Harztor

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Wappen Deutschlandkarte
Die Landgemeinde Harztor führt kein Wappen
Harztor
Deutschlandkarte, Position der Landgemeinde Harztor hervorgehoben

Koordinaten: 51° 34′ N, 10° 46′ O

Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Nordhausen
Höhe: 210 m ü. NHN
Fläche: 109,37 km2
Einwohner: 7577 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km2
Postleitzahl: 99768
Vorwahl: 036331
Kfz-Kennzeichen: NDH
Gemeindeschlüssel: 16 0 62 065
Landgemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Landgemeindeverwaltung:
Ilgerstr. 23
99768 Harztor OT Ilfeld
Website: www.harztor.de
Bürgermeister: Stephan Klante (UWL)
Lage der Landgemeinde Harztor im Landkreis Nordhausen
ThüringenBleicherodeBleicherodeEllrichGörsbachGroßlohraHarztorHeringen/HelmeHohensteinKehmstedtKleinfurraLipprechterodeNiedergebraNordhausenSollstedtUrbachWertherKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Art unbekannt

Die Gemeinde Harztor ist eine Landgemeinde im nördlichen Landkreis Nordhausen im Freistaat Thüringen, die am 1. Januar 2012 durch den Zusammenschluss der vormaligen Gemeinden Ilfeld und Niedersachswerfen entstanden ist.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harztor befindet sich im äußersten Norden Thüringens, hier ist der nördlichste Punkt des Freistaates. Die Gemeinde befindet sich etwa neun Kilometer nördlich der Kreisstadt Nordhausen. Nachbargemeinden sind in Thüringen Ellrich und Nordhausen. Im Norden der Gemeinde schließt sich Oberharz am Brocken an und im Osten Südharz, beide in Sachsen-Anhalt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landgemeinde besteht aus den Ortsteilen:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Kirche St. Johannis-Pauli in Niedersachswerfen (Harztor)

Ursprünglich bestanden Pläne, alle sechs Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz zu einer Landgemeinde zusammenzuschließen. Nach Vorbehalten in der Gemeinde Neustadt/Harz trieben die Gemeinderäte von Ilfeld und Niedersachswerfen ab Januar 2011 die Idee der Bildung einer Landgemeinde aus nur zwei Gemeinden voran. Am 30. März 2011 stimmte der Gemeinderat von Niedersachswerfen dem Fusionsvertrag zu, am 5. April 2011 folgte der Gemeinderat von Ilfeld.

Als Name der neuen Landgemeinde war ursprünglich Hohnstein vorgesehen. Er wurde später auf Südharz geändert. Wegen der Namensgleichheit zur Gemeinde Südharz (Sachsen-Anhalt) wurde auch dieser Name vom Thüringer Innenministerium verworfen und der Doppelname Ilfeld-Niedersachswerfen in das Gesetzgebungsverfahren eingebracht.[3] In einer Bürgerbefragung[4] sprachen sich die Einwohner der beiden Gemeinden mehrheitlich für den Namen Harztor aus. Der Zusammenschluss sollte ursprünglich bereits am 1. Dezember 2011 erfolgen, wurde aber um einen Monat verschoben.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 6. Juli 2018 wurden die Gemeinden Harzungen, Herrmannsacker und Neustadt/Harz eingemeindet, wodurch die Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz aufgelöst wurde.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
Einwohner 6081 6050 6067 6059 6060 5995 7588 7577

Datenquelle: ab 1994 Thüringer Landesamt für Statistik – Werte vom 31. Dezember

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem Ergebnis für die Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

Kommunalwahl 2019
Wahlbeteiligung: 61,2 % (2014: 51,9 %)
 %
50
40
30
20
10
0
42,2 %
5,9 %
5,4 %
3,2 %
43,3 %
Parteien und Wählergemeinschaften Stimmenanteil +/− %p Sitze +/−
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 42,2 % − 9,0 8 − 3
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 5,9 % − 12,5 1 − 2
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 5,4 % + 5,4 1 + 1
FDP Freie Demokratische Partei 3,2 % + 3,2 1 + 1
BF-UWL* Bürgerforum-Unabhängige Wählerliste 43,3 % + 13,0 9 + 3
Gesamt 100 20
Wahlbeteiligung: 51,9 %

* 2014: UWL

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Harztor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2012
  3. Thüringer Gesetz zur freiwilligen Neugliederung kreisangehöriger Gemeinden im Jahr 2011. Gesetzentwurf vom 28. Juni 2011 (PDF; 227 kB)
  4. Mehrheit will „Harztor“ als Namen für neue Landgemeinde, in: Thüringer Allgemeine, 2. November 2011
  5. Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt Nr.7 2018 vom 5. Juli 2018, aufgerufen am 6. Juli 2018
  6. Gemeinde Harztor — Bekanntmachung der Wahlergebnisse der Kommunalwahl am 26. Mai 2019, abgerufen am 11 Januar 2020