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Reichenau im Mühlkreis

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Marktgemeinde
Reichenau im Mühlkreis
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Reichenau im Mühlkreis
Reichenau im Mühlkreis (Österreich)
Reichenau im Mühlkreis (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Oberösterreich Oberösterreich
Politischer Bezirk: Urfahr-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: UU
Fläche: 9,54 km²
Koordinaten: 48° 27′ N, 14° 21′ OKoordinaten: 48° 27′ 23″ N, 14° 21′ 1″ O
Höhe: 667 m ü. A.
Einwohner: 1.376 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 144 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4204
Vorwahl: 07211
Gemeindekennziffer: 4 16 19
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Marktplatz 2
4204 Reichenau im Mühlkreis
Website: www.reichenau-ooe.at
Politik
Bürgermeister: Peter Paul Rechberger[1] (MiR – Miteinander in Reichenau)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021)
(19 Mitglieder)
8
8
2
1
8 8 2 1 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Reichenau im Mühlkreis im Bezirk Urfahr-Umgebung
Lage der Gemeinde Reichenau im Mühlkreis im Bezirk Urfahr-Umgebung (anklickbare Karte)Alberndorf in der RiedmarkAltenberg bei LinzBad LeonfeldenEidenbergEngerwitzdorfFeldkirchen an der DonauGallneukirchenGoldwörthGramastettenHaibach im MühlkreisHellmonsödtHerzogsdorfKirchschlag bei LinzLichtenbergLinzOberneukirchenOttenschlag im MühlkreisOttensheimPuchenauReichenau im MühlkreisReichenthalSchenkenfeldenSonnberg im MühlkreisSt. Gotthard im MühlkreisSteyreggVorderweißenbachWaldingZwettl an der RodlOberösterreich
Lage der Gemeinde Reichenau im Mühlkreis im Bezirk Urfahr-Umgebung (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Südostansicht von Reichenau im Mühlkreis
Südostansicht von Reichenau im Mühlkreis
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Reichenau im Mühlkreis ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Urfahr-Umgebung im Unteren Mühlviertel mit 1376 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026).

Reichenau im Mühlkreis liegt auf 667 m Höhe im oberen Mühlviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,1 und von West nach Ost 4,7 Kilometer. Die Gesamtfläche umfasst 9,54 Quadratkilometer.

Flächenverteilung

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Klimatabelle für Reichenau im Mühlkreis 1991–2020
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Temperatur (°C) −2,3 −1,2 2,4 7,5 12,3 15,9 17,4 16,9 12,1 7,3 2,5 −1,3 ⌀ 7,5
Mittl. Tagesmax. (°C) 1,1 2,9 7,4 13,3 17,9 21,4 23,0 22,8 17,6 12,4 6,2 1,9 ⌀ 12,4
Mittl. Tagesmin. (°C) −4,9 −4,1 −1,0 2,8 7,0 10,5 12,1 12,0 8,1 4,0 −0,1 −3,8 ⌀ 3,6
Niederschlag (mm) 73,1 60,1 76,2 49,7 86,7 94,1 112,5 105,1 71,1 62,9 58,1 67,0 Σ 916,6
Regentage (d) 11,5 9,7 11,4 8,9 11,6 10,7 12,5 10,1 9,3 9,2 9,9 11,8 Σ 126,6
Luftfeuchtigkeit (%) 86 81 78 72 70 70 71 75 82 85 88 88 ⌀ 78,8
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
1,1
−4,9
2,9
−4,1
7,4
−1,0
13,3
2,8
17,9
7,0
21,4
10,5
23,0
12,1
22,8
12,0
17,6
8,1
12,4
4,0
6,2
−0,1
1,9
−3,8
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Klimadaten der GeoSphere-Austria-Station Reichenau am Mühlkreis (ID 161), Normalperiode 1991–2020, aufbereitet von Tauernwetter Forschung[2]

Gemeindegliederung

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Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026[3]):

  • Glashütten (53)
  • Habruck (69) samt Höf
  • Ramberg (322)
  • Reichenau im Mühlkreis (860)
  • Zeil (72)

Die Gemeinde gehörte bis 2012 zum Gerichtsbezirk Leonfelden und ist seit dem 1. Jänner 2013 Teil des Gerichtsbezirks Freistadt.

Nachbargemeinden

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Zwettl an der Rodl Bad Leonfelden Schenkenfelden
Sonnberg im Mühlkreis Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Ottenschlag im Mühlkreis
Hellmonsödt Haibach im Mühlkreis

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich, seit 1490 zum Fürstentum Österreich ob der Enns.

Im Jahr 1209 wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt, als ein gewisser Salmannus de richenowe Besitzer der späteren Burg Reichenau war.[4]

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt, ist seither wieder bei Oberösterreich.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 wurde Oberösterreich zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung

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Reichenau im Mühlkreis: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
  
779
1880
  
769
1890
  
842
1900
  
822
1910
  
757
1923
  
718
1934
  
676
1939
  
676
1951
  
663
1961
  
675
1971
  
806
1981
  
811
1991
  
904
2001
  
1.160
2011
  
1.238
2021
  
1.327
2026
  
1.376
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Die starke Zunahme der Bevölkerung in den letzten Jahrzehnten erfolgte, da sowohl die Geburtenbilanz als auch die Wanderungsbilanz positiv waren.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Burgruine Reichenau
Pfarrkirche Reichenau im Mühlkreis

Wirtschaft und Infrastruktur

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Von den 36 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 waren 20 Haupterwerbsbauern, die 77 Prozent der Flächen bewirtschafteten. Im Produktionssektor arbeiteten 8 Erwerbstätige im Bereich Herstellung von Waren und 4 in der Bauwirtschaft. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche soziale und öffentliche Dienste (62) und der Handel (45 Mitarbeiter).[6][7][8]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 36 44 34 32
Produktion 6 7 12 21
Dienstleistung 58 36 150 147

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Feuerwehr Reichenau
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Landjugend
  • Musikverein Reichau-Haibach-Ottenschlag
  • Sport Union Reichenau-Haibach-Ottenschlag
  • Tourismusverband Reichenau
  • Verein Burgfestspiele Reichenau[9]
Gemeindeamt von Reichenau und zugleich Amtshaus von Ottenschlag im Mühlkreis sowie Haibach im Mühlkreis

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

[15]

  • 1850–1861 Benedikt Mayrhofer
  • 1861–1864 Karl Walchshofer
  • 1864–1867 Michael Weglehner
  • 1867–1870 Franz Stingeder
  • 1870–1876 Franz Schenkenfelder
  • 1876–1880 Michael Denkmaier
  • 1880–1882 Josef Horner
  • 1882–1900 Johann Rechberger
  • 1900–1903 Johann Hochreiter
  • 1903–1919 Johann Rechberger
  • 1919–1938 Franz Stingeder
  • 1938–1942 Karl Klopf
  • 1942–1943 Josef Greul
  • 1943–1945 Josef Leitner
  • 1945–1946 Rupert Hartl
  • 1946–1955 Franz Reingruber
  • 1955–1967 Johann Enzenhofer
  • 1967–1970 Gustav Wienerroither
  • 1970–1997 Hubert Pargfrieder
  • 1997–2006 Josef Rechberger (ÖVP)
  • 2006–2021 Hermann Reingruber (ÖVP)
  • seit 2021 Peter Paul Rechberger (MiR)[1]

Das Wappen wurde 1639 gemeinsam mit der Markterhebung von Kaiser Ferdinand III. verliehen. Es zeigt auf einem blauen Hintergrund ein rotes Herz mit den Initialen F.III.[15]

Persönlichkeiten

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Söhne und Töchter der Gemeinde

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Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

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Die Gemeinde Reichenau im Mühlkreis ist Sitz von drei Bürgermeistern, weil auch die Bürgermeister der Nachbargemeinden Haibach im Mühlkreis und Ottenschlag im Mühlkreis im Gemeindeamt von Reichenau residieren.

  • Hubert Bognermayr: Reichenau und Umgebung. Geschichte und Geschichten. Selbstverlag, Reichenau 1982.
  • Festschrift 350 Jahre Markt Reichenau. Marktgemeinde Reichenau, 1989.
  • Naturraumkartierung Oberösterreich. Landschaftserhebung Gemeinde Reichenau im Mühlkreis. Endbericht. Gutachten Naturschutzabteilung Oberösterreich. 2008, S. 1–71 (zobodat.at [PDF]).
Commons: Reichenau im Mühlkreis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Bürgermeisterwahl 2021 Endergebnis (mit Wahlkarten). (PDF) Amt der Oö. Landesregierung, 26. September 2021, abgerufen am 16. April 2025.
  2. ↑ David Kaufmann: Klimadaten Oberösterreich – aufbereitete Klimamittel von GeoSphere-Stationen (Gemeinde-Datensätze). Zenodo, 2026, doi:10.5281/zenodo.21274155 (zenodo.org).
  3. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  4. ↑ Karl Hohensinner, Peter Wiesinger, unter Mitarbeit von Hermann Scheuringer, Michael Schefbäck: Die Ortsnamen des politischen Bezirkes Urfahr-Umgebung (Mittleres Mühlviertel) (= Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich. Band 10). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2006, ISBN 978-3-7001-3676-7, S. 86, Nr. 10.2.3.5.
  5. ↑ Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Reichenau im Mühlkreis, Bevölkerungsentwicklung. (PDF) Abgerufen am 9. Mai 2019.
  6. ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Reichenau im Mühlkreis, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 26. November 2021.
  7. ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Reichenau im Mühlkreis, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 26. November 2021.
  8. ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Reichenau im Mühlkreis, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 26. November 2021.
  9. ↑ Gemeinde Reichenau, Freizeit und Tourismus, Vereine. Abgerufen am 9. Mai 2019.
  10. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1997 in Reichenau im Mühlkreis. (XLS) Land Oberösterreich, 5. Oktober 1997, abgerufen am 26. November 2021.
  11. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2003 in Reichenau im Mühlkreis. (PDF) Land Oberösterreich, 28. September 2003, abgerufen am 26. November 2021.
  12. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2009 in Reichenau im Mühlkreis. (PDF) Land Oberösterreich, 27. September 2009, abgerufen am 26. November 2021.
  13. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Reichenau im Mühlkreis. (PDF) Land Oberösterreich, 27. September 2015, abgerufen am 26. November 2021.
  14. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2021 in Reichenau im Mühlkreis. (PDF) Land Oberösterreich, 26. September 2021, abgerufen am 26. November 2021.
  15. 1 2 Geschichte der Gemeinde Reichenau im Mühlkreis. Wappen, Bürgermeister und Vereine. Land Oberösterreich, abgerufen am 16. April 2025.
  16. ↑ Rudolf Ardelt: Johann Pauckner, Bauernmöbeltischler zu Reichenau i. M. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines. Band 123a, Linz 1978, S. 195–208 (zobodat.at [PDF]).
    Rudolf Ardelt: Der erste Christbaum zu Reichenau im Mühlkreis. In: Oberösterreichische Heimatblätter. Jahrgang 46, Linz 1992, Heft 4, S. 442–443 (mit einer Zeichnung von Johann Pauckner, ooegeschichte.at [PDF]).