Emergency Room – Die Notaufnahme

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Seriendaten
Deutscher Titel Emergency Room – Die Notaufnahme
Originaltitel ER
ER logo.svg
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Jahr(e) 1994–2009
Produktions-
unternehmen
Constant c Productions,
Amblin Entertainment,
Warner Bros. Television
Länge Episoden 2–330: 45 Minuten,
Episoden 1 und 331: 90 Minuten
Episoden 331[1] in 15 Staffeln (Liste)
Genre Drama, Krankenhausserie
Titelmusik James Newton Howard (1994–2006, 2009),
Martin Davich (2006–2009)
Produktion Michael Crichton,
John Wells,
Christopher Chulack,
Lydia Woodward,
David Zabel,
Jack Orman,
Carol Flint
Idee Michael Crichton
Musik Martin Davich
Erstausstrahlung 19. September 1994 (USA) auf NBC
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
30. Oktober 1995 auf ProSieben
Besetzung
Synchronisation

Emergency Room – Die Notaufnahme, kurz ER, ist eine 1994 gestartete und 2009 beendete US-amerikanische Fernsehserie, die vorwiegend in der Notaufnahme eines fiktiven Chicagoer Lehrkrankenhauses spielt und dabei auf realistische, dramatische und auch humorvolle Weise versucht, den Arbeitsalltag des medizinischen Personals und Patientenschicksale darzustellen. Sie besteht aus 15 Staffeln mit insgesamt 331 Episoden. Die Idee zur Serie basiert auf einem Drehbuch des Bestseller-Autors Michael Crichton, das bereits in den frühen 1970er Jahren entstand.

ER wurde bekannt durch die ungewöhnlich temporeiche Schilderung notfallmedizinischer Prozeduren, verbunden mit innovativer Kameraarbeit und medizinisch-technischer Sprache. Markant sind auch episodenübergreifende Handlungsstränge, politisch-gesellschaftskritische Themen und um Authentizität bemühte Ausstattung. Realer Hintergrund der Serie war die Überlastung der Notaufnahmen in den Vereinigten Staaten, ein Problem des dortigen Gesundheitssystems.

ER gilt als eine der wichtigsten und erfolgreichsten Fernsehserien aller Zeiten, vor allem wegen der für das Genre damals neuartigen, auch als revolutionär bezeichneten Erzählweise, den in den frühen Staffeln höchsten Einschaltquoten des US-Fernsehens sowie den vielen Auszeichnungen, darunter ein Golden Globe und 23 Emmys. Sie zählt außerdem zu den teuersten und längsten Serien der Fernsehgeschichte und erlangte Vorbildfunktion sowohl für andere Fernsehserien als auch für die medizinische Ausbildung.

Das österreichische Fernsehen verwendet als Titel E.R. – Emergency Room; der deutsche Sender ProSieben zeigte die Serie in den 1990er Jahren zunächst unter dem Titel Emergency Room – Helden im O.P.

Handlung[Bearbeiten]

Überblick und Schauplätze[Bearbeiten]

Set eines der Eingänge zur Notaufnahme des County General

Hauptschauplatz ist die Notaufnahme in dem fiktiven Bezirkskrankenhaus County General, das sich im Stadtzentrum von Chicago befindet. Ein wichtiger Nebenschauplatz ist die Chirurgie in einem der oberen Stockwerke. Wie in den Vereinigten Staaten üblich, ist die Notaufnahme interdisziplinär, das heißt darin sind Mediziner verschiedener Fachrichtungen tätig, darunter neben Notfallmedizinern auch Chirurgen, Pädiater, Radiologen und Psychiater. Weil es sich beim County General um ein Lehrkrankenhaus handelt, beschäftigt es in vielen Abteilungen auch Ärzte und Medizinstudenten im Praktikum.

Jede Staffel spielt in der Regel – äquivalent zur US-Erstausstrahlung – im Zeitraum eines Jahres bzw. medizinischen Ausbildungsjahres, das im Sommer beginnt und im Frühjahr des folgenden Kalenderjahres endet; die meist zehnte Episode jeder Staffel spielt in der Advents- oder Weihnachtszeit. Die meisten Episoden erzählen die Ereignisse je eines Tages zwischen Morgen und Abend. Entsprechend spielt der überwiegende Teil der Episoden während der Tagesschicht; wenige Episoden erzählen von der Nachtschicht, die in der Serie auch Friedhofsschicht genannt wird. Die Serie folgt dem Arbeitsalltag sowohl von einem Teil des in der Notaufnahme tätigen medizinischen Personals, hauptsächlich von Ärzten, als auch von Chirurgen, die die zuerst in die Notaufnahme eingelieferten Patienten anschließend operieren bzw. anderweitig weiterbehandeln.

Behandlung von Krankheiten, Verletzungen und Patienten[Bearbeiten]

Die Spannweite der in der Notaufnahme behandelten bzw. der Serie gezeigten Krankheiten und Verletzungen ist breit: Sie reicht von lebensbedrohlichen, dringend zu behandelnden Fällen wie Herzinfarkten, Überdosen und Schusswunden über dringend behandlungsbedürftige, aber nicht lebensbedrohliche Probleme wie Knochenbrüche, Schnitte und Verbrennungen bis hin zu unkritischen Fällen wie Erkältungen und Lebensmittelvergiftungen. Teils geht es auch um Schwangerschaften, darunter unerkannte oder ungewollte, sowie Geburten, darunter Früh- und Totgeburten.

Neben der eigentlichen Behandlung der Patienten erfährt der Zuschauer aus den Gesprächen der Protagonisten oft vom Hergang und Zustandekommen der Verletzungen. Dazu gehören Schießereien, Vergewaltigungen, Verkehrs-, Sport- und Industrieunfälle.

Überaus charakteristisch für Emergency Room ist die medizinische Fachsprache, in der das Personal kommuniziert, ohne dass der Zuschauer die Bedeutung aller Fachbegriffe erfährt. Beispielhaft für solche medizinischen Fachbegriffe sind Succi, Etomidate, Atropin, Supra bzw. Epinephrin, Pneumonie, Herzbeuteltamponade und Zentralkatheter sowie der folgende Ausschnitt aus einer von hohem Zeitdruck geprägten Behandlung eines Trauma-Patienten:

Blutbild, klinische Chemie, zwei großvolumige Zugänge, acht Konserven kreuzen!“
„Er atmet kaum. Ich werd’ intubieren. Sechs-fünfer Tubus!“
Puls 120.“
Blutdruck 70 zu 50.“
„Absaugen!“ – „Mach’ ich.“
Null-negativ über Druckinfusor!“ – „Ich hol’s.“

Ausschnitt aus einer typischen Notfallbehandlung[2]

Der Anteil der hochkritischen, d. h. lebensbedrohlich krank oder verletzt eingelieferten Patienten an allen Patienten ist in den ersten beiden Staffeln höher als in den Folgestaffeln. Derartige Patienten werden meist von den Rettungssanitätern auf einer Trage, ausgehend vom Rettungswagen oder dem Rettungshubschrauber, bis in den Behandlungsraum eingeliefert, wobei die Sanitäter dem Notaufnahmepersonal lauthalsig die Anamnese erklären. Die meisten anderen Patienten kommen über den Warteraum zur Behandlung. Manchmal werden auch Krankenhausmitarbeiter selbst zu Patienten. In der Serie werden sowohl Patienten gezeigt, die nur in einer Szene oder einer Episode vorkommen, als auch solche, deren Behandlung über mehrere Episoden hinweg erzählt wird.

Bei Patienten in kritischem Zustand werden in der Notaufnahme auch Notoperationen an der offenen Brust durchgeführt, die dazu mit Skalpell, Rippenspreizer und – ab der fünften Staffel – Sternumsäge geöffnet wird.

Manchmal geht es in der Serie auch um die Behandlung von Patienten mit seltener Physiologie, darunter Patienten mit Situs inversus oder testikuläre Feminisierung und ein 6-Jähriger mit Trisomie 18.

Figuren und Einzelschicksale[Bearbeiten]

Neben der Arbeit der Krankenhausmitarbeiter steht oft auch ihr Privatleben im Mittelpunkt der Episoden. Dabei geht es etwa um Liebesbeziehungen oder um die Auswirkungen der Arbeitszeit, die meist als zu lang dargestellt wird, auf das Privatleben. Bei vielen Protagonisten sind die über sie persönlich erzählten Geschichten auch von gesundheitlich-medizinischen Problemen geprägt. Im Serienverlauf gibt es 26 Hauptfiguren, davon 13 männliche und 13 weibliche. Das Hauptfigurenensemble[3] ändert sich im Serienverlauf häufig, besteht aber in der Regel aus einem Team von Notaufnahmeärzten, mindestens einem Chirurgen, einer in der Notaufnahme arbeitenden Kranken- bzw. Oberschwester sowie teilweise einem Medizinstudenten und einer Arzthelferin.

Hauptfiguren: Mark Greene | Peter Benton | John Carter | Susan Lewis | Doug Ross | Carol Hathaway | Kerry Weaver | Jeanie Boulet | Anna Del Amico | Robert Romano | Elizabeth Corday | Lucy Knight | Luka Kovač | Cleo Finch | Dave Malucci | Abby Lockhart | Jing-Mei Chen | Michael Gallant | Greg Pratt | Neela Rasgotra | Samantha Taggart | Ray Barnett | Archie Morris | Tony Gates | Simon Brenner | Kate Banfield

Mark Greene[Bearbeiten]

Anthony Edwards, Darsteller des Dr. Mark Greene

Dr. Mark Greene arbeitetet als Notfallmediziner, in der ersten Staffel als leitender Assistenzarzt und ab der zweiten Staffel als Oberarzt sowie stellvertretender Leiter der Notaufnahme. Die verschiedenen, zeitintensiven Berufe Marks und seiner Frau Jennifer Greene führen zur Ehescheidung in der zweiten Staffel und zur Aufteilung des Sorgerechts für die gemeinsame Tochter Rachel, um die sich Mark berufsbedingt oftmals nicht seinen eigenen Ansprüchen gemäß kümmern kann. In der Episode Schwarzer Tag der ersten Staffel leitet er – unter Abwesenheit der zuständigen Gynäkologin – eine komplikationsbehaftete Geburt, durch deren Behandlung die Mutter stirbt. Im Nachgang dieses Ereignisses, für das Greene auch von der Familie des Opfers verantwortlich gemacht wird, kommt es zu einem Kunstfehlerprozess gegen das Krankenhaus, das dadurch eine Millionensumme zahlen muss. An einem Tag in der dritten Staffel stirbt ein von Mark zunächst als nicht akut genug verletzt eingestufter Schwarzer, Mark widmet sich der Behandlung eines Weißen. Der Bruder des Schwarzen wirft ihm deshalb rassistisches Verhalten vor, wodurch es für Mark abermals zu einem juristischen Nachspiel kommt. Wenige Episoden nach dem Tag wird Mark im Toilettenraum verprügelt, ohne dass der Täter ermittelt wird. Dadurch wird er auch seelisch verletzt, sodass er sich einige Monate lang emotional unausgeglichen und teilweise aggressiv verhält. Die Erfahrungen aus dem Umgang mit seinen Verletzungen helfen ihm bei der Behandlung eines folterbedingt unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leidenden Patienten.

In der sechsten Staffel pflegt Mark zu Hause seinen an Lungenkrebs erkrankten Vater bis zu dessen Tod. In der fünften und sechsten Staffel verliebt er sich in seine Kollegin Dr. Corday. Die Verlobung, die Heirat und die Geburt der gemeinsamen Tochter Ella folgen in der siebten Staffel. Darin lässt sich Mark zudem wegen eines lebensbedrohlichen Glioblastoms operieren, ein bösartiger Hirntumor; vorübergehend hat er nach der OP eine Wortfindungsstörung. Am Ende der siebten Staffel enthält Mark einem Amok gelaufenen Serienkiller, von dem er auch seine Familie bedroht sah, die überlebensnotwendige Defibrillation vor, sodass der Patient stirbt; Mark verheimlicht die Wahrheit. In der achten Staffel macht sich Marks Tumor wieder bemerkbar. Da die Geschwulst dieses Mal inoperabel ist, verschlechtert sich sein gesundheitliches Befinden rasch. Seine letzten Tage vor seinem Tumor-bedingten Tod am Staffelende verlebt er mit seiner Familie auf Hawaii, einem Kindheitsort. Rachel beginnt in der finalen Episode der Serie, im Rahmen ihres Medizinstudiums als Praktikantin in der Notaufnahme zu arbeiten.

Peter Benton[Bearbeiten]

Eriq La Salle, Darsteller des Dr. Peter Benton

Dr. Peter Benton arbeitet im County General als Chirurg und als solcher teilweise auch in der Notaufnahme. In den ersten fünf Staffeln ist er Assistenzarzt. Wie auch Doug und andere Kollegen ist er wegen des Medizinstudiums hochverschuldet. Er ist zu Serienbeginn der einzige Schwarze unter den Hauptfiguren und verhält sich oft eigenwillig und verschlossen; das Sprechen über seine eigenen Gefühle fällt ihm schwer. In der zweiten Staffel ermittelt er, dass der leitende Thoraxchirurg die Ergebnisse seiner Studie geschönt hat. Peters Bemühungen in der dritten Staffel, sich auf Kinderchirurgie zu spezialisieren, scheitern wegen seines mangelnden Einfühlungsvermögens. Gegen Ende der fünften Staffel nimmt er eine neu geschaffene Stelle als Unfallchirurg an; sein Vorgesetzter Dr. Romano sieht darin Peters Talente vergeudet. Zu Beginn der siebten Staffel behandelt Peter entgegen Romanos Verbot, das gegen die Patientenrechte verstößt, einen Dialysepatienten weiter, dessen Krankenversicherung bankrott ist. Das Krankenhaus muss in der Folge eine 5-stellige Schadensersatzsumme zahlen. Um dieses Geld anderenorts einzusparen, und wegen illoyalem Verhalten entzieht Romano ihm die eben erst erhaltene Stelle als Oberarzt. In der Folge ist er gezwungen, eine deutlich schlechter bezahlte Stelle als freier Mitarbeiter im County anzunehmen. Als auch wegen seiner Hautfarbe neu ernannter Gleichstellungsbeauftragter verhilft er einem zuvor aussortierten Schwarzen zur Zulassung zum Medizinstudium.

In der dritten Staffel gebiert seine kurzzeitige Sexualpartnerin Carla, die er weder liebt noch heiratet, den Sohn Reese, dessen Vaterschaft sie Peter zuschreibt und der, als Frühgeburt zur Welt gekommen, stark schwerhörig ist. Reese erhält deshalb ein Hörgerät und lernt, per Gebärdensprache zu kommunizieren. Um seine Versorgung kümmern sich wechselnd Peter und Carla, deren Partner Roger zum Stiefvater für Reese wird. Peters vorübergehende Liebesbeziehung zu Elizabeth Corday ist ihm anfangs wegen der unterschiedlichen Hautfarben unangenehm. Als Carla in der sechsten Staffel mit Reese und Roger berufsbedingt umzuziehen plant, kämpft Peter juristisch um das Sorgerecht für den Jungen, auch nach der für ihn schockierenden Mitteilung von Carla, Reese sei womöglich doch nicht von ihm gezeugt. In der achten Staffel kämpft Peter nach dem Unfalltod Carlas gegen Roger juristisch um das Sorgerecht für Reese. Durch einen Vaterschaftstest erweist sich erst nun, dass Peter nicht der leibliche Vater ist. Er erhält das Sorgerecht zugesprochen, nachdem er eine weniger zeitintensive Arbeitsstelle in einem anderen Krankenhaus angenommen hat, in dem auch seine Geliebte Dr. Finch arbeitet.

John Carter[Bearbeiten]

Noah Wyle, Darsteller des Dr. John Carter

John Truman Carter III. ist die am häufigsten auftretende Figur. Er ist in den ersten beiden Staffeln Medizinstudent und meist unter der Leitung von Benton tätig. In dieser Zeit gerät er oft – wie auch andere Medizinstudenten im Serienverlauf – in Situationen, die sich am ehesten mit dem Sprichwort „Hochmut kommt vor dem Fall“ zusammenfassen lassen. Nach seiner Promotion arbeitet er in der dritten Staffel als Arzt im Praktikum (kurz: AiPler) in der Chirurgie, darunter auch der Kinderchirurgie, mit deren Leiterin er sogleich eine geheime Liebesbeziehung eingeht. In dem Jahr gerät er mit Benton in Streit über die Verantwortung für den Selbstmord eines befreundeten AiPlers, den Carter als von Benton zu streng angeleitet beurteilt. Am Ende des Jahres entschließt er sich – sehr zur Enttäuschung seiner Vorgesetzten –, fortan in der Notaufnahme zu arbeiten, weil er sein Talent beim emotionalen Umgang mit den Patienten dort am ehesten einzusetzen glaubt. Einhergehend mit seinem Abteilungswechsel zu Beginn der vierten Staffel muss er sein ärztliches Praktikum von vorn beginnen. Weil er zu einer Millionärsfamilie gehört, kann er seine Zeit als AiPler in der Notaufnahme Budget-bedingt ohne Bezahlung ableisten. Die hauptberufliche Übernahme der bislang von seinen Großeltern geführten Carter-Stiftung lehnt er ab, weil er sich gänzlich dem Arztberuf verschrieben hat.

Ab der fünften Staffel arbeitet er als Assistenzarzt. In der sechsten geht er eine vorübergehende, sexuelle Beziehung mit einer früheren Bekannten ein, die wegen Brustkrebs eine Mastektomie vornehmen lässt; in einer Liebesszene ist auch ihre Brust mit den frischen Operationsnarben zu sehen. Später in der Staffel werden John und die Medizinstudentin Lucy Knight von einem schizophrenen Patienten in der Notaufnahme niedergestochen. Während Lucy ihren Verletzungen erliegt, wird John verwundungsbedingt eine Niere entfernt. Infolge des Attentats und der Operation wird er eine Zeitlang emotional unausgeglichen und schmerzmittelabhängig. Hatte er in der vierten Staffel seinem Cousin noch selbst beim Bekämpfen von dessen Drogensucht geholfen, so schafft er es nun nur, nachdem ihm seine Entlassung angedroht wurde, und mit Bentons Hilfe, sich in eine Rehabilitationsklinik zu begeben. Nach mehrmonatigem, dortigem Aufenthalt und streng kontrolliert arbeitet er weiter, allerdings nicht ohne Rückfall in die Sucht, sodass er bei seiner Bewerbung um die Stelle als Funktionsoberarzt übergangen wird; diese erhält er durch Dr. Chens Kündigung in der achten Staffel aber dennoch.

Susan Lewis[Bearbeiten]

Dr. Susan Lewis ist in den ersten drei Staffeln Assistenzärztin in der Notaufnahme. Es gelingt ihr bei ihrer Arbeit, die gegen sie von ihren Vorgesetzten erhobenen Inkompetenzvorwürfe auszuräumen. Ihre Schwester Chloe, die von ihr manchmal Geld und andere Hilfe fordert, ist anfangs drogensüchtig und arbeitslos. Chloe verschwindet spurlos, nachdem sie die von einem Unbekannten gezeugte Tochter Suzie zur Welt gebracht und bei Susan hinterlassen hat. Sie kehrt in der zweiten Staffel wieder und erhält die von Susan mittlerweile liebgewonnene Tochter zurück, jedoch erst nach der Empfehlung einer Richterin, dass Susan keinen Erfolg damit hätte, das Sorgerecht für das Baby für sich zu beanspruchen. In der dritten Staffel folgt Susan ihrer Schwester nach Phoenix und verlässt dazu das County General. Bei ihrer Abreise gesteht sie Mark Greene, ebenfalls in ihn verliebt zu sein.

In der achten Staffel kehrt sie als Oberärztin zurück in die Notaufnahme. Mit dem Rettungshelfer Chuck Martin hat sie ab der Folgestaffel eine Liebesbeziehung, aus der nach einer umgehend annullierten Spontan-Eheschließung ein Sohn hervorgeht. In der zehnten Staffel wird sie durch den Tod Romanos zur Leiterin der Notaufnahme ernannt. Zu Beginn der zwölften Staffel verlässt sie das Krankenhaus erneut dauerhaft.

Doug Ross[Bearbeiten]

George Clooney, Darsteller des Dr. Doug Ross

Dr. Douglas Ross, meist nur kurz Doug genannt, ist ein auf Kinderheilkunde spezialisierter Arzt, der in der Notaufnahme während der ersten vier Staffeln als Assistenzarzt tätig ist und in der fünften Staffel als Oberarzt. Er ist humorvoll und nimmt die Krankenhausvorschriften nicht besonders ernst. Zu Beginn der zweiten Staffel macht er sich wiederholt der Insubordination gegenüber dem Leiter der Pädiatrie schuldig, sodass dieser seinen auslaufenden Arbeitsvertrag nicht verlängern will. Bald darauf gerät Doug außerhalb des Krankenhauses zufällig in eine Situation, in deren Folge er ein Kind medienwirksam vor dem Tod bewahrt. Um negative Pressemeldungen zu vermeiden, verlängert die Krankenhausleitung Dougs Arbeitsvertrag.

Das Ende seiner Liebesbeziehung mit Carol ist im Pilotfilm, in dem er volltrunken behandelt wird, noch nicht lange vorbei. Als Frauenheld gelingt es ihm, sich recht schnell und einfach mit Frauen zu verabreden, die manchmal deutlich jünger sind als er. Mitunter hat er – wie auch sein bester Freund und Vorgesetzter Mark Greene in der Zeit zwischen seinen beiden Ehen – mehrere Liebhaberinnen gleichzeitig. Er geht sogar mit der Freundin seines Vaters, der ihn betrügt, sowie mit Müttern seiner jungen Patienten eine Beziehung ein. Doug und Carol werden in der vierten Staffel wieder ein Liebespaar und verloben sich. Am Ende jener Staffel führt er mit ihrer Hilfe bei einem Methadon-süchtigen Baby einen ultraschnellen Entzug durch, eine bislang kaum erprobte Behandlungsart. Dabei und in weiteren Fällen in der fünften Staffel belügt er Mark und verstößt er abermals bewusst gegen die Vorschriften, sodass seine Vorgesetzten seine Kompetenz und seine Ernennung zum Oberarzt sogleich wieder in Frage stellen. Nachdem sie erfahren haben, dass Doug einem ALD-kranken Patienten ungenehmigt ein Gerät zur patientengesteuerten Schmerztherapie verschrieben hat, kündigt er seine Stelle und verlässt er die Stadt ohne Carol, die sich von ihm ebenfalls betrogen fühlt.

Carol Hathaway[Bearbeiten]

Julianna Margulies, Darstellerin der Carol Hathaway

Carol Hathaway ist Oberschwester in der Notaufnahme. Nach einer gescheiterten Liebesbeziehung mit Doug unternimmt sie im Pilotfilm einen Selbstmordversuch, den sie nur knapp überlebt. Ihre Heirat mit dem Oberarzt Taglieri bläst sie in letzter Minute ab, weil sie ihn nicht wirklich liebt. Ihre Beziehung zu einem Rettungssanitäter in der zweiten Staffel beendet sie, weil er sich wegen seiner Neigung zu Gewalt nicht in Therapie begeben will. Zu ihren hervorstechendsten Eigenschaften gehört es, sich und ihren Mitmenschen ihre eigenen Fehler einzugestehen, wofür nicht zuletzt der Selbstmordversuch verantwortlich ist. Zum Beispiel verweigert sie sich in der dritten Staffel dem Ansinnen von Mark und der Pflegedienstleitung, sie für das versehentliche Verabreichen von Blut der falschen Blutgruppe straflos zu lassen; sie wird vorübergehend suspendiert. Im selben Jahr bricht sie ein begonnenes Medizinstudium wieder ab, weil Krankenschwester zu sein ihre wahre Berufung ist. In der vierten Staffel eröffnet sie mit Geld, das sie von der Carter-Stiftung einwirbt, neben der Notaufnahme eine Sozialstation, die der Nachsorge von in der Notaufnahme behandelten Patienten dient und gut besucht wird.

Nachdem Doug seine Arbeit in der Notaufnahme in der fünften Staffel aufgegeben hat, lässt er auch Carol zurück. Mittlerweile ist sie von ihm mit weiblichen Zwillingen schwanger. Diese bringt sie in der sechsten Staffel zur Welt, ehe auch sie ihre Arbeitsstelle und die Stadt verlässt, um fortan mit Doug und den Kindern in Seattle zu leben. Bei einem Kurzauftritt in der 15. Staffel führen Doug und Carol in Seattle eine Arztpraxis.

Kerry Weaver[Bearbeiten]

Laura Innes, Darstellerin der Dr. Kerry Weaver

Dr. Kerry Weaver, die in 13 Staffeln zu den Figuren gehört, ist in der zweiten Staffel als leitende Assistenzärztin und ab der Folgestaffel als Oberärztin in der Notaufnahme tätig. Sie hat ein Talent und eine Vorliebe für administrative Tätigkeiten, die sie gern zur Reorganisation und Effektivierung von Arbeitsabläufen einsetzt, und einen ausgeprägten Sinn für Vorschriftentreue. In der vierten und fünften Staffel übernimmt sie kommissarisch die Funktion der Notaufnahmeleiterin. Als solche setzt sie sich zunächst dafür ein, zwecks Kostenersparnis die Notaufnahme-Managementfirma Synergix zu engagieren; sie rückt von der Empfehlung aber wieder ab, weil die meisten der von Synergix übernommenen Notaufnahmen wenig später geschlossen wurden, und weil sie dadurch die Patientenversorgung gefährdet sieht.

Kerry erhält zu Beginn der sechsten Staffel die Funktion der Notaufnahmeleiterin dauerhaft zugesprochen. Ein folgenschweres Missgeschick unterläuft ihr in der achten Staffel, als man sie in der Notaufnahme benötigt, sie aber ihren Pieper vergisst und deshalb nicht erreichbar ist. Auch, um sich vor dem Bekanntwerden dieses Vorfalls zu schützen, entlässt sie den Notaufnahmearzt Dr. Malucci, der damit zum Bauernopfer wird. Vertretungsweise in der neunten Staffel sowie offiziell ab der zehnten Staffel ist sie ärztliche Leiterin und deshalb nur noch selten in der Notaufnahme. Von der Position tritt sie zu Beginn der 13. Staffel zurück, in deren Mitte sie das County schließlich verlässt.

Bis einschließlich der sechsten Staffel erfährt der Zuschauer nur wenig über Kerrys Privatleben. Dazu gehört auch eine kurze heterosexuelle Beziehung in der vierten Staffel. In der siebten Staffel freundet sie sich mit der Kollegin und Krankenhauspsychiaterin Dr. Legaspi an, die lesbisch ist. Im Laufe der Beziehung wird auch Kerry lesbisch. Legaspi trennt sich wieder von ihr, weil Kerry ihre sexuelle Orientierung nicht öffentlich leben will. Von der Folgestaffel an ist Kerry mit der Feuerwehrfrau Sandy Lopez liiert; Kerry lebt die neue Beziehung nunmehr offen. Ihr gemeinsames Vorhaben, ein Kind durch künstliche Befruchtung auszutragen, scheitert zunächst durch eine Fehlgeburt Kerrys. Daraufhin wird Sandy leibliche Mutter und gebiert einen künstlich gezeugten Sohn, dessen Elternschaft sie mit Kerry übernimmt. Nachdem Sandy gegen Ende der zehnten Staffel bei einem Brand gestorben ist, erstreitet Kerry das Sorgerecht für das Kind juristisch von Sandys Eltern. In der neunten Staffel hilft Kerry einem Syphilis-krank eingelieferten Stadtrat, seine Homosexualität vor der Öffentlichkeit zu verbergen.

Kerry ist anfangs gehbehindert und deshalb auf eine Gehhilfe angewiesen, durch die sie aber selbst bei Notoperationen nicht eingeschränkt ist. Erst in der Episode Ich bin wie ich bin (Staffel 11) erfahren die Zuschauer, dass sie an einer angeborenen Hüftdysplasie leidet, durch die sie auf die Gehhilfe angewiesen ist. Darin trifft sie zudem erstmals ihre leibliche Mutter, nach der sie bereits ab der fünften Staffel einen Privatdetektiv hatte suchen lassen. Etwas später lässt sie sich in der Folge eines Sturzes operieren, sodass sie keine Gehhilfe mehr benötigt.

Jeanie Boulet[Bearbeiten]

Gloria Reuben, Darstellerin der Jeanie Boulet

Jeanie Boulet wird in der ersten Staffel sowohl als Physiotherapeutin als auch als Privatpflegerin für Bentons altersschwache Mutter in die Handlung eingeführt. Bei einer kurz währenden Liebesbeziehung mit ihm ist sie ihrem Ehemann Al untreu. Ab der zweiten Staffel arbeitet sie als Arzthelferin in der Notaufnahme. Bald erfährt sie, dass sie von Al, der ihr ebenfalls untreu war, unabsichtlich mit HIV infiziert wurde. Sie hält ihre Infektion wegen der Furcht vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes zunächst geheim, auch mit Weavers Hilfe. Nachdem ihre anderen Kollegen durch Indiskretion von einem HIV-positiven Mitarbeiter erfahren haben, gibt sie ihre Erkrankung offen zu und es sprechen sich ihre Vorgesetzten aus Furcht vor negativen juristischen Folgen für ihre Weiterbeschäftigung aus. Sie darf zur Vermeidung der Ansteckung von Patienten lediglich keine stark blutenden oder eitrigen Wunden mehr behandeln.

Im Laufe der Zeit und mit kollegialer Hilfe gewinnt sie an Selbstvertrauen, mit ihrer Erkrankung zu leben. Nachdem sie wegen Einsparmaßnahmen entlassen wurde, erreicht sie juristisch und mit dem Argument, sie gehöre HIV-bedingt zu einer schützenswerten Minderheit, ihre Weiterbeschäftigung. Al hingegen verlässt die Stadt und Jeanie wegen der Furcht vor Stigmatisierung unter seinen Bauarbeiter-Kollegen. Jeanie ist unter ihren Kollegen hochgeschätzt und wird sogar vom ärztlichen Direktor als Privatpflegerin für seinen Sohn engagiert, der an Knochenmarkkrebs erkrankt ist und stirbt. In der Zeit ihrer Zugehörigkeit zu den Hauptfiguren zeigen sich bei ihr keine nennenswerten AIDS-Symptome. In der fünften bricht bei ihr Hepatitis C aus, jedoch klingen die Symptome rasch wieder ab. In der sechsten heiratet sie einen HIV-negativen Polizisten, mit dem sie ein AIDS-krankes Baby adoptiert, für dessen Betreuung sie ihre Stelle kündigt. Bei einem Kurzauftritt in der 14. Staffel ist sie längst geschieden und Leiterin einer Hilfsstelle für HIV-Kranke.

Anna Del Amico[Bearbeiten]

Maria Bello, Darstellerin der Dr. Anna Del Amico

Dr. Anna Del Amico beginnt kurz vor dem Ende der dritten Staffel, als pädiatrische Assistenzärztin in der Notaufnahme zu arbeiten, kündigt aber aus privaten Gründen ein Jahr später wieder.

Robert Romano[Bearbeiten]

Dr. Robert Romano, der sich gern mit dem Spitznamen Rocket (Deutsch: „Rakete“) ansprechen lässt, wird in der vierten Staffel als Chirurg in die Handlung eingeführt. Zu seinen auffälligsten Eigenschaften gehört kaltschnäuziges und scharfzüngiges Verhalten gegenüber Mitarbeitern und Untergebenen. Von anderen Mitarbeitern wird er als als arrogant, bösartig, sexistisch[4] und aggressiv[5] charakterisiert. Nur selten verhält er sich einfühlsam. In der fünften Staffel leitet er kommissarisch die Notaufnahme, ab der sechsten ist er sowohl Chefarzt der Chirurgie als auch ärztlicher Direktor.

Zu Beginn der neunten Staffel ereignet sich auf dem Krankenhausdach ein schrecklicher Unfall, bei dem Romano durch den Heckrotor eines Rettungshubschraubers der rechte Arm abgetrennt wird. Der Arm wird umgehend reimplantiert, droht aber durch mangelnde Blutversorgung abzusterben, sodass sich Romano den Arm am Staffelende amputieren lässt. In der Zwischenzeit scheitert er wegen seiner Behinderung darin, weiterhin als Chirurg zu arbeiten, sodass er in die Notaufnahme versetzt wird. Dort ist er in der zehnten Staffel mit einer Armprothese als Chefarzt tätig. In der Staffelmitte ist es abermals ein Rettungshelikopter, der ihm zum Verhängnis wird: Das Fluggerät stürzt beim Abheben vom Krankenhausdach direkt in die Einfahrt der Notaufnahme, wobei letztere verwüstet und er getötet wird.

Elizabeth Corday[Bearbeiten]

Alex Kingston, Darstellerin der Dr. Elizabeth Corday

Dr. Elizabeth Corday, von Romano meist nur Lizzy genannt, ist eine englische Chirurgin, die in der vierten Staffel als von ihm gesponserte Hospitantin in der Unfallchirurgie tätig ist. Romano versagt ihr nach einem Jahr erfolgreicher Arbeit das weitere Sponsoring, nachdem sie seine Bitte um ein Rendezvous abgelehnt hat. Sie nimmt zu Beginn der fünften Staffel eine Stelle als chirurgische AiPlerin an und damit einen großen beruflichen Rückschritt in Kauf. In dieser Position unterläuft ihr während einer 36-stündigen Bereitschaftsschicht wegen Übermüdung ein gravierender Behandlungsfehler, zudem schläft sie während einer Operation ein; vor dem versammelten medizinischen Kollegium tritt sie deshalb für angemessenere Arbeitszeiten ein. Nach einem Jahr in der Stellung erhält sie mit Romanos Unterstützung eine neue Stelle als thoraxchirurgische Oberärztin und die Funktion der stellvertretenden Chefärztin der Chirurgie. In der sechsten Staffel behandelt sie einen Mörder, von dem sie – veranlasst durch die Polizei – mit der Drohung, die Behandlung zu verweigern, die Preisgabe von Informationen erpresst. Wegen eines bevorstehenden privaten Termins unterläuft ihr ein weiterer Behandlungsfehler, wodurch sie in einem Kunstfehlerprozess lügt und es einen millionenschweren Vergleich gibt.

Nach dem Tod Mark Greenes zur Witwe geworden, ist sie alleinerziehend und hat sie keine dauerhafte, neue Liebesbeziehung. Ab der zehnten Staffel leitet sie die Chirurgie, in der elften kehrt sie dauerhaft nach England zurück.

Lucy Knight[Bearbeiten]

Kellie Martin, Darstellerin der Lucy Knight

Lucy Knight ist Medizinstudentin und absolviert ab der fünften Staffel im Krankenhaus ein Praktikum. Zur konzentrierten Arbeit nimmt sie Ritalin ein. Sie wird in der sechsten Staffel von einem schizophrenen Patienten tödlich verletzt.

Luka Kovač[Bearbeiten]

Goran Višnjić, Darsteller des Dr. Luka Kovač

Der kroatischstämmige und mit kroatischem Akzent sprechende Dr. Luka Kovač wird in der sechsten Staffel als Springer in die Handlung eingeführt und wird nach wenigen Episoden als Oberarzt in der Notaufnahme fest angestellt. Ein katholischer Bischof, den er in der siebten Staffel behandelt, überzeugt ihn davon, über seine Erlebnisse im Kroatienkrieg zu sprechen, bei dem seine Frau und seine Kinder starben; dabei sind auch Rückblenden auf das Kriegsgeschehen zu sehen.

Ab der zwölften Staffel leitet er die Notaufnahme.

Cleo Finch[Bearbeiten]

Dr. Cleo Finch arbeitet ab der sechsten Staffel als pädiatrische Assistenzärztin in der Notaufnahme. Sie ist eine sehr ernste und oft humorarme, skeptische Person. Sie verliebt sich in Peter Benton und wechselt in der achten Staffel mit ihm in ein anderes Krankenhaus.

Dave Malucci[Bearbeiten]

Dr. Dave Malucci beginnt in der sechsten Staffel als Assistenzarzt in der Notaufnahme zu arbeiten. Oftmals verhält er sich im Umgang mit Patienten sorglos und mit Kollegen sprücheklopfend und provokant. In der achten Staffel wird er wegen wiederholtem, unprofessionellen Verhalten entlassen, darunter auch Sex im Krankenwagen.

Abby Lockhart[Bearbeiten]

Maura Tierney, Darstellerin der Abby Lockhart

Abby Lockhart wird in der sechsten Staffel als in der Notaufnahme tätige AiPlerin, die manchmal auch auf der Geburtsstation als Hebamme arbeitet, in die Handlung eingeführt. Wegen Geldmangels muss sie ihre Ausbildung abbrechen; sie arbeitet deshalb ab der siebten Staffel als Krankenschwester in der Notaufnahme. In der zehnten Staffel nimmt sie ihr einst aus Geldknappheit abgebrochenes Medizinstudium wieder auf und setzt sie ihr ärztliches Praktikum fort. Ab der zwölften Staffel ist sie Assistenzärztin.

In der siebten Staffel erscheint ihre Mutter Maggie Wyczenski, die schon seit langem bipolar gestört ist, zu einem unerwarteten Besuch. Weil Maggie ihre neuroleptischen Medikamente nicht einnehmen will, hat sie manische Schübe, sie verliert die Kontrolle, verschwindet und versucht später Suizid.

Abby ist in der siebten Staffel Kovac und in der neunten mit Carter liiert. Sie war früher alkoholkrank und wird in der neunten Staffel rückfällig, weshalb sie sich abermals in eine Gruppe anonymer Alkoholiker begibt.Nachdem sie bei der Trauerzeremonie für Carters Großmutter betrunken in das Grab gestürzt ist, endet ihre Liason mit ihm. Sie versöhnt sich mit Kovac und heiratet ihn in der 13. Staffel, bei der Geburt des gemeinsamen Sohnes wird eine Hysterektomie nötig.

Jing-Mei Chen[Bearbeiten]

Ming-Na Wen, Darstellerin der Dr. Jing-Mei „Deb“ Chen

Die chinesischstämmige Jing-Mei Chen, teilweise Deborah oder Deb genannt, ist in der ersten Staffel als Medizinstudentin bzw. chirurgische Praktikantin zu sehen; wegen Überforderung bricht sie ihre Ausbildung ab. In der sechsten kehrt sie als Assistenzärztin zurück, nunmehr in die Notaufnahme. In der Folgestaffel gebiert sie einen Sohn, den sie sogleich zur Adoption freigibt. Ihren Eltern, die sie für bigott hält, teilt sie die Schwangerschaft zunächst nicht mit, weil das Kind von einem Schwarzen gezeugt wurde.

Ab dem Beginn der achten Staffel arbeitet sie als Funktionsoberärztin, kündigt aber nach wenigen Episoden ihre Arbeitsstelle, weil ihr als Folge eines schwerwiegenden Behandlungsfehlers diese Funktion wieder aberkannt wurde.

Michael Gallant[Bearbeiten]

Sharif Atkins, Darsteller des Dr. Michael Gallant

Michael Gallant wird in der achten Staffel als Medizinstudent im Praktikum eingeführt. Er beginnt eine Liebesbeziehung mit Dr. Rasgotra, die er in der zehnten Staffel heiratet. Kurz darauf wird Michael, der zudem Reservist bei der US-Army ist, als Sanitäter in den Irakkrieg eingezogen. Dort stirbt er in der zwölften Staffel bei einer Bombenexplosion.

Greg Pratt[Bearbeiten]

Mekhi Phifer, Darsteller des Dr. Gregory Pratt

Dr. Gregory Pratt wird in der achten Staffel als Medizinstudent in die Handlung eingeführt. In der neunten Staffel ist er als AiPler, ab der zehnten als Assistenzarzt und ab der 13. als Oberarzt in der Notaufnahme tätig.

Bei der Explosion eines Krankenwagens, in den Pratt eingestiegen war, am Ende der 14. Staffel wird er so schwer verletzt, dass er in der Folgeepisode stirbt, in der sich zudem herausstellt, dass er für die vakante Position des Notaufnahmeleiters vorgesehen ist.

Neela Rasgotra[Bearbeiten]

Parminder Nagra, Darstellerin der Dr. Neela Rasgotra

Neela Rasgotra stammt aus Indien und beginnt in der zehnten Staffel ein Praktikum im Rahmen ihres Studiums, das sie am Staffelende erfolgreich abschließt. Nach einem Jahr als AiPlerin (Staffel 11) beginnt sie in der Notaufnahme ihre Assistenzarztzeit (Staffel 12). Diese bricht sie jedoch auf Anraten Dr. Dubenkos ab und wechselt in die Chirurgie (Staffel 13). Dort ist sie in den letzten drei Staffeln als Assistenzärztin tätig.

Samantha Taggart[Bearbeiten]

Linda Cardellini, Darstellerin der Samantha Taggart

Samantha Taggart, meist nur kurz Sam genannt, ist in den letzten fünf Staffeln Oberschwester in der Notaufnahme. Sie ist alleinerziehend mit dem Sohn Alex, der Diabetes-krank ist. Dessen krimineller Vater Steve erscheint mehrfach, um Alex wieder bei sich zu haben.

Ray Barnett[Bearbeiten]

Shane West, Darsteller des Dr. Ray Barnett

Dr. Ray Barnett beginnt am Anfang der elften Staffel als AiPler in der Notaufnahme zu arbeiten, bald wird er Assistenzarzt. Er ist nebenberuflich als Rockmusiker tätig. Am Ende der 13. Staffel hat er als alkoholisierter Fußgänger einen schweren Verkehrsunfall, in dessen Folge ihm beide Unterschenkel amputiert werden und er nicht zur Arbeit in die Notaufnahme zurückkehrt.

Archie Morris[Bearbeiten]

Scott Grimes, Darsteller des Dr. Archie Morris

Dr. Archibald Morris wird in der zehnten Staffel als Assistenzarzt für Notfallmedizin eingeführt. Bei einem seiner ersten Auftritte erhält er von Dr. Romano wegen Haschischkonsums seine fristlose Kündigung, die wegen Romanos Tod jedoch nie wirksam wird. Ab der zwölften Staffel ist er Oberarzt.

Tony Gates[Bearbeiten]

John Stamos, Darsteller des Dr. Tony Gates

Tony Gates erscheint erstmals in der zwölften Staffel, in der er als Rettungssanitäter arbeitet. Von der 13. Staffel an ist er als Arzt in der Notaufnahme tätig, zunächst als AiPler, ab der 14. Staffel als Assistenzarzt.

Simon Brenner[Bearbeiten]

David Lyons, Darsteller des Dr. Simon Brenner

Dr. Simon Brenner ist in den letzten beiden Staffeln als notfallmedizinischer Oberarzt tätig. Weil er als Kind sexuell missbraucht wurde, ist er selbst in therapeutischer Behandlung.

Kate Banfield[Bearbeiten]

Angela Bassett, Darstellerin der Dr. Kate Banfield

Dr. Catherine Banfield leitet in der letzten Staffel die Notaufnahme. Zur Handlungszeit der achten Staffel starb einst ihr Sohn. Da sie mit ihrem Ehemann keine leiblichen Kinder bekommen kann, beabsichtigen sie die Adoption eines Kindes.

Nebenfiguren (Auswahl)[Bearbeiten]

Dr. David Morgenstern ist Chefarzt der Chirurgie und bis zur vierten Staffel auch Leiter der Notaufnahme. Nach der Genesung von einem Herzinfarkt wieder zur Arbeit zurückgekehrt, unterläuft ihm bei einem Standardeingriff ein fataler Fehler, den er zunächst zu vertuschen versucht, dann aber – einhergehend mit seiner Kündigung – zugibt. Dr. Angela Hicks ist in den ersten Staffeln als chirurgische Oberärztin zu sehen. Dr. Jack Kayson ist der Leiter der Kardiologie und in der ersten Staffel selbst Herzinfarkt-Patient. Dr. Janet Coburn leitet die Gynäkologie. Dr. Donald Anspaugh ist Chirurg und sowohl von der dritten bis fünften Staffel als auch von der 13. bis 15. Staffel ärztlicher Direktor, in der fünften Staffel auch Leiter der Notaufnahme. Dr. Maggie Doyle, die sich gut mit Schusswaffen und Projektilen auskennt, ist in der dritten Staffel AiPlerin und in den folgenden beiden Staffeln Assistenzärztin in der Notaufnahme. Im Zusammenhang mit ihrer Homosexualität strengt sie in der fünften Staffel gegen Dr. Romano ein internes Verfahren wegen sexueller Belästigung an. Dr. Lucien Dubenko leitet in den Staffeln 11 bis 15 die Chirurgie. Dr. Kevin Moretti wird in der 13. Staffel als Leiter der Intensivstation eingeführt und übernimmt für eine kurze Zeit die Leitung der Notaufnahme. Diese Funktion hat anschließend Dr. Skye Wexler inne, ebenfalls kurzzeitig.

Zu den wiederkehrenden Nebenfiguren gehört eine Gruppe an Krankenpflegern, die in der Notaufnahme arbeiten. Sie sind oft beim Aufschreiben der von den Ärzten verordneten Untersuchungen zu sehen, beim Krankentransport und beim Smalltalk im Aufnahmebereich. Manchmal helfen sie auch unerfahrenen, jungen Ärzten bzw. Studenten, die richtige Behandlungsart auszuwählen oder weisen die Ärzte auf mögliche Fehler in ihren Verordnungen hin. Zu den in allen 15 Staffeln auftretenden Pflegern und Schwestern gehören Malik McGrath, Haleh Adams, Lily Jarvik und Chuny Marquez; letztere wird manchmal auch für spanische Übersetzungen eingesetzt. Die Stellen der langjährigen Krankenpflegekräfte Connie Oligario, Lydia Wright und Yosh Takata fallen in der zehnten Staffel Einsparmaßnahmen zum Opfer. In der zwölften Staffel ist die promovierte Eve Peyton für wenige Monate als Oberschwester tätig, dabei zwingt sie – ebenfalls aus Kostengründen – Sam dazu, Haleh zu entlassen; Haleh kehrt jedoch bald zurück zur Arbeit.

Einsätze in ausländischen Krisengebieten[Bearbeiten]

In den höheren Staffeln widmet sich die Serie kriegerischen Auseinandersetzungen in Afrika und im Nahen Osten. Dabei ging es um den Kongokrieg (Staffeln 9 und 10), um den Irakkrieg (Staffeln 11 und 12) und um den Darfur-Konflikt (Staffel 12). An diesen Schauplätzen werden Haupt- und Nebenfiguren bei humanitären bzw. medizinischen Hilfseinsätzen gezeigt.

Kuriose und humorvolle Situationen[Bearbeiten]

Immer wieder gibt es humorvolle Situationen und kuriose medizinische Fälle und Patienten. Ein kleinwüchsiger, übergewichtiger Patient etwa möchte sich unbedingt mit 50 Wattsekunden defibrillieren lassen. Bei einem greisen Patienten wird eine Vakuum-Ejakulation vorgenommen. Ein anderes Mal ist ein Mann mit Selbstentzündung Patient. Ein unzufriedener Patient stiehlt einen Kampfpanzer und bedroht damit das Krankenhaus. Einige Notaufnahmemitarbeiter machen sich einen Spaß mit den Utensilien einer als Domina arbeitenden Patientin und müssen zur Bestrafung ein Seminar über sexuelle Belästigung absolvieren. Sehr oft an kuriosen und humorvollen Situationen beteiligt sind die Notaufnahme-Koordinatoren, insbesondere Jerry Markowicz, dem oft Missgeschicke passieren. Zum Beispiel schießt er unbeabsichtigt mit dem Granatwerfer eines Patienten, sodass ein Rettungswagen zerstört wird. Ein anderes Mal bewirbt er unter seinen Kollegen ein Geschäftsmodell, das sich als Schneeballsystem erweist.

An etlichen Situationen sind Tiere beteiligt. Greenes Tochter lässt vor der Notaufnahme ein Pferd mit Verstopfungen behandeln. Eines Tages ist eine für die Forschung genmanipulierte Maus in der Notaufnahme auf der Flucht, an einem anderen Tag eine gefährliche Schlange. Carol versucht, eine in der winterlichen Kälte gefrorene Tonne mit Regenwürmern, die einer Patientin gehören, wieder aufzutauen. Notaufnahme-Ärzte behandeln heimlich einen Schimpansen. Romano operiert in der Chirurgie mehrmals seinen Hund.

Inszenierung[Bearbeiten]

In jeder Episode werden mehrere Handlungsstränge betrachtet, von denen manche gleich abgeschlossen werden, andere sich in Form von Handlungsbögen aber über etliche Episoden und Staffeln erstrecken. Meist sind die Szenen so miteinander gemischt, dass sie in einer Abfolge von kleinen Stücken gezeigt werden, um die Aufmerksamkeit beim Publikum zu halten und eine hektische Atmosphäre zu schaffen.

Dramaturgie[Bearbeiten]

Bis in die frühen 1980er Jahre hinein waren dramatische Serien gewöhnlich so aufgebaut, dass jede Episode im Wesentlichen einen einzigen Handlungsstrang zeigte. Ein grundlegender Stilwandel vollzog sich mit der 1981 gestarteten Krimiserie Polizeirevier Hill Street, in der erstmals eine an Charles Dickens erinnernde Vielfältigkeit der Handlungsstränge eingeführt wurde. Von da an wurden nicht mehr nur eine, sondern drei oder vier verschiedene Geschichten gleichzeitig erzählt, die miteinander verknüpft wurden und in ihrer Gesamtheit die Handlung der jeweiligen Episode bildeten. ER enthält pro Episode zwischen neun und 18 nebeneinander herlaufende Handlungsstränge, mit denen der Serie ein Tempo gegeben werden sollte, das das Interesse des Publikums wach hält und keine Langeweile aufkommen lässt. Denn es entspricht der Wirklichkeit einer Notaufnahme, dass alle die Arbeit im Krankenhaus betreffenden Geschichten rasch über den Bildschirm gehen und in wenigen Szenen zu Ende geführt werden. Der Zuschauer muss jeweils nur ein oder zwei Minuten lang warten, bis er sich wieder in der nächsten Geschichte befindet.

Andererseits war es genauso realitätsnah, die Handlungsstränge auszudehnen, in denen es um die Entwicklung der einzelnen Hauptcharaktere ging. Beispielsweise wird das Scheitern der Ehe eines der Hauptdarsteller nicht in nur einer Folge gezeigt, sondern nimmt einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren ein. Den privaten Schicksalen der Figuren wird praktisch in Echtzeit gefolgt und deren Charaktere enthüllen sich nicht auf einen Schlag, sondern nach und nach. Die Charaktere sind nicht von Anfang an vollständig ausformuliert und die Zuschauer lernen sie erst im Laufe der Zeit kennen.

Entwicklung der Erzählweise[Bearbeiten]

Markant für die Inszenierung sind vor allem Szenen mit rasant choreografierten Notfallbehandlungen. Diese Szenen beginnen häufig damit, dass ein Patient von Rettungssanitätern in die Notaufnahme gebracht wird, eine Spannung suggerierende und von Trommelschlägen begleitete Musik ertönt. Dabei erklären die Sanitäter oder Krankenschwestern bzw. Krankenpfleger den hinzukommenden Ärzten die Anamnese und die seit der Verletzung durchgeführten Behandlungen. Mitunter fährt dabei bereits ein Sanitäter auf der Rolltrage mit und massiert das Herz des Patienten. Im Behandlungsraum angekommen, wird die notfallmedizinische Behandlung fortgesetzt. Im Zuge der dann oft folgenden Intubation werden lautstark Medikamente wie Succi und Etomidate verordnet. Die folgenden Behandlungsschritte drehen sich meist darum, blutende Wunden zu schließen und die Herztätigkeit wiederherzustellen bzw. zu normalisieren. Wiederbelebungsversuche mit dem Defibrillator und notfallchirurgische Eingriffe wie z. B. eine Thorakotomie unter Verwendung von Skalpell und Rippenspreizer sind keine Seltenheit. Markant für diese Szenen ist einerseits eine permanent in Bewegung befindliche Kamera, die oft um die Mediziner und die Patiententrage kreist. Andererseits werden die Szenen wirksam durch Spannung erzeugende Musik begleitet und unterstützt. Sowohl aus der dynamischen Kameraarbeit als auch aus der meistens passgenau auf Bilder, Kameraführung und Gespräche abgestimmten Musik heraus ergibt sich die für die Serie so typische Choreografie.

Im Laufe der Serie erhielten die zwischenmenschlichen Beziehungen der Hauptfiguren, vor allem privater Natur, spürbar mehr Zeit. In der vierten Staffel gab es mit den Episoden Väter und Söhne und Bittere Wahrheit zwei Episoden, die vollständig außerhalb der Notaufnahme spielten und sich ausschließlich privaten Angelegenheiten der Hauptfiguren Greene und Ross widmeten.

Die musikalische Unterstützung der Handlung, vor allem der Szenen bei Patientenbehandlungen, ist ab der dritten Staffel an quantitativ reduziert. Von Trommelschlägen unterstützte, temporeiche Musik gab es seltener. Dennoch blieb die Hintergrundmusik ein wesentliches erzählerisches Element.

Wurden in den ersten fünf Staffeln die episodenübergreifenden Handlungsstränge stets weitgehend zu Ende geführt, gingen die folgenden Staffeln immer mit einem Cliffhanger zu Ende - einer Episode, in der Hauptfiguren mit einer besonders für sie lebensbedrohlichen oder Notfallsituation konfrontiert sind und deren Auflösung erst in der folgenden Episode, d. h. folgenden Staffel, gezeigt wird. Beispielsweise werden im Finale der achten Staffel die Notaufnahme und Teile ihres Personals wegen an Pocken erkrankter Patienten unter Quarantäne gestellt - eine Ausnahmesituation, deren Fortgang erst zu Beginn der neunten Staffel geschildert wird. Bei den Cliffhangern der Staffeln 11 bis 14 geriet meist eine Hauptfigur oder ein direkter Angehöriger in Lebensgefahr, beispielsweise im Finale der 12. Staffel, in dem die Notaufnahme den Ausbruchsort zweier Gefängnishäftlinge bildet und das Schicksal gleich mehrerer Hauptfiguren zunächst offen bleibt. Auffallend in dem Zusammenhang ist auch, dass in den Finalepisoden der Staffeln 10, 11 und 12 bzw. Premierenepisoden der Staffeln 11, 12 und 13 die Beziehung der Hauptfigur Samantha Taggart zu ihrem Sohn und dessen Vater jeweils einen wesentlichen Teil der Cliffhanger-Geschichte darstellte.

Zunehmend zu beobachten waren auch Episoden mit alternativen Erzählformen. Dies äußerte sich erstmals bei Episode 70, Vorsicht, Kamera (Staffel 4), in der ein Kamerateam eine Dokumentation über die Notaufnahme dreht und dabei deren Angestellte interviewt. Durch die direkt in die Kamera blickenden und sprechenden Charaktere erhielt der Zuschauer einen noch authentischeren Eindruck. Die Episode wurde bei ihrer Erstausstrahlung in den USA 1997 live und in Echtzeit gesendet. Mit ihr entstand erstmals in der Fernsehgeschichte eine Live-Episode in einer zusammenhängenden Dramaserie. Aufgrund der unterschiedlichen Zeitzonen wurde sie zunächst für die Ostküste und drei Stunden später erneut für die Westküste gespielt und gesendet.

Weitere Beispiele für Episoden mit für Emergency Room untypischer Erzählweise: Episode 158, Vier Wahrheiten (Staffel 8), zeigte die am selben Tag stattfindenden Ereignisse aus den Blickwinkeln von vier Hauptcharakteren; zueinander identische Szenen waren dadurch aus unterschiedlichen Kameraperspektiven zu sehen. Episode 176, Brüder und Schwestern (Staffel 8), hatte ein offenes Ende und stellte den ersten Teil einer Geschichte dar, die in der Episode Vermisst der Serie Third Watch – Einsatz am Limit fortgesetzt wird; beide Episoden bildeten damit ein Crossover. Episode 189, Im Nachhinein (Staffel 9), erzählte ihre Geschichte chronologisch rückwärts: Die Szenen sind in umgekehrter Reihenfolge angeordnet, das Ende der Geschichte wird zu Episodenbeginn gezeigt und der Zuschauer befindet sich stets in einer Handlung, deren Vorgeschichte ihm noch nicht bekannt ist. Episode 200, Tag und Nacht (Staffel 9), erzählte im ständigen Wechsel, auch parallel mittels zweigeteiltem Bild, von Dr. Carters Tagesschicht und Dr. Pratts darauffolgender Nachtschicht. Episode 211, Makemba (Staffel 10), handelte vor allem von Dr. Carters Aufenthalt in der DR Kongo und umfasste die zurückliegenden sieben Monate. Einige Szenen aus den vorherigen Episoden der 10. Staffel werden erneut gezeigt, wodurch seine Kontakte nach Chicago chronologisch eingeordnet werden.

Die Erzählweise und die Choreografie der Episoden änderten sich 2004, mit Beginn der 11. Staffel, gravierend. Am auffälligsten war nun die beinahe völlig fehlende musikalische Untermalung. Szenen mit Notfallbehandlungen, bei denen die Kamera in hohem Tempo und begleitet von intensiver und schneller Musik um das Hauptgeschehen kreist, gab es kaum noch. Musik gab es fortan allenfalls in emotional stärker berührenden Szenen oder am Episodenende, dann jedoch geräusch- und tempoärmer. Anstelle von Musik waren nun neben den Gesprächen der Mediziner und Patienten vor allem die Geräusche der medizinischen Behandlungsgeräte zu hören, vor allem von Speichelsaugern und Beatmungsgeräten, aber auch das Piepen von EKG-Monitoren und die in der Notaufnahme allgegenwärtigen Hintergrundgeräusche wie etwa Lauf- und Telefongeräusche. Die Gespräche der Hauptfiguren untereinander abseits der Patientenbehandlungen waren öfter auf Small Talk denn auf behandlungstechnisch relevante Sachverhalte fokussiert.

Zusätzlich zur Verlangsamung der Szenenschnittfolge war die Handlung fortan noch stärker als zuvor auf die psychischen Leiden der Patienten konzentriert; ihre physischen Probleme rückten zunehmend in den Hintergrund. Gleichsam wurde die Vorgeschichte der Patienten stärker als in früheren Staffeln thematisiert, die Aufklärung der Hauptfiguren und des Zuschauers über die Ursachen für ihre Verletzungen bekam ein stärkeres Gewicht.

Zugleich gab es vermehrt Episoden, die sich – ganz im Gegensatz zu den früheren Staffeln – nicht mit vielen verschiedenen Handlungssträngen parallel beschäftigten, sondern sich überwiegend auf die Beziehung zweier Charaktere konzentrieren. Dies gilt besonders für die 11. Staffel: Episode 233 zeigte die Entführung einer der Hauptfiguren durch eine Jugendgang und spielte, ausnahmsweise gedreht in HD-Videobildern, zu einem großen Teil in einem Pkw. Weitere Beispiele für Episoden mit großem Fokus auf einen ganz bestimmten Handlungsstrang bzw. Hauptcharakter sind Ep. 237, Ich bin wie ich bin (Staffel 11), 238, Allein unter vielen (Staffel 11), 240, Hier und dort (Staffel 11) und 258, Leib und Seele (Staffel 12). In der 11. Staffel gab es zudem erneut eine in Echtzeit spielende – diesmal jedoch nicht live produzierte – Episode (Ep. 229, Todesstunde); sie konzentriert sich beinahe ausschließlich auf einen krebskranken Patienten.

Die finale, 15. Staffel (2008–2009) war vor allem dadurch geprägt, dass bereits ausgeschiedene Hauptdarsteller der frühen Besetzung erneut auftraten. Da diese Figuren zur Zeit der 15. Staffel jedoch weit weg (Dr. Weaver, Dr. Corday) bzw. gar nicht mehr (Dr. Greene, Dr. Romano) lebten, wurden ihre Szenen mit besonderen erzählerischen Elementen in die Handlung integriert. Dazu zählen die Episoden 316, Arzt, heile Dich selbst, die Erinnerungen an 2002 in Form von Rückblenden erzählt, und 321, Im Schlaf, in der ein Traum erzählt wird.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Für die Arbeiten an Emergency Room wurden insgesamt 33.300 Stunden aufgewendet, verteilt auf 2664 Drehtage.[6]

Idee[Bearbeiten]

Michael Crichton (2002)

Michael Crichton, als Bestseller-Autor, Regisseur und Produzent bekannt geworden, war bis 1969 Medizinstudent im Massachusetts General Hospital in Boston und schrieb dort bereits in seinem vierten Studienjahr die dokumentarische Arbeit Fünf Patienten (Five Patients), die auf den Beobachtungen und Erfahrungen in der Notaufnahme des MGH basierte und 1970 veröffentlicht wurde. 1974 schrieb er das Drehbuch für einen Film über eine Unfallstation, das er im selben Jahr fertigstellte. Dieses bot er in den folgenden Jahren mehreren Produktionsstudios und Fernsehsendern an, die es alle mit der Begründung ablehnten, es bedürfe einer Menge Verbesserungen. Die Idee zu dem Drehbuch war den einzelnen Meinungen nach zwar interessant, aber zu technisch, zu schnell, zu anspruchsvoll und zu fremd. Die Forderungen nach Änderungen, beispielsweise der Vereinfachung der medizinischen Terminologie oder der Entwirrung der vielen Handlungsstränge, widerstrebten Crichton jedoch stets. Er wollte sich nicht auf Kompromisse einlassen und war der Ansicht, dass sein Drehbuch etwas Einzigartiges sei und man es deshalb keinem bereits bestehenden Schema anpassen könne.

1989 bekundete der Regisseur Steven Spielberg starkes Interesse an dem Drehbuch und kaufte es mit der Absicht, daraus einen Spielfilm zu machen. Doch die Realisierung verzögerte sich, da sich die beiden zunächst der Verfilmung des Kinofilms Jurassic Park widmeten, zu dem Crichton das Drehbuch lieferte. Erst im Oktober 1993 ergab sich wieder die Gelegenheit, über die Verwirklichung von ER nachzudenken. Inzwischen gingen die Überlegungen jedoch mehr in Richtung einer Fernsehserie. Crichton stimmte unter der Voraussetzung zu, dass die Eigenheiten seines Drehbuchs erhalten bleiben, die bisher jeden Fernsehsender das Projekt hatten ablehnen lassen. Da Crichton und John Wells als Ausführende Produzenten auftraten, Steven Spielberg das Projekt unterstützte und Jurassic Park sich zu einem großen Erfolg entwickelt hatte, wurde ER schließlich mit Einverständnis des Senders NBC verwirklicht. Der Pilotfilm wurde im Frühjahr 1994 einem Testpublikum in verschiedenen Landesteilen vorgeführt, das mit den höchsten Testwerten aller dramatischen Pilotfilme der vergangenen Jahre reagierte.

Zu Beginn von Episode 316, „Arzt, heile Dich selbst“ (Staffel 15), würdigt Eriq La Salle im Namen von Besetzung und Stab den am 4. November 2008 verstorbenen Michael Crichton in einem Nachruf als „wahren Gentleman, freundlich und geistreich“, als „brillanten Schreiber, intelligent und unfehlbar“ und als „guten Freund“, den „wir vermissen werden“.[7]

Drehbücher[Bearbeiten]

Der Schauplatz der Serie, das fiktive County General Hospital, bezieht sich auf das Cook County Hospital, das sich tatsächlich in Chicago befindet.

Alle medizinischen Ereignisse der ER-Episoden beruhen auf tatsächlichen Fällen, die von medizinischen Beratern zusammengetragen wurden. Diese bekamen regelmäßig von Schwestern und Ärzten aus Unfallstationen des ganzen Landes deren Erfahrungen mitgeteilt. Außerdem verbrachten die Drehbuchautoren selbst zahlreiche Stunden in den lokalen Unfallstationen und erhielten Einblick in die beruflichen und privaten Erfahrungen, insbesondere der dortigen Krankenschwestern. Medizinische Fallgeschichten wurden auch von Drehbuchautoren und Produzenten beigesteuert, die selbst über eine medizinische Ausbildung verfügen. Die Drehbücher wurden meist in Autorenteams über einen Zeitraum von mehreren Wochen geplant und entwickelt. Es entstand damit ein ausgefeiltes System aus Korrekturen und Kontrollen. Vom Produktionsteam wurden zudem medizinisch-technische Konzepte aufgestellt, in denen das Agieren der Schauspieler, Requisiten, Kostüme und Make-up-Vorschläge für die Szenen mit medizinischem Handeln beschrieben wurde.

Um das Niveau der medizinischen Genauigkeit zu erhalten, auf das Crichton immer Wert gelegt hatte, hatten sich die Produzenten darauf geeinigt, dass dem Publikum der medizinische Fachjargon nicht vermittelt werden kann. Ihre Absicht war es, die Zuschauer der Körpersprache und den Gesten der handelnden Personen folgen zu lassen, um die Dramaturgie zu verstehen, und somit den Eindruck zu vermitteln, sie befänden sich in einem echten Krankenhaus. Um in den Notfallszenen mitzuwirken, wurden häufig echte Krankenschwestern engagiert, von denen die Schauspieler Hinweise auf den professionellen Ablauf der Notfallmedizin erhielten. Medizinische Apparaturen und Geräte füllten jeden Raum, die Schubladen und Schränke enthielten nur Dinge, die sich auch in einem echten Krankenhaus finden.

Kulissen und Kameraarbeit[Bearbeiten]

Zugunsten der Authentizitätswirkung wurden nur Kulissen mit starren, massiven Wänden und geschlossenen Decken verwendet. Sie dienen der Vielfältigkeit der Choreografie, zum Beispiel wenn die in die Decke eingelassenen Geräte und Leuchten in den Blick kommen oder mit der Kamera durch die Flure und Korridore gefahren wurde. Damit sollte dem Zuschauer das Gefühl vermittelt werden, er befinde sich in einem realen Krankenhaus und sei Teil der Handlung. Durch die eingeschränkte Bewegungsfreiheit für Fahrten mit dem Kamerawagen ergab sich, dass die Serie zum großen Teil mit fixierter und Handkameraausrüstung, besonders mit Schwebestativen, gedreht wurde. Letztere kamen bei etwa 70 Prozent aller Aufnahmen zum Einsatz. Mit ihnen wurden etliche der längeren Szenen als Plansequenzen in einem einzigen Take gedreht, um den Bildfluss durch Schnitte nicht zu stören. Sie wurden auch bei den Notfallszenen und Bildfolgen eingesetzt, die besonders temporeich wirken sollten. Durch einen speziellen Federmechanismus, der trotz der Beweglichkeit der Kamera genauso stabile Bilder liefert wie eine auf einer Schiene geführte Kamera, entstand der Eindruck bruchlos fließender Bilder. Gleichzeitig wurde der Serie damit eine Art dokumentarische Authentizität verliehen, die zu einem ihrer Markenzeichen wurde.

Während im Krankenhaus durch die festen Kulissen des hektischen, engen Innenraums eine Atmosphäre der Klaustrophobie herrschte, sollten mit den Außenaufnahmen Weite und Offenheit vermittelt und der Kontrast zu der inselähnlichen Welt der Notaufnahme geschaffen werden. Zu den Außenschauplätzen, die für die Serie wesentlich geworden sind, gehören die Trassen und Bahnhöfe der Hochbahn Chicago Elevated und das Krankenhausdach mit dem Hubschrauberlandeplatz. Als Außendrehort wurde dazu das Dach des Chicagoer Hilton Hotels vor dem Hintergrund der innerstädtischen Hochhauskulisse gewählt.

In der im Februar 2004 gesendeten Episode Vergeben und vergessen (Forgive & Forget, zehnte Staffel) kam das erste Exemplar der von GE Healthcare neu entwickelten Medizintechnologie Innova 3100 zum Einsatz, das der Behandlung von Herz- und Gefäßkrankheiten dient.[8]

In Episode 312, Das Buch Abby (The Book Of Abby, Staffel 15), ist eine Memorabilienwand zu sehen, die mit Namensschildern sowohl von ehemaligen Haupt- und Nebenfiguren als auch von verschiedenen, hinter der Kamera Mitwirkenden versehen ist.

Um Episodenlaufzeit einzusparen und somit Ausstrahlzeit für zusätzliche Werbespots zu gewinnen, verkürzte man ab Beginn der 13. Staffel die Episoden um etwa eine Minute. Auch deswegen fehlte ab Episode 268 die von James Newton Howard komponierte, charakteristische Titelmelodie. Erst im Serienfinale (Episode 331) war diese wieder enthalten.

Stab[Bearbeiten]

Im Serienverlauf kamen insgesamt 49 Regisseure, 38 Produzenten und 34 Drehbuchautoren zum Einsatz.[6] Die folgende Auflistung gibt – mit den zugehörigen Staffelnummern versehen – diejenigen Autoren an, die jeweils für mehr als zehn Episoden das Drehbuch lieferten[9] und damit wesentlich an der Entwicklung der in ER erzählten Geschichten beteiligt waren:

  • John Wells (1–12, 15)
  • Paul Manning (1–3, 5)
  • Neal Baer (1–6)
  • Lydia Woodward (1–6, 11–12)
  • Joe Sachs (3–15)
  • Carol Flint (2–5)
  • Jack Orman (3–9)
  • R. Scott Gemmill (6–14)
  • Dee Johnson (6–11)
  • David Zabel (8–15)
  • Lisa Zwerling (10–15)
  • Janine Sherman (12–15)

Zu den bei ER häufig zum Einsatz gekommenen Regisseuren gehören Christopher Chulack, Mimi Leder (1–2), Richard Thorpe (2–14) und Jonathan Kaplan (3–11).[9] Regie geführt haben außerdem Quentin Tarantino und die Hauptdarsteller Laura Innes, Anthony Edwards, Paul McCrane und Eriq La Salle.

ER wurde durch die Michael Crichton gehörende Firma Constant c Productions, das von Steven Spielberg mitgegründete Unternehmen Amblin Entertainment und das Filmstudio Warner Bros. Television produziert. Letzteres ist auch für die Vermarktung zuständig.

Besetzung und deutsche Synchronfassung [Bearbeiten]

Im gesamten Serienverlauf kamen in Emergency Room 5453 Schauspieler zum Einsatz,[6] davon 13 weibliche und 13 männliche in der Hauptbesetzung. Die Schauspieler der Hauptcharaktere werden im Bildschirmtext der Episoden unter „Starring“ geführt, die Schauspieler, die unter „Guest starring“, „Special Guest Starring“ und „Co-starring“ rangieren, werden im Folgenden als Gast- und Nebendarsteller zusammengefasst.

Änderungen in der Hauptbesetzung gibt es seit Serienbeginn in beinahe jeder Staffel. Dabei werden manche der späteren Hauptdarsteller zuvor als Nebendarsteller eingeführt. Einige der ausgeschiedenen Charaktere tauchen später wieder in Gastrollen auf. Die meisten Veränderungen an der Hauptbesetzung fanden in der sechsten Staffel (Produktionszeit 1999–2000) statt, in der sechs Darsteller hinzukamen und drei ausschieden. Hinsichtlich der Vielzahl von Schauspielern, die gleichzeitig der Hauptbesetzung angehörten, nehmen die Episoden 125–127 (Staffel 6) die Spitzenposition ein, die Hauptbesetzung umfasste in diesen Episoden 13 Schauspieler.

Julianna Margulies bekam vom Produktionsstudio vor ihrem Ausscheiden eine Gage von 27 Mio. US-Dollar für eine Vertragsverlängerung angeboten, die die Staffeln 6, 7 und 8 umfassen sollte.[10] Alex Kingston verließ die Serie 2004, nachdem ihr Vertrag von den Produzenten nicht verlängert worden war. Ihren eigenen Worten zufolge wurde sie entlassen, weil sie „Teil der alten Käuze ist, die nicht länger interessant sind“.[11]

Die Tabelle nennt die Zugehörigkeit der Schauspieler zur Hauptbesetzung (●) bzw. zu den Neben- und Gastdarstellern (•) je Staffel, die Dauer der Zugehörigkeit zur Hauptbesetzung, die tatsächliche Anzahl der Episoden mit Auftritten sowie die deutschen Synchronsprecher.

Staffeln Episoden
Schauspieler Rollenname 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 Zugehörigkeit zur
Hauptbesetzung[12]
Haupt- oder
Nebenrolle[13]
Deutscher Synchronsprecher[14]
Edwards, AnthonyAnthony Edwards Greene, Dr. MarkDr. Mark Greene [15] 1–179, 316 172 Hohlbein, HansHans Hohlbein
Clooney, GeorgeGeorge Clooney Ross, Dr. DougDr. Doug Ross 1–106, 328 106 Bierstedt, DetlefDetlef Bierstedt
Wyle, NoahNoah Wyle Carter, (Dr.) John T.(Dr.) John T. Carter 1–245, 325–328, 331 241 Feld, OliverOliver Feld
Stringfield, SherrySherry Stringfield Lewis, Dr. SusanDr. Susan Lewis 1–55, 161–246, 331 128 Weiß, BettinaBettina Weiß
La Salle, EriqEriq La Salle Benton, Dr. PeterDr. Peter Benton 1–167, 172, 178, 328, 331 165 Fredrich, StefanStefan Fredrich (bis Staffel 4),
Jörg Hengstler (ab Staffel 5)
Margulies, JuliannaJulianna Margulies Hathaway, CarolCarol Hathaway • ●[16] 2–134, 328 132 Reitzenstein, AnkeAnke Reitzenstein (Staffeln 1–2, 6),
Cathrin Vaessen (Staffeln 3–5, 15)
Reuben, GloriaGloria Reuben Boulet, JeanieJeanie Boulet • ● 31–119 89 Ewert, CarolaCarola Ewert (bis Staffel 6),
Anna Carlsson (Staffel 14)
Innes, LauraLaura Innes Weaver, Dr. KerryDr. Kerry Weaver • ● 48–280, 331 215 Rudolph, LianeLiane Rudolph
Bello, MariaMaria Bello Del Amico, Dr. AnnaDr. Anna Del Amico 70–91 24 Weigert, DeboraDebora Weigert
Kingston, AlexAlex Kingston Corday, Dr. ElizabethDr. Elizabeth Corday • ● 70–227, 331 144 Sander, PeggyPeggy Sander
Martin, KellieKellie Martin Knight, LucyLucy Knight 92–127 34 Krahl, BiancaBianca Krahl
McCrane, PaulPaul McCrane Romano, Dr. RobertDr. Robert Romano 114–209 107 Keßler, MartinMartin Keßler
Višnjić, GoranGoran Višnjić Kovač, Dr. LukaDr. Luka Kovač 114–290, 295, 298–300, 304, 306, 309, 312 175 Grap, Klaus-PeterKlaus-Peter Grap
Michele, MichaelMichael Michele Finch, Dr. CleoDr. Cleo Finch 114–167, 178 52 Domanowski, HeideHeide Domanowski
Palladino, ErikErik Palladino Malucci, Dr. DaveDr. Dave Malucci • ● 120–161 46 Banken, ChristophChristoph Banken
Wen, Ming-NaMing-Na Wen Chen, (Dr.) Jing-Mei(Dr.) Jing-Mei Chen 123–232 92 Al-Akel, GhadahGhadah Al-Akel
Tierney, MauraMaura Tierney Lockhart, (Dr.) Abby(Dr.) Abby Lockhart • ● ● • 125–310, 312 183 Matthias, SilkeSilke Matthias
Atkins, SharifSharif Atkins Gallant, (Dr.) Michael(Dr.) Michael Gallant • ● 172–219 55 Pfeiffer, MarkusMarkus Pfeiffer
Phifer, MekhiMekhi Phifer Pratt, Dr. GregDr. Greg Pratt 180–310 128 Schmidt-Foß, DennisDennis Schmidt-Foß
Nagra, ParminderParminder Nagra Rasgotra, (Dr.) Neela(Dr.) Neela Rasgotra • ● 204–331 128 Spuhl, SonjaSonja Spuhl
Cardellini, LindaLinda Cardellini Taggart, SamSam Taggart 206–331 125 Lehmann, DaschaDascha Lehmann
West, ShaneShane West Barnett, Dr. RayDr. Ray Barnett 224–290 66 Clarén, MariusMarius Clarén
Grimes, ScottScott Grimes Morris, Dr. ArchieDr. Archie Morris 246–331 103 Kahnmeyer, RobinRobin Kahnmeyer
Stamos, JohnJohn Stamos Gates, (Dr.) Tony(Dr.) Tony Gates 269–331 65 Löwenberg, JaronJaron Löwenberg
Lyons, DavidDavid Lyons Brenner, Dr. SimonDr. Simon Brenner 310–331 24 Schaff, FrankFrank Schaff
Bassett, AngelaAngela Bassett Banfield, Dr. KateDr. Kate Banfield 311–331 16 Reitzenstein, AnkeAnke Reitzenstein

Fernsehausstrahlung[Bearbeiten]

Siehe auch: Episodenliste

Die Episoden beginnen mit einem kurzen Rückblick auf Handlungsstränge vergangener Episoden in Form eines Zusammenschnitts markanter Einstellungen und Dialoge. Anschließend beginnt die Handlung, die nach wenigen Minuten und meist schlagartig durch den Beginn der Titelsequenz endet. Darin sind in den meisten Episoden der ersten zwölf Staffeln parallel zur Titelmelodie die Hauptdarsteller zu sehen. Mit Beginn der 13. Staffel kam eine neu komponierte, deutlich verkürzte Titelmelodie zum Einsatz. Im Serienfinale wurde wieder die ursprüngliche Titelsequenz gezeigt.

Obwohl von Anfang an im 16:9-Bildformat produziert – worin ER eine der ersten Fernsehserien war[17] –, erfolgte die Ausstrahlung der ersten 140 Episoden im 4:3-Format. Erst mit Episode 141 (Staffel 7) gingen die Sender in den USA und in Deutschland zum Breitbild über.

Emergency Room wurde in mindestens 22 Sprachen übersetzt und in 195 Ländern ausgestrahlt.[6]

Erstausstrahlungszeiträume und Einschaltquoten
Vereinigte Staaten (NBC) Deutschland (ProSieben)
St. Ep. Beginn Ende Reichweite Rang in den
Nielsen Ratings
Beginn Ende Reichweite
(ab 3 J.)[18]
Marktanteil
(ab 3 J.)[18]
Marktanteil
(14–49 J.)[18]
1 25 19. Sep. 1994 18. Mai  1995 28,9 Mio.[19] 02[20] 30. Okt. 1995 06. Mai  1996 2,49 Mio. 8,0 %
2 22 21. Sep. 1995 16. Mai  1996 32,0 Mio.[19] 01[20] 13. Mai  1996 15. Okt. 1996 2,52 Mio. 9,4 %
3 22 26. Sep. 1996 15. Mai  1997 30,7 Mio.[19] 01[20] 02. Sep. 1997 20. Jan. 1998 2,64 Mio. 8,4 %
4 22 25. Sep. 1997 14. Mai  1998 30,0 Mio.[19] 02[20] 07. Okt. 1998 17. Mär. 1999 2,42 Mio. 7,5 %
5 22 24. Sep. 1998 20. Mai  1999 25,4 Mio.[19] 01[20] 22. Feb. 2000 20. Juni 2000 2,17 Mio. 7,5 %
6 22 30. Sep. 1999 18. Mai  2000 24,9 Mio.[19] 04[20] 06. Feb. 2001 19. Juni 2001 2,62 Mio. 8,8 %
7 22 12. Okt. 2000 17. Mai  2001 22,4 Mio.[19] 02[20] 18. Sep. 2001 29. Jan. 2002 2,33 Mio. 7,6 %
8 22 27. Sep. 2001 16. Mai  2002 22,1 Mio.[19] 03[20] 03. Sep. 2002 11. Feb. 2003 2,35 Mio. 14,4 %
9 22 26. Sep. 2002 15. Mai  2003 20,0 Mio.[19] 07[21] 03. Sep. 2003 03. Mär. 2004 1,50 Mio. 9,9 %
10 22 25. Sep. 2003 13. Mai  2004 19,5 Mio.[19] 08[22] 19. Okt. 2004 22. Mär. 2005 13,6 %
11 22 23. Sep. 2004 19. Mai  2005 15,4 Mio.[19] 16[23] 10. Jan. 2006 23. Mai  2006 10,8 %
12 22 22. Sep. 2005 18. Mai  2006 12,2 Mio.[19] 30[24] 30. Mai  2006 22. Aug. 2006 10,9 %
13 23 21. Sep. 2006 17. Mai  2007 11,5 Mio.[19] 31[25] 04. Apr. 2007 29. Aug. 2007 10,6 %
14 19 27. Sep. 2007 15. Mai  2008 09,2 Mio.[26] 54[26] 23. Apr. 2008 27. Aug. 2008 08,9 %
15 22 25. Sep. 2008 02. Apr. 2009 09,1 Mio.[27] 42[27] 18. Mär. 2009 19. Aug. 2009 1,20 Mio. 6,0 % 10,4 %

USA[Bearbeiten]

ER startete in den USA bei NBC am Montag, dem 19. September 1994, mit dem zweistündigen Pilotfilm. Die Episoden liefen fortan donnerstags um 22 Uhr. Die finale, zweistündige Episode begann bereits um 21 Uhr, ihr ging am selben Abend (2. April 2009) eine einstündige Retrospektive voran.

Zuschauerzahlen[Bearbeiten]

Bereits in der ersten Staffel erreichten die Erstausstrahlungen durchschnittlich 30 Millionen Zuschauer, was seit 1976 keiner Dramaserie mehr gelungen war.[28] Auch in den folgenden Staffeln der 1990er Jahre waren Zuschauerzahlen von durchschnittlich 35 Millionen pro neuer Episode die Regel.[29] Je nach Quelle wurde die höchste Einschaltquote bei Episode 32, Der Held des Tages (Hell and High Water, Staffel 2, etwa 48 Millionen Zuschauer[30]), bzw. bei Episode 91, Liebesdienst mit Todesfolge (A Hole in the Heart, Staffel 4, etwa 47,8 Millionen Zuschauer[31]), gemessen. Wie die nebenstehende Tabelle zeigt, konnte sich ER in der Rangfolge der landesweit meistgesehenen Sendungen während der ersten acht Staffeln durchweg unter den ersten vier platzieren und dabei dreimal die Spitzenposition einnehmen. Bezogen auf die Zuschauerzahlen in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen platzierte sich die Serie mit den Staffeln 2, 3, 5 und 6 auf dem ersten Platz. Die ersten zehn Staffeln lang war sie in den USA die meistgesehene Dramaserie, unter den von NBC ausgestrahlten Dramaserien sogar die ersten zwölf Staffeln lang.[31] Obwohl die durchschnittliche Reichweite in der neunten Staffel sank, konnte die Serie in diesem und im zehnten Jahr ein mit anderen Primetime-Sendungen verglichenes, hohes Zuschauerniveau erreichen. In den folgenden Jahren sanken die Zuschauerzahlen weiter, beispielsweise erreichte Staffel 12 bei den Erstausstrahlungen durchschnittlich nur noch rund 14 Millionen Menschen.[32] Die Episoden der letzten Staffel wurden mitunter von weniger als 8 Millionen Menschen gesehen, die finale Episode kam noch einmal auf 16,4 Millionen Zuschauer.[33]

Kosten[Bearbeiten]

Während der ersten vier Staffeln betrug der Preis, den NBC für jede Episode an Warner Bros. zahlen musste, zwischen 1,5 und 1,8 Millionen US-Dollar, womit die Serie damals zu einer der teuersten gehörte.[28] Damit der Sender die Rechte an ER behalten konnte und nicht an einen der Konkurrenten ABC, CBS und FOX abgeben musste, willigte NBC in einem Dreijahresvertrag in die Zahlung von 13 Millionen US-Dollar pro Episode der Staffeln 5, 6 und 7 ein,[34] was ER den Status als teuerste Fernsehserie in der Geschichte der USA einbrachte. Der Episodenpreis für die Staffeln 8, 9 und 10 lag bei 8 bis 9 Millionen US-Dollar,[35] für die 14. Staffel wird er auf 5 Millionen US-Dollar geschätzt.[36]

Serienende[Bearbeiten]

Ursprünglichen Planungen der Produzenten und NBC zufolge sollte ER mit der 14. Staffel beendet werden. Wegen eines Streiks der Drehbuchautoren und dem dadurch verursachten Produktionsstillstand, aber auch, um Wiederholungen zu vermeiden, setzte NBC die Ausstrahlung der 14. Staffel im Februar 2008 aus. Der Streik, durch den für die 14. Staffel weniger Episoden als geplant fertiggestellt werden konnten, war auch NBCs Grund dafür, eine letzte, 15. Staffel produzieren zu lassen. Damit sollte den Produzenten mehr Zeit für das Schreiben der Drehbücher für das Serienende gegeben werden.[37] Die Notwendigkeit, die Serie zu beenden, ergab sich den Produzenten zufolge aus einer Kombination aus hohen Produktionskosten, niedrigeren Einschaltquoten und schrumpfenden Werbeeinnahmen.[38] Obwohl NBC noch über eine weitere, 16. Staffel nachdachte, lehnten die Produzenten ab, um die Serie beenden zu können, während sie noch ein „respektables Publikum“ besitzt.[39]

ER war nach der von 1990 bis 2010 ausgestrahlten Krimiserie Law & Order die zweitlängste gesendete Primetime-Fernsehserie von NBC und ist zudem eine der am längsten im amerikanischen Fernsehen präsenten Serien aller Zeiten.[40]

Deutschland, Österreich, Schweiz[Bearbeiten]

In Deutschland wurde ER beginnend im Oktober 1995 von ProSieben gezeigt. Zunächst montagabends um 20:15 ausgestrahlt und während der zweiten Staffel auf den Dienstagabend verschoben, liefen die Erstausstrahlungen wöchentlich, mitunter auch in Form von Doppelfolgen und meistens unterbrochen durch mehrmonatige Pausen zwischen den Staffeln. Dabei bewegten sich die Reichweiten bis zur achten Staffel zwischen 2,1 und 2,7 Millionen Zuschauern (ab 3 Jahren) und die durchschnittlichen Marktanteile zwischen 7,3 und 9,4 Prozent je Staffel. Da bei der mittwochs gezeigten neunten Staffel die Einschaltquoten mit 1,72 Mio. bzw. 5,3 % deutlich niedriger waren, kehrte die Serie mit der zehnten Staffel wieder auf den Dienstagabend zurück, die Quoten bewegten sich nun mit 2,3 Mio. bzw. 6,9 % wieder auf dem vorherigen Niveau. Die Staffeln 11 und 12 sowie die erneut mittwochs gesendeten Staffeln 13 bis 15 erreichten wieder meist deutlich niedrigere Einschaltquoten, die durchschnittliche Reichweite bewegte sich nun nur noch zwischen 1 und 2 Millionen Zuschauern und der Marktanteil zwischen 5 und 6 Prozent.[41] Eine ausführliche Analyse der Einschaltquoten der ProSieben-Erstausstrahlungen ist unter www.quotenmeter.de zu finden.

Wiederholungen zeigten sowohl ProSieben als auch Kabel Eins, oft im arbeitstäglichen Vormittags- oder Nachmittagsprogramm. Dabei wurde Episode 62, Wer Gewalt sät (The Long Way Around, Staffel 3), aufgrund des Jugendschutzes oft ausgelassen und im Nachtprogramm gesendet. Seit 2010 werden Wiederholungen auf sixx ausgestrahlt.[42]

In Österreich startete die Erstausstrahlung im November 1995,[43] ausstrahlender Sender ist ORF 1,[42] als Titel wird E.R. – Emergency Room verwendet.

In der Schweiz wurde ER zwischen 2006 und 2009, meist arbeitstäglich im Frühprogramm, durch 3+ ausgestrahlt.[42]

ER war bzw. ist zudem bei den deutschen Pay-TV-Sendern DF1 Herz & Co., Sunset bzw. Premiere Serie, Premiere Start und TNT Serie zu sehen.[42]

Andere Veröffentlichungsformen[Bearbeiten]

Der Pilotfilm wurde bereits am 20. Juni 1995 im Rahmen der Wettbewerbsreihe TopTen, die die zehn besten Filme der internationalen Fernsehproduktion beinhaltet, des deutschen Film- und Fernsehfestivals Cologne Conference vorgeführt.[44]

VHS[Bearbeiten]

Im Februar 1998 erschienen bei Warner Home Video unter dem Titel er – emergency room der Pilotfilm (Der erste Tag) und die folgenden beiden Episoden (Kommen und Gehen / Willkommen zu Hause) auf je einer Videokassette.

DVD[Bearbeiten]

DVD-Erstveröffentlichung
St. USA D-A-CH
1 26. Aug. 2003 20. Feb. 2004
2 27. Apr. 2004 15. Okt. 2004
3 26. Apr. 2005 10. Dez. 2004
4 20. Dez. 2005 22. Apr. 2005
5 11. Juli 2006 21. Okt. 2005
6 19. Dez. 2006 07. Apr. 2006
7 12. Mai  2007 17. Nov. 2006
8 22. Jan. 2008 05. Juli 2007
9 17. Juni 2008 07. Sep. 2007
10 03. Mär. 2009 07. Dez. 2007
11 14. Juli 2009 11. Apr. 2008
12 12. Jan. 2010 15. Aug. 2008
13 06. Juli 2010 05. Dez. 2008
14 11. Jan. 2011 24. Apr. 2009
15 12. Juli 2011 12. Feb. 2010

ER ist im deutschsprachigen Raum auch auf DVDs im Regionalcode 2 erhältlich. Von 2004 bis 2010 wurden in mehrmonatigen Abständen durch Warner Bros. alle 15 Staffeln veröffentlicht. 2007 erschienen die Staffeln 1 bis 5 zusammen zusätzlich als Special Deluxe Edition. Die DVDs der Staffeln 2 bis 6 und 9 sind von der FSK ab 12 Jahren freigegeben, die der anderen Staffeln ab 16 Jahren. Bis zu acht Episoden befinden sich auf jeder der beidseitig bespielten DVDs. Jedes der Staffel-Sets enthält vier DVDs (Staffeln 1–3) bzw. drei DVDs (Staffeln 4–15).

Die Episoden liegen im anamorphen 16:9-Breitbildformat vor. Ausnahmen hiervon bilden die Titelmelodie-Sequenzen bei den ersten sechs Staffeln und die einst live gesendete Episode Vorsicht, Kamera! (Ambush, Staffel 4). Die Episoden verfügen ausnahmslos über die deutsche Tonspur in Dolby Digital. Zudem sind der englische Originalton und – mit Ausnahme der fünften Staffel – eine spanische Tonspur enthalten. Die im Fernsehen jeweils zu Episodenbeginn gezeigten kurzen Rückblicke sind nicht mit vorhanden.

Soundtrack-CD und -MC[Bearbeiten]

1996 erschien unter dem Titel Original Television Theme Music & Score ein Soundtrack zur Serie. Er wurde sowohl auf CD als auch auf MC veröffentlicht und enthält die Titelmelodie in unterschiedlichen Fassungen sowie Hintergrundmusik aus Episoden der ersten beiden Staffeln.

Kritik[Bearbeiten]

Das Kinofilmmagazin Cinema meint, dass mit dem Pilotfilm von ER „1994 ein neues Zeitalter der TV-Medizin“ eingeläutet worden sei.[45] Einen ähnlich revolutionären Charakter bescheinigt der Serie das Fernsehmagazin TV Guide, denn ER habe als „fesselndes Medizindrama“ das Genre für die 1990er Jahre und das 21. Jahrhundert neu definiert.[46] Die Zeit schreibt in einem Artikel im Mai 2007, dass ER „Maßstäbe in Sachen Tempo und Kameraführung“ gesetzt habe[47] und in einem anderen Artikel im Jahr 2000: „Emergency Room brach mit allen Gesetzen der Serie, indem es sich von der probaten A-plus-B-Plot-Dramaturgie verabschiedete und gleich ein Dutzend Sub-Plots trotz rasanter Schnitte kunstvoll ineinander wob.“[48]

In der 2002 vom Fernsehmagazin TV Guide veröffentlichten Liste der 50 unterhaltsamsten oder einflussreichsten Fernsehserien in der amerikanischen Popkultur rangiert ER auf dem 22. Platz.[49] Die britische Filmzeitschrift Empire führt ER in ihrer Liste der 50 besten Fernsehsendungen auf dem 29. Platz.[50]

Medizin und Realismus[Bearbeiten]

Ein 2003 im Deutschen Ärzteblatt erschienener Artikel beschäftigt sich mit dem Ärzteimage im Fernsehen, demzufolge die Ärzte in Arzt- und Krankenhausserien idealisiert und stereotypisiert dargestellt würden. Im Gegensatz zu dieser „verzerrten Fernsehwelt“, so die Autorin, seien die Ärzte in ER aber nicht überhöht, sondern realistisch gezeichnet. Sie würden auch Fehler machen und hätten menschliche Schwächen. Ebenso glaubwürdig würden Krankheitsbilder und Patienten dargestellt.[51] Der Autor eines Artikels der Zeit meint: „Die Ärzte sind keine Helden, sie verzweifeln an ihrem Beruf und an sich selbst, versagen im OP und zu Hause, sie sind Menschen, die sich bemühen und oft scheitern.“[47]Susanne Schwarzer meint, dass Serienproduktionen wie ER überforderte Ärzte als „Medizintechnokraten“ in einem wackeligen Gesundheitssystem zeigten. Der Arzt zeige sich auch niedergedrückt durch skandalöse Arbeitsumstände, erodierende Sozialsysteme und völlige Überlastung.[52] Dem Arzt Dr. Zischler vom Frankfurter Markus-Krankenhaus zufolge zeichne sich ER durch eine „hervorragende“ medizinische Recherche und Fachberatung aus.[53] Auch ein weiterer Artikel des Deutschen Ärzteblatts sieht das Erfolgsrezept der Serie darin, dass sie medizinisch sorgfältiger vorbereitet und ausgeführt sei als ihre Konkurrenten.[54]

Auch ein im Juni 2006 in der Wochenzeitung Freitag erschienener Artikel geht auf das durchs Fernsehen vermittelte Bild der Ärzte ein, welches insgesamt zu positiv und deshalb unrealistisch sei. ER aber habe das Feld revolutioniert, weil professionalisiert: „Schluss mit hausbackenem Kitsch, Zoom auf die Realität. Krankenhaus-Illusion war nie wahrhaftiger […]. Hier ist die Luft jargonverseucht und die Dosierungen stimmen. Vom verstauchten Finger zum geöffneten Thorax ist alles zu sehen. In den Statistenrollen sogar: echtes medizinisches Personal. Um sicherzugehen, dass der falsche Doktor zur richtigen Zange greift. Die Show braucht solche Detailarbeit, um ihren moralischen Impetus mit Hyperrealismus zu fundieren. Bei aller aufwändigen Kamera-Choreografie ist ER politisch und scheint es ernst zu meinen mit der Gesellschaftskritik – bis hin zu Expeditionen in den Kongo und nach Darfur. Soll sagen, wir sind mehr als Fernsehunterhaltung, wir kämpfen gegen die Missstände, die wir spielen. Nach zwölf Staffeln kreist der Alltag des Notärzteteams noch immer hektisch um alle Arten offener Wunden. Aber die Erschöpfung ist nicht zu verbergen.“[55]

Die Süddeutsche Zeitung schreibt im August 2006: „Neu an der Serie war, dass der Zuschauer allen Grund hatte, vieles nicht zu verstehen und so manches Schicksal aus den Augen zu verlieren. Das war pure Absicht – im wahren Leben verstehen Patienten auch selten, was Ärzte sagen, und sie kümmern sich nicht um Schicksale der anderen.“[56]

Die für Krankenschwestern und -pfleger eintretende Initiative The Center for Nursing Advocacy bezeichnet ER als die beste auf die Gesundheitsfürsorge bezogene Fernsehserie seit M*A*S*H und als medizinisch realistischste Dramaserie überhaupt. Sie habe Krankenschwestern und -pfleger generell als kompetent und fürsorglich dargestellt und dabei die schlimmsten Klischees vermieden. Allerdings habe das auf Ärzte fixierte Serienprofil dazu geführt, dass den Zuschauern kein sorgfältiges oder komplettes Bild der wichtigen Rolle gegeben werde, die das Krankenpflegepersonal in der modernen Gesundheitsfürsorge heutzutage spiele. Die wenigen Krankenschwestern und -pfleger seien zwar fachkundig, würden aber hauptsächlich als Untergebene und Hintergrund für die heroischen Ärzte dienen.[57]

Themen und Dramaturgie[Bearbeiten]

1995 schreibt die Autorin Barbara Sichtermann in einem Artikel für die Wochenzeitung Die Zeit, ER zeige, dass in der Serie die Menschen immer wichtiger als das Milieu seien: „Wenn sich Dr. Green im Hof mit dem Basketball tummelt, Dr. Ross dazukommt und die beiden plötzlich eine Möglichkeit sehen, aus ihrer Rivalität ein Spiel zu machen; wenn Dr. Carter nach seiner ersten Punktion die verdiente Flasche Champagner unglücklich in der Hand dreht, weil er niemanden hat, mit dem er sie trinken kann – dann findet eine Personenführung statt, der man gespannt beiwohnt, weil man hier am Nukleus aller Dramatik angekommen ist. Das ganze Theaterblut, der Hubschrauber und die Sturzgeburt im Klinikfahrstuhl kommen dagegen niemals auf.“[58]

Das Lexikon des Internationalen Films beurteilt ER als „Fernsehserie, deren kalkulierte Hektik in den Bann zieht und den Zuschauer das Geschehen hautnah erleben läßt. Den rüden Umgangston im Ärzteteam und die Ströme von Blut im OP machen die herzensguten Mediziner wieder wett, deren einziges Ziel es ist, Menschenleben zu retten.“[59]

Die Serie so zu sehen, wie sie einmal war, meint der Autor einer DVD-Rezension zur zweiten Staffel im April 2004, erinnere Fans daran, wie viel verloren gegangen sei. Dies gelte nicht nur für die Schauspieler, sondern auch auf die Geschichten bezogen. In den frühen Jahren sei die Notaufnahme zu Episodenbeginn mit einem Dutzend Patienten überflutet worden, die die Ärzte für den Rest der Folge beschäftigt hielten. „Heute“ dagegen sei es eine einzige große Seifenoper; die Patienten als einstige Grundlage der Serie seien zum Hintergedanken geworden.[60]

In einem im Sommer 2004 vom amerikanischen Nachrichtensender MSNBC veröffentlichten Kommentar bezeichnet die Autorin die Serie als einen „Schatten ihres früheren Selbst“. Die Drehbuchautoren würden sich weg von den originellen medizinischen und hin zu charakterlich-romantisch orientierten Plots bewegen.[61] Der Autor eines ebenfalls im Sommer 2004 in der IMDb veröffentlichten Kommentars sieht die Serie seit dem Ausscheiden von George Clooney und Julianna Margulies in einem Zustand der „Erschöpfung“, denn mit ihnen seien die beiden charismatischsten und engagiertesten Darsteller verloren gegangen. Die Serie sei von den „hochspannenden“, „nervenaufreibenden“ medizinischen Prozeduren eingetaucht in eine trübselige, melodramatische Seifenoper und würde nun „auf Krücken humpeln“.[62]

Das Center for Nursing Advocacy meint, dass es in der zehnten Staffel Zeichen der Ermüdung und der Verzweiflung gegeben habe, besonders aber ein wachsendes Vertrauen in „große Verkehrsmittel“ wie beispielsweise bei der Situation, in der ein Panzer das Notaufnahmepersonal anzugreifen droht. Zudem sei die Serie in Schwierigkeiten geraten, für ihre langjährigen Charaktere interessante Geschichten zu finden, veranschaulicht am Beispiel des „einst starken“ Dr. Romano und dessen gesundheitsbedingter Entwicklung in ein „großes Ärgernis“ sowie dessen „witzlose Exekution“ durch einen Helikopter. Auch für die Figur der Dr. Corday habe die Serie anscheinend nicht mehr gewusst, was sie mit ihr anfangen solle.[63]

Einem im Mai 2005 in der amerikanischen Tageszeitung The Oregonian erschienenen Artikel zufolge habe ER schon vor Jahren aufgehört, zum Must See TV zu gehören. Seit Anthony Edwards’ Abschied seien die Charaktere inkonsistent. In seiner Blütezeit sei ER eine lebendige, überzeugende Mischung aus Charakteren, für die man sich gesorgt habe, und aus verblüffenden medizinischen Herausforderungen gewesen. Nun aber scheine das Hauptziel darin zu bestehen, die Dinge so schnell wie möglich vorwärts zu bewegen, ohne sich darüber Gedanken zu machen, ob diese irgendeinen Sinn ergäben. Noah Wyle sei eine Erinnerung an die Tage, in denen die Charaktere von ER noch glaubwürdig gewesen seien. In den jüngsten Staffeln aber hätten die Produzenten versucht, die Geschehnisse mit „heißen“, jungen Schauspielern aufzumischen, doch seien die Drehbücher so schwach, dass es unmöglich sei, deren Rollencharakteren zu glauben.[64]

Im Februar 2007 meint die Autorin eines Artikels für die Zeitung Die Welt, dass es mit Emergency Room Jahr für Jahr stetig bergab gehe und Grey’s Anatomy den „Krankenhaus-Pionieren“ längst den Rang abgelaufen habe. „Was übrig geblieben ist von der einst innovativen und jetzt dahinsiechenden Krankenhausserie, können selbst die Defibrillatoren nicht mehr ins Leben zurückholen.“[65] Zur deutschen Erstausstrahlung der finalen Episode im August 2009 meint das Deutsche Ärzteblatt, dass die in ER „oft rasant inszenierten“ Patientenfälle und Privatgeschichten von Ärzten und Schwestern die jungen Fernsehzuschauer nicht mehr beeindruckten; vielmehr habe sich der Zeitgeist „komplizierten“ diagnostischen Fällen und dem „menschenverachtenden Zyniker“ Dr. House zugewandt.[54]

Ehrungen[Bearbeiten]

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten]

Nominierungen und Prämierungen
Preiswettbewerb Nom. Präm.
ALMA Awards 9 1
Artios Awards 7 4
ASCAP Awards 12 12
BMI Film & TV Awards 11 11
Directors Guild of America Awards 12 4
Golden Globe Awards 25 1
Golden Reel Awards 19 5
Humanitas-Preise 9 1
NAACP Image Awards 33 6
Peabody Awards 1 1
People’s Choice Awards 9 9
Primetime Emmy Awards 124 23
Prism Awards 6 3
Satellite Awards 7 0
Screen Actors Guild Awards 18 8
Television Critics Association Awards 8 2
TV Guide Awards 9 3
Writers Guild of America Awards 6 2
Young Artist Awards 21 3
Andere US-Preise 29 9
Preise aus anderen Ländern 6 5
Mindestsumme 381 113

ER wurde insgesamt 124-mal für den auch Fernseh-Oscar genannten Emmy nominiert, die bedeutendste Auszeichnung für Fernsehsendungen in den USA, und nimmt damit in der Statistik der für den Emmy meistnominierten Fernsehsendungen hinter Saturday Night Live die zweite Position ein.[66] Es gab 23 Prämierungen, darunter 1996 – für die zweite Staffel – den Emmy in der Kategorie „Beste Dramaserie“, in der die Serie auch für die Staffeln 1 und 3 bis 7 nominiert wurde. Die meisten Prämierungen gab es für die beste Tonmischung (5) und den besten Tonschnitt (4), die meisten Nominierungen für den besten Gastdarsteller (14) und die beste Regie (13). Zugleich meistnominierte (6) und meistprämierte (5) Episode ist Schwarzer Tag (Love’s Labor Lost) aus der ersten Staffel.

Anerkennung erntete ER auch durch den Gewinn des renommierten Peabody Awards im Jahr 1995. Für den Golden Globe Award gab es zwischen 1995 und 2001 insgesamt 25 Nominierungen, davon sieben für die „Beste Fernseh-Dramaserie“ und 18 für herausragende Schauspielleistungen, mit einer Prämierung Anthony Edwards' 1998 als „Bester Schauspieler in einer Fernseh-Dramaserie“.

2009 wurde die Serie im Rahmen der TV Land Awards mit dem Sonderpreis Icon Award ausgezeichnet, einer Würdigung ihres Einflusses auf die US-amerikanische Fernsehlandschaft.[67]

Alle Preise betrachtet, erhielt Emergency Room mindestens 367 Nominierungen und 113 Auszeichnungen.[6]

Platzierung in Bestenlisten[Bearbeiten]

Emergency Room platzierte sich in mehreren Bestenlisten, die die besten Fernsehserien aller Zeiten in einer Rangfolge beinhalten. Die folgende Tabelle bietet eine Auswahl solcher Listen.

Herausgeber Jahr Name der Liste Rang
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten TV Guide 2002 TV Guide's 50 Best Shows of All Time 22[68]
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Empire ca. 2008 The 50 Greatest TV Shows of All Time 29[69]
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Writers Guild of America 2013 101 Best Written TV Series 28[70]
DeutschlandDeutschland Filmstarts 2014 Die 50 besten Serien 20[71]

Einflüsse[Bearbeiten]

Am Markus-Krankenhaus Frankfurt am Main werden im Rahmen von Fortbildungsveranstaltungen Ärzte, Pflegepersonal und andere Krankenhausmitarbeiter mittels Fällen aus ER mit komplexen medizinischen, ethischen und rechtlichen Konfliktsituationen konfrontiert. Laut Deutschem Ärzteblatt eigneten sich viele Szenen, um Spannungsfelder in der Begegnung zwischen Arzt, Pflegepersonal, Patient und Angehörigen zu verdeutlichen und als Ausgangspunkt für eine Diskussion zu nutzen. Dazu zähle beispielsweise der Umgang mit Patientenverfügungen und der Schweigepflicht.[72][73][53]

Im „Reformstudiengang Medizin“ der Berliner Charité gehört das Vorführen von Sequenzen aus ER mit zum Block „Notfallmedizin“ des Lehrplanes. Ziel dabei ist es, technische Aspekte zur Interaktion in Notfall- und anderen Teamsituationen kennenzulernen. Anhand der gezeigten Szenen werden Aspekte des Fehlermanagements thematisiert, wie Team-Kommunikation in Notfallsituationen, das Einhalten und Übertreten von Kompetenzbereichen oder der Umgang mit schwerwiegenden Fehlern.[74]

Emergency Room hat mehr Studenten inspiriert, Notfallmedizin zu studieren, und dabei geholfen, Konsumenten hinsichtlich Gesundheitsvorsorge aufzuklären.[75] So stellte ein 1996 im Journal of the American Medical Association erschienener Artikel fest, dass sich die Zahl der Bewerbungen von jungen Ärzten für eine Beschäftigung in der Notaufnahme seit Emergency Room deutlich erhöht habe; dem Artikel zufolge sei dies ein Hinweis auf die hohe Akzeptanz der Serie bei medizinischem Publikum.[54]

Auch andere Fernsehsendungen mit medizinischen Themen orientieren sich an ER, das vom Deutschen Ärzteblatt als für das Genre stilbildend bezeichnet wird.[51] Zwar habe es wirklichkeitsnahe Situationen aus dem Krankenhausalltag und echte OP-Bilder in den USA und Großbritannien schon in den 1950er und 1960er Jahren gegeben, doch den Durchbruch für die realistischen Arztserien habe erst der Erfolg von ER gebracht. Mit ihr sei auch in Deutschland die Notwendigkeit von mehr Realität und damit von medizinischer Beratung bei Arzt- und Krankenhausserien deutlich geworden.[76] Als ein Beispiel für eine solche deutsche Krankenhausserie wird alphateam – Die Lebensretter im OP genannt, die stilistische Anleihen bei ER mache.[51] Die Los Angeles Times schreibt 2009, Emergency Room habe hin zu lebensnaher Authentizität von spezialisierten Schauplätzen eine kreative Bewegung in Gang gesetzt, die spätere Hits wie CSI – Den Tätern auf der Spur und The West Wing beeinflusst habe.[75] Freddy Litten meint in einem Artikel des Deutschen Ärzteblatts 2009, dass einschlägige US-amerikanische Fernsehserien wie etwa ER Einfluss gehabt hätten auf die Entstehung mehrerer, auf Ärzte und Medizin zentrierter Mangaserien in Japan und damit des Genres Medizinmanga.[77]

Literatur[Bearbeiten]

Beurteilungen (erschienen anlässlich des Serienendes)

Hintergrundinformationen

Weblinks[Bearbeiten]

Episodenführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Es gilt die von NBC und TV.com verwendete Episodenzählweise, wonach der 90-minütige Pilotfilm als Episode 1 gewertet wird und die erste Staffel damit insgesamt 25 Episoden umfasst. Zudem wird das 90-minütige Serienfinale als eine Episode gewertet, und zwar als Nr. 331.
  2. Ep. 91: Liebesdienst mit Todesfolge (Staffel 4), deutsche Synchronfassung
  3. Als Hauptfiguren gelten hier diejenigen 26 Figuren, deren Darsteller in den Opening Credits unter Starring geführt werden.
  4. Ep. 105: Der Sturm, Teil 1 (Staffel 5)
  5. Ep. 114: Der Judaslohn (Staffel 6)
  6. a b c d e Salzburger Nachrichten: Aus für „Emergency Room“, zuletzt aktualisiert am 17. August 2009, zuletzt aufgerufen am 12. März 2011
  7. TV.com: Heal Thyself Trivia and Quotes, zuletzt geprüft am 7. April 2011
  8. Business Wire: New medical technology debuts on "ER" tonight, zuletzt aktualisiert am 26. Februar 2004, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  9. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatEmergency Room – Die Notaufnahme" (1994) – Besetzung und Crew. IMDB, abgerufen am 13. Februar 2011.
  10. ContactMusic.com: Margulies would have 'killed herself' if she stayed in ER, zuletzt aktualisiert am 17. August 2006, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  11. BBC News: ER star leaves amid age dispute, zuletzt aktualisiert am 14. Juni 2004, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  12. Angegeben sind die Episoden, in deren Opening Credits bzw. Vorspann der Darsteller unter Starring genannt wird.
  13. Gemeint ist die Anzahl der Episoden mit Auftritten, inkl. solcher als Nebendarsteller. Die Anzahl der Episoden ergibt sich aus der in der IMDb genannten Zahl abzüglich der Anzahl der Episoden, in denen der Darsteller zwar zur Hauptbesetzung gehörte, aber nicht aufgetreten ist; solche Episoden sind in der IMDb mit Credit only angegeben.
  14. Emergency Room – Die Notaufnahme in der Deutschen Synchronkartei, abgerufen am 28. Juli 2015.
  15. Trotz Greenes Tod in Ep. 178 wird Edwards in Ep. 179 noch als Hauptdarsteller geführt.
  16. Nebendarstellerin im Pilotfilm, Hauptdarstellerin ab Episode 2
  17. Jamie S. Rich: ER - The Complete Fifth Season. Hrsg.: DVD talk. Zuletzt aktualisiert am 2. Juli 2006, zuletzt geprüft am 13. Februar 2011
  18. a b c Fabian Riedner: Quotencheck: «Emergency Room», in: quotenmeter.de vom 24. August 2009, abgerufen am 21. August 2015
  19. a b c d e f g h i j k l m Alan Sepinwall: 'ER' seeks story transfusions (Memento vom 5. Februar 2013 im Webarchiv archive.is), in: Variety vom 5. Dez. 2007, abgerufen am 26. August 2015
  20. a b c d e f g h Kevin Maynard: While cast revolves, auds stay involved. Hrsg.: Variety.
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Dieser Artikel wurde am 26. März 2007 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.