Südostviertel

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[[Datei:|left|40px|Wappen von Südostviertel]]

Wappen der Stadt Essen

Südostviertel
Stadtteil von Essen

Lage von Südostviertel im Stadtbezirk I Stadtmitte/Frillendorf/Huttrop
Basisdaten
Fläche 0,97 km²
Einwohner 12.764 (30. Sep. 2017)
Koordinaten 51° 27′ 10″ N, 7° 1′ 51″ OKoordinaten: 51° 27′ 10″ N, 7° 1′ 51″ O
Höhe 105 m
Räumliche Zuordnung
Postleitzahl 45128, 45138, 45139
Stadtteilnummer 06
Bezirk Stadtbezirk I Stadtmitte/Frillendorf/Huttrop
Bild
Blick über das Südostviertel Richtung Nordosten vom Moltkeplatz (unten) bis zur Steeler Straße (oben); – anschließende Bilder siehe auch Moltkeviertel und Huttrop

Blick über das Südostviertel Richtung Nordosten vom Moltkeplatz (unten) bis zur Steeler Straße (oben); – anschließende Bilder siehe auch Moltkeviertel und Huttrop

Quelle: Statistik der Stadt Essen

Der Stadtteil Südostviertel der Stadt Essen bildet zusammen mit dem Westviertel, dem Nordviertel, dem Ostviertel, dem Südviertel und dem Stadtkern die Stadtmitte.

Charakter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Südostviertel besteht zum größten Teil aus dichter Wohnbebauung. Die Hauptstraßen sind die durch das Viertel nach Steele führende Steeler Straße, die Kurfürstenstraße, sowie die südlich davon gelegene Ruhrallee. Markenzeichen des Viertels ist der Wasserturm an der Steeler Straße, angrenzend an den Diether-Krebs-Platz (früher Ostpark). Gelegentlich wurde sogar eine Umbenennung des Stadtteils in Essen-Wasserturm vorgeschlagen. In der Nähe befindet sich die Kirche St. Michael am Wasserturm, deren Vorgängerbau im Krieg an der Stelle stand, wo sich heute an der Wächtlerstraße die A40 befindet. Im Stadtteil gibt es die Grundschule am Wasserturm und daran angrenzend mit der UNESCO-Schule Essen ein Aufbaugymnasium. An der Steeler Straße gibt es das 1955 eröffnete und unter Denkmalschutz stehende Programmkino Eulenspiegel. Im Süden des Stadtteiles befindet sich die Neue Synagoge aus dem Jahr 1959.

Den südlichen Teil des Stadtteiles Südostviertel bildet das stadtplanerisch und architektonisch interessante Moltkeviertel, das in Teilen auch auf Huttroper Gebiet liegt. Zur Abgrenzung der beiden Stadtteile und des Moltkeviertels siehe den Weblink unten zu "ESSENS BUNTE SEITE". Am Moltkeplatz baute Otto Bartning für die Alt-Lutherische Kirchengemeinde (heute SELK) seine erste Kirche in Deutschland (eingeweiht 1910)[1] und plante später mit der 1929 erbauten Auferstehungskirche an der Ecke Manteuffel-/Steubenstraße eines der wichtigsten Leitbilder des modernen Kirchenbaus in Mitteleuropa. Im Moltkeviertel wurde 1912 der Bau des Viktoria-Gymnasiums am Kurfürstenplatz begonnen. Es wurde nach Viktoria Luise von Preußen benannt und als Mädchengymnasium am 23. April 1914 eingeweiht.[2]

Am südöstlichen Rand des Stadtteils befindet sich der Ostfriedhof, auf dem zahlreiche Persönlichkeiten der Essener Geschichte bestattet bzw. vom ehemaligen Friedhof am Kettwiger Tor umgebettet wurden, der im Jahr 1955 für die Autobahn A40 aufgegeben wurde.

In der Schinkelstraße 34 befindet sich das Haus des ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann, das dieser vom 1. Januar 1936 bis zu seinem Tod bewohnte.

Identität des Stadtteils[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der abstrakten Namensgebung des Südostviertels fühlen sich viele Einwohner, und auch einige im Stadtteil ansässigen Einzelhändler und Gastronomen, dem benachbarten Stadtteil Huttrop zugehörig.[3] Hinzu kommt eine dichte Wohnbebauung, die keine Stadtteilgrenze erkennen lässt. Sie verläuft zwischen Huttrop und dem Südostviertel auf der Wörth-, der Spichern- und der Herwarthstraße. Zur Abgrenzung der beiden Stadtteile und des Moltkeviertels siehe auch den Weblink unten zu "ESSENS BUNTE SEITE".[4] Auch die Essener Medien verlegen in ihrer Berichterstattung über das Südostviertel den Stadtteil manchesmal nach Huttrop.[5] Die im Zentrum des Südostviertels gelegene Anschlussstelle an die Autobahn A40 heißt ebenso falsch Essen-Huttrop.[3] 2013 wurde die Ortstafel an der Autobahnabfahrt mit der korrekten Bezeichnung Essen Stadtteil Südostviertel aufgestellt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Essener Stadtmitte

Blasonierung: „In Blau ein schräglinkes goldenens (gelbes) Schwert, begleitet oben und unten von je drei goldenen (gelben) Kugeln.“

Das Wappen wurde von Kurt Schweder entworfen und hatte nie offiziellen Charakter. Ende der 1980er Jahre schuf der Heraldiker für alle Essener Stadtteile Wappen. Sie sind inzwischen von der Essener Bevölkerung gut angenommen worden. Das Schwert als Attribut der Stadtpatrone Cosmas und Damian stellt den Bezug zum Essener Stadtwappen her. Die goldenen Kugeln symbolisieren die sechs Stadtteile Stadtkern, Nordviertel, Ostviertel, Südostviertel, Südviertel und Westviertel.[6]

Söhne und Töchter des Stadtteils[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ESSENS BUNTE SEITE: Südostviertel & Huttrop; Der Stadtteilführer von Bürgern für Bürger; mit Karte; Hrsg.: Initiativkreis "Essens bunte Seite" c/o Storp9, 2014; siehe auch hier..
  • 100 Jahre Lutherische Kirche am Moltkeplatz in Essen 1910-2010; Festschrift zum 100-jährigen Bestehen der Kirche; Hrsg.: Selbständige Ev.-Luth. Kirche (SELK), Essen 2010, ISBN 978-3-00-031427-8
  • Elfi Pracht-Jörns: Die neue Synagoge Essen; Hrsg.: Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (= Rheinische Kunststätten, Heft 549), 32 pp, Köln 2013, ISBN 978-3-86526-095-6
  • 50 Jahre Jüdische Kultus-Gemeinde Essen in der Sedanstraße, 21. Oktober 1959 - 21. Oktober 2009; Hrsg.: Jüdische Kultus-Gemeinde Essen; 96 pp, Essen 2009, ISBN 978-3-89355-977-0
  • Uta Ranke-Heinemann: Der BDM-Keller im Hause meines Vaters. In: Alfred Neven DuMont (Hrsg.): Jahrgang 1926/27, Erinnerungen an die Jahre unter dem Hakenkreuz. Köln 2007, S. 95–106.
  • Tankred Stachelhaus: Das Essener Moltkeviertel – Weltweit einzigartige RaumKunst; Hrsg.: Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (= Rheinische Kunststätten, Heft 521), Köln 2010, ISBN 978-3-86526-051-2 (Dieses Heft ist erhältlich u. a. beim Verein Kunst am Moltkeplatz KaM e.V.; siehe hier.)
  • KUNSTAMMOLTKEPLATZ - 10 Jahre Kunst am Moltkeplatz KaM e.V. - 35 Jahre Skulpturenwiese Moltkeplatz; mit Beiträgen von Dr. Uwe Rüth und Tankred Stachelhaus; Hrsg.: KaM e.V., Essen 2017; siehe hier.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Essen-Südostviertel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gedenktafel am Objekt
  2. Schulgeschichte. Viktoriaschule, abgerufen im 3. November 2015.
  3. a b Das Südostviertel – der ungefähre Stadtteil. DerWesten.de, 2. August 2010, abgerufen im 13. April 2012.
  4. Ihr Stadtplan auf essen.de. Stadt Essen, abgerufen im 13. April 2012.
  5. Huttrop trotz Leerständen ein Stadtviertel mit Potenzial. DerWesten.de, 12. April 2012, abgerufen im 13. April 2012.
  6. Vgl. dazu Johann Rainer Busch: Kurt Schweders Wappen der Essener Stadtteile Essen 2009, S. 48.