Eidenberg

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Eidenberg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Eidenberg
Eidenberg (Österreich)
Eidenberg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Urfahr-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: UU
Fläche: 29,27 km²
Koordinaten: 48° 24′ N, 14° 14′ OKoordinaten: 48° 23′ 42″ N, 14° 13′ 51″ O
Höhe: 685 m ü. A.
Einwohner: 2.097 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 72 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4201
Vorwahl: 07239, 07212
Gemeindekennziffer: 4 16 04
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Stiftsstraße 2
4201 Eidenberg
Website: www.eidenberg.at
Politik
Bürgermeister: Adolf Hinterhölzl (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
18
4
3
18 
Insgesamt 25 Sitze
Lage von Eidenberg im Bezirk Urfahr-Umgebung
Alberndorf in der RiedmarkAltenberg bei LinzBad LeonfeldenEidenbergEngerwitzdorfFeldkirchen an der DonauGallneukirchenGoldwörthGramastettenHaibach im MühlkreisHellmonsödtHerzogsdorfKirchschlag bei LinzLichtenbergLinzOberneukirchenOttenschlag im MühlkreisOttensheimPuchenauReichenau im MühlkreisReichenthalSchenkenfeldenSonnberg im MühlkreisSt. Gotthard im MühlkreisSteyreggVorderweißenbachWaldingZwettl an der RodlOberösterreichLage der Gemeinde Eidenberg im Bezirk Urfahr-Umgebung (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Eidenberg ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Urfahr-Umgebung im oberen Mühlviertel mit 2097 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Urfahr.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Eidenberg liegt auf einer Höhe von 685 m ü. A. (Gemeindegebiet 450 – 927 m ü. A.) im oberen Mühlviertel und hat 2107 Einwohner. Die Ausdehnung der Gemeinde beträgt von Nord nach Süd 7,8 km, von West nach Ost 6,1 km. Die Gesamtfläche beträgt 29,3 km².

Flächenverteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eidenberg besteht aus 10 Ortschaften (Einwohnerzahlen Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Aschlberg (126)
  • Berndorf (167)
  • Edt (139)
  • Eidenberg (890)
  • Felsleiten (35)
  • Kammerschlag (154)
  • Obergeng (204)
  • Schiefegg (56)
  • Staubgasse (80)
  • Untergeng (246)

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1. März 1875: Geng

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herzogsdorf Oberneukirchen Zwettl an der Rodl
Nachbargemeinden Kirchschlag bei Linz
Gramastetten Lichtenberg

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Gold über grünem Dreiberg, darin eine silberne Wellenleiste, ein schwarzes Hufeisen mit zehn Nagellöchern, überhöht von zwei roten, schwebenden, ungleicharmigen Tatzenkreuzen in den Oberecken. Die Gemeindefarben sind Schwarz-Gelb-Rot.

Die drei grünen Hügel, der Dreiberg, stehen als Symbol für die schöne Landschaft, die gepflegten Wiesen und die ausgedehnten Wälder. Das silberne Wellenband steht für die Große Rodl, die die Gemeinde durchzieht. Die zwei roten Kreuze stehen als Symbol für die beiden Gotteshäuser in Eidenberg und Untergeng. Das Hufeisen verweist auf das bäuerliche Brauchtum der seit 1956 in Eidenberg durchgeführten Leonhardiritte – der Heilige Leonhard ist Schutzpatron des Eidenberger Gotteshauses. Die zehn Nagellöcher bedeuten die zehn Ortschaften der Gemeinde (Aschlberg, Berndorf, Edt, Eidenberg, Felsleiten, Kammerschlag, Obergeng, Schiefegg, Staubgasse, Untergeng).

Das Wappen in der heutigen Form und die Gemeindefarben Schwarz-Gelb-Rot wurden im Gemeinderat am 25. März 1981 beschlossen und von der oberösterreichischen Landesregierung am 11. Mai 1981 genehmigt.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich, seit 1490 zum Fürstentum Österreich ob der Enns.

Die ersten urkundlichen Erwähnungen des Ortes stammen aus den Jahren 1206 („ibenberge“), 1209 („ibenberc“) und 1215 („Ulricus de Ibenperge“), wobei dem Grundwort Berg entweder der althochdeutsche Personenname Iwo oder das mittelhochdeutsche Wort iwe (Eibe) hinzugefügt wurde, was dann den Berg, wo die Eiben wachsen, bezeichnen würde.[3]

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt, ist seither wieder bei Oberösterreich.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 wurde Oberösterreich zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Eidenberg
Kirche Untergeng
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Eidenberg

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zunahme der Bevölkerungszahl in den letzten Jahrzehnten beruht vor allem auf einer positiven Geburtenbilanz. Seit 2001 ist auch die Wanderungsbilanz positiv.[5]

Pfarre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eidenberg ist eine Pfarrexpositur von Gramastetten. Die beiden Seelsorger sind der Abt des Stiftes Wilhering, Reinhold Dessl und Paulus Nimmervoll.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat insgesamt 25 Mitglieder. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 18 ÖVP, 4 SPÖ und 3 FPÖ.[7]

Bürgermeister
  • 1991–2009 Friedrich Koll (ÖVP)
  • seit 2009 Adolf Hinterhölzl (ÖVP)[7]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eidenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Land Oberösterreich, Geschichte und Geografie, Wappen. Abgerufen am 3. Mai 2019.
  3. Karl Hohensinner und Peter Wiesinger: Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich 10. Die Ortsnamen des politischen Bezirks Urfahr-Umgebung (Mittleres Mühlviertel). Wien 2006.
  4. Wladimir Obergottsberger: Die beiden Wolfgangheiligtümer in der Gemeinde Eidenberg. In: Oberösterreichische Heimatblätter. Jahrgang 24, Heft 3/4, Linz 1970, S.31–32, online (PDF) im Forum OoeGeschichte.at.
    Elisabeth Schiffkorn: Zur These von der Wandersage in der Kleindenkmal-Forschung. In: Oberösterreichische Heimatblätter. Jahrgang 67, Linz 2013, Heft 1/2, S. 49–51, gesamter Artikel S. 32–52 auf landessagen.at.
  5. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Eidenberg, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 3. Mai 2019.
  6. Pfarre Eidenberg, Seelsorge-Team. Abgerufen am 3. Mai 2019.
  7. a b Land Oberösterreich, Ergebnisse der Wahlen 2015. Abgerufen am 3. Mai 2019.