Erol Sander

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Erol Sander

Erol Sander, bürgerlich Urçun Salihoğlu, (* 9. November 1968 in Istanbul, Türkei) ist ein deutscher Schauspieler türkischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erol Sander kam 1973 als Fünfjähriger mit Mutter und Schwester aus der Türkei nach München. Nach dem Abitur in München begann Sander ein Studium der Wirtschafts- und Politikwissenschaft. 1990 ging er nach Paris, um als Fotomodell unter anderem für Armani, Dolce & Gabbana und Christian Dior zu arbeiten. Parallel zu seiner Arbeit als Model nahm Sander Schauspielunterricht. In Paris lernte er später auch die Französin Caroline Goddet, eine Nichte des Filmregisseurs Oliver Stone, kennen, die er im Jahr 2000 heiratete; sie haben zwei Söhne. 2017 wurde die Scheidung eingereicht.[1] Im Januar 2018 wurde Sander wegen Drogenbesitzes zu einer Geldstrafe von 25.200 Euro verurteilt; er ist damit vorbestraft. Die Anklage wegen häuslicher Gewalt wurde eingestellt.[2]

Schauspielkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Künstlernamen Erol Sander wählte er, da sein türkischer Name „Urçun Salihoğlu“ schwierig auszusprechen sei.

Auf dem Bildschirm war Sander erstmals 1997 in der französischen Fernsehserie Paradis d’enfer (Regie: Dominique Masson) zu sehen. Im deutschen Fernsehen debütierte er 1999 als türkischstämmiger Fernsehkommissar in der Titelrolle des Sinan Toprak. Es folgten Rollen in Fernsehfilmen wie „Betty – Schön wie der Tod“ (2002, Regie: Peter Keglevic) sowie zusammen mit Veronica Ferres im Zweiteiler Für immer verloren (2003, Regie: Uwe Janson). Sein Hollywood-Debüt gab er 2004 an der Seite von Colin Farrell und Angelina Jolie in Oliver Stones Alexander in der Nebenrolle des Prinzen Pharnakes. In deutschen Fernsehfilmen spielte der Schauspieler die Hauptrolle unter anderem in dem Zweiteiler Soraya (2003, Regie: Lodovico Gasparini), in der Neuverfilmung des Heinz-Rühmann-Klassikers „Wenn der Vater mit dem Sohne“ (2005, Regie: Udo Witte), neben Maximilian Schell in dem Melodram Die Liebe eines Priesters (2005, Regie: Franz-Josef Gottlieb) und Mein Mann, mein Leben und du (2005, Regie: Helmut Förnbacher). 2007 war Sander unter anderem, in den Fernsehfilmen Der Zauber des Regenbogens (Regie: Dagmar Damek) und Die Rosenkönigin mit Maximilian Schell (Regie: Peter Weck) zu sehen. 2008 spielte der Schauspieler in Rebecca Ryman: Wer Liebe verspricht mit Mario Adorf (Regie: Dieter Kehler), in der ersten Folge der Krimireihe Mordkommission Istanbul mit dem Titel Die Tote in der Zisterne unter der Regie von Michael Steinke sowie in Eine Liebe im Zeichen des Drachen mit Christine Neubauer. 2009 folgten Rollen in Alle Sehnsucht dieser Erde (Regie: Wolf Gremm), im Krimi Tatort: Familienaufstellung und einer weiteren Folge Mordkommission Istanbul mit dem Titel Mord am Bosporus unter der Regie von Regie Michael Kreindl.

Zur Freilichtsaison 2007 übernahm er die Nachfolge von Gojko Mitić als Winnetou bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg. In der Saison 2008 folgte dann Winnetou und Old Firehand und 2009 spielte er mit Martin Semmelrogge in Der Schatz im Silbersee. 2010 war er dort in Halbblut, 2011 in Der Ölprinz und 2012 in Winnetou II zu sehen. Im September 2012 wurde bekannt, dass der Vertrag mit Sander 2013 nicht mehr verlängert wird.[3] Während seiner Mitwirkung erreichten die Karl-May-Festspiele einen neuen 60-jährigen Zuschauerrekord von über 320.000 Zuschauern.

2013 begann Erol Sander seine deutschlandweite Rezitation von Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde. Die Nibelungenfestspiele Worms engagierten Erol Sander für die Saison 2014. In der Inszenierung von Dieter Wedel spielte Sander im Stück Hebbels Nibelungen – born this way die Rolle des finsteren Königs Etzel.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996–1998: Jamais deux sans toi…t (Fernsehserie)
  • 1998: Paradis d’enfer (Fernsehserie)
  • 1999: Sinan Toprak – Der Unbestechliche (Pilotfilm)
  • 2000: Zwei Leben nach dem Tod
  • 2001: Die Bibel – Die Apokalypse
  • 2001–2002: Sinan Toprak ist der Unbestechliche (Fernsehserie, Episoden 1–16)
  • 2002: Betty – Schön wie der Tod
  • 2002: Spurlos – ein Baby verschwindet
  • 2002: Für immer verloren
  • 2003: Soraya
  • 2003: Soko Kitzbühel – Maximaler Profit
  • 2003: Rosamunde Pilcher – Federn im Wind
  • 2003: Mein Mann, mein Leben und du
  • 2004: Alexander
  • 2004: Tausendmal berührt
  • 2004: Vernunft und Gefühl
  • 2004: Ums Paradies betrogen, Miniserie
  • 2004: Wenn der Vater mit dem Sohne
  • 2005: Liebe hat Flügel
  • 2005: Die Liebe eines Priesters
  • 2005: Wen die Liebe trifft
  • 2005: Inga Lindström – Sprung ins Glück
  • 2005: Andersrum
  • 2006: Pompeji
  • 2006: Der Zauber des Regenbogens
  • 2006: Im Himmel schreibt man Liebe anders
  • 2006: Und ich lieb’ dich doch
  • 2006: Das Traumhotel – Indien
  • 2006–2013: Die Alpenklinik (Fernsehserie, Episoden 1–6)
  • 2007: Im Tal der wilden Rosen – Herz im Wind
  • 2007: Eine Liebe in Kuba
  • 2007: Die Rosenkönigin
  • 2007: Der Zauber des Regenbogens
  • 2008: Die Blüten der Sehnsucht
  • 2008: Rebecca Ryman: Wer Liebe verspricht
  • 2008: Mordkommission Istanbul – Die Tote in der Zisterne
  • 2009: Tatort – Familienaufstellung
  • 2009: Alle Sehnsucht dieser Erde (Fernsehfilm)
  • 2009: Mord in bester Gesellschaft – Das eitle Gesicht des Todes
  • 2009: Mordkommission Istanbul – Mord am Bosporus
  • 2010: Die Liebe kommt mit dem Christkind (Fernsehfilm)
  • 2010: Mordkommission Istanbul – In Deiner Hand
  • 2010: Mordkommission Istanbul – Der Preis des Lebens
  • 2010: Mordkommission Istanbul – Die steinernen Krieger
  • 2011: Liebe ohne Minze
  • 2011: Mordkommission Istanbul – Transit
  • 2011: Mordkommission Istanbul – Blutsbande
  • 2011: Afrika ruft nach Dir
  • 2012: Flemming (Fernsehserie)
  • 2012: Mordkommission Istanbul – Tarlabasi
  • 2012: Mordkommission Istanbul – Stummer Zeuge
  • 2013: Notfall für Dr. Guth
  • 2013: Mordkommission Istanbul – Die zweite Spur
  • 2013: Mordkommission Istanbul – Das Ende des Alp Atakan
  • 2014: Mordkommission Istanbul – Club Royale
  • 2014: Mordkommission Istanbul – Der Broker vom Bosporus
  • 2015: Mordkommission Istanbul – Im Zeichen des Taurus
  • 2015: Mordkommission Istanbul – Ausgespielt
  • 2016: Mordkommission Istanbul – Der verlorene Sohn
  • 2016: Mordkommission Istanbul – Ein Dorf unter Verdacht
  • 2017: Mordkommission Istanbul – Tödliche Gier
  • 2017: Mordkommission Istanbul – Der letzte Gast
  • 2018: Genial daneben – Das Quiz (Gastauftritt)

Theater/Bühne/Rezitation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007: Winnetou I – Karl-May-Spiele in Bad Segeberg
  • 2008: Winnetou und Old Firehand – Karl-May-Spiele in Bad Segeberg
  • 2009: Der Schatz im Silbersee – Karl-May-Spiele in Bad Segeberg
  • 2010: Halbblut – Karl-May-Spiele in Bad Segeberg
  • 2011: Der Ölprinz – Karl-May-Spiele in Bad Segeberg
  • 2012: Winnetou II – Karl-May-Spiele in Bad Segeberg
  • 2013–2016: Das Bildnis des Dorian Gray – Oskar Wilde Rezitation
  • 2014: Hebbels Nibelungen – born this way – Nibelungen Festspiele Worms
  • 2014/2015: Bassa Selim – Entführung aus dem Serail, Opéra Garnier in Paris
  • 2017: Bassa Selim – Entführung aus dem Serail, Semperoper in Dresden
  • 2017: Martin Luther – Der Anschlag in Bad Hersfeld
  • 2017/2018: Miss Marple – Ein Mord wird angekündigt, Tour in Deutschland / Österreich / Schweiz

Auszeichnungen/Nominierungen/Awards[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004: Burda Verlag: Best Dressed Men Film
  • 2007: Axel-Springer Verlag: Grooming-Man des Jahres
  • 2007: Men’s Health: Best Fashion, Best Dressed Men Film
  • 2009: Bauer Verlag: Publikumspreis Bester Schauspieler „Mein Star des Jahres“
  • 2011: Felix-Burda Award: „Stars for Prevention“
  • 2011: VDH: Botschafter des Hundes
  • 2012: Gesundheitsmann Bunte
  • 2012: Grazia: „Best Dressed Award“
  • 2014: „HCW“ Orden Weimar
  • 2015: „Kybele“ 2015: deutsch-türkischer Freundschaftspreis
  • 2017: Busche Verlagsgesellschaft mbH: „Genießer des Jahres“

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Erol Sander – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frau von Erol Sander: „Meine Ehe war die Hölle“. In: t-online.de. 5. Oktober 2017, abgerufen am 9. November 2018.
  2. Wegen Drogenbesitzes: TV-Star Erol Sander akzeptiert Strafbefehl. In: Focus Online. 8. Januar 2018, abgerufen am 9. November 2018.
  3. Karl-May-Spiele trennen sich offiziell von Erol Sander. In: Welt Online. 5. September 2012, abgerufen am 9. November 2018.