Gaëtan Bussmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gaëtan Bussmann
Spielerinformationen
Geburtstag 2. Februar 1991
Geburtsort ÉpinalFrankreich
Größe 184 cm
Position Außenverteidiger
Vereine in der Jugend
1997–2004
2004–2010
SAS Épinal
FC Metz
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2008–2015
2010–2015
2012
2015–
FC Metz B
FC Metz
SAS Épinal (Leihe)
1. FSV Mainz 05
[1] 41 0(8)
110 (12)
18 0(1)
10 0(1)
Nationalmannschaft
2009
2009–2010
2010–2011
Frankreich U-18
Frankreich U-19
Frankreich U-20

9 0(0)
3 0(0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 20. März 2016

Gaëtan Bussmann (* 2. Februar 1991 in Épinal) ist ein französischer Fußballspieler. Er steht seit August 2015 in der deutschen Bundesliga beim 1. FSV Mainz 05 unter Vertrag.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bussmann stammt aus Épinal in den Vogesen[2] und begann im Oktober 1997 in der Jugendmannschaft von SAS Épinal mit dem Fußballspielen. Im Juni 2004 wechselte er in die Nachwuchsakademie (Centre de Formation) des FC Metz. Er gewann 2010 mit dessen U-19-Mannschaft den französischen Nachwuchspokalwettbewerb Coupe Gambardella. Im Finale bezwang man die U-19 des FC Sochaux mit 5:4 im Elfmeterschießen.[3]

Am 4. Juni 2010 unterzeichnete er seinen ersten Profivertrag beim in der Ligue 2 spielenden Klub, der bis zum Juni 2015 datiert war.[4] Sein Profidebüt gab er am 20. August 2010 beim 1:0-Sieg gegen den OC Vannes in der Startelf.[5] In dieser Saison spielte er in zwölf Partien, dabei viermal über 90 Minuten. In der Coupe de France kam er bis zum Ausscheiden im Achtelfinale in allen drei Spielen seiner Mannschaft zum Einsatz. In der Hinrunde der folgenden Spielzeit kam Bussmann aufgrund einiger Verletzungen in lediglich zwei Partien zum Einsatz.

Am 2. Januar 2012 kehrte er zu seinem in der dritten Liga spielenden Jugendklub SAS Épinal zurück und unterschrieb einen fünfmonatigen Leihvertrag.[6] Er sammelte dort Spielpraxis.[7] Zur Saison 2012/13 kam er wieder zum FC Metz, der kurz zuvor in die dritte Liga abgestiegen war, zurück und etablierte sich als Stammspieler. Im Ligapokalwettbewerb kam er zu drei Einsätzen – allesamt über 90 Minuten – und steuerte in den ersten beiden Partien jeweils ein Tor bei. Die Metzer, die in der dritten Runde gegen den SC Bastia ausgeschieden waren, scheiterten im nationalen Pokalwettbewerb in der ersten Runde am OGC Nizza; Bussmann spielte in dieser Partie ebenfalls durch. Am Saisonende stieg er mit dem FC Metz direkt wieder in die zweite Liga auf. In der Folgesaison erzielte er am 2. August 2013 am ersten Spieltag im Spiel gegen Stade Laval mit dem 1:0-Siegtreffer sein erstes Tor im Profifußball. Bussmann etablierte sich in der französischen Zweitklassigkeit;[7] er kam zu 36 Einsätzen und steuerte vier Treffer bei. Der FC Metz stieg am Ende der Spielzeit in die erste Liga (Ligue 1) auf. Bussmann galt als einer der Leistungsträger in der Aufstiegssaison. Der FC Metz beendete die Zweitligasaison mit den wenigsten Gegentreffern.[7]

Am 9. August 2014 absolvierte Bussmann sein Debüt in der Ligue 1 2014/15 beim 0:0 am ersten Spieltag beim OSC Lille; er stand in der Anfangsformation. Am 24. September erzielte er sein erstes Tor in dieser Liga, als er am 7. Spieltag gegen den damaligen Pokalsieger und Europa-League-Teilnehmer EA Guingamp den 1:0-Siegtreffer markierte. In 31 Einsätzen erzielte er zwei Tore und gab vier Torvorlagen. Der FC Metz konnte den direkten Wiederabstieg nicht verhindern; der Klub nahm 61 Gegentore hin.[7]

Ende August 2015 wechselte Bussmann in die deutsche Bundesliga zum 1. FSV Mainz 05.[8] Er unterschrieb einen Zweijahresvertrag, der eine Option auf Verlängerung beinhaltet.[9] Sein Bundesligadebüt gab er am 23. Januar 2016 bei der 0:1-Niederlage im Auswärtsspiel gegen den FC Ingolstadt.[10] Sein erstes Bundesligator erzielte er am 12. Februar 2016 (21. Spieltag) beim 2:1-Sieg im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 mit dem Treffer zum 1:0 in der 33. Minute.[11]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bussmann spielte für die französischen U-18, U-19 und U-20-Jugendnationalmannschaften. Von 2009 bis 2010 absolvierte er neun Länderspiele für die U-19. Sein bisher größter Erfolg war der Gewinn der U-19-Fußball-Europameisterschaft 2010 in Frankreich.[12] Im Jahr 2011 wurde er in den Kader der französischen U-20-Nationalmannschaft berufen, für die er drei Spiele absolvierte.

Titel und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Aufstiegssaison des FC Metz 2013/14 traf Bussmann regelmäßig nach Eckbällen per Kopfball. Es werden auch seine Schnelligkeit und seine Dribbelaktionen auf den Außenbahnen hervorgehoben. Er gilt als dynamisch, flexibel und harter Arbeiter. Bussmann selbst vergleicht seine Spielweise mit der von Gareth Bale.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gaëtan Bussmann bei foot-national.com
  2. Jörg Schneider/Christian Karn: Gaetan Bussmann kommt für Park. In: nullfünfMixedZone. 29. August 2015, abgerufen am 30. August 2015.
  3. Spielbericht auf der Website der Fédération Française de Football (Memento vom 6. Juli 2010 im Internet Archive)
  4. Bussman passe pro (French) L'Equipe. 4. Juni 2010. Abgerufen am 20. August 2010.
  5. Metz v. Vannes Match Report (French) L'Equipe. 20. August 2010. Abgerufen am 20. August 2010.
  6. Gaëtan Bussmann a signé au SAS Football (French) SAS Épinal. 2. Januar 2011. Abgerufen am 6. Januar 2011.
  7. a b c d e Michael Berndt: Gareth Bale aus Lothringen. In: spox.com. Perform Media Deutschland GmbH, 2. Oktober 2015, abgerufen am 8. Januar 2016.
  8. Football Club de Metz (Hrsg.): GAËTAN BUSSMANN QUITTE LE FC METZ. In: FC Metz. 30. August 2015, abgerufen am 15. Februar 2016 (französisch).
  9. Gaetan Bussman wird 05er (German) 1. FSV Mainz 05. 30. August 2015. Abgerufen am 30. August 2015.
  10. Ein Elfer entscheidet mainz05.de, abgerufen am 25. Januar 2016
  11. Spielbericht auf mainz05.de, abgerufen am 5. März 2016
  12. France fight back to claim U19 crown, uefa.com