Ferdinand Kramer (Architekt)

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Ferdinand Kramer (* 22. Januar 1898 in Frankfurt am Main; † 4. November 1985 ebenda) war ein deutscher Architekt und Designer des Funktionalismus. Er wirkte hauptsächlich in Frankfurt am Main, wo er in den 1920er Jahren als Mitarbeiter Ernst Mays an der Gestaltung des Neuen Frankfurt beteiligt war. Von den Nationalsozialisten als „entartet“ geschmäht, emigrierte er 1938 in die USA. Nach dem Krieg kehrte er nach Frankfurt zurück und war dort zwischen 1952 und 1964 Baudirektor der Johann Wolfgang Goethe-Universität. Unter seiner Leitung entstanden 23 neue Uni-Gebäude.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kramers Eltern waren Gustav Theophil Kramer (1859–1928) und Anna Maria Kramer, geb. Leux (1868–1947), sie führten ein renommiertes Frankfurter Hutgeschäft, welches auch überregional bekannt war. Einer der Arbeiten Ferdinand Kramers war die neue Gestaltung und vermutlich Einrichtung des elterlichen Geschäftes „Hutlager G. Kramer“ in der Frankfurter Innenstadt, im Hotel Schwan, Steinweg 12. Im Jahr 1916, unmittelbar nach Abschluss der Schule, wurde Kramer zum Militärdienst eingezogen und blieb bis zum Ende des Ersten Weltkriegs Soldat. Im Jahr darauf begann er sein dreijähriges Architekturstudium in München bei Theodor Fischer. 1919 ging er ans Bauhaus und verließ es nach wenigen Monaten enttäuscht, weil es damals keine reguläre Architekturausbildung gab. Er schloss 1922 sein Studium an der TH München ab.

Während der Inflationszeit ohne Aufträge in Frankfurt, entwarf Kramer zunächst Kleinmöbel und Gebrauchsgegenstände aus Metall, u. a. den bekannten „Kramer-Ofen“, einen Allesbrenner, der seit 1925 von der Firma Buderus produziert wurde.

Verheiratet war er dreißig Jahre mit Beate Kramer, geb. Feith. Eine Scheidung auf Druck der Nazis lehnte er ab, und nach Ausschluss aus der Reichskammer der bildenden Künste und Arbeitsverbot 1937 folgte er ihr 1938 in die Emigration in die USA. Auf Bitten Horkheimers die Universität wieder aufzubauen, kehrte er 1952 nach Frankfurt zurück und heiratete neun Jahre später Lore Kramer, geb. Koehn, Dozentin an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main. Aus dieser Ehe stammen drei Kinder.

Neues Frankfurt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Türdrücker von Kramer
Laubenganghaus in der Siedlung Westhausen

1925 veranlasste Ernst May die Anstellung Kramers in der Abteilung für Typisierung des städtischen Hochbauamtes in Frankfurt am Main, die er bis zum Weggang Mays aus Frankfurt im Jahre 1930 behielt. Während dieser Zeit entwarf Kramer hauptsächlich kombinierbare Möbel, die sich den verkleinerten Wohnungsgrundrissen anpassten, sowie Gebrauchsobjekte: Leuchten, Sitzbadewannen, Türdrücker, normierte Sperrholztüren, Fensterbänke u. a., die wegen der niedrigen Herstellungskosten auch für Geringverdienende erschwinglich waren.

Als Architekt war Kramer nur an einem Siedlungsprojekt des Neuen Frankfurt beteiligt: die Laubenganghäuser, Heizwerk und Waschküche in der Siedlung Westhausen wurden nach seinen Plänen in Zusammenarbeit mit Eugen Blanck gebaut. Zusätzlich zu seiner Tätigkeit im Hochbauamt entwarf Kramer Möbel u. a. für die Firma Thonet, deren massenindustrielle Fertigungsmethoden ihn faszinierten. Seine Bewunderung für die schlichten, sinnvoll konstruierten Thonet-Möbel teilte er mit dem großen Architekten Adolf Loos, den er sowohl in Wien besuchte wie auch in Frankfurt empfing und dessen berühmte Schrift „Ornament und Verbrechen“ auf Kramers Initiative hin erstmals in Deutschland veröffentlicht wurde.

1927 war Ferdinand Kramer für das Interior von zwei Musterwohnungen – im Gebäude von Mies van der Rohe und einem Reihenhaus von J.J.P. Oud sowie die Überwachung des von Ernst Mays Plattenbau, in der Weißenhofsiedlung Stuttgart verantwortlich.

Emigration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kramer ging – anders als die meisten seiner Frankfurter Kollegen – nicht zusammen mit Ernst May in die Sowjetunion; er blieb als selbstständiger Architekt in Frankfurt. 1931 wurde die Baustelle des von ihm geplanten und heute noch bestehenden Hauses Erlenbach in der Hans-Sachs-Straße 6 wegen „Verunstaltung der Gegend“ durch Flachdach und moderne Form während der Arbeiten von den zuständigen Behörden stillgelegt, so dass der Bau erst nach einjähriger Unterbrechung auf Intervention des Regierungspräsidenten von Hessen-Nassau vollendet werden konnte. 1992 wurde das Haus Erlenbach unter Denkmalschutz gestellt.

1933 verließ Kramer aus Protest gegen die bereitwillig vollzogene Gleichschaltung den Deutschen Werkbund, dem er seit 1924 angehört hatte. Bis zu seiner Emigration Anfang 1938 beschäftigte er sich hauptsächlich mit dem Umbau und der Einrichtung von Privatwohnungen, dem Café Bauer und Ladeneinrichtungen. Nach dem Ausschluss aus der Reichskammer der bildenden Künste, Berufsverbot (s. o.) und einer Ausstellung seiner Arbeiten als „Entartete Architektur“ entschloss Kramer sich zur Emigration in die USA, wo er sich in New York niederließ.

Dort arbeitete er zunächst für renommierte Architektur- und Designbüros, bis er 1940 die Zulassung als Architekt erhielt. Das zuvor emigrierte Institut für Sozialforschung berief Kramer als Leiter zweier Siedlungsgesellschaften (Kramer war seit seiner Jugend mit Theodor W. Adorno befreundet). In der Nähe von New York (Port Chester, Westchester County) besaß das Institut ausgedehnte Grundstücke, für die Kramer zwei Einfamilienhaussiedlungen (die eine schlicht, die andere etwas aufwendiger) plante und vermarktete. Vor allem war Kramer in den USA als Designer tätig: Er entwarf sogenannte „Knock Down“-Möbel, kombinierbare, variable Möbel, von den Benutzern selbst zusammenzubauen, wie das Prinzip der heutigen IKEA-Möbel. Er entwarf auch Gartenmöbel, die z. B. Eleanor Roosevelt gefielen (sie stattete den Garten des Weißen Hauses damit aus); eine fahrbare Miniküche sowie ein neues Verkaufssystem, das durch neuartige Kaufhauseinrichtungen, eine verbesserte optische Präsentation der Waren ermöglichte. Berühmt (wenn auch nicht reich) wurde er mit „Rainbelle“, einem Wegwerfregenschirm, der aus einem raffiniert gefalteten Papierbogen bestand und in mehreren Farben erhältlich war.

Universität Frankfurt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebäude des Instituts für Pharmazie in der Georg-Voigt-Straße

1952 kehrte Kramer nach Frankfurt zurück (wie es heißt, auf Bitte von Max Horkheimer) und übernahm das Amt des Baudirektors der Johann Wolfgang Goethe-Universität, das er bis 1964 ausübte.[2]

In dieser Zeit entwarf er zusammen mit seinen engagierten Mitarbeitern 23 Universitätsbauten. Kramer plante dabei auch die Inneneinrichtung bis ins kleinste Detail: Neben Möbeln, die er selbst entwarf, gab er alle anderen Einrichtungs- und Ausstattungsgegenstände vor (z. B. die Schrift ähnlich der Futura, mit der Beschriftungen gemacht wurden). Dabei griff Kramer auch auf Objekte aus seiner Mitarbeit am „Neuen Frankfurt“ zurück (z. B. die bereits erwähnten Sperrholztüren mit Stahlzarge). Typisch für Kramers Architektur ist deren Geradlinigkeit sowie die Verwendung vergleichsweise einfacher Materialien: So bestehen nahezu alle Bauten an der Universität aus einem Stahlbetonskelett, das mit Klinkern ausgefacht ist. Die Skelettbauweise führt dazu, dass keine tragenden Wände im Gebäudeinneren vorhanden sind, so dass die Raumaufteilung flexibel gehandhabt werden kann. Zur üblichen Ausstattung der Kramer-Bauten gehören Gästezimmer oder Dozentenwohnungen, die heute allerdings meist als Büros genutzt werden.

Zu Beginn seiner Tätigkeit für die Universität erarbeitete er 1952/53 einen Generalbebauungsplan, der 1955, 1958 und bis 1963 jährlich überarbeitet wurde. Verschiedene Revisionen der Planungen wurden nötig, da Grundstücke oder Finanzmittel nicht wie vorgesehen bereitstanden. Den Bau der Universitätsbibliothek führte Kramer nach seiner Pensionierung als Privatarchitekt zu Ende. Kramer begann seine Tätigkeit an der Universität mit einem programmatischen Paukenschlag: Um den schon zur Entstehungszeit (1914) viel zu schmalen Eingang des Jügelhauses (des Hauptgebäudes der Universität) vergrößern zu können, ließ er das neobarocke Portal mitsamt Säulen und allegorischen Figuren abschlagen (womit er sich in kürzester Zeit den Ruf eines „Glattmachers“ erwarb) und auf eine Breite von sieben Metern erweitern. Damit nicht genug, verlegte er auch noch das Rektorat ins Erdgeschoss, sozusagen „auf Höhe des Volkes“, und von diesem nur durch eine Wand aus Glasbausteinen getrennt. Dieser neue Eingang sollte die Öffnung der Universität für alle Bevölkerungsschichten symbolisieren. Der von Kramer eingeführten Formensprache folgte auch Paul Friedrich Posenenske bei seinen Bauten für die Universität, Kassel (damals Gesamthochschule Kassel).

Zukunft der Universitätsbauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zukunft der von Kramer entworfenen und zum erheblichen Teilen unter Denkmalschutz stehenden Bauten ist ungewiss, da die Universität den Campus Bockenheim in den kommenden Jahren aufgeben wird. Bislang sehen die Planungen vor, die Flächen in Bockenheim zu veräußern und aus dem Erlös Neubauten an den anderen Standorten (Westend/Riedberg) zu finanzieren. Die ehemalige Pharmazie/Lebensmittelchemie im Süden des Geländes wurde durch das Architekturbüro SSP SchürmannSpannel beispielhaft saniert und bleibt erhalten.[3]

Zu den Gebäuden, die veräußert werden, zählen nahezu alle übrigen von Kramer entworfenen. Sicher ist bislang nur der Erhalt des alten Hauptgebäudes mit dem von Kramer gestalteten Foyer/Eingangsbereich. Das Gebäude wurde von Peter Kulka „bis auf den Rohbau zurückgeführt“ und wurde für die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung bis 2018 umgebaut. Die von Kramer gestaltete und flächenbündig über dem 1953 von ihm gestalteten neuen breiten Hauptportal eingefügte Inschrift „Johann Wolfgang Goethe-Universität“ wurde 2015 entfernt.

2007 wurden die Gebäude Senckenberganlage 32–36 (Geologisch-Paläontologisches Institut von 1954, Geographisches Institut von 1964, und der Geowissenschaftliche Hörsaal von 1967) abgerissen, da sich auf diesem Areal die benachbarte Kreditanstalt für Wiederaufbau vergrößerte. Das Philosophische Seminargebäude (Philosophicum) wurde nach Plänen des Architekten Stefan Forster umgebaut und bietet nebst vorgesetztem Anbau künftig Studentenappartements bieten.

Als größerer zusammenhängender Komplex stehen noch die fünf Gebäude der Biologischen Institute, die ab 1954/1955 gebaut wurden. Mit dem integrierten Botanischen Garten der Universität bilden sie den rund 8 ha großen Biologie-Campus am Ende der Siesmayerstraße. Seit Jahrzehnten vernachlässigten die Universität und nun auch die neuen Eigner Stadt Frankfurt und AGB Holding Kramers Bauten. Mehrfach protestierten Architekten, Wissenschaftler und Kritiker aus aller Welt gegen Verfall und Abrisspläne.

Würdigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 1954 wurden Kramers Entwürfe für das Amerika-Institut der Universität Frankfurt im Kettenhofweg 130 sowie das Gärtnerhaus im Botanischen Garten Frankfurt, Siesmayerstraße, von einer Jury, die vom Bund Deutscher Architekten und dem Hessischen Minister der Finanzen einberufen war, als „vorbildliche Bauten im Lande Hessen“ ausgezeichnet. Der Jury gehörten folgende Architekten an: Werner Hebebrand, Konrad Rühl, Sep Ruf und Ernst Zinsser.[4]

Öffentliche Anerkennung erhielt Kramer erst Anfang der 1980er Jahre, als ihm zwei Universitäten fast gleichzeitig die Ehrendoktorwürde verliehen und das Bauhaus-Archiv in Berlin in einer Ausstellung sein Lebenswerk dokumentierte – die in Frankfurt beinahe nicht gezeigt worden wäre, da im Magistrat die Zuständigkeit lange hin und her geschoben wurde und somit keine städtischen Räume zur Verfügung standen. Die Ausstellung wurde schließlich auf private Initiative hin im Amerika-Haus gezeigt. Er erhielt die Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen, und kurz nach seinem Tod wurde in Frankfurt (Westhausen) auf Initiative der Bewohner eine Straße nach ihm benannt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1958: Goethe-Plakette des Landes Hessen
  • 1963: Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main
  • 1965: Ehrenbürger der Johann Wolfgang Goethe-Universität[5]
  • 1965: Medaille der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität
  • 1975: Ehrenpreis der Architektenkammer Hessen (Werkkatalog)
  • 1975: Ehrenmitglied des Verbandes Deutscher Industriedesigner (VDID)
  • 1979: Medaille BAUHAUS, Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar
  • 1981: Dr. Ing. E. h. der Universität Stuttgart
  • 1981: Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen
  • 1981: Dr. Ing. E. h. der Technischen Universität München
  • 1984: Ehrenmitglied des Deutschen Werkbunds (DWB)
  • 1986: Magistratsbeschluss: „Ferdinand-Kramer-Straße“ in Frankfurt-Westhausen

Designentwürfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Möbel für die Firma Thonet, ca. 1925 bis 1930
  • Leuchten für die Firma Bünte & Remmler, Frankfurt, ca. 1925 bis 1930
  • Türklinken für die Firma Ernst Schönau 1925 (heute reproduziert von Tecnolumen)
  • Einrichtung zweier Wohnungen und Reihenhäuser der Weißenhofsiedlung, Stuttgart, 1927
  • Piktogramm der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, 1952

Bauwerke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grün = erhalten; gelb = verändert erhalten; rot = vor Abriss bedroht; grau = abgerissen; weiß = Status unbekannt

Land Stadt Koordinaten Entwurf

Baujahr

Beschreibung / Nutzung Abbildung Anmerkungen
Deutschland Frankfurt am Main 50° 5′ 54″ N, 8° 38′ 56″ O 1926–27 Großgarage der Frankfurter Automobildroschkengesellschaft[6]
Deutschland Frankfurt am Main 1929–30 Siedlung Westhausen – Laubenganghäuser (Typ MEFAGANG), Fernheizwerk, Zentralwäscherei
Westhausen Laubengang.jpg
Gesamtplanung: Ernst May, Herbert Boehm, Wolfgang Bangert

Die niedrigeren Reihenhäuser der Siedlung Westhausen wurden durch Otto Fucker und Franz Schuster entworfen, während die Laubenganghäuser von Kramer und Eugen Blanck entworfen wurden.

Deutschland Frankfurt am Main 1928–30 Henry-und-Emma-Budge-Altenheim (heute: Seniorenresidenz Grünhof im Park) Entwurf: Erika Habermann, Ferdinand Kramer, Werner Moser, Mart Stam
Ausführung: Werner Moser, Mart Stam
Deutschland Frankfurt am Main 1930 Clubhaus des Frankfurter Kanu-Clubs 1933 durch Kramer aufgestockt[7]
Deutschland Frankfurt am Main 50° 7′ 33″ N, 8° 38′ 57″ O 1931 Wohnhaus Ella Erlenbach
Deutschland Frankfurt am Main 50° 7′ 23″ N, 8° 39′ 7″ O 1935 Doppelwohnhaus für Friedrich Sommerlad / Schneider Kramer konnte aufgrund der nationalsozialistischen Bauauflagen die Gebäude nicht seinen ästhetischen Vorstellungen entsprechend gestalten. Später distanzierte er sich von den Bauten aus dieser Zeit.[8]

Eine Doppelhaushälfte wurde in den 2010er Jahren mit Dämmstoff verkleidet

Deutschland Frankfurt am Main 50° 7′ 43″ N, 8° 39′ 16″ O 1935 Wohnhaus Carl Niemeyer Siehe Anmerkung zum Doppelwohnhaus für Friedrich Sommerlad / Schneider
Deutschland Frankfurt am Main 50° 6′ 37″ N, 8° 39′ 29″ O 1936 Verwaltungsgebäude Deutsche Vereinigte Schuhmaschinen Gesellschaft Das Gebäude wurde, möglicherweise schon vor dem Krieg umgebaut, so dass der ursprüngliche, moderne Charakter verloren ist.[9]
Deutschland Frankfurt am Main 50° 7′ 47″ N, 8° 39′ 6″ O 1936 Wohnhaus Dipl.-Ing. Nagel Siehe Anmerkung zum Doppelwohnhaus für Friedrich Sommerlad / Schneider
Deutschland Frankfurt am Main 50° 7′ 50″ N, 8° 38′ 53″ O 1937 Wohnhaus Bräutigam Siehe Anmerkung zum Doppelwohnhaus für Friedrich Sommerlad / Schneider
Deutschland Frankfurt am Main 50° 7′ 29″ N, 8° 39′ 50″ O 1937 Doppelwohnhaus Ceelen / Bütow Siehe Anmerkung zum Doppelwohnhaus für Friedrich Sommerlad / Schneider
Vereinigte Staaten Port Chester 1939–40 Wohnhaussiedlungen in Greyrock Park on Sound und Alden Estates
Deutschland Frankfurt am Main 50° 7′ 5″ N, 8° 39′ 6″ O 1952–53 Wiederaufbau des Jügelhauses und Portal – Neugestaltung des Haupt- und Nebeneinganges, Um- und Anbau Rektorat Prof. Dr. Max Horkheimer[10]
Zustand 1959
Das Mobiliar des Rektorats wurde von Horkheimer durch neobarocke Möbel ersetzt.[10] Die Umbaumaßnahmen wurden in den 1980er Jahren sowie in den 2010er Jahren bei Renovierungen wieder rückgängig gemacht oder verändert.
Deutschland Frankfurt am Main 50° 7′ 3″ N, 8° 39′ 0″ O 1953 Fernheizwerk, Campus Bockenheim
Mitarbeit Walter Dunkl
Deutschland Frankfurt am Main 50° 7′ 1″ N, 8° 39′ 12″ O 1953–54 Englisches Seminar und Amerika-Institut
Mitarbeit Helmut Adler

Seit 2003 befand sich das linke Kulturzentrum „Institut für vergleichende Irrelevanz“ in dem Gebäude. Die Universität verkaufte das Gebäude 2012 für etwa 1 Millionen Euro an die Franconofurt AG. Nach der Räumung 2013 wurde es für den doppelten Preis weiterverkauft. Nach einer Entkernung durch den neuen Eigentümer wurde es für 2,9 Millionen Euro an einen unbekannten Käufer weiterverkauft.[11] Das Gebäude steht weiterhin leer (Stand: Juli 2018)

Deutschland Frankfurt am Main 50° 7′ 8″ N, 8° 39′ 14″ O 1953–54 Geologisch-Paläontologisches Institut Mitarbeit Helmut Adler

2007 abgerissen und durch den Neubau der KfW ersetzt

Deutschland Frankfurt am Main 50° 7′ 34″ N, 8° 39′ 27″ O 1954–56 Biologisches Camp – Institutsgebäude für Anthropologie, Botanik, Zoologie, Mikrobiologie; Hörsaalgebäude, Verbindungsgang, Gärtnerhaus
Mitarbeit Walther Dunkl, Helmut Adler

teilweise leerstehend

Deutschland Frankfurt am Main 50° 7′ 11″ N, 8° 39′ 3″ O 1956 Studentenwohnheim Bockenheimer Warte
Mitarbeit Helmut Adler

Seit 2004 bestehen Pläne, das Gebäude abzureißen.

Deutschland Frankfurt am Main 50° 6′ 58″ N, 8° 38′ 59″ O 1954–57 Institutsgebäude für Pharmazie, Lebensmittelchemie und Städtisches Nahrungsmitteluntersuchungsamt
Mitarbeit Klaus Peter Heinrici

Mittlerweile befindet sich das Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) in diesem durch das Architekturbüro SchürmannSpannel vollständig sanierten Gebäude. Für die beispielhafte Sanierung wurde das Gebäude mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit einer Anerkennung beim Deutschen Architekturpreis 2015.[12]

Deutschland Frankfurt am Main August-Euler-Straße 6 1956–57 Institut für Kernphysik samt Forschungsreaktor Mitarbeit Walter Dunkl, Helmut Adler

2006 abgerissen

Deutschland Arnoldshain 50° 15′ 33″ N, 8° 26′ 50″ O 1957 Wochenend- und Ferienhaus Albert von Metzler
Deutschland Frankfurt am Main 50° 7′ 6″ N, 8° 39′ 0″ O 1956–58 Hörsaalgebäude I
Mitarbeit Helmut Adler
Deutschland Bad Homburg Heuchelheimer Straße 19 1958–59 Wohnhaus Gottlieb Ruth
Deutschland Dreieich Kohlseeweg 1959–60 Wohnhaus Walter Lippmann
Deutschland Frankfurt am Main 50° 7′ 9″ N, 8° 39′ 2″ O 1959–60 Philosophicum
Zustand 2012
Mitarbeit Walter Dunkl

Das Gebäude wurde 2017 durch Stefan Forster zu Mikro-Appartments umgebaut. Dabei wurde die Grünfläche vor dem Gebäude durch einen Anbau überbaut, der die Westfassade verdeckt.[13]

Deutschland Frankfurt am Main 1960 Theodor-Stern-Haus 2010 abgerissen
Deutschland Frankfurt am Main 50° 7′ 1″ N, 8° 39′ 1″ O 1959–61 Institute für Physik und Mathematik I
Die ursprünglich aus Beton bestehenden Brise-Soleil wurden durch eine Sonnenschutzvorrichtung aus Stoff ersetzt.
Deutschland Frankfurt am Main 50° 7′ 7″ N, 8° 39′ 21″ O 1960–61 Walter-Kolb-Studentenwohnheim („Sponti-Villa“)
Deutschland Frankfurt am Main 1962 Erweiterungsbau des Instituts für Physikalische Chemie Mitarbeit Walter Dunkl
Deutschland Frankfurt am Main 50° 7′ 10″ N, 8° 39′ 11″ O 1962–63 Mensa der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main („Labsaal“)
Zustand 2016
Vor dem geplanten Abriss wurde die Fassade von Studenten mit Graffiti umgestaltet.
Deutschland Frankfurt am Main 1963 Institutsgebäude für Therapeutische Biochemie 2010 abgerissen
Deutschland Frankfurt am Main 50° 7′ 9″ N, 8° 39′ 15″ O 1964 Geographisches Institut 2007 abgerissen und durch den Neubau der KfW ersetzt
Deutschland Frankfurt am Main 50° 7′ 5″ N, 8° 39′ 0″ O 1964 Hörsaalgebäude II
Deutschland Frankfurt am Main 50° 7′ 14″ N, 8° 39′ 11″ O 1964 Zentralbibliothek der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg
Die Universitätsbibliothek wird bis mindestens 2026 in dem Gebäude verbleiben.[14]
Deutschland Frankfurt am Main 50° 7′ 34″ N, 8° 39′ 27″ O 1966 Labor- und Wirtschaftsgebäude – Ergänzung des Biologischen Camps
Deutschland Frankfurt am Main 50° 7′ 2″ N, 8° 38′ 59″ O 1964–67 Institutsgebäude für Mathematik II
Schweiz Astano 1966–67 Wohnhaus Gerold
Deutschland Bad Homburg 50° 14′ 9″ N, 8° 37′ 2″ O 1966–67 Wohnhaus R. Maurer
Deutschland Frankfurt am Main 1962–63

1963–68

Tiefgarage Mertonstraße
Deutschland Frankfurt am Main 50° 6′ 1″ N, 8° 40′ 10″ O 1968 Wohn- und Mietshaus Kramer
Deutschland Wiesbaden 50° 5′ 12″ N, 8° 12′ 27″ O 1968–69 Wohnhaus Dr. U. Kollatz
Deutschland Hanau-Kesselstadt 1969 Umbau des Comoedienhaus Wilhelmsbad
Deutschland Frankfurt am Main 50° 7′ 7″ N, 8° 39′ 10″ O 1962–63

1963–70

Juridicum (Senckenberganlage 31–33) Planung: Ferdinand Kramer

Ausführung: Heinrich Nitschke

Deutschland Bad Homburg 50° 14′ 38″ N, 8° 37′ 0″ O 1969–70 Wohnhaus Dr. R. Volhard
Deutschland Frankfurt am Main 50° 4′ 59″ N, 8° 40′ 54″ O 1971 Wohnhaus Dieter Christ
Deutschland Frankfurt am Main 1958–63

1968–72

Institut für Leibesübungen Planung: Ferdinand Kramer

Ausführung: Heinrich Nitschke

Deutschland Frankfurt am Main 50° 9′ 16″ N, 8° 45′ 39″ O 1971–62 Wohnhaus Dr. A. Dietz

Einzelausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ferdinand Kramer: Architektur und Design

Berlin, Bauhaus-Archiv, Museum für Gestaltung, 1982/1983,
Frankfurt, Amerika-Haus, 1983
Stuttgart, design center,
Amsterdam, Stedelijk Museum

Ferdinand Kramer Der Charme des Systematischen

Museum für Gestaltung Zürich,1991,
Frankfurt, Haus des Deutschen Werkbundes,
Bauhaus Dessau 1991/1992,
München, Technische Universität

Die Modernisierung des Alltäglichen – Ferdinand Kramer: Ein Beispiel der 20er Jahre

Freie Hansestadt Bremen, Bremer Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte / Fockemuseum, 1993 (Zum 95. Geburtstag)

Hommage an Kramer – Ferdinand Kramer Architekt / Designer

Museum Künstlerkolonie, Mathildenhöhe Darmstadt, 1998 (Zum 100. Geburtstag)

Wohnreform – Ferdinand Kramer und das Neue Wohnen der 20er Jahre

Bergische Universität – GH Wuppertal, 2000/01, Lehrstuhl für Kunst- und Designgeschichte

Das Prinzip Kramer. Design für den variablen Gebrauch

Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main, 2014

Linie Form Funktion. Die Architektur von Ferdinand Kramer

Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt am Main, 2015/2016[15][16]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ferdinand Kramer Werkkatalog 1923–1974. Bearbeitet von Jochem Jourdan. Schriftenreihe 3 der Architektenkammer Hessen 1974.
  • Ferdinand Kramer – Architektur & Design. Ausstellung im Bauhaus-Archiv Museum für Gestaltung Berlin. Berlin 1982.
  • Fabian Wurm: Bauten für den zweiten Blick – Die Architektur des Ferdinand Kramer. In: Die Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte. Februar 1989, S. 142–147.
  • Claude Lichtenstein (Hrsg.): Ferdinand Kramer – Der Charme des Systematischen. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Museum für Gestaltung, Zürich, 1991.
  • Claude Lichtenstein: Ferdinand Kramer – Der Charme des Systematischen. In: Werkbund Archiv. Bd. 23. 1991, Berlin, ISBN 3-87038-163-9.
  • Bernd Eichhorn: Sichtbeton und Stahlskelett. Ferdinand Kramers Universität. In: diskus. Frankfurter StudentInnenzeitung. Nr. 4, 1991, S. 50–53.
  • Astrid Hansen: Die Frankfurter Universitätsbauten Ferdinand Kramers. Überlegungen zum Hochschulbau der 50er Jahre. Weimar 2001, ISBN 3-89739-190-2.
  • Christian Langhagen-Rohrbach/Geoprax: Senckenberganlage 36. Geographisches Institut der Johann Wolfgang Goethe-Universität 1964–2006. In: Sonderheft der Reihe Frankfurter Geographische Hefte. Frankfurt 2006, ISBN 3-9808888-2-7.
  • Thilo Hilpert: Ferdinand Kramers Hochhaus der Philosophen, Frankfurt 1961. Moderne vor dem Abriss. Gebäude und Möbel. (mit Ard Bosenius und Anke Sablowski). bauhauspress, Wiesbaden 2007.
  • Wolfgang Voigt, Philipp Sturm, Peter Körner, Peter Cachola Schmal (Hrsg.): Ferdinand Kramer. Die Bauten Tübingen 2015, ISBN 978-3-8030-0797-1.
  • Opus 77: Ferdinand Kramer / SSP SchürmannSpannel, Forschungszentrum BiK-F, Frankfurt am Main 2014, ISBN 978-3-932565-77-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ferdinand Kramer – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Den Kramer-Bauten hat die Stunde geschlagen, FAZ, 28. Juli 2003, S. 41.
  2. Astrid Hansen: Die Frankfurter Universitätsbauten Ferdinand Kramers. Überlegungen zum Hochschulbau der 50er Jahre. Weimar 2001, S. 17.
  3. Opus 77: Ferdinand Kramer / SSP SchurmannSpannel, Forschungszentrum BiK-F, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-932565-77-9.
  4. Der Hessische Minister der Finanzen: Auszeichnung vorbildlicher Bauten im Lande Hessen vom 6. November 1954. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1955 Nr. 4, S. 70, Punkt 75 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,6 MB]).
  5. Deutsches Architekturmuseum abgerufen am 26. November 2015.
  6. Wolfgang Voigt, Philipp Sturm, Peter Körner, Peter Cachola Schmal (Hrsg.): Ferdinand Kramer. Die Bauten. The Buildings of Ferdinand Kramer. Wasmuth, Tübingen 2015, ISBN 978-3-8030-0797-1, S. 120.
  7. Wolfgang Voigt, Philipp Sturm, Peter Körner, Peter Cachola Schmal (Hrsg.): Ferdinand Kramer. Die Bauten. The Buildings of Ferdinand Kramer. Wasmuth, Tübingen 2015, ISBN 978-3-8030-0797-1, S. 124.
  8. Wolfgang Voigt, Philipp Sturm, Peter Körner, Peter Cachola Schmal (Hrsg.): Ferdinand Kramer. Die Bauten. The Buildings of Ferdinand Kramer. Wasmuth, Tübingen 2015, ISBN 978-3-8030-0797-1, S. 21.
  9. Wolfgang Voigt, Philipp Sturm, Peter Körner, Peter Cachola Schmal (Hrsg.): Ferdinand Kramer. Die Bauten. The Buildings of Ferdinand Kramer. Wasmuth, Tübingen 2015, ISBN 978-3-8030-0797-1, S. 131.
  10. a b Wolfgang Voigt, Philipp Sturm, Peter Körner, Peter Cachola Schmal (Hrsg.): Ferdinand Kramer. Die Bauten. The Buildings of Ferdinand Kramer. Wasmuth, Tübingen 2015, ISBN 978-3-8030-0797-1, S. 138.
  11. Frankfurt: Kramer-Bau als Geldmaschine. In: moderneREGIONAL. 30. Mai 2017 (moderne-regional.de [abgerufen am 26. Juli 2018]).
  12. Deutscher Architekturpreis 2015. In: bbr.bund.de. Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, abgerufen am 7. November 2016.
  13. BAUWELT - Philosophicum in Frankfurt am Main. Abgerufen am 26. Juli 2018.
  14. Ferdinand Kramer Archives - Seite 2 von 3 - moderneREGIONAL. Abgerufen am 26. Juli 2018 (deutsch).
  15. Website Deutsches Architekturmuseum
  16. Ornament und Versprechen in FAZ vom 31. Dezember 2015, S. 14.