George Segal

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Dieser Artikel behandelt den Schauspieler George Segal. Zum gleichnamigen Künstler siehe George Segal (Künstler).

George Segal (* 13. Februar 1934 in Great Neck, Long Island, New York) ist ein US-amerikanischer Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

George Segal (links) mit der Besetzung von Die Goldbergs (2014)

George Segal wuchs in einer Familie jüdisch-russischer Herkunft auf. Er absolvierte das Columbia College und die Columbia University, dort nahm er auch ersten Schauspielunterricht. Nach einem Militärdienst studierte er Ende der 1950er-Jahre im renommierten Actors Studio, wo Lee Strasberg und Uta Hagen zu seinen Lehrern zählten. 1961 unterschrieb er einen Vertrag bei Columbia Pictures und sammelte erste Filmerfahrungen. Für eine Nebenrolle im Film Assistenzärzte erhielt er 1965 den Golden Globe Award als Bester Nachwuchsdarsteller. 1965 spielte einen Maler an der Seite von Stars wie Vivien Leigh, José Ferrer, Oskar Werner und Heinz Rühmann in Stanley Kramers Filmdrama Das Narrenschiff. Eine seiner bekanntesten Rollen spielte er in Mike Nichols’ Film Wer hat Angst vor Virginia Woolf? (1966), in dem er neben Elizabeth Taylor und Richard Burton auftrat. Für seine Leistung in diesem Film wurde er als Bester Nebendarsteller für die Filmpreise Oscar und Golden Globe nominiert.

George Segal spielte vor allem in den späten 1960er- und 1970er-Jahren zahlreiche Hauptrollen unter bedeutenden Regisseuren. 1969 verkörperte er beispielsweise einen amerikanischen Leutnant im aufwendigen Kriegsfilm Die Brücke von Remagen. Er spielte 1973 einen untreuen Ehemann in der hochgelobten Komödie Mann, bist du Klasse! und hatte 1974 die Hauptrolle eines Spielsüchtigen im Film California Split von Robert Altman. 1979 sollte Segal die Hauptrolle in Blake Edwards' Komödie Zehn – Die Traumfrau spielen, wurde aber während der Dreharbeiten gegen Dudley Moore eingetauscht. Ab den 1980er-Jahren war Segal im Kino vorwiegend in Nebenrollen zu sehen, so spielte er in dem Krimi Sie nannten ihn Stick (1985) neben Burt Reynolds und Candice Bergen. In der Komödie Kuck mal, wer da spricht! (1989) trat er neben John Travolta und Kirstie Alley auf, in der Komödie Cable Guy – Die Nervensäge (1994) neben Jim Carrey.

Seit den 1960er-Jahren trat Segal auch regelmäßig im Fernsehen in Erscheinung. Er hatte unter anderem Gastrollen in den Fernsehserien Gnadenlose Stadt, Mord ist ihr Hobby und Die Larry Sanders Show. In der Fernsehserie Just Shoot Me – Redaktion durchgeknipst spielte er zwischen 1997 und 2003 die Rolle des Jack Gallo, einen an Donald Trump angelehnten Medienmogul. Seit 2013 verkörperte Segal die Rolle des Großvaters in der Comedyserie Die Goldbergs. Neben der Schauspielerei spielte George Segal Banjo in Amateur-Jazzbands wie der Beverly Hills Unlisted Jazz Band von Conrad Janis und veröffentlichte mehrere Platten. Seit dem Jahre 2017 besitzt Segal einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Segal heiratete insgesamt dreimal, seit 1996 ist er mit Sonia Schultz Greenbaum verheiratet. Er hat zwei Kinder aus der ersten Ehe mit Marion Sobel, die von 1956 bis zur Scheidung im Jahr 1981 andauerte. Seine Tochter Polly Segal (* 1966) ist ebenfalls Schauspielerin.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Serien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]