Europäische Route historischer Thermalstädte

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Trinkhalle, Baden-Baden
Großes Bad, Bath
Gellértbad, Budapest
Alte Thermen, Évian-les-Bains
Kolonnade, Marienbad
Altes Bad, Montecatini Terme
Altes Kurhaus, Spa
Quellenhalle, Vichy
Kurhaus, Wiesbaden

Die Europäische Route historischer Thermalstädte ist ein Kulturweg des Europarats. Träger der Route ist die 2011 gegründete „European Historic Thermal Towns Association (EHTTA)“, eine Non-Profit-Organisation mit zurzeit 26 Mitgliedern in elf europäischen Ländern (einschließlich der Türkei). Im Frühjahr 2013 wurde der EHTTA durch das „Europäische Institut der Kulturrouten“ die Auszeichnung einer „Kulturroute Europas“ verliehen.[1]

Von der Pressestelle der Stadt Baden-Baden wird die Europäische Route historischer Thermalbäder als „Europäische Bäderstraße“ bezeichnet.[2]

Aufgaben der EHTTA und des Kulturwegs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Europäische Route historischer Thermalstädte, das erste Projekt der EHTTA, ist ein Weg, der den Spuren der Stätten nachgeht, an denen die Badekultur in Europa sich entwickelt hat. Die Route verbindet ideell das kulturelle und architektonische Erbe der Thermalstädte (englisch: "spa towns") und bringt die Qualität ihrer Mineralwässer voran. Sie soll eine gemeinsame Entwicklung der Thermalstädte fördern und deren Erbe erhalten, ein Netzwerk enger Zusammenarbeit mit europäischen Institutionen und europäischen Förderprogrammen entwickeln, die Entwicklung der Forschung, Analyse, Studien und Statistiken der Bäderbranche fördern und eine neue Strategie für die Bäderbranche entwickeln, da diese ein hohes kulturelles und touristisches Potenzial aufweise.[3]

Definition des Begriffs „Thermalstadt“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um als Thermalstadt im Sinne der Route anerkannt werden zu können, muss nach den Statuten der EHTTA ein Badeort die folgenden Merkmale aufweisen:

  • Eine Thermalstadt muss eigenes Thermalwasser verwerten (dieses muss nicht unbedingt in Flaschen abgefüllt werden) und, darauf aufbauend, ein Bade- und/oder Wellnesszentrum mit einer historischen Tradition betreiben.
  • Eine Thermalstadt muss eine Bäderarchitektur aufweisen, die spätestens im 19. Jahrhundert errichtet wurde, einschließlich eines Gebäudes oder mehrerer Gebäude, die mit dem Bäderbetrieb zu tun haben und als historische Monumente eingestuft werden.
  • Eine Thermalstadt muss traditionell kulturelle und Unterhaltungsangebote unterbreiten, d. h. Theateraufführungen, Kasinos, Konzerte usw. anbieten.
  • Eine Thermalstadt muss Hotels von höchster Qualität mit einer hohen Zimmerzahl anbieten, die mit dem Kurangebot der Stadt in Verbindung stehen.

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Staaten sind zurzeit in die Europäische Route historischer Thermalstädte einbezogen: Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kroatien, Rumänien, Spanien, Tschechien, die Türkei und Ungarn.

Mitgliederstädte der EHTTA sind zurzeit:[4]

Der EHTTA gehören darüber hinaus die folgenden beiden Städtevereinigungen an:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Wiesbaden: European Historic Thermal Towns Association (EHTTA)
  2. Stadt Baden-Baden: Baden-Baden gehört zur "Europäischen Bäderstraße" - EU fördert kulturelles Erbe im Netzwerk von 25 Bäderstädten. 19. November 2012
  3. EHTTA: Introduction (englischsprachiger Text)
  4. EHTTA: EHTTA members (englischsprachiger Text)
  5. A.S.CO.T: soci (italienischsprachiger Text)
  6. Villes d’Eaux du Massif Central: Destination Villes d'Eaux (französischsprachiger Text)