SC Bastia

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SC Bastia
SC Bastia.svg
Voller Name Sporting Club de Bastia
Ort Bastia, Frankreich
Gegründet 1905
Stadion Stade Armand Cesari
Plätze 16.480
Präsident Pierre-Marie Geronimi
Trainer François Ciccolini
Homepage sc-bastia.net
Liga Ligue 1
2015/16 10. Platz
Heim
Auswärts

Der Sporting Club de Bastia ist ein französischer Fußballverein in Bastia auf der Insel Korsika.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Klub wurde 1905 gegründet; nach einer Fusion (1962) hieß er bis 1987 Sporting Étoile Club Bastia (SEC). Die Klubfarben sind Weiß und Blau. Er spielt im Stade Armand Césari, besser bekannt als Stade Furiani, das ein Fassungsvermögen von 16.480 Zuschauern (inzwischen nur noch Sitzplätze) hat. 1992 war es Schauplatz des Dramas von Furiani. Das Stadion wurde in der Saison 2010/11 durch einen Neubau der Gegentribüne erweitert.

Der Präsident ist Pierre-Marie Geronimi, die Ligamannschaft wird seit Januar 2016 von François Ciccolini trainiert, nachdem Ghislain Printant entlassen wurde.[1] (Stand: 30. Januar 2016)

In der Saison 2016/17 kam der SC Bastia nach dem 20. Spieltag in Kritik, da Anhänger von Bastia beim Heimspiel gegen OGC Nizza dessen Stürmerstar Mario Balotelli mit Affengeräuschen beleidigten. Nach einigen Tagen stellte sich ein Fan, dem daraufhin die Dauerkarte entzogen wurde und Stadionverbot erhielt.[2]

Gründung (1905 – 1914)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1905 gründete Hans Ruesch, ein Schweizer Deutschprofessor am Gymnasium in Bastia, den SC Bastia zusammen mit Emile Brandizi und Joachim Vincensini, welche zusammen die drei Gründungspapiere unterschrieben. Nach der Gründung wurde Emile Brandizi zum ersten Präsidenten des neuen Vereins. Damals war der SC Bastia ein Sportverein, in welchem neben Fussball unter anderem auch Leichtathletik sowie Boxen und Ringen praktiziert wurde. Drei Jahre nach der Gründung im Jahre 1908 erbte Joachim Vincensini den Posten von Emile Brandizi, welcher sich wegen Krankheit zurückgezogen hat und 1914 daran starb.

An Ostern im Jahre 1911 empfing der SC Bastia seine ersten Gegner bei der Piccioni Challenge. Bastia spielte gegen zwei Formation aus Ajaccio. Danach gab es immer mehr Spiele gegen Mannschaften aus anderen korsischen Städten um den Fussball auf Korsika zu popularisieren. Der danach startende 1. Weltkrieg bremste jedoch das Unterfangen.

Anfänge und Aufstieg (1919 – 1935)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1919 wurde Touissaint Maestracci der neue Präsident des SC Bastia. Ein Jahr später, am 31. Mai 1920 erhielt der der SC Bastia seine Zulassung als Sportverein. Charles Guitton wurde danach neuer Präsident. Die Spiele des SC Bastia wurden nun auf dem Place Saint Nicolas ausgetragen.

Ab 1921 spielte der SC Bastia dann, als erster Verein, in der neu gegründeten Ligue Corse de Football Association (LCFA). Der Französische Fussballverband (damals FFFA) erkannte den SC Bastia sowie die Liga am 1. August 1921 offiziell an.

Jospesp Cesari, Spielervater von Armand und Jean-Marie Cesari, wurde 1922 neuer Präsident des SC Bastia, unter seiner Führung gewann der SC Bastia in den Folgejahren keine einzige Trophäe.

Im Jahre 1925 fusionierte der SC Bastia mit dem Olympic Bastiais. Louis Orenga wurde daraufhin der sechste Präsident des Vereins. in der folgenden Saison (1925/26) gewann der SC Bastia erstmals die Korsische Liga sowie auch den Korsischen Cup. Dieses Unterfangen gelang dem SC Bastia auch in den vier Jahren darauf. Sieben Jahre in Folge, bis 1932 gewann Bastia die LCFA und fünf mal den Coupe de Corse.

1926 kauften wichtige Mitglieder Bastias das Gebiet "Campaleone" für den Bau eines neuen Stadions. Am 4. Februar 1932 wurde symbolisch der erste Stein durch den neuen Präsidenten Pierre Luciani gelegt. Nur wenige Monate später am 16. Oktober wurde das Stade de Furiani eingeweiht. Zu diesem Anlass spielte der SC Bastia gegen eine Auswahl aus Ajaccio. 1933 ging Luciani in Ruhestand nach dem sein Werk, das Stadion, zu voller Zufriedenheit vollendet wurde.

In der nächsten Saison gewann der SC Bastia wieder das "Double", bestehend aus dem Sieg der Liga und dem Sieg des Cups, im darauffolgenden Jahr verschwand Armand Cesari der langjährige Kapitän der Mannschaft, zu seinen Ehren wurde das Stadion für die Saison 1937/38 umbenannt.

Ligazugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstklassig (Division 1, seit 2002 Ligue 1 genannt) spielte Bastia 1968–1986, 1994–2005 und seit 2012; zur Saison 2010/11 war der Verein sportlich aus der Ligue 2 in die National abgestiegen. Die Gefahr, aus wirtschaftlichen Gründen sogar in die vierte Liga strafversetzt zu werden,[3] wurde letztlich abgewendet; der Verein spielte somit die Saison doch in der dritten Liga und kehrte an deren Ende als Meister in die Ligue 2 zurück. Dem Zweitliga-Aufstieg folgte der Durchmarsch in die Ligue 1.

Logohistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europapokalbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1972/73 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Spanien 1945Spanien Atlético Madrid 1:2 0:0 (H) 1:2 (A)
1977/78 UEFA-Pokal 1. Runde PortugalPortugal Sporting Lissabon 5:3 3:2 (H) 2:1 (A)
2. Runde EnglandEngland Newcastle United 5:2 2:1 (H) 3:1 (A)
3. Runde ItalienItalien Turin Calcio 5:3 2:1 (H) 3:2 (A)
Viertelfinale Deutschland Demokratische Republik 1949DDR FC Carl Zeiss Jena 9:6 7:2 (H) 2:4 (A)
Halbfinale SchweizSchweiz Grasshopper Zürich (a)3:3(a) 2:3 (A) 1:0 (H)
Finale NiederlandeNiederlande PSV Eindhoven 0:3 0:0 (H) 0:3 (A)
1981/82 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde FinnlandFinnland Kotkan Työväen Palloilijat (a)5:0(a) 0:0 (A) 5:0 (H)
2. Runde SowjetunionSowjetunion Dinamo Tiflis 2:4 1:1 (H) 1:3 (A)
1997 UEFA Intertoto Cup Gruppenphase KroatienKroatien NK Hrvatski dragovoljac 1:0 1:0 (A)
DanemarkDänemark Silkeborg IF 1:0 1:0 (H)
WalesWales Ebbw Vale AFC 2:1 2:1 (A)
OsterreichÖsterreich Grazer AK 1:2 1:2 (H)
Halbfinale DeutschlandDeutschland Hamburger SV 2:1 1:0 (A) 1:1 n.V. (H)
Finale SchwedenSchweden Halmstads BK 2:1 1:0 (A) 1:1 n.V. (H)
1997/98 UEFA-Pokal 1. Runde PortugalPortugal Benfica Lissabon 1:0 1:0 (H) 0:0 (A)
2. Runde RumänienRumänien Steaua Bukarest (a)3:3(a) 0:1 (A) 3:2 (H)
1998 UEFA Intertoto Cup 2. Runde MazedonienMazedonien Makedonija Skopje 7:1 0:1 (A) 7:0 (H)
3. Runde TurkeiTürkei Altay İzmir 4:3 2:0 (H) 2:3 n.V. (A)
Halbfinale Jugoslawien Bundesrepublik 1992Jugoslawien FK Vojvodina 2:4 2:0 (H) 0:4 (A)
2001 UEFA Intertoto Cup 2. Runde KroatienKroatien NK Slaven Belupo 0:3 0:2 (H) 0:1 (A)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 38 Spiele, 19 Siege, 7 Unentschieden, 12 Niederlagen, 61:45 Tore (Tordifferenz +16)

Kader 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
30 Paul Charruau
16 Jean-Louis Leca
1 Thomas Vincensini
28 Florian Marange
3 Julien Benhaim
29 Gilles Cioni
5 Sebastien Squillaci
3 Nicolas Saint Ruf
23 Alexander Djiku
22 Farid Boulaya
17 Lindsay Rose
4 Abdelhamid El Kaoutari
20 Pierre Bengtsson
12 Abdoulaye Keita
10 Lyes Houri
14 Mehdi Mostefa
8 Gaël Danic
18 Yannick Cahuzac
19 Axel Ngando
2 Sadio Diallo
15 Prince Oniangué
33 Geoffrey Acheampong
9 Florian Raspentino
7 Jerson Cabral
25 Lassana Coulibaly
11 Lenni Nangis
6 Allan Saint-Maximin
27 Enzo Crivelli

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thierry Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français. Pages de Foot, Créteil 1999 – Band 1 (A-Mo) ISBN 2-913146-01-5, Band 2 (Mu-W) ISBN 2-913146-02-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: SC Bastia – Sammlung von Bildern

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. siehe den Artikel Frankreich: Bastia entlässt Trainer Printant vom 28. Januar 2016 bei goal.com
  2. Nach Balotellis Rassismusvorwürfen: Bastia-Anhänger stellt sich dem Verband. In: spox.com. 25. Januar 2017, abgerufen am 31. Januar 2017.
  3. nach France Football online