Fenway Park

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Fenway Park
"America’s Most Beloved Ballpark"
"The Cathedral"
Der Fenway Park vor einem Spiel der World Series 2013
Der Fenway Park vor einem Spiel der World Series 2013
Daten
Ort 4 Yawkey Way
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Boston, Massachusetts 02215
Koordinaten 42° 20′ 47,7″ N, 71° 5′ 49,2″ WKoordinaten: 42° 20′ 47,7″ N, 71° 5′ 49,2″ W
Eigentümer Fenway Sports Group
Boston Red Sox
Betreiber Fenway Sports Group
Boston Red Sox
Baubeginn 25. September 1911[1]
Eröffnung 20. April 1912
Renovierungen 1988, 2002–2011
Erweiterungen 1934, 1946, 2002–2011
Oberfläche Naturrasen (Kentucky Blue Grass)
Kosten 650.000 US-Dollar (1912)
Architekt Osborn Engineering Corp.
Kapazität 35.000 Plätze (1912)
34.824 Plätze (1953)
33.524 Plätze (1965)
33.513 Plätze (1977)
34.182 Plätze (1989)
34.218 Plätze (1993)
33.557 Plätze (2001 Tag)
33.993 Plätze (2001 Nacht)
33.871 Plätze (2003)
38.395 Plätze (2006 Tag)
38.805 Plätze (2006 Nacht)
Spielfläche Left Field: 310 ft (94,5 m)
Deep Left-Center: 379 ft (115,5 m)
Center Field: 389 ft 9 in (118,8 m)
Deep Right-Center: 420 ft (128 m)
Right Field: 380 ft (115,8 m)
Right Field: 302 ft (92 m)
Backstop: 60 ft (18,3 m)
Verein(e)
Veranstaltungen

Der Fenway Park ist das Heimstadion des US-amerikanischen Major League-Baseball-Teams Boston Red Sox. Es steht im Stadtviertel Fenway der US-amerikanischen Stadt Boston im Bundesstaat Massachusetts. Eröffnet wurde der Fenway Park am 20. April 1912, er ist somit das älteste Baseballstadion, das immer noch benutzt wird. Der Zuschauerrekord mit 47.627 Besuchern wurde am 22. September 1935, beim Spiel gegen die New York Yankees, aufgestellt. Das Stadion ist im National Register of Historic Places gelistet.[2]

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fenway Park ist eines der wenigen verbliebenen „klassischen Stadien“ der Major Leagues, in denen es noch Sitzplätze gibt, von denen aus man nicht das komplette Spielfeld einsehen kann. Diese werden als solche verkauft und erinnern an eine weniger kommerzielle Ära des Baseballs. Des Weiteren hat Fenway Park mehrere charakteristische Eigenheiten, die über die Jahre so manchen Spitznamen erhielten.

The Green Monster 2004 mit der manuellen Anzeigetafel
Der Fenway Park vom Prudential Tower aus fotografiert (September 2006)

Eine Besonderheit des Stadions ist die Mauer hinter dem linken Outfield, genannt The Green Monster („Das grüne Monster“). Die 11,3 Meter hohe und 73,2 Meter lange Mauer war bereits 1912 Teil des Stadions und bestand bis 1934 aus Holz. Auf ihr wurde eine manuelle Anzeigetafel angebracht, die bis heute benutzt wird. 1947 wurden die Werbetafeln an der Mauer mit grüner Farbe überstrichen, was ihr den heutigen Spitznamen einbrachte. Nach dieser Mauer ist auch das Maskottchen der Red Sox, "Wally, the Green Monster", benannt.[3]

Der Lone Red Seat („einsame rote Sitz“) ist ein Sitzplatz im Sitzblock hinter dem rechten Outfield (Abschnitt 42, Reihe 37, Platz 21). Er markiert den Punkt, an dem der längste jemals im Fenway Park geschlagene Home Run landete. Dieser wurde am 9. Juni 1946 von Ted Williams 153 Meter weit in die Zuschauerränge geschlagen.

Der „Pesky Pole“ im rechten Outfield ist nach Johnny Pesky benannt. Er steht in einer Entfernung von 302 Fuß (circa 92 m) zur Homeplate. Der Pitcher Mel Parnell soll sich diesen Namen ausgedacht haben nach einem eher versehentlichen Schlag Peskys in den Bereich des Poles zum Spielgewinn. Johnny Pesky schlug nur 17 Home Runs in seiner 10-jährigen Karriere, davon aber sechs im Fenway Park.

Im Jahre 2006 wurde der Fenway Park in einer landesweiten Umfrage in die aktualisierte Ausgabe des Spiels Monopoly gewählt und ist dort nach dem Times Square der zweitteuerste Platz.

Nach der Eröffnung wurde über das neue Stadion in der Presse kaum berichtet. Der Grund war, dass der Untergang der Titanic die Schlagzeilen dominierte.

Fenway Park hält die längste Serie ausverkaufter Major League Baseball Spiele in ununterbrochener Folge. Diese begann am 15. Mai 2003 und endete am 10. April 2013 nach knapp zehn Jahren und 820 ausverkauften Spielen in Folge, davon 794 reguläre Saison- und 26 Playoffspiele.[4]

Am 20. April 2012 führte der Filmkomponist John Williams die Fanfare for Fenway, anlässlich des 100. Geburtstages des Parks, auf.

Sonstige Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz der relativ geringen Größe ist der Fenway Park aufgrund seines rechteckigen Grundrisses eine durchaus praktikable Football-Spielstätte. So spielte das heutige NFL-Team der Washington Redskins von 1933 bis 1936 hier unter dem Namen Boston Redskins, von 1963 bis 1968 spielten die New England Patriots in Fenway als Boston Patriots. Die Stadtrivalen der Red Sox, die Boston Braves (heute Atlanta Braves) trugen ihre Heimspiele der World Series 1914 im Fenway Park aus. Des Weiteren haben das Boston College und die Boston University in der Vergangenheit hier ebenfalls ihre Footballspiele ausgetragen. Gelegentlich finden Konzerte statt.[5]

Am 10. April 2009 beschloss die National Hockey League, ihr traditionelles Neujahrsspiel – die NHL Winter Classic – 2010 im Fenway Park auszutragen. Die Boston Bruins schlugen dabei die Philadelphia Flyers mit 2:1 nach Verlängerung. Den entscheidenden Treffer erzielte Marco Sturm auf Vorlage von Patrice Bergeron.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fenway Park – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The Founding Of Fenway Park. Major League Baseball, abgerufen am 30. November 2014 (englisch).
  2. National Register of Historic Places Program. National Park Service, abgerufen am 30. November 2014 (englisch).
  3. Wally the green monster. Boston Red Sox, abgerufen am 30. November 2014 (englisch).
  4. Nick Cafardo: As Red Sox’ attendance streak ends, what’s next? The Boston Globe, 11. April 2013, abgerufen am 30. November 2014 (englisch).
  5. setlist.fm: Konzertliste des Fenway Park (englisch)