Florian Gallenberger

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Florian Gallenberger (2016)

Florian Gallenberger (* 1972 in München) ist ein deutscher Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent. Er gewann im Jahre 2001 mit dem Abschlussfilm seines Studiums, Quiero ser, einen Oscar in der Kategorie Kurzfilm.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur am Feodor-Lynen-Gymnasium in Planegg studierte Gallenberger zunächst Philosophie, Psychologie und Russisch, bevor er 1992 ein Studium an der Münchener Hochschule für Fernsehen und Film begann. Während des Studiums drehte er diverse Filme, unter anderem in Zusammenarbeit mit Wim Wenders die Dokumentation Die Gebrüder Skladanowsky. Dieser Film gewann in Montreal den Preis für den besten Dokumentarfilm. Im Jahr 2001 erhielt Gallenberger für Quiero ser, einem Film, der den Überlebenskampf von Straßenkindern in der Metropole Mexiko-Stadt thematisiert, einen Academy Award in der Kategorie Bester Kurzfilm

2004 drehte er seinen ersten abendfüllenden Spielfilm Schatten der Zeit, der den Bayerischen Filmpreis für den „besten Erstlingsfilm“ und die „beste Kamera“ gewann. Außerdem war Schatten der Zeit 2006 für zwei Deutsche Filmpreise nominiert und beim International Festival of Love Films in Mons (Belgien) als bester Film erfolgreich.

2009 erhielt Gallenberger für den in China gedrehten internationalen Kinofilm John Rabe, produziert von Mischa Hofmann, Benjamin Herrmann und Jan Mojto, eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis als Bester Regisseur, während der Film mit dem Filmpreis in Gold ausgezeichnet wurde.[1] Gallenberger arbeitete fast vier Jahre an diesem Film und verbrachte davon etwa zwei Jahre in China.[2]

2013 produzierte Gallenberger gemeinsam mit Benjamin Herrmann die Tragikomödie Hin und weg unter der Regie von Christian Zübert, mit Florian David Fitz, Julia Koschitz, Jürgen Vogel, Miriam Stein und Hannelore Elsner in den Hauptrollen. Der Film feierte seine Weltpremiere am 9. August 2014 auf der Piazza Grande beim Filmfestival Locarno[3][4], der deutsche Kinostart war am 23. Oktober 2014 im Majestic Filmverleih.[5] Sein aktueller Kino-Thriller Colonia Dignidad – Es gibt kein Zurück mit Emma Watson und Daniel Brühl in den Hauptrollen verbindet die historischen Hintergründe der Colonia Dignidad mit einer fiktiven Geschichte.

Im Dezember 2011 wurde Gallenberger von der Hochschule für Fernsehen und Film München zum Honorarprofessor ernannt.[6] Er ist Mitglied der internationalen Hochbegabten-Vereinigung „Mensa“.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literarische Bearbeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der autobiografischen Erzählung Schöner Ball (erschienen in Schwimmbadsommer, Verlag C.H. Beck 2003) von Fridolin Schley schildert Schleys namenloses literarisches Alter Ego das Finale der Gautinger Junioren-Tennismeisterschaften von ca. 1992. Schleys Figur gewinnt das entscheidende Spiel gegen Florian Gallenberger, verzehrt sich jedoch zugleich nach Gallenbergers hübscher, großmütiger Freundin Martina.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Florian Gallenberger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. vgl. Goldene Lola für „John Rabe“ – Ehrenpreis für Loriot bei faz.net, 24. April 2009
  2. 10 Fragen an Florian Gallenberger (Memento vom 4. Januar 2014 im Internet Archive) Goethe Institut (China), März 2009
  3. Pressemeldung des Festival del Film Locarno
  4. Pressemitteilung von German Films
  5. Filmsite auf critic.de
  6. http://www.mediabiz.de/film/news/florian-gallenberger-zum-honorarprofessor-ernannt/313118