Emmanuel Lebesson

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Emmanuel Lebesson Tischtennisspieler
Nation: FrankreichFrankreich Frankreich
Geburtsdatum: 24. April 1988
Spielhand: Linkshänder
Spielweise: Shakehand
Aktueller Weltranglistenplatz: 29[1]
Bester Weltranglistenplatz: 20 (Sep. 2017)
Letzte Aktualisierung der Infobox: 3. November 2016

Emmanuel Lebesson (* 24. April 1988 in Niort) ist ein französischer Tischtennis-Nationalspieler. Er wurde 2016 Europameister im Einzel.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lebesson begann im Alter von 5 Jahren, Tischtennis zu spielen. Erste internationale Auftritte hatte er ab 2004 im World Junior Circuit, 2005 holte er mit der französischen Mannschaft Gold bei der Jugend-Europameisterschaft. 2006 nahm er an der Jugend-Weltmeisterschaft teil, wo er im Einzel das Achtelfinale und im Doppel das Viertelfinale erreichte. Ab diesem Jahr trat er international zudem im Erwachsenenbereich an, 2007 erstmals bei einer Weltmeisterschaft. Im Doppel mit Adrien Mattenet kam er dabei unter die letzten 32. Dieses Doppel spielte auch 2008 und 2009 zusammen, gewann 2008 die französische Meisterschaft, qualifizierte sich auf der Pro Tour jeweils für die Grand Finals und erreichte dort das Halbfinale. Bei der Europameisterschaft 2009 holte Lebesson Bronze im Doppel mit Damien Éloi, im selben Jahr gewann er die französische Meisterschaft auch im Einzel und die Mittelmeerspiele mit dem Team. 2010 holte er mit dem französischen Team Bronze bei der Europameisterschaft; in diesem Jahr stieß er in der Weltrangliste außerdem zum ersten Mal unter die besten 100 vor, ab dem Februar 2011 konnte er sich dort dauerhaft etablieren. Zusammen mit Adrien Mattenet gewann er 2011 zum zweiten Mal die französische Meisterschaft im Doppel.

Bei den Brazil Open 2012 erreichte er im Einzel und Doppel das Halbfinale, was seine erste Medaillenplatzierung im Einzel auf der World Tour bedeutete. In der Weltrangliste erreichte er damit Platz 44, was für ihn eine neue Rekordmarke darstellte. Den Doppelwettbewerb der französischen Meisterschaft gewann er 2013 zum dritten Mal, diesmal an der Seite von Simon Gauzy. Zur Saison 2013/14 wechselte er zu Boulogne-Billancourt. 2015 fanden die ersten Europaspiele statt, bei denen Frankreich im Halbfinale auf Deutschland traf. Dabei trat das deutsche Team wegen einer Lebensmittelvergiftung Timo Bolls nur zu zweit an und lag somit praktisch von Beginn an 0:2 zurück.[2] Beim Stand von 2:2 schlug Lebesson im entscheidenden letzten Spiel Dimitrij Ovtcharov mit 3:1 – nach dem Sieg über Vladimir Samsonov im Viertelfinale der zweite Sieg über einen Top 10-Spieler innerhalb eines Tages – und brachte Frankreich damit ins Finale, das gegen Portugal verloren ging. Insgesamt kam Lebesson im Teamwettbewerb auf eine 3:0-Doppel- und eine 2:0-Einzelbilanz. Bei der EM später im Jahr kam es erneut zu einem Halbfinalduell mit Deutschland, eine 1:3-Niederlage bedeutete Bronze für das französische Team. 2016 konnte Frankreich bei der Weltmeisterschaft überraschend mit 5 Siegen aus 5 Spielen seine Gruppe gewinnen und traf im Viertelfinale auf das englische Team, das man in der Gruppenphase mit 3:0 geschlagen hatte. Das Viertelfinale ging jedoch mit 2:3 verloren, womit die Chance auf eine Medaille verpasst wurde. Trotzdem reihte sich diese Platzierung in eine Folge kontinuierlicher Verbesserungen seit Lebessons erster Team-WM-Teilnahme 2008 ein.

Lebesson nahm im April 2016 erfolgreich an der Qualifikation für die Olympischen Spiele teil und rückte damit in der Weltrangliste auf Platz 36 vor, in den Monaten danach bis auf Platz 30. Bei den Olympischen Spielen schied er im Einzel allerdings in seinem ersten Spiel gegen Adrian Crișan aus, im Teamwettbewerb verlor Frankreich, wie schon bei der WM (diesmal allerdings schon im Achtelfinale), mit 2:3 gegen das Vereinigte Königreich. Zur Saison 2016/17 wechselte er in der französischen Pro A zu Vaillante Angers. Bei der EM 2016 schlug Lebesson im Einzel unter anderem den auf Position 3 gesetzten Marcos Freitas und gewann schließlich die Goldmedaille. Nach Jacques Secrétins EM-Titel 1976 war dies der zweite EM-Sieg im Einzel für einen Franzosen. 2017 wurde er französischer Meister im Einzel und mit Tristan Flore auch im Doppel. Zur Saison 2017/18 schloss er sich SPO Rouen an. Mit der französischen Mannschaft holte er nach einer knappen Halbfinalniederlage gegen Portugal Bronze bei der EM 2017.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Privat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emmanuel Lebesson ist verheiratet und hat einen Sohn.[3]

Ergebnisse aus der ITTF-Datenbank (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[4]

Verband Veranstaltung Jahr Ort Land Einzel Doppel Mixed Team
FRA Europameisterschaft 2017 Luxemburg LUX Halbfinale
FRA Europameisterschaft 2016 Budapest HUN Gold letzte 16
FRA Europameisterschaft 2015 Jekaterinburg RUS letzte 64 letzte 16 Halbfinale
FRA Europameisterschaft 2014 Lissabon POR 7
FRA Europameisterschaft 2013 Schwechat AUT letzte 32 letzte 16 8
FRA Europameisterschaft 2012 Herning DEN letzte 64 letzte 32
FRA Europameisterschaft 2011 Danzig POL letzte 64 letzte 16 9
FRA Europameisterschaft 2010 Ostrava CZE Viertelfinale Halbfinale
FRA Europameisterschaft 2009 Stuttgart GER Halbfinale
FRA Europe Top 16 2018 Montreux SUI letzte 16
FRA Europe Top 16 2017 Antibes FRA 9.–12. Platz
FRA Europaspiele 2015 Baku AZE Silber
FRA Jugend-Europameisterschaft (Junioren) 2006 Sarajevo BIH Gold
FRA Jugend-Europameisterschaft (Junioren) 2005 Ostrava CZE Gold
FRA Olympische Spiele 2016 Rio de Janeiro BRA letzte 48 letzte 16
FRA ITTF Pro Tour 2017 Olmütz CZE Halbfinale Viertelfinale
FRA ITTF Pro Tour 2017 Doha QAT Qual. Halbfinale
FRA ITTF Pro Tour 2014 Doha QAT letzte 32 Silber
FRA ITTF Pro Tour 2012 Santos BRA Halbfinale Halbfinale
FRA ITTF Pro Tour 2011 Rabat MAR Viertelfinale Silber
FRA ITTF Pro Tour 2011 Velenje SLO letzte 64 Silber
FRA ITTF Pro Tour 2009 Sheffield ENG letzte 64 Halbfinale
FRA Mittelmeerspiele 2009 Pescara ITA Gold
FRA Pro Tour Grand Finals 2009 Macau MAC Halbfinale
FRA Pro Tour Grand Finals 2008 Macao MAC Halbfinale
FRA Weltmeisterschaft 2018 Halmstad SWE 17
FRA Weltmeisterschaft 2017 Düsseldorf GER letzte 64 letzte 32
FRA Weltmeisterschaft 2016 Kuala Lumpur MAS Viertelfinale
FRA Weltmeisterschaft 2015 Suzhou CHN letzte 64 letzte 16 letzte 32
FRA Weltmeisterschaft 2014 Tokio JPN 13
FRA Weltmeisterschaft 2013 Paris FRA letzte 32 letzte 32 letzte 32
FRA Weltmeisterschaft 2012 Dortmund GER 18
FRA Weltmeisterschaft 2011 Rotterdam NED letzte 128 letzte 32 letzte 32
FRA Weltmeisterschaft 2010 Moskau RUS 19
FRA Weltmeisterschaft 2009 Yokohama JPN letzte 128 letzte 32
FRA Weltmeisterschaft 2008 Guangzhou CHN 22
FRA Weltmeisterschaft 2007 Zagreb CRO letzte 128 letzte 32 letzte 128
FRA Jugend-Weltmeisterschaft 2006 Cairo EGY letzte 16 Viertelfinale
FRA World Junior Circuit 2006 Örebro SWE Halbfinale
FRA World Junior Circuit 2005 Casablanca MAR Halbfinale
FRA World Junior Circuit 2004 Noumea NCL Halbfinale
FRA WTC-World Team Cup 2007 Magdeburg GER 5

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. results.ittf.link. (abgerufen am 1. Juli 2018).
  2. tischtennis.de – Alleine stark, aber nicht stark genug: Dezimierte DTTB-Herren spielen um Bronze@1@2Vorlage:Toter Link/www.tischtennis.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (abgerufen am 23. Oktober 2016)
  3. Zeitschrift tischtennis, 2016/11 Seite 11
  4. Emmanuel Lebesson Ergebnisse aus der ITTF-Datenbank auf ittf.com (abgerufen am 23. Oktober 2016)