Gmail

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Gmail
Gmail Logo/Icon
gmail.com
Beschreibung Freemail-Anbieter
Registrierung Google-Konto erforderlich
Sprachen über 50 Sprachversionen[1]
Eigentümer Google Inc. (mehr)
Erschienen 2004
Mitglieder 900 Millionen (Mai 2015)[2]
Status online

Gmail ist ein E-Mail-Dienst des US-amerikanischen Unternehmens Google Inc. Er wird seit Februar 2007 weltweit angeboten. Neben dem Webmail-Zugang ist der Abruf der E-Mails auch über POP3 und IMAP4 möglich.

Der kostenlos angebotene Dienst brachte große Bewegung in den Freemail-Markt. Das großteils mittels Ajax-Technologie realisierte Funktionsangebot der browserbasierten Oberfläche orientiert sich an eigenständigen Mailprogrammen. Seit Mitte 2012 gilt das Angebot als der weltweit meistgenutzte E-Mail-Dienst.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Nicht mehr verwendetes Logo von Gmail

Gmail brachte ab seiner Ankündigung zum 1. April 2004[4] vor allem durch die anfängliche Postfachgröße von einem Gigabyte Speicher große Bewegung in den Freemail-Markt. Andere Anbieter dieses von Hotmail, Yahoo! und in Deutschland auch von GMX und Web.de dominierten Marktes hatten ihren Nutzern im Vergleich dazu bis dahin nur zwischen zwei und zwanzig Megabyte gewährt.

Nach der Ankündigung und einer geschlossenen Beta-Phase ab April 2004[5] war eine Anmeldung über einen Freischaltcode oder eine Einladung durch einen schon registrierten Nutzer von August 2005 an möglich. Die öffentliche Testphase dauerte bis Juli 2009 an.[6]

Letztlich erhöhten die meisten Gmail-Mitbewerber die Speicherkapazitäten ihrer Angebote nach Anlaufen der öffentlichen Betaphase von Gmail zum Teil drastisch. Darauf reagierte wiederum Gmail zum ersten Jahrestag des kostenlosen Dienstes durch eine Verdoppelung der Speicherkapazität auf 2 GB.[7] Seither stieg die maximale Postfachgröße fortwährend in kleinen Schritten an, zeitweilig wurde die Erweiterung beschleunigt, seit 2013 wird die Postfachgröße nicht mehr vergrößert.[8] Im Zuge des Starts des Cloud-basierten Google Drive wurde im April 2012 der Speicherplatz auf 10 GB erhöht.[9] Durch die Vereinigung von Gmail und Google Drive im Juni 2013 stehen dem Nutzer nun 15 GB zur Verfügung.[10]

Das Unternehmen hat in seinen Maildienst einen Spamfilter, die Möglichkeit, Missbrauch – etwa Phishing – zu melden, und die zusätzliche Zugangsmöglichkeit mit einem Mailprogramm über TLS-POP3 und TLS-SMTP installiert; seit Oktober 2007 ist der Abruf via IMAP möglich.[11] Zudem bot Google die Möglichkeit, Gmail über das ActiveSync-Protokoll mit verschiedenen mobilen Endgeräten zu synchronisieren.[12] Im Dezember 2012 wurde der Zugriff über das ActiveSync-Protokoll eingeschränkt, sodass keine neuen Geräte mehr zugelassen werden.[13] Alternativ bietet Google die Möglichkeit, mobile Endgeräte durch Nutzung der offenen Protokolle IMAP, CardDAV und CalDAV zu synchronisieren.[14]

Seit Oktober 2014 unterstützt der E-Mail-Dienst die Anmeldung mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung U2F der FIDO-Allianz, die eine höhere Sicherheit für den Anmeldevorgang ermöglicht.[15]

Markenprobleme[Bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten]

Google-Mail-Logo

Ursprünglich hieß dieser Dienst in Deutschland Gmail, musste aber 2005 wegen eines Streits um die deutschen Markenrechte mit einem Hamburger Briefpostunternehmen umbenannt werden. Letzteres hatte den Markennamen G-mail vor Google angemeldet und gewerblich genutzt. Im Juli desselben Jahres führte Google ein, dass E-Mail-Adressen von neuen deutschen Benutzern statt der Domain @gmail.com die Endung @googlemail.com erhalten. Im April 2012 konnte Google außergerichtlich die Übernahme der Marke Gmail und der Domain gmail.de auch in Deutschland erreichen.[16] Seit dem 20. Juni 2012 erhalten alle neuen Benutzer eine E-Mail-Adresse mit @gmail.com. Bisherige Benutzer können seit 26. Juni 2012 ihre @googlemail.com-Adresse in eine @gmail.com-Adresse ändern.[17]

Vereinigtes Königreich[Bearbeiten]

Am 19. Oktober 2005 wurde auch die britische Version von Gmail in Google Mail umbenannt, weil „Gmail“ bereits von einem anderen Unternehmen als Markenname angemeldet worden war.[18] Auch hier führte der Namenswechsel dazu, dass E-Mail-Adressen zwischenzeitlich auf @googlemail.com lauteten. Seit dem 3. Mai 2010 ist Gmail im Vereinigten Königreich wieder unter dem Namen Gmail verfügbar.

Polen[Bearbeiten]

Im Februar 2007 verlor Google einen Streit gegen die Besitzer von gmail.pl, eine Dichtergruppe aus Polen (Grupa Młodych Artystów i Literatów, abgekürzt GMAiL).

China[Bearbeiten]

Ein IT-Unternehmen hat vor Google den Namen gmail.cn angemeldet und bietet wie Google E-Mail-Adressen an, deren Endung jedoch gmail.cn ist.

Features[Bearbeiten]

Speicher[Bearbeiten]

Gmail startete mit 1 GB Speicherplatz.

Am 1. April 2005, dem ersten Geburtstag von Gmail, wurde die Obergrenze auf 2 GB verdoppelt. Georges Harik, Product Management Director für Gmail, sagte, Google würde "den Menschen auf ewig immer mehr Speicherplatz geben."[19]

Am 24. April 2012 kündigte Google im Rahmen des Starts von Google Drive die Erweiterung des kostenlosen Speicherplatzes in Gmail von 7,5 GB auf 10 GB ("und es geht weiter") an.[20]

Am 13. Mai 2013 gab Google bekannt, dass der Speicherplatz auf Gmail, Google Drive und Google+ Photos zusammengelegt wird, wodurch der Benutzer der drei Dienste über insgesamt 15 GB freien Speicherplatz verfügen kann.[21][22]

Benutzer können auch über ein monatliches Abonnement zusätzlichen Speicherplatz kaufen, der ebenfalls von Gmail, Google Drive und Google+ Photos geteilt wird. Im Jahr 2015 sind 15 GB Speicherplatz kostenlos, und es gibt Bezahlpläne für bis zu 30 TB für den persönlichen Gebrauch.[23]

Spamfilter[Bearbeiten]

Der Spamfilter von Gmail verfügt über ein Community-gesteuertes System: Sobald irgendein Benutzer eine E-Mail als Spam markiert, dient diese Information dem System als Hilfe zur Identifizierung künftiger ähnlicher Nachrichten an alle Gmail-Benutzer.[24][25] Benutzer können das System so einstellen, dass es als Spam markierte Mails individuell verarbeitet.[24] Google Inc. gibt an, dass jede Mail an oder von Gmail ausschließlich vom jeweiligen Kontoinhaber gelesen wird, und dass von Computern gelesene Inhalte nur der Steigerung der Relevanz von Werbung bzw. dem Blockieren von Spam-E-Mails dienen.[26] Die Datenschutzrichtlinien anderer beliebter E-Mail-Dienste wie Outlook.com und Yahoo gestatten die Sammlung und Nutzung privater Benutzerdaten für Werbezwecke.[27][28]

Gmail Mobile[Bearbeiten]

Gmail Mobile ist in mehr als 40 Sprachen erhältlich.[29] Der Dienst ist kostenlos und wurde entwickelt, um den Zugriff auf Gmail mit Mobilgeräten zu ermöglichen. Gmail Mobile umfasst zahlreiche Features von Gmail, aber angepasst auf kleinere, mobile Bildschirme.[30]

Am 22. September 2009 erweiterte Google Gmail um eine Push-Funktion mittels Google Sync für die Plattformen iPhone und iPod Touch.[31][32]

Integration sozialer Netzwerke[Bearbeiten]

Am 9. Februar 2010 führte Google sein neues Social-Networking-Tool Google Buzz ein, das in Gmail integriert ist und den Benutzern ermöglicht, Links, Medien und Status-Updates zu teilen.[33] Buzz wurde mit einem automatischen Opt-in gestartet, was zu einem Aufschrei in der Gmail-Community führte, der Google rasch dazu veranlasste, diesen Schritt zurückzunehmen.[34] Im Dezember 2011 wurde Buzz eingestellt und durch Google+ ersetzt.

Seit Januar 2014 können Gmail-Benutzer E-Mails an Inhaber von Google+-Konten senden, auch wenn sie nicht über die E-Mail-Adresse des jeweils anderen verfügen.[35]

Google Voice im Gmail-Chat[Bearbeiten]

Im August 2010 veröffentlichte Google ein Plugin, das auf der Google Chat-Benutzeroberfläche von Gmail einen integrierten Telefondienst zur Verfügung stellt. Der Dienst hatte zunächst keinen offiziellen Namen und wurde von Google lediglich als "Google Voice im Gmail-Chat" bezeichnet.[36][37][38] Heute heißt er Google Video- und Voice-Chat. Benutzer konnten damit von ihrem Gmail-Konto aus kostenlose Telefonate innerhalb der USA und Kanada führen, zumindest bis Ende 2012.[39] Benutzer eines Gmail-Kontos konnten gegen Gebühr auch andere Länder anrufen. Am 26. August 2010 registrierte der Dienst über eine Million Gespräche innerhalb von 24 Stunden.[40]

Mit Stand Februar 2015 können Benutzer von Google Voice im Gmail-Chat nach wie vor kostenfrei in den USA, Kanada und einigen anderen Ländern anrufen.

Die Multi-Videokonferenz von Google Voice (mit Unterstützung geteilter Dokumente) ist jetzt Bestandteil von Google Hangouts.[41]

Gmail-Suche[Bearbeiten]

Gmail umfasst eine Suchleiste für E-Mails. Sie ermöglicht auch die Suche nach Kontakten, in Google Drive gespeicherten Dateien, Events aus dem Google Kalender und aus Google Sites.[42] Außerdem ist die Internetsuche über Google Search möglich. Am 21. Mai 2012 verbesserte Gmail die Suchfunktionalität durch Autovervollständigung auf Basis der E-Mails des Benutzers.[43] Wie die Internetsuche unterstützt auch die Suchfunktion von Gmail nicht die Suche nach Wortfragmenten ('Substring-Suche'). Allerdings werden durchaus Wortbestandteile im Rahmen des sogenannten Stemming gefunden (z.B. findet die Suche nach 'Monat' auch E-Mails mit dem Wort 'Monate').[44]

Besonderheiten[Bearbeiten]

Der wesentliche Unterschied von Gmail zu anderen Freemail-Diensten besteht im Funktionsangebot der Browser-basierten Oberfläche, das sich an eigenständigen Mailprogrammen (wie zum Beispiel Outlook Express, The Bat oder Thunderbird) orientiert. Dieses wurde in großen Teilen mit einer als Ajax bezeichneten Technik in JavaScript sowie DHTML realisiert und umfasst ein Adressbuch, eine Rechtschreibprüfung sowie weitere per Tastenkombination zugängliche Funktionen. Diese sind auch ähnlich schnell und komfortabel wie ein lokal installiertes Mailprogramm, da die Funktionen größtenteils Client-seitig, d. h. auf dem lokalen Rechner, ausgeführt werden.

Eine gerade bearbeitete Mail wird von Gmail automatisch zwischengespeichert, sodass bei Verbindungsabbrüchen oder Zeitüberschreitungen nur Teile des geschriebenen Textes verloren gehen können. Auch wird durch eine mittels JavaScript-Fenster realisierte Sicherheitsabfrage überprüft, ob ein Seitenwechsel vom Benutzer wirklich beabsichtigt ist, sofern auf diese Weise ungespeicherter Text verloren gehen würde.

Die Ablage empfangener E-Mails erfolgt nicht, wie bisher allgemein üblich, in verschiedenen Ordnern, sondern in einem zentralen Mailarchiv. Die E-Mails können ähnlich der bekannten Google-Suche durchsucht und gefunden werden. Ferner werden Nachrichten in Themen, von Google „Konversationen“ genannt, zusammengefasst. An die Stelle von Ordnern treten bei Gmail sogenannte „Labels“, die frei definiert und per Mailfilter oder manuell den Nachrichten zugeteilt werden können. Durch diese Labels ist es möglich, Mails – im Gegensatz zur gewöhnlichen Ordnerstruktur – mehreren Kategorien zuzuordnen. Dadurch soll eine bessere Übersicht gewährleistet werden.

Gmail ignoriert Punkte im vorderen Teil der E-Mail-Adresse, Mails an das Konto benutzername@gmail.com kommen also auch dann an, wenn die Adresse benutzer.name@gmail.com oder benutz.ername@gmail.com lautet. Über Filter besteht die Möglichkeit, Mails mit einer solchen Adresse beispielsweise weiterzuleiten oder direkt in den Papierkorb verschieben zu lassen. Ähnliches gilt auch für Plus-Zeichen nach dem Benutzernamen. So kommen Mails an benutzername+erweiterung@gmail.com oder benutzername+test@gmail.com genauso an wie Mails an benutzername@gmail.com.

Inzwischen existiert eine Vielzahl von nicht-autorisierten Erweiterungen für Gmail. Beispielsweise gibt es Nachrichten-Prüfer zur Anzeige der derzeitigen Anzahl neuer Nachrichten oder Programme wie GmailFS, die Gmail-Konten als virtuelle Laufwerke nutzbar machen.

Außerdem lässt sich die Weboberfläche von Gmail um meist nützliche Funktionen erweitern, indem man neue Funktionen in den Google Mail Labs aktiviert.

Weitere Funktionen[Bearbeiten]

Unter mail.google.com/mail/x/ gibt es einen Googlemail-WAP-Service zur Nutzung der meisten Funktionen mit Mobiltelefonen.

Zuletzt wurde der Dienst Google Talk in die Web-Oberfläche von Gmail integriert. Diese auf dem XMPP-Standard basierende Funktion bietet die Möglichkeit, Kontaktpersonen aus dem eigenen Adressbuch, die gerade auch ihre E-Mails abholen, direkt anzuschreiben, mit ihnen zu chatten (ähnlich Instant Messaging) oder eine Sprach- oder Videoverbindung aufzubauen. Die Chat-Protokolle werden dabei in einem eigenen Verzeichnis archiviert. Die Verbindungsaufnahme mit Benutzern externer Messaging-Dienste (ICQ, MSN, AIM, Yahoo!) über sogenannte „XMPP-Transports“ ist möglich. Anfang Dezember 2007 wurde AIM in den Gmail-Chat integriert.[45]

Gmail ermöglicht es, unter verschiedenen Identitäten und Absenderadressen (From:) E-Mails zu versenden. Zudem können über POP3 E-Mail-Konten anderer Anbieter abgerufen werden.

Mithilfe von Google Apps können eigene Domains auf Gmail aufgeschaltet werden.[46]

Um die Verwendung von Gmail auch im Offline-Modus zu gewährleisten, benutzte der Dienst seit Anfang 2009 Gears, das im November 2011 eingestellt wurde. Um mehr Nutzer zu erreichen, wird dafür seitdem auf HTML5 gesetzt.[47]

Gmail protokolliert die letzten zehn Zugriffe auf das Postfach mit IP-Adresse und Zeitstempel. Zudem zeigt es an, wo dasselbe Postfach noch gleichzeitig geöffnet ist (mit IP-Adresse und Browsertyp, erreichbar auf der Postfach-Seite ganz unten).

Am 9. Februar 2010 stellte Google in Kalifornien Google Buzz vor. Das neue Produkt ergänzte Google Mail um Dienste aus dem Bereich soziales Netzwerk. So fasste es die Funktionen eines Mailprogramms und Komponenten von Sozialen-Netzwerk-Plattformen wie Facebook und Twitter zusammen.[48] Im Herbst 2011 wurde Google Buzz geschlossen, weil Google sich auf das soziale Netzwerk Google+ konzentrieren will.[49]

Eine Verknüpfung des Dienstes zur Social-Media-Applikation Google+ ist geplant.[50] So wurde beispielsweise im Herbst 2012 die 2008 in Gmail eingeführte Videochatfunktion durch Google Hangouts, der Videochatkonferenzenfunktion von Google+, ersetzt.[51]

Sicherheit[Bearbeiten]

Zwei-Stufen-Verifizierung[Bearbeiten]

Gmail unterstützt die Zwei-Stufen-Verifizierung, eine Form der Zwei-Faktor-Authentifizierung.[52] Nach der Aktivierung müssen Benutzer ihre Identität nach der Eingabe ihres Benutzernamens und Passworts durch eine zweite Methode nachweisen, wenn sie sich an einem neuen Computer anmelden. Normalerweise geben sie dazu einen sechsstelligen Code ein, der als SMS oder Anruf an ihr Mobilgerät gesendet wurde.[53] Alternativ können Benutzer eine kompatible mobile App wie den Google Authenticator einrichten, der dann Codes für sie erzeugt, selbst wenn sie keinen Mobilempfang haben.[54]

Am 21. Oktober 2014 kündigte Google die Integration von Universal Second Factor (U2F) in den Chrome-Browser an, wodurch der Einsatz eines physikalischen Sicherheitscodes für die Zwei-Stufen-Verifizierung ermöglicht wurde.[55][56][57] Benutzer können den U2F-Sicherheitscode als Primärmethode der Zwei-Stufen-Verifizierung festlegen, um unabhängig von Verifizierungscodes zu sein, die per SMS gesendet oder in ihren Mobilgeräten erzeugt werden.[58] Im Vergleich zu sechsstelligen Codes bietet der U2F-Sicherheitscode besseren Schutz vor Phishing und macht ein Mobilgerät bei der Anmeldung überflüssig.[59]

24-Stunden-Sperre[Bearbeiten]

Wenn ein Algorithmus etwas entdeckt, das Google als "Unregelmäßigkeiten, die auf einen möglichen Missbrauch Ihres Kontos hinweisen" bezeichnet, kann das Konto automatisch gesperrt werden. Die Sperre dauert 1 Minute bis 24 Stunden, je nach Art der entdeckten Aktivität. Mögliche Gründe für eine Sperre sind:[60]

  • "Empfangen, Löschen oder Versenden großer Mengen von E-Mails über POP oder IMAP innerhalb eines kurzen Zeitraums. Wenn Sie die Fehlermeldung "Sperrung in Sektor 4" erhalten, können Sie erst nach ca. 24 Stunden wieder auf Gmail zugreifen."[60]
  • "Senden einer großen Anzahl nicht zustellbarer Nachrichten (Nachrichten, die an den Absender zurückgeschickt wurden)."[60]
  • "Verwendung von File-Sharing- oder File-Storage-Software oder Drittanbietersoftware mit automatischer Anmeldung in Ihrem Konto."[60]
  • "Öffnen mehrerer Instanzen von Gmail."[60]
  • "Probleme mit dem Browser. Wenn Ihr Browser beim Zugriff auf Ihren Posteingang ständig neu lädt, besteht vermutlich ein Browserproblem. In diesem Fall müssen Sie möglicherweise den Cache und die Cookies des Browsers löschen."[60]

Kinderpornografie auf Gmail[Bearbeiten]

Google bekämpft Kinderpornografie auf den Gmail-Servern in Zusammenarbeit mit dem National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC), um weltweit Kinder zu finden, die missbraucht werden. Dazu erstellt Google zusammen mit dem NCMEC eine Datenbank kinderpornografischer Bilder. Jedes Bild erhält eine einzigartige Nummer, einen Hash. Danach scannt Google Gmail nach diesen einzigartigen Hashes. Werden verdächtige Bilder gefunden, meldet das Google den Behörden.[61]

Provider-Branding bei Google Apps[Bearbeiten]

Am 10. Februar 2006 führte Google "Gmail für Ihre Domain" ein. Alle Unternehmen, die am Beta-Test teilnahmen, durften Gmail auf ihren eigenen Domains benutzen. Seitdem hat Google Google Apps entwickelt, das individualisierbare Versionen von Google Kalender, Google Page Creator und anderen enthält. Durch verschiedene Editionen werden sowohl Unternehmen als auch kleinere Firmen angesprochen.[62]

Die Google Apps Partner Edition, ein Dienst für ISPs und Portale, bietet für Marken individualisierbare Gmail-Konten, zusammen mit anderen Google-Diensten (wie Kalender und Docs).[63]

Beschränkungen[Bearbeiten]

Die maximale Größe einer E-Mail beträgt rund 25 MB; bis zum Mai 2007 lag die Grenze bei 10 MB.[64]

Als Sicherheitsmaßnahme gegen potenzielle Viren werden an ein Gmail-Konto gesendete E-Mails, die einen Anhang mit ausführbaren Dateien (welche Google über die Dateiendung erkennt) haben, nicht zugestellt, sondern dem Absender zurückgesendet. Diese Sicherheitsmaßnahme lässt sich jedoch mittels einer Änderung der Dateiendung für die Dauer der Übertragung umgehen. Da Gmail 7z-Archive und die Kodierung UUencode (*.uue) nicht erkennt, lassen sich auch in diesen ausführbare Dateien versenden.

Benutzernamen müssen mindestens sechs Zeichen umfassen.[65]

Finanzierung[Bearbeiten]

Beispiel für kontextbezogene Werbung in Gmail

Der für den Endnutzer kostenlose Dienst Gmail finanziert sich über kontextbezogene, das heißt auf den Inhalt von E-Mails angepasste Text-Werbung (Google AdWords), die analog zur Suchmaschinenoberfläche von Google rechts eingeblendet wird. Dazu wird nicht nur die geöffnete E-Mail analysiert, sondern es werden auch die zuletzt empfangenen Mails mit einbezogen.[66] Im Gegensatz zu vielen anderen Freemail-Anbietern verzichtet Google auf das automatische Hinzufügen eines Werbetextes am Ende jeder E-Mail oder Werbebanner auf den Internetseiten.

Kritik[Bearbeiten]

Verschiedene Datenschutzexperten warnten 2008 vor einer weiteren Aufweichung der Privatsphäre, da Gmail sämtliche E-Mails automatisiert durchsucht, um daraufhin kontextbezogene Werbung einblenden zu können.[67] Eine darüber hinausgehende Nutzung der gewonnenen Daten zu Marketingzwecken wird von Google nicht ausgeschlossen. Zu einem ersten größeren Schlagabtausch kam es während der Konferenz Computers, Freedom & Privacy in Berkeley. Chris Hoofnagle vom Electronic Privacy Information Center warnte davor, dass „Gmail den kleinsten gemeinsamen Nenner beim Datenschutz aller Webmailer absenken“ werde.[68]

Obwohl der Betreiber Google darauf hinweist, dass jeder Nutzer beim Erstellen seines Zugangs diesen Nutzungsbedingungen zustimmen muss, wird der Punkt von Datenschützern als problematisch erachtet: Weil Versender von E-Mails, die selbst nicht Gmail-Nutzer sind, keine Zustimmung zum Öffnen und Verarbeiten der Mails gegeben haben, reiche das Akzeptieren der Nutzungsbedingungen durch die eigenen Nutzer nicht aus.

Weiterhin gab es zum Start von Gmail Kritik wegen der Lizenzbestimmungen, da diese nicht nur erlauben, die E-Mails zu indizieren, sondern auch keine Garantie gegeben wurde, dass vom Benutzer gelöschte E-Mails wirklich gelöscht werden. Es stellte sich heraus, dass Google damit die regelmäßigen Sicherungskopien meinte.

Außerdem finden sich in den Datenschutzbestimmungen viele Formulierungen, die Gmail weitreichenden Handlungsspielraum geben, die Privatsphäre der Nutzer zu beschneiden. Beispielsweise kann Gmail personenbezogene Daten (also auch Inhalte von E-Mails) weitergeben, wenn es „nach Treu und Glauben davon ausgehen“ könne, beispielsweise „die Rechte, das Eigentum oder die Sicherheit … der Öffentlichkeit zu schützen.“[69]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. https://support.google.com/mail/answer/17091?hl=en
  2. https://plus.google.com/+Gmail/posts/AjktcDswdKh Zahlen nach Angaben von google bei google+
  3. http://venturebeat.com/2012/06/28/gmail-hotmail-yahoo-email-users/
  4. Offizielle Ankündigung des Gmail-Dienstes, 1. April 2004
  5. http://googlepress.blogspot.de/2004/04/google-gets-message-launches-gmail.html
  6. gulli.com: „Gmail - Beta für alle“, 7. Februar 2007
  7. Willkommensseite von Anfang 2007
  8. Gmail Blog: „More Gmail storage coming for all“, 12. Oktober 2007
  9. http://gmailblog.blogspot.in/2012/04/gmail-now-with-10-gb-of-storage-and.html
  10. Google vereint Gmail- und Drive-Speicher: 15 Gigabyte gratis für alles – Artikel bei Computerbild.de, 14. Mai 2013
  11. Gmail Blog: „Sync your inbox across devices with free IMAP“, 24. Oktober 2007
  12. Gmail-Blog.de: „Google Mail via Exchange/ActiveSync verwenden“, 9. Dezember 2011
  13. Google Offizieller Blog:Winter Cleaning 14. Dezember 2012
  14. Gmail-Blog.de: „Gmail Mails, Kontakte und Kalender ohne Exchange ActiveSync synchronisieren“
  15. Schutz vor Betrügern: Google-Konten können nun per USB-Stick gesichert werden, spiegel.de, 22. Oktober 2014, abgerufen am 7. Januar 2015
  16. http://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-legt-Streit-um-Marke-Gmail-bei-1525576.html
  17. http://gmailblog.blogspot.de/2012/06/willkommen-bei-gmail-deutschland-its.html
  18. Google (Hrsg.): Google Mail in the UK
  19. Endless Gmail Storage. Abgerufen am 30. Juni 2006.
  20. Gmail, now with 10 GB of storage (and counting). Gmail Blog. Abgerufen am 24. April 2012.
  21. Bringing it all together: 25 GB now shared between Drive, Gmail, and Google+ Photos. In: Google Drive Blog. Google. Abgerufen am 27. März 2014.
  22. 15GB of Free Storage, Thanks Google!. W3Reports. Abgerufen am 13. Mai 2013.
  23. Buy and manage storage plans. In: google.com. Abgerufen am 5. Februar 2015.
  24. a b Why messages are marked as Spam. Gmail. Abgerufen am 1. April 2012.
  25. Alex Chitu: How Gmail Blocks Spam. In: Google Operating System: Unofficial news and tips about Google. 29. Oktober 2007. Abgerufen am 12. Februar 2009: „Gmail's filters are constantly improving and an important ingredient of their effectiveness is the use of community signals. Every time you click on the "Mark as spam" button, Gmail uses that information to block similar future messages not only for you, but for all Gmail users also.“
  26. Privacy Policy. Abgerufen am 12. Februar 2015.
  27. Yahoo Privacy Policy. Abgerufen am 12. Februar 2015.
  28. Microsoft Privacy Statement. Microsoft. Abgerufen am 12. Februar 2015.
  29. 你好, नमस्ते and bonjour to better mobile web Gmail. In: Google Mobile Blog. 13. Dezember 2010.
  30. A new mobile Gmail experience for iPhone and Android. In: Official Gmail Blog. 7. April 2009.
  31. Official Gmail push comes to iPhone, Windows Mobile, cnet. 22. September 2009. Abgerufen am 25. September 2009. 
  32. Jignesh Padhiyar: Gmail for iPhone & iPad. In: igeeksblog.com. 4. September 2013. Abgerufen am 6. November 2013.
  33. Jessica Guynn: Google aims to take on Facebook with new social feature called "Buzz", LA Times. 9. Februar 2010. 
  34. The End Of The Road For Google Buzz?| date-2011-2-2, Android Guys. Abgerufen am 15. Februar 2011. 
  35. David Nachum: Reach the people you know more easily. 9. Januar 2014.
  36. Calore, Michael, "Gmail Gets Dialed Up a Notch With New Calling Feature", Wired Magazine, August 25, 2010
  37. Peter Nowak: Google launches free voice calls from Gmail. In: CBC News, August 2010. Abgerufen am 26. August 2010. 
  38. Google announces via Twitter: 1,000,000 Gmail calls in 24 Hours, Nydailynews.com. 27. August 2010. Abgerufen am 12. August 2011. 
  39. Jared Newman: Gmail Calling Stays Free Through 2012. Pcworld.com. 13. Dezember 2011. Abgerufen am 3. Februar 2012.
  40. Google: 1 Million Gmail Calls On First Day, CNN. 26. August 2010. 
  41. Google+ Hangouts (Videoconferencing). Abgerufen am 16. Juli 2012.
  42. Emil Protalinski: Google adds Google Drive files and Calendar events to Gmail's search for US users. thenextweb.com. Abgerufen am 28. März 2014.
  43. Improved Search in Gmail. Official Gmail Blog. Abgerufen am 21. Mai 2012.
  44. Gmail workarounds for sub-string (partial word) search - Google Applications at Berkeley Lab - Berkeley Lab Commons. Commons.lbl.gov. 24. Juni 2010. Abgerufen am 3. November 2013.
  45. Gmail Blog: Gmail + chat + AIM = crazy delicious
  46. http://www.google.com/a/help/intl/de/index.html
  47. http://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-Mail-wird-mit-HTML5-offlinefaehig-1334721.html
  48. Überraschungs-Coup mit Buzz vom 10. Februar 2010 auf spiegel.de
  49. heise.de: Google+ im Fokus: Buzz und andere Dienste werden dichtgemacht, Meldung vom 15. Oktober 2011
  50. http://www.gizmodo.de/2011/08/24/google-postings-tauchen-bald-bei-google-mail-auf.html
  51. Video chat face-to-face-to-face with Hangouts in Gmail
  52. Google 2-Step Authentication. Google Inc.. Abgerufen am 11. März 2015.
  53. O'Reilly, Dennis: How to enable two-factor authentication on popular sites. In: CNET. CBS Interactive Inc.. 29. Januar 2013. Abgerufen am 11. März 2015.
  54. Hoffman, Chris: How to Secure Your Google Account with Google Authenticator. In: How-To Geek. How-To Geek, LLC. 8. Februar 2012. Abgerufen am 11. März 2015.
  55. Strengthening 2-Step Verification with Security Key. In: Google Online Security Blog. Google Inc.. 21. Oktober 2014. Abgerufen am 11. März 2015.
  56. Turner, Adam: Google security keys may offer extra layer of online protection. In: The Sydney Morning Herald. Fairfax Media. 5. November 2014. Abgerufen am 28. November 2014.
  57. Diallo, Amadou: Google Wants To Make Your Passwords Obsolete. In: Forbes. Forbes.com LLC. 30. November 2013. Abgerufen am 28. November 2014.
  58. Google 2-Step Verification - Features. Google Inc.. Abgerufen am 11. März 2015.
  59. Using Security Key for 2-Step Verification. Google Inc.. Abgerufen am 28. November 2014.
  60. a b c d e f Google: My account has been locked. 2010. Abgerufen am 23. März 2010.
  61. Ian Mutuli: Why The Gmail Scan That Led To A Man's Arrest For Child Porn Was Not A Privacy Violation. In: Techcrunch. 6. August 2014. Abgerufen am 6. September 2014.
  62. Google Introduces Gmail For Your Domain, abgerufen am June 2007
  63. Google Apps. Google. Archiviert vom Original am 26. März 2010. Abgerufen am 8. Dezember 2007: „The Partner Edition comes with APIs that make it simple for you to provision, customize, and integrate Google Apps into your existing infrastructure. [...] We designed Google Apps Partner Edition to affordably meet the specific needs of ISP's [sic] and portals.“
  64. GMail Help Center: „What's the maximum attachment size?“, Stand vom 28. Juni 2009
  65. Google (Hrsg.):GMail Help Center: Der von mir gewünschte Nutzername ist nicht verfügbar
  66. Gmail AdWords: „Google dehnt Gmail-Werbesystem aus“ auf heise.de , 21. Januar 2010
  67.  Florian Rötzer: Bei jeder Mail wird mitgelesen. (Bei jeder Mail wird mitgelesen, abgerufen am 27. April 2008).
  68.  Presumably you have a Gmail account, and do not object to Google's policies. (Presumably you have a Gmail account, and do not object to Google's policies, abgerufen am 27. April 2008).
  69. Datenschutzbestimmung von Gmail, 12. September 2008. Aufgerufen am 23. Oktober 2009