Universitätsklinikum Aachen

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Uniklinik RWTH Aachen
Logo
Ort Aachen
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Koordinaten 50° 46′ 35″ N, 6° 2′ 37″ OKoordinaten: 50° 46′ 35″ N, 6° 2′ 37″ O
Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor Thomas H. Ittel
Betten 1400[1]
Mitarbeiter 7000 (2016) [1]
Zugehörigkeit RWTH Aachen
Gründung 1966
Website www.ukaachen.de
Gesamtansicht

Die Uniklinik RWTH Aachen (Universitätsklinikum Aachen (AöR)[2]) ist das Universitätsklinikum der RWTH Aachen. Es befindet sich in einem der größten Krankenhausgebäude Europas im Westen Aachens im Stadtteil Laurensberg, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Vaals in den Niederlanden. Rund 6.000 Mitarbeiter in 34 Kliniken und 27 Instituten (davon sechs mit Aufgaben in der Krankenversorgung) versorgten im Jahre 2015 insgesamt rund 48.000 Patienten stationär und 183.000 Patienten ambulant.[1] Die Personalausgaben betrugen 2008 rund 239,6 Millionen Euro und die Materialaufwendungen 93,6 Millionen Euro.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maria-Hilf-Hospital[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ehemaliges Maria-Hilf-Hospital

Die Anfänge des heutigen Universitätsklinikums gehen bis in das 17. Jahrhundert zurück. Zu jener Zeit existierte auf dem damaligen Radermarkt, dem heutigen Münsterplatz in Aachen, das Elisabeth-Hospital für erkrankte Frauen. Für die männlichen Patienten wurde 1769 wenige 100 m entfernt in der Jakobstraße mit Hilfe einer Stiftung von Anna Maria von Wespien, der Gattin des ehemaligen Aachener Reichsbürgermeisters Johann von Wespien, das Marianische Spital erbaut. Zunächst als Ergänzung und als Nachfolgeeinrichtung dieser beiden Krankenanstalten wurde Anfang der 1850er-Jahre das Maria-Hilf-Hospital mit 260 Betten und großem Krankenhausgarten, dem späteren Kurpark Aachen, als konfessionelles allgemeines Krankenhaus an der Monheimsallee in Aachen nach Plänen von Friedrich Joseph Ark errichtet. Da die Stadtverwaltung Anfang des 20. Jahrhunderts diesen Platz für den Bau des Neuen Kurhauses freimachen wollte, wurde zwischen 1902 und 1905 ein städtischer Krankenhausneubau nach Plänen von Joseph Laurent (Baumeister) mit zunächst einer internistischen und einer chirurgischen Abteilung an der Goethestraße erstellt. Daraufhin wurde 1914 das alte Maria-Hilf-Hospital abgerissen und der seit den Anfangsjahren betreuende Orden der Elisabethinen für die neue Einrichtung übernommen.

Städtische Krankenanstalten Aachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ehemaliges Städtisches Elisabeth-Krankenhaus Aachen, Goethestraße, heute Sitz der Missio

In den zwanziger Jahren wurden auf dem neuen Areal die Abteilungen Gynäkologie, Dermatologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Prosektur eingerichtet sowie die Aachener Augenheilanstalt eingegliedert. 1923 erhielt das Krankenhaus in Erinnerung an die Keimzelle am Aachener Münsterplatz und den betreuenden Orden den Namen Städtisches Elisabeth-Krankenhaus Aachen. Da der Platz für weitere Abteilungen nicht mehr ausreichte, wurde sowohl zwischen 1932 und 1934 ein Neubau für die neu eingerichtete orthopädische Abteilung unter Friedrich Pauwels errichtet, der den Namen Albert-Servais-Haus erhielt, als auch 1941 für die Kinderklinik, die aus der Medizinischen Klinik für Innere Medizin von Ludwig Beltz hervorgegangen war.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden die Krankenanstalten als städtische Einrichtung von den politisch Verantwortlichen und den zuständigen Amtsärzten zu medizinischen Manipulationen gedrängt. Nach Verabschiedung des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses im Jahr 1934 war es vor allem der Chefarzt der Chirurgie Max Krabbel und der Radiologe Theodor Möhlmann, die ermächtigt wurden, Zwangssterilisationen und andere Eingriffe vorzunehmen. Vor allem Krabbel, ein vehementer Verfechter der Eugenik, protokollierte seine beachtliche „Jahresbilanz“ und publizierte anschließend über die sinnvollsten Techniken, die Verfahrensweisen und die Begleiterscheinungen dieser Operationen, die ihm vom Erbgesundheitsgericht zugewiesen wurden. Nur wenige Chefärzte wie beispielsweise Ludwig Beltz konnten diese Auflagen umgehen, wobei sie dafür erhebliche Nachteile in Kauf nehmen mussten. Weitere Ärzte, denen eine opportunistische Nähe zu dem politischen Regime nachgesagt wurden, waren der Dermatologe Friedrich Boosfeld und der Augenarzt Peter Geller.[4]

Im Zweiten Weltkrieg wurden die Gebäude der Städtischen Krankenanstalten schwer beschädigt und bis 1950 zum größten Teil – zumeist in Pavillonbauweise – wiederaufgebaut. Als eine der ersten neu eingerichteten Abteilungen entstand 1947 unter Leitung von Karl Heusch die urologische Abteilung. Zuletzt erhielt zwischen 1959 und 1961 die Kinderklinik einen großzügigen Neubau.

Infolge des Ärztemangels nach dem Krieg waren auch die Städtischen Krankenanstalten gezwungen, Mediziner neu oder wieder einzustellen, die zwar ein Entnazifizierungsverfahren durchlaufen haben, aber deren Biografien eine bedenkliche Nähe zum Nationalsozialismus aufwiesen. Dies betraf vor allem die in leitender Stellung eingesetzten Mediziner wie beispielsweise der Urologe Karl Heusch, der Orthopäde Wilhelm Klostermeyer, der Augenarzt Alfred Jäger, der Gynäkologe Georg Effkemann, der Pathologe Martin Staemmler und die Internisten Ferdinand Hoff und Arthur Slauck.[5]

Universitätsklinikum Aachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ehemaliges Logo

Nachdem am 20. Mai 1961 der Senat der RWTH Aachen beschlossen hatte, die Eingliederung der städtischen Krankenanstalten in die RWTH Aachen beim zuständigen Kultusministerium NRW zu beantragen, wurde diesem Antrag am 28. April 1964 stattgegeben. Schließlich gingen die Städtischen Krankenanstalten ab dem 1. Januar 1966 vollends über in die Klinische Anstalten der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule und somit in den Besitz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Das Gelände des alten Klinikums an der Aachener Goethestraße war zwar weitläufig und die meisten Abteilungen waren weiterhin in Pavillons untergebracht. Der knappe Raum und die rasch steigenden Patientenzahlen erforderten einen Neubau im Stadtteil Melaten, der von den Aachener Architekten Weber, Brand & Partner in Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für Krankenhausbau Benno Schachner entworfen und 1971 begonnen wurde.

An Stelle der staatlichen Hochbauverwaltung vertrat die Nordrhein-Westfälische Hochschulbau- und Finanzierungsgesellschaft (HFG) die Bauherrschaft. Im März 1970 beauftragte die HFG die Neue Heimat Städtebau GmbH mit dem Bau der Uniklinik. Synchronplanung, mangelnde Koordination und Kooperation führten zu einer Kostenexplosion und 1977 zur Ab- und Auflösung der HFG. Eine Sonderbauleitung wurde eingesetzt.[6]

Nach dem schrittweise erfolgten Bezug ab 1984 fand am 21. März 1985 die feierliche Einweihung statt. Seitdem sind in einem Gebäude Lehre, Forschung und Krankenversorgung untergebracht. Die Gesamtbaukosten der Uniklinik mit 1600 Betten und 52 Operationssälen betrugen 2,06 Milliarden DM (ca. 1,05 Milliarden Euro), im Jahr 1971 waren 571 Millionen DM (ca. 292 Millionen Euro) angenommen worden.[7] Die Pavillons des alten Klinikums wurden abgerissen, die Kellerräume zugeschüttet und ein Park errichtet.

Anfang 1984 warf der Bundesrechnungshof der Landesregierung Versäumnisse bei Leitung und Kontrolle des Bauvorhabens vor. So forderte dieser einen Stopp der Bundesbeteiligung über die vereinbarten 1,7 Milliarden DM und die Prüfung möglicher Regressansprüche an das Land. Das Land Nordrhein-Westfalen wiederum erhob Vorwürfe gegen den Bauträger wegen unzulänglicher Planungen und setzte eine Untersuchungskommission des Landtages ein.

Seit dem 1. Januar 2001 firmiert die Uniklinik RWTH Aachen – wie alle Universitätskliniken in NRW – als Anstalt des öffentlichen Rechts.[8] Damit sollte der Wirtschaftsbetrieb Krankenhaus von der Forschung und Lehre, die der Fakultät angehören, getrennt werden.

Im Jahr 2013 waren in der Uniklinik RWTH Aachen 35 Fachkliniken, 5 fachübergreifende Einheiten und 28 Institute beheimatet.[9] Nach Stand Juni 2016 gehören der Medizinischen Fakultät 101 Lehrstuhlinhaber sowie Leiter von Forschungs- bzw. Lehrgebieten an; sie hat rund 2500 Studenten.

Im März 2015 feierte die Uniklinik RWTH Aachen mit einem Festakt ihr 30-jähriges Jubiläum.[10] Die im Jahr 1966 gegründete Medizinische Fakultät der RWTH Aachen hat im Juni 2016 ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert.[11]

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorderansicht
Foyer

Das Hauptgebäude, eine Stahlbetonskelettkonstruktion, hat eine Länge von 257 m und eine Breite von 134 m und ist durch 24 Treppenhausschächte mit 54 m Höhe vertikal erschlossen. Die Treppenhausschächte ragen 9 m aus den achtgeschossigen Gebäudeteilen hinaus.[Anm. 1] Das Tragwerk ist nach allen Seiten erweiterbar und besitzt größtenteils eine Tiefgründung mit Bohrpfählen. Die Nettonutzfläche beträgt 130.000 m². Das benachbarte zweigeschossige Versorgungsgebäude hat Grundrissabmessungen von 95 m Länge und 131 m Breite bei einer Höhe von 12 m. Am 1. September 1971 wurde mit den Rohbauarbeiten begonnen, die Ende 1973 abgeschlossen waren. Die Treppenhauskerne wurden zuerst mit Ortbeton und Gleitschalung hergestellt, die restlichen Bauteile waren Fertigteile. Es war zeitweise die größte Baustelle Europas.

Die Optik des Gebäudes ist sowohl äußerlich als auch im Innenbereich ungewöhnlich. Die Farbgebung von Bodenbelägen, Türen und Wandelementen ist fast durchgehend in Grün-, Silber- und Gelbtönen gehalten und an den Decken verlaufen die Versorgungsmedien (Heizung, Lüftung etc.) meist unverkleidet.

Durch die sichtbare Gebäudetechnik, in Verbindung mit der ebenfalls sichtbaren Struktur einer Stahlbetonskelettbauweise, wird die Uniklinik RWTH Aachen als Vertreter der sogenannten „technischen Moderne“ gesehen, wie auch das Centre Georges Pompidou in Paris.[12] Wegen seines architektonischen Entwurfsprinzips der Wiederholung gleichförmiger Baustrukturen ist das Gebäude auch in den Kontext des Strukturalismus einzuordnen. Die Uniklinik steht als „bedeutendstes Zeugnis der High-Tech-Architektur in Deutschland“ seit Ende November 2008 unter Denkmalschutz.[13] Das Gebäude muss als Krankenhaus und Medizinische Fakultät ständig den technischen Anforderungen angepasst werden. Insbesondere den markanten Lüftungsrohren an den Fahrstuhlschächten droht bei einem Rückbau der Klimaanlage die Demontage. Außerdem müssten die Fenster des bislang vollklimatisierten Gebäudes ausgetauscht werden. Ca. 35 % der etwa 6000 Räume besitzen keine Fenster, insbesondere die Keller-, Technik- oder Lagerräume. Die Teppiche im Innenbereich sind Sonderanfertigungen aus gewebtem Velours.

Zwischen 2007 und 2012 wurde eine grundlegende Sanierung und Neustrukturierung des Pflegebereiches (Etagen 7–9) der jeweils westlichen zwei Gebäudezähne (Flure 1 und 2 sowie Flure 19 und 20) durchgeführt. Nach zwei Bauabschnitten wurden die Bauarbeiten Ende 2012 abgeschlossen, ohne die weiteren geplanten vier Bauabschnitte (in jeweils südlicher Richtung) zu beginnen.

Hubschrauberlandeplatz in der Abenddämmerung

Am 5. Mai 2010 wurde der Neubau eines Hubschrauberlandeplatzes unmittelbar vor dem Hauptgebäude begonnen. Von der Landeplattform in etwa 15 Metern Höhe können Patienten ohne Zuhilfenahme sekundärer Transportmittel über einen Schrägaufzug direkt in die Notaufnahme des Krankenhauses transportiert werden.[14] Der neue Landeplatz wurde am 9. Juli 2011 im Rahmen eines Tags der offenen Tür eingeweiht, bei dem Besucher auch die Plattform betreten konnten. Der Regelflugbetrieb startete am 3. August 2011 in den Morgenstunden mit einem Patiententransport durch Christoph 3.

Am 24. Mai 2016 erklärte die Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Uniklinik RWTH Aachen, dass das Land bis 2020 rund 418 Millionen Euro für zwölf Bau- und Sanierungsprojekte investiert.[15]

Neben dem Hauptgebäude, den Verwaltungsgebäuden, dem Patientengästehaus und dem Personalwohnheim gehören noch weitere Gebäude zur Uniklinik, darunter unter anderem:

  • Das Gut Großer Neuenhof im Neuenhofer Weg. Es wurde in mehren Abschnitten umgebaut und beherbergt heute die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters. Inzwischen entsteht auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Neubau zur Erweiterung der Behandlungskapazitäten.
  • Die bereits vor dem Bau des Hauptgebäudes entstandenen Institutsgebäude im Wendlingweg, die in den nächsten Jahren durch einen Neubau ersetzt werden sollen.
  • Im nord-östlichen Teil des Klinikgeländes entstanden am Schneebergweg Neubauten für die Betriebskindertagesstätte, das Sozialpädiatrisches Zentrum der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin sowie Büroräume für den Personalrat. Das bisher hierfür genutzte Gebäude, die ehemalige Sonderbauleitung, wurde abgerissen und die Nutzungen solange in Containerbauten untergebracht.
  • Das ehemalige Medizinisch Technische Zentrum (MTZ) der AGIT in der Pauwelsstraße wurde inzwischen komplett von der Uniklinik übernommen, ebenso das Gut Melaten im Schneebergweg.

Kliniken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zentren (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Universitätsklinikum verfügt derzeit über 24 Zentralbereiche und interdisziplinäre Zentren, von denen einige einen besonderen oder überregionalen Stellenwert haben. Dazu zählen unter anderem:

Institute (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß seinem Auftrag als Universitätsklinikum sind der Einrichtung zahlreiche Institute angeschlossen, von denen die Institute für Arbeits- und Sozialmedizin, Humangenetik, Medizinische Mikrobiologie, Pathologie und Neuropathologie sich mit den Aufgaben der Krankenversorgung beschäftigen. Dazu gehört auch der Lehrstuhl für Altersmedizin, der seinen Sitz am Universitären Geriatrischen Zentrum des Franziskushospitals Aachen hat.

Die restlichen 21 Institute befassen sich unter anderem mit den Fachgebieten der Anatomie und Biochemie, der Biomedizinischen Technologie und der Molekularen Medizin sowie mit der Immunologie, Pharmakologie, Toxikologie, Psychologie und Physiologie, aber auch mit der Medizingeschichte, der Medizinischen Informatik und Statistik sowie der Versuchstierkunde.

Namhafte Mediziner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katrin Amunts (* 1962), Fachärztin für Anatomie und von 2004 bis 2013 Professorin für strukturell-funktionelles Brain Mapping an der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
  • Ludwig Beltz (1882–1944), Internist und von 1924 bis 1944 Direktor der Medizinischen Klinik der Städtischen Krankenanstalten Aachen
  • Ulrike Brandenburg (1954–2010), Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin und von 1990 bis 2010 Leiterin der Sexualwissenschaftlichen Ambulanz an der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin
  • Tim Brümmendorf (* 1966), Ärztlicher Direktor der Klinik für Hämatologie und Onkologie
  • Sven Effert (1922–2000), Kardiologe sowie Ordinarius und Direktor der Medizinischen Klinik I
  • Hugo Eickhoff (1905–1972), Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenkunde und von 1955 bis 1972 Chefarzt der HNO-Klinik
  • Walter Gahlen (1908–1994), Dermatologe und Venerologe sowie von 1966 bis 1976 Ordinarius und ärztlicher Direktor der Hautklinik
  • Tamme Goecke (* 1966), Gynäkologe und seit 2012 Leiter der Pränataldiagnostik und des Perinatalzentrums (Level I) an der Frauenklinik
  • Adolf Greifenstein (1900–1955), Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenkunde und von 1952 bis 1955 Chefarzt der HNO-Klinik
  • Axel Heidenreich (* 1964), Urologe und von 2008 bis 2015 Direktor der Klinik für Urologie
  • Karl Heusch (1894–1986), Urologe sowie Gründer und von 1947 bis 1963 Chefarzt der Urologischen Klinik der Städtischen Krankenanstalten Aachen
  • Ferdinand Hoff (1896–1988), Internist und von 1948 bis 1951 Direktor der Medizinischen Klinik der Städtischen Krankenanstalten Aachen
  • Anton Hopf (1910–1994), Orthopäde sowie von 1960 bis 1977 Ordinarius und Direktor der Orthopädischen Klinik
  • Frank Hölzle (* 1968), seit 2011 Ordinarius für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
  • Alfred Jäger (1904–1988), Facharzt für Augenheilkunde und von 1955 bis 1973 Chefarzt der Augenklinik
  • Hugo Jung (1928–2017), Gynäkologe und von 1967 bis 1993 Direktor der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe
  • Philipp Keller (1891–1973), Dermatologe und Direktor der Hautklinik an den Städtischen Krankenanstalten Aachen
  • Max Krabbel (1887–1961), Chirurg und von 1932 bis 1945 Chefarzt der Chirurgischen Klinik der Städtischen Krankenanstalten Aachen
  • Mosaad Megahed (* 1956), Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten sowie seit 2006 Professor und Oberarzt an der Klinik für Dermatologie und Allergologie
  • Ivo Meinhold-Heerlein (* 20. Jahrhundert), Stellvertretender Direktor der Klinik für Gynäkologie und Geburtsmedizin
  • Axel Hinrich Murken (* 1937), Medizinhistoriker und von 2003 bis zur Emeritierung Professor und Direktor des Institutes für Geschichte der Medizin und des Krankenhauswesens
  • Fritz Uwe Niethard (* 1945), Orthopäde und von 1996 bis 2010 Direktor der Klinik für Orthopädie
  • Norbert Pallua (* 1952), Chirurge und seit 1997 Direktor der Klinik für Plastische Chirurgie, Hand- und Verbrennungschirurgie
  • Hans-Christoph Pape (* 1962), Chirurg und von 2009 bis 2016 Direktor der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie
  • Friedrich Pauwels (1885–1980), Orthopäde sowie Gründer und von 1934 bis 1960 Chefarzt der Orthopädischen Klinik an den Städtischen Krankenanstalten
  • Klaus Poeck (1926–2006), Neurologe sowie Mitbegründer und von 1961 bis zur Emeritierung Direktor der Neurologischen Klinik
  • Lukas Radbruch (* 1959), Facharzt für Anästhesie und Palliativmedizin sowie Gründer von 2003 bis 2010 Direktor der Klinik für Palliativmedizin
  • Martin Reifferscheid (1917–1993), Chirurge sowie Ordinarius und von 1966 bis 1982 Direktor der Chirurgischen Klinik
  • Henning Saß (* 1944), Psychiater und von 1990 bis 2000 Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Georg Schlöndorff (1931–2011), Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenkunde und von 1973 bis 1996 Chefarzt der HNO-Klinik
  • Egon Schmitz-Cliever (1913–1975), von 1938 bis 1975 zunächst Radiologe und später Honorarprofessor für Medizingeschichte
  • Jakob Schoenmackers (1912–1982), Pathologe und von 1960 bis zur Emeritierung Direktor des Pathologisch-Bakteriologischen Instituts
  • Volker Schumpelick (* 1944), Chirurge und von 1985 bis 2010 Direktor der Chirurgischen Klinik
  • Arthur Slauck (1887–1958), Internist und von 1947 bis 1948 Chefarzt der Städtischen Krankenanstalten
  • Martin Staemmler (1890–1974), Pathologe und von 1950 bis 1960 Direktor des Pathologisch-bakteriologischen Instituts der Städtischen Krankenanstalten Aachen
  • Markus Tingart (* 1968), Orthopäde und seit 2010 Direktor der Klinik für Orthopädie
  • Felix Wesener (1855–1930), Internist und von 1892 bis 1924 Chefarzt des städtischen Maria-Hilf-Hospitals

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über den Außenring ist die Uniklinik RWTH Aachen im Norden an die Bundesautobahn 4 über die Anschlussstelle Aachen-Laurensberg und im Süden an die Bundesstraße 1 angeschlossen.

ÖPNV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bushaltestelle Uniklinik liegt unmittelbar vor dem Haupteingang an der Pauwelsstraße, welche ausschließlich von Linienbussen, Taxen, Fahrrädern, Versorgungs- und Rettungsfahrzeugen befahren werden darf.[16]

Die Uniklinik verfügt über einen Taxistand und eine Carsharing-Station.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2007 wurden Planungen bekannt, wonach die Uniklinik RWTH Aachen mit dem Universitätskrankenhaus in Maastricht zu einem Uniklinikum Aachen-Maastricht fusionieren will. Es wäre dann das erste Europa-Krankenhaus.[17]

Anfang 2005 begannen Dreharbeiten von RTL in der Klinik für eine tägliche Doku-Soap mit dem Titel Unsere Klinik – Ärzte im Einsatz. Dabei wurden Ärzte, Pflegepersonal und Patienten bei ihrer Arbeit und ihrem Aufenthalt in der Uniklinik RWTH Aachen mit der Kamera begleitet.

Die Uniklinik RWTH Aachen bietet seit 2015 auch Führungen [18] durch die Uniklinik an.

Im Dezember 2015 hat die Uniklinik RWTH Aachen die Stiftung Universitätsmedizin Aachen ins Leben gerufen.[19] Ihr Zweck ist die Realisierung von Förderungsprojekten aus Krankenversorgung, Forschung und Lehre an der Uniklinik RWTH Aachen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Godehard Hoffmann: Das Klinikum in Aachen, bedeutendstes Zeugnis der High-Tech-Architektur in Deutschland. In: Denkmalpflege im Rheinland, Jg. 17, Nr. 4, 2000, S. 154–161.
  • Godehard Hoffmann: High-Tech wird denkmalwert – Universitätsklinikum Aachen in die Denkmalliste eingetragen. In: Denkmalpflege im Rheinland, Jg. 26, Nr. 2, 2009, S. 68–72.
  • Godehard Hoffmann: Universitätsklinikum der RWTH Aachen – High-Tech-Architektur für ein Krankenhaus. In: Jahrbuch der Rheinischen Denkmalpflege 40/41, Worms 2009 S. 31–48.
  • Michael Kasiske: Farbstudien in Aachen. In: Bauwelt, Heft 26–27.10, 101. Jg., 16. Juli 2010, S. 12–19 – Wandlungen im Krankenhaus: Die blutroten Gerüste und schwefelgelben Ringelrohre als Symbolik einer hochtechnisierten Maximalversorgung der Patienten stehen seit 2008 unter Denkmalschutz. Innen bekommt das Klinikum Aachen nach 25 Jahren ein neues Gesicht.
  • Lothar Mayer: Medizinische Fakultät Aachen. In: Der Bauingenieur, Heft 5, Jg. 1973, S. 153–168.
  • Ekkehard Winn: Das Klinikum Aachen. Baugeschichte und Analyse. Magisterarbeit, Uni Köln, 2005.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Universitätsklinikum Aachen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Factsheet der Uniklinik RWTH Aachen
  2. 25. April 2013: Neue Marke – „Klinikum“ präsentiert sich künftig als Uniklinik RWTH Aachen
  3. Jahresbericht 2008
  4. Richard Kühl: Leitende Aachener Klinikärzte und ihre Rolle im Dritten Reich, Studie des Aachener Kompetenzzentrums für Wissenschaftsgeschichte, Band 11, Hrsg.: Dominik Groß, Diss. RWTH Aachen 2010, ISBN 978-3-86219-014-0 pdf
  5. Carola Döbber: Politische Chefärzte? Neue Studien zur Aachener Ärzteschaft im 20. Jahrhundert (= Studien des Aachener Kompetenzzentrums für Wissenschaftsgeschichte. Band 14). Dissertation. Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen 2012. Kassel University Press, Kassel 2012, ISBN 978-3-86219-338-7 (online)
  6. Bauskandal, in: Der Spiegel vom 16. April 1979
  7. RWTH-Alumni 2006, Seite 30
  8. Gesetz- und Verordnungsblatt Ausgabe 2000 Nr. 54
  9. Ein Phänomen in Deutschland, In: Aachener Nachrichten vom 17. Juni 2013
  10. Uniklinik Aachen: Grüner Tempel der Medizin wird 30. In: Aachener Zeitung. 27. März 2015, abgerufen am 26. Juni 2016.
  11. Festprogramm und hohe Gäste: 50 Jahre Medizinische Fakultät der RWTH. In: Aachener Zeitung. 24. Juni 2016, abgerufen am 26. Juni 2016.
  12. „Baukunst-NRW“. Internetführer zu Architektur und Ingenieurbaukunst in Nordrhein-Westfalen.
  13. Presseinformation 087/2008 der Bezirksregierung Köln: Aachener Klinikum wird unter Denkmalschutz gestellt. Weltweit bedeutendes Gebäude der High-Tech-Architektur.
  14. Der Bau des neuen Hubschrauber-Landeplatzes vor dem UKA hat begonnen, Pressemitteilung, 4. Mai 2010
  15. Pressemitteilung des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW: 418 Millionen Euro für Universitätsklinik Aachen
  16. Ab Montag wird die Pauwelsstraße zur Umwelttrasse. In: Aachener Nachrichten. 31. Oktober 2013, abgerufen am 5. Februar 2016.
  17. Der Plan für ein Uniklinikum Aachen-Maastricht – Presseecho
  18. Führungen durch die Uniklinik RWTH Aachen
  19. Schrittmacher für die moderne Medizin von morgen. In: Aachener Zeitung. 9. Dezember 2015, abgerufen am 26. Juni 2016.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. In einem 16-seitigen Fachartikel von Lothar Mayer über den Rohbau finden sich keine Aussagen über eine Verminderung der ursprünglich geplanten Stockwerkanzahl nach Fertigstellung der Fahrstuhlschächte. (Lothar Mayer: Medizinische Fakultät Aachen. In: Der Bauingenieur. Jg. 1973, Heft 5, S. 153–168).