Essener Philharmoniker

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Essener Philharmoniker ist der Name des im Jahr 1899 gegründeten städtischen Orchesters der Stadt Essen und eine eigene Sparte der Theater und Philharmonie Essen GmbH (TUP). Generalmusikdirektor ist seit 2013 Tomáš Netopil, Intendant ist Hein Mulders. Beide traten ihr Amt zur Spielzeit 2013/14 an.[1][2] Ab der Spielzeit 2022/2023 wird die promovierte Musikwissenschaftlerin Merle Fahrholz in Personalunion Intendantin für die Philharmoniker und das Aalto-Theater[3].

1904 weihte Richard Strauss den neuen Konzertsaal mit seiner Sinfonia domestica ein; 1905 leitete Felix Mottl die Uraufführung von Max Regers Sinfonietta; im Jahr darauf hob Gustav Mahler mit dem Orchester seine 6. Sinfonie aus der Taufe; eine weitere, vom Komponisten persönlich dirigierte Reger-Uraufführung folgte 1913 mit dessen „Böcklin-Suite“.

Mit der Eröffnung des renovierten Saalbaus Essen im Juni 2004 wurde dem städtischen Klangkörper seine ursprüngliche Auftrittsstätte wiedergegeben.

Konzertprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den regelmäßigen Operndiensten im Aalto-Theater spielen die Essener Philharmoniker mehr als 30 Konzerte pro Saison: Sinfoniekonzerte, Kinder- und Jugend- sowie Sonderkonzerte. Ferner gestalten die Musiker eine eigene Kammerkonzertreihe im Foyer des Aalto-Theaters und im RWE Pavillon der Philharmonie Essen. Bei der KlassikLounge im Grillo-Theater treffen sich Musiker der Essener Philharmoniker mit Gästen zu ungewöhnlichen Live-Acts. Fortgesetzt wird zudem die Reihe „Mit Götz Alsmann ins Konzert“.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 2003 und 2008 wurden die Essener Philharmoniker im Rahmen der internationalen Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt zum „Orchester des Jahres“ gekürt,[5][6][7] im April 2004 wurde ihnen der Große Kulturpreis der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland verliehen.[8] Im Rahmen der dann doch nicht realisierten Exzellenzförderung durch das Land Nordrhein-Westfalen waren die Essener Philharmoniker der Favorit, zur Staatsphilharmonie des Landes zu werden.

2019 wurde die Theater und Philharmonie Essen (TUP) von der Zeitschrift concerti für den „Publikumspreis 2019“ nominiert.[9]

Chefdirigenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berühmte Gäste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dirigenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otto Klemperer, Rudolf Kempe, Hans Knappertsbusch, Bernard Haitink, Günter Wand, Sir Yehudi Menuhin, Krzysztof Penderecki sowie aus den letzten Jahren u. a. Sir Roger Norrington, Thomas Hengelbrock, Marc Minkowski, Gerd Albrecht, Philippe Herreweghe, Henrik Nánási, Jun Märkl, Reinhard Goebel, Kirill Karabits, Constantin Trinks, Hans Graf, Christian Curnyn und Ivor Bolton. In der Spielzeit 2020/21 werden sich Richard Egarr, Jonathan Stockhammer, Jun Märkl, Friedrich Haider und Julian Rachlin dirigieren.[10]

Solisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deirdre Angenent, Tzimon Barto, Boris Berezovsky, Rudolf Buchbinder, Gautier Capuçon, Angela Denoke, Julia Fischer, Boris Giltburg, Christiane Karg, das Collegium Vocale Gent, Alexander Krichel, Sabine Meyer, Gerhard Oppitz, Fazil Say, Alice Sara Ott, Alina Pogostkina und Frank Peter Zimmermann.

In der Spielzeit 2020/21 werden im Rahmen der Sinfoniekonzerte Daniel Hope, Kristian Bezuidenhout, Alexej Gerassimez, Nicholas Angelich, Lukás Vondrácek, Jean Rondeau und Julian Rachlin zu Gast bei den Essener Philharmonikern sein.[11]

Gastspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Essener Philharmoniker gastierten im Rahmen des Henze-Projekts der RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas in Gütersloh, der Geburtsstadt des Komponisten. Darüber hinaus war das Orchester in der Semperoper bei den Dresdner Musikfestspielen, beim Penderecki-Festival in Zabrze und Krakau sowie mehrfach beim Richard-Strauss-Festival in Garmisch-Partenkirchen zu Gast. In der Spielzeit 2019/2020 traten die Essener Philharmoniker zum wiederholten Male im Concertgebouw Amsterdam und beim Internationalen Dvořák-Festival im Prager Rudolfinum sowie erstmals in der Frauenkirche Dresden auf.

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. »ES GIBT NICHTS MEHR ZU SPAREN« – kulturwest.de. Abgerufen am 11. Mai 2020.
  2. Mulders wird Intendant des Aalto-Theaters und der Philharmonie Essen | nmz – neue musikzeitung. Abgerufen am 11. Mai 2020.
  3. Merle Fahrholz wird Intendantin für Essener Philharmoniker. In: zeit.de (dpa-Meldung). 3. September 2021, abgerufen am 7. September 2021.
  4. Theater und Philharmonie Essen: Mit Götz Alsmann ins Konzert | Theater und Philharmonie Essen (TUP). Abgerufen am 11. Mai 2020.
  5. Opernhaus des Jahres. 30. September 2008, abgerufen am 11. Mai 2020.
  6. Aalto Theater ist „Opernhaus des Jahres“. Abgerufen am 11. Mai 2020.
  7. Kritikerumfrage: Aalto Theater Essen Opernhaus des Jahres. 30. September 2008, abgerufen am 11. Mai 2020.
  8. Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland (Hrsg.): Preisträger Rheinischer Kulturpreis 1989–2018. (rsgv.de [PDF]).
  9. Nominiert zum „Publikum des Jahres 2019“: Die Theater und Philharmonie Essen. In: concerti.de. 11. Februar 2020, abgerufen am 11. Mai 2020 (englisch).
  10. Theater und Philharmonie Essen: Sinfoniekonzerte 2020/2021 | Theater und Philharmonie Essen (TUP). Abgerufen am 11. Mai 2020.
  11. Theater und Philharmonie Essen: Sinfoniekonzerte 2020/2021 | Theater und Philharmonie Essen (TUP). Abgerufen am 11. Mai 2020.