Fley (Hagen)

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Fley
Stadt Hagen
Koordinaten: 51° 23′ 25″ N, 7° 30′ 3″ O
Höhe: 119 m ü. NHN
Eingemeindung: 1. August 1929
Postleitzahl: 58093
Fachwerkhaus in der Ortsmitte
Fachwerkhaus in der Ortsmitte

Fley ist ein Ortsteil der kreisfreien Großstadt Hagen im östlichen Ruhrgebiet. Das westfälische Wort Fley bedeutet Flur.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ganz versteckt am Rande des Fleyer Waldes steht das Fleyer Kriegerdenkmal.

Fley wurde erstmals 1229 als Vlie in dem Güter- und Einkünfteregister des Frauenkonvents und späteren adligen Damenstifts Herdecke erwähnt.[1] Dietrich von Volmarstein verkaufte 1369 in Fley (Kirchspiel Herdecke) Allodbesitz an Herman von Siborgh einen Kotten, eine Fischerei, ein Wehr und einen halben Hof.

Die Bauerschaft Fley gehörte im Kirchspiel und Gericht Hagen zur Grafschaft Mark. Im Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 werden in der Fleyer Burschop 8 steuerpflichtige Hofbesitzer mit einer Abgabe zwischen 2 und 6 Goldgulden genannt.[2]

Ab 1705 gehörte zum Gericht Hagen, Amt Wetter. 1734 existierte in Fley eine Feuerspritze. Ab 1753 gehörte der Ort zum Kreis Wetter, 1809 kam er zur Munizipalität Boele (Kanton und Arrondissement Hagen). Ab 1817 gehörte Fley zum Amt Boele, Kreis Hagen.

Im Jahr 1923 wurde die Freiwillige Feuerwehr Fley gegründet, deren Feuerwehrhaus Feldmarkweg am 21. September 1924 eingeweiht wurde. Am 1. August 1929 endete die Selbstständigkeit der Landgemeinde, die nun zusammen mit anderen Gemeinden in die Stadt Hagen eingegliedert wurde.[3]

Die Firma Theis nahm 1976 das Edelstahlwerk Fley in Betrieb. Im Jahr 2004 wurde das Neubaugebiet Fley-Erlhagen mit 130 Wohneinheiten erschlossen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fley (Hagen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ralf Blank/Stephanie Marra/Gerhard E. Solbach: Hagen – Geschichte einer Großstadt und ihrer Region, Klartext Verlag, Essen 2008, Seite 89
  2. A. Meister (Hrsg.): Die Grafschaft Mark, Dortmund 1909, Seite 51
  3. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 234.