Eric Bonse

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Eric Bonse (* 1960 in Düsseldorf) ist ein deutscher Journalist. Er lebt und arbeitet seit 2004 als EU-Korrespondent in Brüssel.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bonse absolvierte das Abitur im Düsseldorfer Leibniz-Gymnasium und machte ein Redaktionsvolontariat bei der Westdeutschen Zeitung (Düsseldorfer Nachrichten). Dort war er von 1982 bis 1984 als Lokalredakteur tätig. Nach dem Studium der Politikwissenschaft in Hamburg arbeitete er zunächst als Redakteur für das Deutsche Allgemeine Sonntagsblatt, bevor er 1994 nach Paris ging. Dort war er von 1996 bis 2001 als Frankreich-Korrespondent des Handelsblatts tätig. Anschließend arbeitete Bonse als Ressortleiter für Außen- und Außenwirtschaftspolitik in der Zentralredaktion in Düsseldorf. 2004 wechselte Bonse als EU-Korrespondent nach Brüssel, wo er zunächst weiter für das Handelsblatt berichtete. Seit 2012 arbeitet er freiberuflich für die taz, den Cicero und andere deutsche und europäische Medien.[1]

Europapolitische Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bonse hat sich in investigativen Artikeln und Analysen kritisch mit der Europäischen Union und der deutschen Europapolitik auseinander gesetzt. So deckte er 2009 die geheimen Verhandlungen zwischen der EU und den USA über das sogenannte Swift-Abkommen zur Weitergabe privater Bankdaten auf.[2]

2013 legte er Hintergründe einer Schwarzgeld-Affäre offen, die Zypern und die deutsche Bundesregierung in Verlegenheit brachte.[3]

2014 ging er dem umstrittenen Wechsel der früheren EU-Kommissarin Viviane Reding zum Bertelsmann-Konzern nach.[4]

Vor der Europawahl 2019 berichtete er über die deutschen Netzwerke in Brüssel und ihren Einfluss auf die EU-Politik.[5]

Bonse arbeitet in der deutsch-französischen Daniel-Vernet-Gruppe der Stiftung Genshagen mit.[6] Während der Eurokrise hat er sich für paneuropäische Initiativen wie „Avanti Europe“ engagiert.[7] Außerdem hat er sich für den Erhalt des Brüsseler Thinktanks BRUEGEL eingesetzt.[8] In seinem 2012 gegründeten Blog „Lost in EUrope“ greift er europapolitische Themen jenseits der offiziellen Agenda auf.[9] Ein zentrales Motiv ist die Auseinandersetzung mit dem „deutschen Europa“ (Ulrich Beck) und den Folgen.[10]

Bonse ist regelmäßig Gast in Talkshows wie Phoenix Runde[11] oder Presseclub sowie in der Europa-Sendung des belgischen Newskanals LN24. Er ist Mitglied der Weltreporter, dem Dachverband freier Auslandskorrespondenten.[1]

Forschungsarbeiten zur Europapolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Europa nach dem Brexit – deutsche Positionen und Perspektiven – IFRI[12]
  • Für eine ergebnisorientierte PolitikStiftung Genshagen[13]
  • Austerität als gesellschaftliches Projekt – Springer[14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b weltreporter.net. weltreporter.net, abgerufen am 11. Mai 2021.
  2. Brüssel hebelt Schutz von Bankdaten aus. handelsblatt.com, 9. Juli 2009, abgerufen am 11. Mai 2021.
  3. Bundesregierung weiß nichts über russisches Schwarzgeld. cicero.de, 14. März 2013, abgerufen am 11. Mai 2021.
  4. Die Bertelsmann-Kommissarin. taz.de, 12. November 2014, abgerufen am 11. Mai 2021.
  5. Einflussreiche Deutsche in Brüssel. politik-kommunikation.de, abgerufen am 11. Mai 2021.
  6. Publikationen. Abgerufen am 11. Mai 2021.
  7. Empörte Europäer. euractiv.de, 6. Januar 2012, abgerufen am 11. Mai 2021.
  8. Neues Denken aus dem alten Europa. handelsblatt.com, 27. Juli 2009, abgerufen am 11. Mai 2021.
  9. Über diesen Blog. Eric Bonse, abgerufen am 11. Mai 2021.
  10. Europa tickt deutsch. Blätter für deutsche und internationale Politik, abgerufen am 17. Mai 2021.
  11. phoenix Runde: Jetzt auch noch Italien - Populisten gegen Europa. phoenix.de, abgerufen am 11. Mai 2021.
  12. Europa nach dem Brexit - deutsche Positionen und Perspektiven. ifri.org, 27. Januar 2017, abgerufen am 11. Mai 2021.
  13. pdf: Für eine ergebnisorientierte Politik: Handlungsoptionen der Europäischen Union in der Krise. stiftung-genshagen.de, 1. September 2015, abgerufen am 11. Mai 2021.
  14. Austerität als gesellschaftliches Projekt, S. 181-193. Springer Verlag, abgerufen am 11. Mai 2021.