Gebr. Alsberg AG

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Unter der gleichlautenden Firma Gebr. Alsberg AG existierten in den 1920er Jahren zwei Einzelhandels-Unternehmen in Bochum und Gelsenkirchen. Sie gehörten mit vielen anderen, meist kleineren Kaufhäusern und Geschäften zum Alsberg-Konzern. Durch die „Arisierung“ unter den Nationalsozialisten wurden die jüdischen Eigentümer zum Verkauf genötigt, dabei verschwand der Name Alsberg aus der Öffentlichkeit. Die beiden Warenhäuser wurden durch neue, „arische“ Betreiber übernommen.

Gebr. Alsberg AG (Bochum)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ehemaliges Kaufhaus Alsberg in Bochum

Die Gründung der Aktiengesellschaft erfolgte am 31. März 1921 mit Wirkung zum 1. Januar 1921. Das Unternehmen betrieb das 1921 fertiggestellte Warenhaus an der Hochstraße (heute Kortumstraße) in Bochum. Der Sitz der Gesellschaft war bis zum 27. Juli 1929 Köln, danach Bochum. Die Gesellschaft hieß so bis zum 27. Juni 1933. Das Warenhaus wurde 1935 durch die Kaufhaus Kortum AG übernommen. Nach mehren Umbauten im Inneren dient es heute als Büro- und Geschäftshaus unter dem Namen Kortumhaus.[1]

Im Vorstand der Bochumer Aktiengesellschaft war durch Siegfried Alsberg und seinen Sohn Alfred Alsberg der Kern der weit verzweigten Familie Alsberg bzw. des Alsberg-Konzerns vertreten.

Gebr. Alsberg Gelsenkirchen AG[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ehemaliges Kaufhaus Alsberg in Gelsenkirchen

Die Aktiengesellschaft wurde am 19. Dezember 1923 gegründet und betrieb das von der Gebr. Fried & Alsberg oHG erbaute und 1912 eröffnete Warenhaus an der Gelsenkirchener Bahnhofstraße. Das Haus wurde 1928 umfangreich erweitert. Nach 1933 wurde es unter dem Namen Westfalen-Kaufhaus (WeKa) zunächst durch die Rings AG betrieben. Nach vergleichbaren Umbauten wie beim Bochumer Haus ist es heute als WEKA-Karree bekannt.

1927–1928 wurde als Zweiggeschäft ein Warenhaus in Gelsenkirchen-Buer, an der Kreuzung Hochstraße / Horster Straße, errichtet, das nach dem Konkurs der Rings AG 1938 durch Zwangsversteigerung an den Textil-Einzelhändler Josef Weiser überging.

Bei der Gelsenkirchener Aktiengesellschaft saßen Siegfried und Alfred Alsberg im Aufsichtsrat.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Handbuch der deutschen Aktien-Gesellschaften, 37. Ausgabe 1932,
    • Band III, S. 4844 f. (Gebr. Alsberg AG, Bochum)
    • Band IV, S. 6610. (Gebr. Alsberg Gelsenkirchen AG)
  • Jan Gerdemann: Ein Warenhauskonzern im Ruhrgebiet. Das „Kaufhaus Alsberg/Kortum“ in Bochum. (Hausarbeit zur Ersten Staatsprüfung, Ruhr-Universität Bochum) Dortmund / Bochum 1999.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wertpapier-Informationen zur Kortum AG