegen das Engagement der USA in Lateinamerika sowie mehr als zwanzig Jahre später sein Einsatz für den wegen Mordes verurteilten Black-Panther-Aktivisten Mumia Abu-Jamal. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 kritisierte er wiederholt die aggressive Reaktion der USA darauf. 2004 verfasste er einen offenen Brief, in dem er die Öffentlichkeit dazu aufrief, von der Regierung „die volle Wahrheit über 9-11“ einzufordern. Asner ist außerdem Sprecher der Initiative 2004 Racism Watch, einer Kampagne gegen Rassismus, insbesondere in Bezug auf arabischstämmige Amerikaner und arabische Einwanderer nach den Terroranschlägen von New York und Washington.

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus seiner ersten Ehe, die von 1959 bis 1988 dauerte, gingen drei Kinder hervor. Aus einer Beziehung stammt ein weiterer Sohn. 1998 heiratete er die Produzentin Cindy Gilmore. Nachdem sich das Paar 2007 trennte reichte Asner 2015 die Scheidung ein.

Synchronstimme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Synchronisation von Lou Grant und einiger Spielfilme mit Edward Asner kann Heinz-Theo Branding als seine Standardstimme angesehen werden.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Screen Actors Guild Life Achievement Award (2001)
  • Ralph Morgan Award (2002)
  • Golden Globe – Bester Fernsehdarsteller (Drama) 1978, 1980
  • Golden Globe – Bester Fernsehnebendarsteller 1972, 1976, 1977
  • Emmy – Bester Darsteller 1976, 1978, 1980
  • Emmy – Bester Nebendarsteller 1971, 1972, 1975, 1977

Literatur über Edward Asner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Edward Asner: Lou Grant – The Making of TV’s Top Newspaper Drama. Syracuse University Press, 1995, ISBN 0815603630.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ed Asner – Sammlung von Bildern