GT4 Europacup

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Logo des GT4 Europa Cup
Zwei Aston Martin V8 Vantage N24 in der Startaufstellung zum Rennen in Oschersleben 2008

Die GT4 European Series, bis 2011 GT4 Europacup ist eine Motorsportrennserie für Gran-Turismo-Fahrzeuge.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

GT4 Europacup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er wurde 2007 von der SRO Belgium ins Leben gerufen, nachdem der SRO in den Vorjahren die FIA-GT-Meisterschaft und die FIA GT3-Europameisterschaft etabliert hatte. Der Europacup bildete damit den kostengünstigen Einstieg in die vom SRO initiierten GT-Rennserien und richtet sich mit gemäß dem sportlichen Reglement hauptsächlich an Bezahlfahrer, Profis werden jedoch nicht ausgeschlossen. Der Meistertitel wurde zunächst nur für Fahrer vergeben, seit 2008 existiert zusätzlich noch eine Teamwertung für die Klasse GT4. Im gleichen Jahr wurde zudem eine weitere Fahrzeugkategorie ausgeschrieben. Trotz der Maßnahme stieg die Zahl der Starter nur unwesentlich. Aufgrund zu geringer Nachfrage wurde der GT4 Europacup 2012 nicht ausgetragen.

GT4 European Series[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2013 erfolgte der Neustart zunächst unter dem Namen Avon GT4 Trophy. Die Saison 2014 war daraufhin die erste Saison der GT4 European Series mit Organisator Max Braams. Um das Starterfeld zu füllen fährt die GT4 Serie 2014 gemeinsam mit dem italienischen Ginetta Cup.[1] Für die Saison 2015 muss auf diese Unterstützung verzichtet werden, jedoch sind drei neue Hersteller im Starterfeld zu finden.[2]

2017: Aufteilung in zwei Serien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2017 wurden zwei verschiedene GT4-Serien als GT4 European Series ausgetragen: Die GT4 European Series wurd zum GT4 European Series Northern Cup während die französische GT-Meisterschaft zum GT4 European Series Southern Cup wurde.

Reglement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2007 wurden pro Rennwochenende zwei Rennen ausgetragen. Seit der Saison 2008 werden drei Rennen ausgetragen. Dabei finden die ersten beiden über eine Distanz von 25 Minuten statt, das dritte über 50 Minuten. Bei diesem dritten Rennen muss ein Boxenstopp absolviert werden, bei welchem ein Fahrerwechsel stattfinden kann, aber nicht vorgeschrieben ist.

Punktevergabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Punktevergabe erfolgte nach folgendem Schema:

Punkteverteilung
Platzierung 1 2 3 4 5 6 7 8
Punkte 10 8 6 5 4 3 2 1

Für die Fahrermeisterschaft der Saison 2015 werden die 10 besten Resultate gewertet, für die Teammeisterschaft wird nur das beste Fahrzeug eines Teams gewertet, so dass ein Team mit mehr als einem eingeschriebenen Fahrzeug keinen Vorteil erhält. An einem Rennwochenende werden zwei Rennen abgehalten mit einer Dauer von 50 Minuten und einem Pflichtboxenstopp bei dem der Fahrer gewechselt werden muss. Die Punktevergabe erfolgt nach folgendem Schema:

Punkteverteilung
Platzierung 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Punkte 25 20 16 13 10 8 6 4 2 1

Zugelassene Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der GT4 European Series werden Fahrzeuge der Klasse GT4 eingesetzt. Es handelt sich dabei um eine kostengünstigere Einstiegsklasse für den GT-Sport unterhalb der Klasse GT3. Es sind nur geringe aerodynamische Modifikationen erlaubt, das Leistungsgewicht liegt bei etwa 3,5kg/ps. Zur Angleichung der Fahrzeuge aneinander wird auf eine Balance of Performance gesetzt.

Von 2008 bis 2011 war eine weitere Klasse startberechtigt, zunächst unter dem Namen Sports Light wurde diese Kategorie ab 2009 in Supersport umbenannt. Dort starteten hauptsächlich Roadster, mit einem Mindestgewicht von 750 kg.

Meister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Klasse Fahrermeisterschaft Teammeisterschaft
2007 GT4 BelgienBelgien Eric de Doncker
Mustang FR500C
nicht ausgeschrieben
2008 GT4 BelgienBelgien Eric de Doncker
Mustang FR500C
BelgienBelgien Motorsport98
Sports Light DeutschlandDeutschland Christopher Haase
KTM X-Bow
2009 GT4 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Joe Osborne
Ginetta G50
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich RJN Motorsport
Nissan 350Z
Supersports OsterreichÖsterreich Augustin Eder
KTM X-Bow
2010 GT4 NiederlandeNiederlande Paul Meijer
Aston Martin GT4
NiederlandeNiederlande Rhesus Racing
Aston Martin GT4
Supersports ItalienItalien Gianni Giudici
Lotus 2-Eleven
2011 GT4 NiederlandeNiederlande Ricardo van der Ende
BMW M3 GT4
NiederlandeNiederlande Ekris Motorsport
BMW M3 GT4
Supersports ItalienItalien Gianni Giudici
Lotus 2-Eleven
2012 nicht ausgeschrieben
2013 PRO NiederlandeNiederlande Ricardo van der Ende NiederlandeNiederlande Ekris Motorsport
AM DeutschlandDeutschland Jörg Viebahn
Porsche CUP GT4
2014 PRO NiederlandeNiederlande Ricardo van der Ende
NiederlandeNiederlande Bernhard van Oranje
BMW M3 GT4
NiederlandeNiederlande Ekris Motorsport
BMW M3 GT4
AM FrankreichFrankreich André Grammatico
BMW M3 GT4
2015 PRO NiederlandeNiederlande Jelle Beelen
NiederlandeNiederlande Marcel Nooren
Chevrolet Camaro GT4
NiederlandeNiederlande V8 Racing
Chevrolet Camaro GT4
AM OsterreichÖsterreich Daniel Uckermann
Lotus Evora GT4 & KTM X-Bow GTR
2016 PRO DeutschlandDeutschland Peter Terting
DeutschlandDeutschland Jörg Viebahn
Porsche Cayman PRO4 GT4
DeutschlandDeutschland PROsport Performance
Porsche Cayman PRO4 GT4
AM FrankreichFrankreich Jérôme Demay
Aston Martin Vantage GT4
2017 als GT4 European Series Northern Cup ausgetragen

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.motorsport-magazin.com Neue GT4-Euro-Serie
  2. www.motorsport-magazin.com GT4-Vorschau: 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: GT4 Europacup – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien