Gudo TI

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TI ist das Kürzel für den Kanton Tessin in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Gudof zu vermeiden.
Gudo
Wappen von Gudo
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Bellinzonaw
Kreis: Kreis Bellinzona
Gemeinde: Bellinzonai2
Postleitzahl: 6515
Koordinaten: 716323 / 114859Koordinaten: 46° 10′ 31″ N, 8° 56′ 42″ O; CH1903: 716323 / 114859
Höhe: 232 m ü. M.
Fläche: 9,9 km²
Einwohner: 839 (31. Dezember 2016)
Einwohnerdichte: 85 Einw. pro km²
Website: www.bellinzona.ch
Karte
Gudo TI (Schweiz)
Gudo TI
www
Gemeindestand vor der Fusion am 1. April 2017
Kirche Santa Maria im Ortsteil Progero

Gudo (lombardisch Güd [gyd][1]) ist ein Ortsteil der Gemeinde Bellinzona im Schweizer Kanton Tessin. Bis zum 1. April 2017 bildete er eine selbständige politische Gemeinde, die zum damaligen Kreis Ticino gehörte.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gudo liegt am Bergfuss auf der rechten Seite der Magadinoebene. Sein ehemaliges Gemeindegebiet wird vom Fluss Tessin durchflossen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funde lassen darauf schliessen, dass die Gegend möglicherweise schon in der frühen und späteren Bronzezeit (17.–12. Jahrhundert vor Christus) besiedelt war. Eine Nekropole mit über 300 Gräbern stammt zum grössten Teil aus der Eisenzeit.

Erstmals bezeugt findet sich das Dorf 1264. Damals verfügten die Johanniter von Contone, die Mensa des Bischof von Como, die Kapitel Bellinzona und Locarno und die Locarneser Adelsfamilien Muralto und Magoria in Gudo über grundherrliche Rechte. 1992 entdeckte man bei Ausgrabungen in der Pfarrkirche San Lorenzo einen Kultraum, der schon aus dem 6. bis 7. Jahrhundert stammt. Das heutige Gotteshaus stammt von 1615.

Am 2. April 2017 schloss sich Gudo gleichzeitig mit den damaligen Gemeinden Camorino, Claro, Giubiasco, Gnosca, Gorduno, Moleno, Monte Carasso, Pianezzo, Preonzo, Sant’Antonio und Sementina der Gemeinde Bellinzona an.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1671 1769 1850 1880 1900 1950 1990 2000 2005 2008 2009 2011 2012 2015 2016
Einwohner 100 150 296 390 373 435 501 679 735 783 811 770 803 830 839

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche Santa Maria im Ortsteil Progero[2]
  • Nekropole im Ortsteil Progero[3]
  • Pfarrkirche San Lorenzo[4]
  • Oratorium Santi Nazaro und Celso[5]
  • Wohnhaus Resinelli, genannt La Monda.[6]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Società Carnevale Gudese (Karnevalsverein)[7]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Associazione Calcio Audax Gudo[8]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Simonetta Biaggio Simona, Graziano Tarilli: Gudo. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2017.
  • Virgilio Gilardoni: Inventario delle cose d’arte e di antichità. Edizioni dello Stato. Bellinzona 1955, S. 215–220.
  • Virgilio Gilardoni: Il Romanico. Catalogo dei monumenti nella Repubblica e Cantone del Ticino. La Vesconta, Casagrande S.A., Bellinzona 1967, S. 337, 244, 254, 370–373, 423.
  • Agostino Robertini u. a.: Gudo. In: Il Comune. Edizioni Giornale del Popolo, Lugano 1978, S. 153–164.
  • Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 17, 18, 50, 52.
  • Celestino Trezzini: Gudo. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 3: Grassi – Güttingen. Attinger, Neuenburg 1921, S. 788.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gudo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 418. Die Bedeutung des Ortsnamens ist unsicher; vielleicht liegt lateinisch acūtus ‚spitz‘ oder aber ein Personenname zugrunde.
  2. Kirche Santa Maria (Foto)
  3. Nekropole
  4. Pfarrkirche San Lorenzo (Foto)
  5. Oratorium Santi Nazaro und Celso (Foto)
  6. Wohnhaus Resinelli genannt La Monda (Foto)
  7. Società Carnevale Gudese (Karnevalsverein) in portal.dnb.de (abgerufen am: 7. Mai 2016.)
  8. Associazione Calcio Audax Gudo