Görsbach

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Görsbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Görsbach hervorgehoben
Koordinaten: 51° 28′ N, 10° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Nordhausen
Erfüllende Gemeinde: Heringen/Helme
Höhe: 154 m ü. NHN
Fläche: 9,1 km2
Einwohner: 1045 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 115 Einwohner je km2
Postleitzahl: 99765
Vorwahl: 036333
Kfz-Kennzeichen: NDH
Gemeindeschlüssel: 16 0 62 008
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Straße der Einheit 42/43
99765 Heringen/Helme
Bürgermeisterin: Angela Simmen (parteilos)
Lage der Gemeinde Görsbach im Landkreis Nordhausen
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Görsbach ist eine Gemeinde im Landkreis Nordhausen in Thüringen. Erfüllende Gemeinde für Görsbach ist die Stadt Heringen/Helme.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Görsbach liegt in einer Agrarregion. Es ist ein Dorf der Goldenen Aue an der Talsperre Kelbra östlich von Nordhausen. Nördlich beginnen bei Uftrungen die Vorberge des Harzes und südlich ist die Aue von der Hainleite und dem Kyffhäuser-Massiv begrenzt. Die Bundesautobahn 38 streift die Gemarkung des Dorfes nördlich. Görsbach selbst befindet sich an der Landesstraße 3080. Das Dorf hat einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Halle–Hann. Münden. Zu Görsbach gehört auch der Ortsteil Aumühle.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Mauritius in Görsbach

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahre 772 als Gerhelmesbach.[2] Ursprünglich von einer Mauer umgeben, bezogen sich Gebietsangaben auf Ober- und Untertor. Mit der Zuwanderung der Flamen im 12. Jahrhundert nördlich der Mauer auf ödem Land kam die Gebietsbezeichnung Hofestatt hinzu. Die Flamen und Mönche vom Kloster Walkenried meliorierten die Aue. Ab 1952 erfolgte auch in Görsbach die Zwangskollektivierung der bäuerlichen Betriebe.

Zu den Sehenswürdigkeiten in Görsbach zählt vor allem die Kirche St. Mauritius.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Görsbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern:

  • CDU 1 Sitz
  • Bürgerkomitee 11 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2014)

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Görsbach besitzt seit 1992 eine Partnerschaft mit Kaisersesch in Rheinland-Pfalz.

Söhne des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Moritz Steinmetz (* 27. April 1529 in Görsbach; † 1. Juli 1584 in Leipzig), Gelehrter und Professor an der Universität Leipzig
  • Valentin Steinmetz (* um 1547 in Görsbach; † ca. 1597 in Tunzenhausen), deutscher evangelischer Pfarrer, Astronom und Kalenderherausgeber
  • Aegidius Müller (* 2. Juli 1766 bei Görsbach; † 14. August 1841 in Braunschweig), Kammermusiker, Vater der Gebrüder Müller, eines bekannten Streichquartetts des 19. Jahrhunderts am Braunschweiger Opernhaus.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rat der Gemeinde Görsbach (Hrsg.): Festschrift 1200 Jahre Görsbach. Görsbach 1973, S. 95.
  • R. Schuhmann: Festschrift 1225 Jahre Görsbach vom 4.–12. Juli 1998. Hrsg.: Rat der Gemeinde Görsbach. o.O. 1998, S. 88.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Ortschronik

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Görsbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien